Laut Medienberichten starben am Freitag zwölf Menschen, weil sie im Meer bei Alexandria ertranken. Wegen der Corona-Pandemie gibt es derzeit keine Bademeister an ägyptischen Stränden. (Symbolbild: Keystone)
International

Junge ertrinkt in Ägypten – Elf Menschen sterben bei Rettungsversuch

Am Freitag ertranken in Alexandria elf Menschen beim Versuch, einen Jungen aus dem Meer zu retten. Wegen Corona gibt es aktuell keine Bademeister am Strand.

In Ägypten sind elf Menschen nach Medienberichten ertrunken, als sie versuchten, einen badenden Jungen aus dem Mittelmeer zu retten. Die Behörden ordneten anschliessend die Schliessung des Strandes in Alexandria an, wie die ägyptische Zeitung «Al-Ahram» am Samstag berichtete.

Wie die Tourismusbehörde in Alexandria mitteilte, ereignete sich der Vorfall bereits am Freitag. Als ein Kind im Meer zu ertrinken drohte, seien mehrere Personen ins Wasser gesprungen, um zu helfen. Dabei seien einige Personen ebenfalls ertrunken, hiess es in der Mitteilung, ohne eine genaue Opferzahl zu nennen.

Strände gesperrt

Die Strände in Alexandria sind derzeit eigentlich gesperrt, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Nach lokalen Medienberichten gibt es daher derzeit auch keine Rettungsschwimmer vor Ort. Viele Anwohner hielten sich aufgrund der hohen Temperaturen derzeit aber nicht an die Bestimmungen und gingen trotzdem baden.

Der Strand im Stadtteil Al-Adschami in Alexandria ist berüchtigt für seine starken Strömungen. In den vergangenen Jahren hatten die Behörden den Abschnitt immer wieder kurzzeitig gesperrt, weil Menschen ertrunken waren.

1 Kommentar

  1. Wieviel Menschen müssen noch sterben, bevor sich die Behörden diesen gefährlichen Strand total sperren? Wenn man doch weiß, dass sich die Bevölkerung nicht an die Warnungen hält, müssten die Behörden trotzdem Rettungsschwimmer dort in den Einsatz schicken.Report

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel