Im April stapelten sich die Anträge auf Kurzarbeit. Hier in Lausanne. (Bild: Keystone)
Schweiz

Rund eine Milliarde Franken für Kurzarbeit allein im März

Sogar verglichen mit der Finanzkrise 2009 sind die Kosten der Kurzarbeit für den Bund massiv. Trotzdem gibt sich das SECO leicht optimistisch.

Im März 2020 haben von den 1,6 Millionen angemeldeten Arbeitnehmenden rund 880’000 tatsächlich Entschädigungen für Kurzarbeit bezogen. Dies sagte Oliver Schärli, Leiter Arbeitsmarkt/Arbeitslosenversicherung beim Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) am Donnerstag vor den Bundeshausmedien.

Das bedeute für den Bund Minderausgaben von rund einer Milliarde Franken. Vorsichtiger Optimismus für die wirtschaftliche Erholung sei angebracht, auch wenn man vorsichtig bleiben müsse. Zum Vergleich: Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise im Jahr 2009 wurden in einem ganzen Jahr 1,1 Milliarden Franken an Entschädigungen für Kurzarbeit ausbezahlt.

Auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt biete Anlass zu Hoffnung. Der Trend zu einer langsamen Erholung setzt sich laut Oliver Schärli fort. Dafür gebe es namentlich drei Gründe: saisonale Effekte, die Lockerungsmassnahmen, die fast zu Normalbetrieb in vielen Betrieben führten, und Stabilisierungsfaktoren wie Entschädigungen für Kurzarbeit und Kredite. Insgesamt habe sich die Schweizer Wirtschaft als robuster erwiesen als erwartet.

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