In Japan steigt die Sorge vor Kündigungen des Krankenhauspersonals. (Symbolbild: Key)
International

Kündigungen in japanischen Krankenhäusern befürchtet

In Japan steigen die täglichen Neuinfektionen mit dem Corona-Virus. Gleichzeitig steigt die Sorge vor Kündigungen von Krankenhauspersonal.

Die andauernde Corona-Krise stellt in Japan manche medizinische Einrichtungen vor wirtschaftliche Probleme. Einer am Montag vom japanischen Fernsehsender NHK zitierten Gewerkschaftsumfrage zufolge, haben rund ein Drittel der 338 befragten Einrichtungen den diesjährigen Sommerbonus von Krankenschwestern und anderen Mitarbeitern gekürzt, da sie weniger Geld mit anderen Patienten verdienten.

Festangestellte bekommen in Japan neben einem monatlichen Festbetrag jeweils im Sommer sowie am Jahresende je eine Bonuszahlung, die einen normalen Monatslohn bis um das Dreifache übersteigen kann und daher ein wichtiger Teil eines Jahresgehalts ist. Die Höhe des Bonus wird dem Geschäftsverlauf angepasst. Angesichts der Streichung des wichtigen Sommerbonus gebe es nun Sorgen, dass Mitarbeiter zunehmend kündigen könnten, hiess es.

Tägliche Neuinfektionen steigen an

Japan zählt bislang rund 22 000 Infektionen und rund 1000 Todesfälle. Damit steht die Nummer Drei der Weltwirtschaft international gesehen zwar relativ gut da. Doch ein deutlicher Anstieg der täglichen Neuinfektionen vor allem in der Hauptstadt Tokio hat in den vergangenen Tagen dort die Sorge vor einer zweiten Infektionswelle geschürt. Dennoch erwägt die Regierung derzeit nach eigenen Angaben nicht, erneut den Notstand auszurufen. Japans Gesundheitssystem sei nicht mehr so stark belastet wie zuvor. Die momentane Lage sei anders als noch im April, als Japan den Notstand ausgerufen hatte. Der Notstand bedeutete jedoch keinen Lockdown wie in anderen Ländern. Die Bevölkerung war nur gebeten worden, möglichst zu Hause zu bleiben.

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