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Stundenlang loderten am Freitag die Flammen. (Bild: Keystone)
Baselland

Solidarität nach Flammeninferno in Laufen

Der verheerende Brand vom Freitag gefährdet Existenzen und Träume. Doch die Laufener helfen sich so gut es geht.

Am Freitag brach in Laufen kurz nach 3 Uhr morgens ein Feuer im Industriepark aus. Mehrere Lagerhallen standen im Vollbrand, 180 Einsatzkräfte kämpften stundenlang gegen die Flammen, am Nachmittag war der Brand unter Kontrolle.

Zahlreiche KMU sind vom Unglück betroffen. Eines davon ist die Garage Cardream-Laufen. Der Betrieb war 20 Jahre an diesem Standort – nun ist alles zerstört. Mitinhaber Andy Matter sagte gegenüber Telebasel: «Unsere ganze Existenz ist verbrannt – es ist ein Scheiss.» Erfahren hatte er vom Unglück am frühen Morgen, als ihn sein Partner unter Tränen anrief, wie er im Interview sagt.

Nicht nur emotional ist der Brand der Lagerhallen für die Gewerbetreibenden schlimm, denn er hinterlässt vor allem in der Kasse ein grosses Loch. «Ich habe ungefähr 60’000 Franken verloren. Ich habe mein Herzblut hineingesteckt, jetzt ist alles Schrott. Ich weiss auch nicht, wie es jetzt weitergeht», sagt der Besitzer eines der betroffenen Betriebe zum «Blick».

«Mein Herz tut weh, ich muss mich anstrengen, dass ich jetzt nicht weine.» Die Verzweiflung nach dem Flammeninferno ist gross.

Gewerbe hilft Gewerbe

«Neben Corona ist dies eine weitere Krise welche für viele eine grosse Ungewissheit bedeutet und eine grosse Belastung darstellt, welche es zu meistern gilt», schreibt die IG Laufen auf Facebook. Man erwarte unkomplizierte und rasche Hilfe für die vielen betroffenen KMUs, so der Appell an die Politik.

Noch vor der Politik reagierte aber das lokale Gewerbe. Helfen möchte zum Beispiel eine Immobilienfirma: «Wir haben leider keine freistehenden Gewerbe- und Abstellflächen, jedoch im Stedtli eine leerstehende grosse Wohnung, welche mit einfachsten Mitteln sofort zu vier Büros umgebaut werden kann und zur Verfügung steht», heisst es im Post der Firma auf Facebook.

Auch ein lokales Lernzentrum bietet ein Büro mit Infrastruktur und etwas Lagerfläche an. Schon während des Brandes stand das Laufental zusammen, wird auf Facebook betont. Die Einsatzkräfte wurden versorgt und die freiwilligen Feuerwehren konnten ihren Dienst leisten und bei der Arbeit fehlen.

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