(Bild: Unsplash/Jonnica Hill)
International

Ein «Dämon» hilft Corona-Kranken in Nepal

Krankenwagenfahrer Shrestha nimmt die Gefahr seines Berufes trotz Mangel an Schutzkleidung auf sich. Der Festival-Darsteller ist eine lokale Berühmtheit.

In Nepal arbeiten gerade viele Krankenwagenfahrer nicht, weil sie vor dem Coronavirus Angst haben und sich über einen Mangel an Schutzkleidung beklagen. Doch Krankenwagenfahrer Buddha Krishna Baga Shrestha nimmt die Gefahren trotzdem auf sich – und das, obwohl ihn viele davon abhalten wollen. Denn der 49-Jährige ist eine lokale Berühmtheit, weil er seit Jahren einen «Dämonen» in einem wichtigen Festival im Tal von Kathmandu spielt. Er sagt, er wolle lieber wegen seines Jobs sterben als anderen beim Sterben zuzusehen.

Zunge mit eiserner Nadel durchstochen

Opfer bringen kennt Shrestha. Denn «Dämon» zu sein ist eine schmerzhafte Angelegenheit. Beim Festival wird ihm die Zunge mit einer eisernen Nadel durchstochen. Das symbolisiert dem Volksglauben nach den Sieg über einen mächtigen Dämonen, der vor Jahrhunderten Ernte zerstört und Tiere getötet haben soll.

Vor dem Festival muss der Darsteller unter anderem drei Tage lang fasten. Das Festival mit Hunderttausenden Besuchern findet zum nepalesischen Neujahrsfest im Frühling statt und fiel dieses Jahr wegen der Corona-Krise aus.

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