Die Betrüger hatten sich via Telefon mit ihren Opfern in Verbindung gebracht. (Bild: Keystone)
Schweiz

Internet-Betrüger ergaunern von einem Mann 600’000 Franken

600'000 Franken stahlen Internet-Betrüger von einem Bündner. Insgesamt 25 Menschen wurden um ihr Geld betrogen.

Im Kanton Graubünden sind mindestens 25 Personen beim Abwickeln von Internet-Geldanlagen um ihr Geld betrogen worden. In einem Fall verlor ein Geschädigter über 600’000 Franken.

Die meisten der Geschädigten, die sich bei der Kantonspolizei gemeldet hatten, sind im Pensionsalter und waren auf der Suche nach gewinnversprechenden Anlagemöglichkeiten, wie die Kantonspolizei Graubünden am Donnerstag in einer Mitteilung schreibt.

Vermeintliche Online-Investitionen

Dabei seien sie auf professionell geführte Plattformen gestossen, bei welchen sie via Kontaktformular ihr Interesse bekundet hatten. In der Folge seien sie von ebenfalls sehr professionell wirkenden «Anlageberatern» kontaktiert und telefonisch «umsorgt» worden. Einige der Geschädigten tätigten daraufhin vermeintliche Online-Investitionen.

Die Geschädigten seien zudem aufgefordert worden, ihre Identitätskarte oder den Pass zu kopieren und den «Anlageberatern» zu übermitteln. Die Polizei befürchtet, dass mit diesen Daten Konten eröffnet und beispielsweise Geld gewaschen oder andere illegale Geschäfte betrieben wurden.

Kontakt abgebrochen

Als die Geschädigten später das investierte Geld zurück oder den vermeintlich erworbenen Gewinn einfordern wollten, brach der Kontakt teilweise ab. In anderen Fällen wurde die Auszahlungen mit «dubiosen Ausreden» immer wieder nach hinten verschoben, wie die Polizei schreibt.

Die Polizei warnt vor solch undurchsichtigen Finanzanlagen. Investitionen sollten zudem immer mit der Hausbank oder Beratern besprochen werden, nie unter Zeitdruck und nur wenn man sie versteht abgewickelt werden. Zudem solle man versuchen, sich von professionellen Auftritten nicht blenden zu lassen. ID- oder Passkopien sollen unter keinen Umständen versendet werden.

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