Mitarbeiter der KESB intervenieren meist in Familien, in denen schon einiges kaputt ist. (Symbolbild: Keystone)
Basel

So werden KESB-Mitarbeitende angegriffen und bedroht

KESB-Präsident Patrick Fassbind (45) packt aus: Er und seine Mitarbeiter werden immer wieder bedroht und diskriminiert.

Wer bei den Sozialen Diensten in der Schweiz arbeitet, muss viel Anfeindungen und Drohungen einstecken. Sogar Patrick Fassbind, Präsident der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Basel, wurde schon angeschrien und bespuckt, berichtet der «Blick».

«Beistände und Mitarbeitende in den Sozialen Diensten, aber auch die KESB werden ständig bedroht. Wir werden häufig verantwortlich gemacht für alle Einschränkungen, die die Betroffenen selber erleben», sagt Fassbind.

Auch mit dem Tod wurde den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen schon gedroht.

KESB als Sündenbock

Die KESB sei jedoch nicht Schuld an den schlechten Verhältnissen gewisser Familien. «Wir kommen doch erst dann zum Zug, wenn die Familie schon am Abgrund steht und gehandelt werden muss. Oder wenn eine verwahrloste Person im Abfall unterzugehen droht und die Wohnungskündigung erhalten hat, weil der Vermieter das Chaos oder ausbleibende Mietzinsen nicht mehr weiter akzeptiert», sagt Patrick Fassbind gegenüber dem «Blick».

Aber natürlich würden auch bei der KESB mal Fehler passieren. «Das ist doch überall so, wo Menschen arbeiten. Aber man darf nicht vergessen, wie das Verhältnis zwischen jenen Fällen ist, die medial aufgegriffen werden – und den anderen, die keine Probleme machen», sagt Patrick Fassbind.

3 Kommentare

  1. Es geht gar nicht darum, dass die Kesb nicht schuld ist an den Verhältnissen. Dies wirkt nur als Totschlagargument (sry ich habe den Begriff nicht erfunden). Ich kann mir nur schwer vorstellen dass der Kesb die schuld für die Verhältnissen gegeben wird. Manche geben vielleicht auch die schuld, weil sie sich sonst schämen Hilfe einzufordern.Report

  2. Kesb Mitarbeiter werden bedroht und Eltern wird mit der KESB gedroht wenn z bsp ein Nachbar kein Kinderlärm mag oder der Ex einem eins auswischen möchte….diese Behörde muss überarbeitet werden und wenn jemand aus böser Absicht eine Falschmeldung macht soll das endlich bestraft werden….Report

  3. Es kann nicht sein, dass man ein Kind im Alter von 10 Monate weiterhin bei Drogenabhängigen Eltern lässt!! Alkoholisierte Eltern, Eltern die ihre Kinder vernachlässigen, sie falsch Ernähren oder gar kein Essen geben, ihnen die Windeln nicht wechseln, sie im Kot sitzen lassen – hier in der Schweiz gibt es viele unzumutbare Familien – das Kind erleidet einen erheblichen Schaden. Das einfach zu tolerieren geht gar nicht.Report

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