Die Corona-Krise drückt das Halbjahresergebnis der Valora nach unten. Der Umsatz brach um über 18 Prozent ein. (Symbolbild: Keystone)
Baselland

Valoras Umsatz bricht um über 18 Prozent ein

Der Detailhändler Valora hat im ersten Semester 2020 einen Verlust eingefahren. Wegen der Corona-Pandemie blieben die Kunden an den Bahnhöfen aus.

Für das gesamte Jahr 2020 erwartet Valora allerdings wieder ein besseres Ergebnis. Bereits jetzt zeige sich eine Gewinnerholung. Die ausgewiesenen Resultate für das Halbjahr bestätigten derweil die bereits Ende März ausgesprochene Gewinnwarnung.

Konkret lag der Nettoumsatz gemäss einer Mitteilung vom Mittwoch um 18,8 Prozent tiefer bei 815,6 Millionen Franken. Dabei habe das Food-Geschäft stärker gelitten als das Geschäft mit Zeitungen und Tabakwaren, was unter anderem auf die strengeren Vorschriften vieler Regierungen im Lebensmittelbereich zurückzuführen sei.

Beim Betriebsgewinn (EBIT) verzeichnete das Unternehmen einen Verlust von 10,9 Millionen Franken. Unter dem Strich resultierte ein Verlust von 15,9 Millionen Franken.

20 Prozent der Läden geschlossen

Der markante Rückgang sei den Massnahmen zur Eindämmung der Corona-Krise zuzuschreiben, hiess es im Communiqué. Zum Höhepunkt des Lockdowns seien 40 Prozent aller Läden von Valora mit verkürzten Öffnungszeiten betrieben worden und 20 Prozent waren gar komplett geschlossen.

Valora habe mit diversen Massnahmen reagiert und die Kostenbasis gesenkt. Dabei nahm das Unternehmen mit der Kurzarbeit von über der Hälfte der Belegschaft seit April 2020 auch die finanzielle Unterstützung der Regierungen in Anspruch. Dadurch hätten die Betriebsaufwände um knapp 15 Prozent gesenkt werden können. Insgesamt sei es gelungen, mit den eingeleiteten Kostensenkungen die vom krisenbedingten Umsatzrückgang getriebene Abnahme des Bruttogewinns um fast minus 50 Prozent zu kompensieren, hiess es.

Positiver Betriebsgewinn erwartet

Nachdem die Massnahmen gelockert wurden, habe sich die Kundenfrequenz wieder zu erholen begonnen und auch die Auftragslage im B2B-Geschäft mit Backwaren wurde besser, hiess es weiter. Aus diesem Grund rechnet das Unternehmen für das aktuelle Jahr insgesamt mit einem positiven Betriebsgewinn (EBIT).

«Wir setzen unsere strategischen Prioritäten, die unser Foodvenience-Geschäft vorantreiben, weiter konsequent um, während wir gleichzeitig unsere Kostenbasis umsichtig senken», wird CEO Michael Mueller in der Mitteilung zitiert.

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