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(Bild: Zoo Basel)
Basel

Badespass bei den Javaneraffen

Von Weitem hört man schon das Geschrei und Geplantsche der Javaneraffen im Zoo Basel: Die jüngeren Tiere toben im Wasser.

Javaneraffen sind gute Schwimmer und Taucher und lieben das Wasser. Vor allem während den Fütterungszeiten spielt sich das feuchtfröhliche Spektakel im Becken ab und ähnelt einer Szene aus dem Kinderbecken im Schwimmbad. Wie der Zoo Basel am Donnerstag in einer Medienmitteilung mitteilt, kommt diese Vorliebe nicht von ungefähr.

Die Affen sind auf den südostasiatischen Inseln daheim und ernähren sich dort von den Früchten, Samen und Kleintieren, die ihnen die Landschaft bietet. Auch Krabben, Schnecken, Muscheln und Fische stehen auf dem Speiseplan der Javaneraffen – alles Tiere, die nur beim Tauchen und Schwimmen erwischt werden können. Diesem Verhalten verdanken die Affen auch ihren englischen Namen: crab-eating macaque, zu Deutsch Krabben-fressender Makak.

Jagd auf Erdnüsse

Während den warmen Jahreszeiten erhalten die Javaneraffen nicht nur an Land sondern auch im Wasser ihr Futter. Besonders begehrt sind die Rosinen, da sie auf den Boden des Beckens sinken und die Affen sie in ausgiebigen Tauchgängen heraus fischen können.

Erdnüsse sind hingegen ein wenig leichter und treiben auf dem Wasser. Wie der Zoo schreibt, können die Tiere ihnen so prima hinterher schwimmen oder noch besser: Anlauf nehmen, durchs Wasser spurten und im Vorbeirennen versuchen, eine Erdnuss zu erwischen. Als Ergänzung erhalten die Javaneraffen zudem regelmässig Meeresfrüchte und Fisch. So besteht ihr Speiseplan nicht nur aus Gemüse.

Besonderheit unter den Affen

Im Gegensatz zu ihrer Verwandschaft sind Javaneraffen eine Besonderheit: Die meisten anderen Affenarten sind wasserscheu und bewegen sich nur im Notfall im Wasser. Tauchen können sie gar nicht. Menschenaffen wie der Gorilla können nicht einmal schwimmen. Aber, wie wir Menschen sind sie in der Lage diese Fähigkeit zu erlernen, um sich genau wie alle anderen Säugetiere gut im Wasser zurecht zu finden.

Im Zoo Basel sind die Javaneraffen seit 1930 zuhause. Zurzeit leben 16 Männchen und 22 Weibchen in der Anlage. Im letzten Jahr kamen vier Jungtiere zur Welt.

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