Die Corona-Krise riss wegen Ausfällen von nicht notfallmässigen Operationen ein Loch in die Kassen der Basler Spitäler. (Symbolbild: KEystone)
Basel

Basler Spitäler melden Corona-Schaden von 100 Millionen Franken

Die Basler Spitäler mussten wegen der Corona-Krise zahlreiche Operationen absagen. Für den Schaden soll nun der Kanton aufkommen.

Die Basler Spitäler konnten wegen der Corona-Krise zwei Monate lang fast keine Operationen durchführen. Das kostet insgesamt rund 100 Millionen Franken, wie Berechnung der Vereinigung Nordwestschweizer Spitäler zeigen.

Wie die «bz basel» berichtet, haben sich nun die öffentlichen und privaten Spitäler zusammengetan, um beim Kanton eine Ausfallentschädigung anzufragen. «Wer befiehlt, sollte sich auch an den dadurch entstanden Ertragsausfällen beteiligen», erklärt der Rolf Schwendener, stellvertretender Klinikdirektor der Merian Iselin Klinik, den Schritt. In der Merian Iselin Klinik  beträgt der Ausfall sieben Millionen Franken. Beim Claraspital sind es zehn Millionen Franken und das Unispital verzeichnet einen Schaden von 37 Millionen Franken.

Engelberger verhandlungsbereit

Bei der letzten Sitzung mit den Spitalvertretern habe Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger (CVP) Verhandlungsbereitschaft zum Thema signalisiert, so der Bericht. Dabei habe er hat die Spitäler angewiesen, ihm eine detaillierte Auflistung der Corona-Kosten zukommen zu lassen. So sollen die direkten Zusatzkosten ausgewiesen und die finanziellen Auswirkungen der Vorsorgebereitschaft aufgelistet werden. Im August soll dann der Antrag bei der Regierung von Engelberger gestellt werden, die Ausfälle zu übernehmen.

Zudem soll Engelberger auch Diskussionsbereitschaft in Bezug auf die Ertragsausfälle signalisiert haben. Dennoch sagt er gegenüber der Zeitung, dass der Bund hauptsächlich für die entstandenen Schäden aufkommen müsse. Gespräche zwischen Kanton, Versicherern und Bund seien in die Wege geleitet. «Basel-Stadt nimmt auch hier seine Verantwortung wahr im Rahmen einer fairen Paketlösung», wird Engelberger zitiert.

Die Lösung folgt dann nächstes Jahr, wenn die Jahresrechnungen Aufschluss über die Corona-Einbussen geben.

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