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«Szene isch Basel» findet in der ganzen Schweiz Nachahmer. (Video: Youtube, PW Records Basel)
Basel

Sogar Polizisten schauen Prügelvideos von «Szene isch Basel»

Der Instagram Account «Szene isch Basel» veröffenlicht regelmässig Videos von Schlägereien oder schrägen bis illegalen Aktionen in der Region.

Instagram kann nicht nur Selfies mit Beautyfilter und funny Foodpics. Ein Account, der es anders macht: «Szene isch Basel», den es seit dem 5. Mai gibt. Knapp 15’000 User folgen dem Account bereits. Sie sehen Videos von Schlägereien, Verhaftungen, Stunts wie Tram- und S-Bahn-Surfen oder anderen illegalen Tätigkeiten.

Wer steckt dahinter?

Doch wer steckt eigentlich hinter dem Account? «Prime News» nimmt an, dass der Basler Rapper S-Hot damit in Verbindung stehen könnte. In einem seiner Lieder taucht die Zeile «Szene isch Basel» auf und er ist tatsächlich mit dem Instagrammer befreundet.

Hinter dem Account steht aber Tek, der im Kleinbasel aufgewachsen ist. Der 22-Jährige ist arbeitslos und investiert all seine Zeit in den Instagram-Account, schreibt «20 Minuten». «Szene isch Basel soll eine Marke werden», sagt er gegenüber dem Newsportal. «Ich will Basel eine Stimme von der Strasse geben.» Merchandise-Artikel, wie T-Shirts sind in Planung und zusammen mit Rapper S-Hot wird bald ein offizielles «Szene isch Basel» Video veröffentlicht. Gedreht wurde es am Hafen.

Probleme mit dem Gesetz

Mit der Polizei ist Tek auch schon persönlich in Berührung gekommen. Er ist auf Bewährung wegen eines Strassenverkehrsdelikts. Trotzdem verunfallte er kürzlich mit einem Mercedes. Und das, ohne gültigen Fahrausweis.

«Szene isch Basel widerspiegelt auch meine Persönlichkeit», sagt er zu «20 Minuten». So ist der Account ein Synonym für schräge und krasse Szenen aus dem Basler Nachtleben geworden. Tek zeigt jedoch nicht alles. «Ich will nicht Gewalt verherrlichen, sondern Videos zeigen, die unterhalten und lustig sind», sagt er.

Sogar Polizisten folgen ihm

«Szene isch Basel» lebt von den Followers. Diese schicken tägliche neue Videos oder taggen den Kanal auf spannenden Aufahmen. Die Community wächst immer weiter und der Account scheint vor allem bei Jungen einen Nerv getroffen zu haben. Der Instagram Account ist jedoch auch den Behörden bekannt. «Auch Polizisten folgen mir», sagt Tek gegenüber «20 Minuten».

Probleme mit dem Gesetz bekam er bislang wegen der gewalttätigen Videos aber nicht. Die Inhalte seines Accounts seien im strafrechtlichen Sinne keine verbotenen Gewaltdarstellungen, wie Sachverständige gegenüber dem Newsportal erklärten.

«Wir werden aktiv, wenn Opfer selber Anzeige erstatten oder wenn die Monitoring-Stelle des Bundes uns auf Gewaltdarstellungen im Internet aufmerksam macht», erklärt der Sprecher der Basler Staatsanwaltschaft Peter Gill auf Anfrage. Anzeige erstatten können auch Menschen, die ungefragt fotografiert oder gefilmt worden sind und sich auf der Plattform entdecken.

Inspiriert von Teks Arbeit spriessen inzwischen ähnliche Seiten in der ganzen Schweiz aus dem Boden.

3 Kommentare

  1. Schon mal überleg Herr Scotti, dass Polizisten gefilmt wurden und Ihren Anspruch auf zivilrechtliche Ansprüche prüfen könnten? Ah… nicht.. aber was soll man schon erwarten von jemandem der ausser dummer Polemik nichts sinnvolles beiträgt.Report

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