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Durch einen unvorsichtigen Brückensprung wurde beinahe ein Rheinschwimmer verletzt. (Symbolbild: Keystone)
Basel

Junge Frau springt Rheinschwimmer fast auf den Kopf

Das Brückenspringen in den Rhein ist streng verboten. Ein Video, das auf Social Media kursiert, zeigt anschaulich, warum.

Die junge Frau nimmt allen Mut zusammen und springt von der Mittleren Brücke ins kühle Nass. Dabei übersieht sie einen Rheinschwimmer, der gerade unter der Brücke hervor treibt. Diese Szene ist auf einem Handyvideo aus unbekannter Quelle zu sehen. Der Clip geht zurzeit in den sozialen Medien viral. Knapp verfehlt die Springerin den Mann und landet neben ihm im Wasser. Die Folgen eines Zusammenstosses hätten schlimm ausgehen können.

Toprak Yerguz, Mediensprecher des Basler Justiz- und Sicherheitsdepartements, erklärt auf Anfrage, dass die Polizei durch Video vom Vorfall erfahren habe. Abgesehen von den darin aufgezeichneten Szenen habe man keine Kenntnisse, was passiert ist. Das Brückenspringen sei klar verboten, so Yerguz. Werde man dabei erwischt drohe eine Busse von 150 Franken. Dies sollte aber bloss als letzter Grund genommen werden, nicht zu springen. Viel wichtiger sei, dass das Brückenspringen andere Schwimmer, aber auch den Springenden selbst in grosse Gefahr bringe, mahnt Yerguz. Man könne auf dem Grund aufschlagen oder sich an Treibgut verletzen. Es sei einfach nur «unvernünftig» und es gebe diverse gute Gründe, es zu unterlassen, so der Polizeisprecher.

Nachahmer sollen gehindert werden

Die Personen auf dem Video werden nicht weiter ausfindig gemacht oder verfolgt. Die Ordnungsbusse werde verhängt, wenn ein Springer in flagranti erwischt werde. Obwohl eine Dunkelziffer besteht, sind Sprünge von Rheinbrücken laut Basler Polizeiangaben eher selten. Die Mehrheit der Rheinschwimmer seien sich des Verbotes und der Gefahr bewusst. Durch die besondere mediale Aufmerksamkeit werde die Polizei nun aber besonders ein Auge auf die Brücken werfen, um Nachahmer von solch unvorsichtigen Unterfangen abzuhalten, so Yerguz.

3 Kommentare

  1. Ich hoffe schwer, dass der Name der Frau ausfindig gemacht wird und eine Strafverfolgung darauf folgt! Dies ist fahrlässigem versuchtem Totschlag gleichzusetzen und sollte mit mindestens mit einer enormen Busse oder sogar einer Haft bestraft werden!
    Die Person war bei vollem Bewusstsein, dass ihre Tat schwere Folgen mit sich bringen könnte!
    Oder darf man heutzutage eine Bowlingkugel vom Messeturm schmeissen, niemand dabei treffen und trotzdem straflos davonkommen?

    Ich hoffe schwer die Stadt Basel setzt ein klares Zeichen bei diesem Extremfall!Report

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