Ein Punkt, der nichts nützt: Weder Neuchâtel Xamax noch Sion kommen nach dem 0:0 in der Tabelle vom Fleck. (Bild: Keystone)
Schweiz

Ein logisches 0:0 im Kellerduell

Es war ein Krampf, das Duell gegen den Abstieg zwischen Neuchâtel Xamax und Sion. Die beiden Mannschaften trennten sich denn auch 0:0-Unentschieden.

Neuchâtel Xamax gegen Sion, das Duell zwischen dem Letzten und Vorletzten der Super League, war arm an interessanten Szenen. Das Resultat von 0:0, das eher Sion nützt, konnte nicht erstaunen.

Zwei Xamax-Torchancen in 95 Minuten

Sion dominierte besonders in der zweiten Halbzeit weitgehend. Aus der Überlegenheit schauten ein paar halbwegs gute Chancen heraus. Die meisten davon hatte Pajtim Kasami, Sions abermals auffälligster Spieler. Kurz vor der Pause hatte Roberts Uldrikis für die Sittener aus günstiger Position eine gute Chance mit einem schwachen, zentralen Schuss vergeben.

Die einzige sehr grosse Möglichkeit der ersten Halbzeit erarbeiteten sich die Xamaxiens nach einer knappen halben Stunde. Diafra Sakho, senegalesischer Sturmpartner von Raphaël Nuzzolo, prüfte Sions Goalie Kevin Fickentscher mit einem Kopfball-Aufsetzer aus kürzester Distanz. Fickentscher konnte nur mit Instinkt und Reflex abwehren. Es blieb bis in die 95. Minute Xamax‘ einzige reelle Chance. Sekunden vor dem Schlusspfiff vergab der eingewechselte Taulant Seferi das Siegestor mit einem verzogenen Schuss.

Druck auf Henchoz steigt

Die Neuenburger hatten das Pensum nach der Wiederaufnahme mit einem Heimsieg gegen Thun begonnen. Aber es folgten fünf Niederlagen und ein Unentschieden. Der Auftritt im Sechs-Punkte-Spiel gegen Sion war ebenfalls nicht gut. Auch in den letzten fast 20 Minuten, in denen sie nach einer strengen Gelb-Roten Karte gegen Sions Christian Zock in Überzahl spielen konnten, brachten die Xamaxiens kaum Gefahr vor das gegnerische Tor. Trainer Stéphane Henchoz muss möglichst früh in den verbleibenden fünf Runden das Steuer herumreissen können. Sonst wird er die Mannschaft nicht retten können, wie ihm dies im Frühling 2019 gelungen war.

Der eigentliche Sieger der 31. Runde im Abstiegskampf ist Thun. Die Berner Oberländer holten wie Xamax und Sion einen Punkt, obwohl ihre Aufgabe (in Lugano) vergleichsweise schwierig war.

Telegramm

Neuchâtel Xamax – Sion 0:0

1000 Zuschauer. – SR Jaccottet.

Neuchâtel Xamax: Walthert; Djourou (46. Xhemajli), Oss, Djuric; Gomes, Mveng (88. Seferi), Kouassi, Seydoux; Araz (58. Corbaz); Sakho (70. Ramizi), Nuzzolo.

Sion: Fickentscher; Maçeiras, Bamert, Abdellaoui, Facchinetti; Baltazar (75. Toma), Zock, Grgic; Kasami (90. Khasa), Uldrikis (82. Itaitinga), Lenjani.

Bemerkungen: Neuchâtel Xamax ohne Doudin, Kamber und Dugourd (alle verletzt). Sion ohne Stojilkovic, Ndoye (beide gesperrt), Luan, Raphael, Andersson und Cavaré (alle verletzt). 76. Gelb-rote Karte gegen Zock (Foul). Verwarnungen: 29. Oss (Foul), 38. Nuzzolo (Foul), 45. Zock (Foul), 66. Kouassi (Foul), 88. Facchinetti (Foul), 91. Djuric (Foul), 92. Bamert (Foul).

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