Für viel, viel Geld werden in Japan Bund Ruby Roman-Trauben versteigert. (Bild: Keystone)
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Darum kosten diese Trauben 11’492 Franken

Die Versteigerung von Ruby Roman-Trauben hat in Japan Tradition. Doch warum werden so hohe Preise bezahlt?

In Japan hat ein Bund der berühmten Ruby Roman-Trauben bei einer Auktion den Rekordpreis von 1,3 Millionen Yen erzielt – umgerechnet sind das 11’492 Franken. Wie der japanische Fernsehsender NHK berichtete, konnte der Vorjahresrekord bei der Versteigerung in der Stadt Kanazawa zum traditionellen Auftakt der Saison um 100’000 Yen übertroffen werden.

Ruby Roman ist eine Rebsorte, die ausschliesslich in der Präfektur Ishikawa angebaut und vermarktet wird. Sie ist rot und hat eine starke Süsse. Mit einem Durchmesser von je rund drei Zentimetern ist eine Frucht ungefähr so ​​gross wie ein Tischtennisball. Der rund 900 Gramm schwere Bund, der den Rekordpreis erzielte, bestand aus rund 30 einzelnen Früchten.

Marketing-Trick

Die Auktionen werden als feierlicher Beginn der Auslieferung der edlen Früchte abgehalten, die der Stolz der Präfektur Ishikawa sind und für deren Anbau Landwirte einen entsprechend hohen Aufwand treiben.

Die hohen Investitionen, die bei den Auftakt-Auktionen gezahlt werden, lohnen sich für die Händler: Denn das Ganze ist eine geschickte PR-Aktion, über die die Medien des Landes berichten. Nirgendwo bekommt Obst eine derartige mediale Aufmerksamkeit wie in Japan – ein Marketing-Trick, der auch bei Thunfisch angewendet wird.

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