(Symbolbild: Keystone)
International

Ein Drittel der Schweizer trägt in Bahnhöfen keine Maske

Fast ein Drittel der beobachteten Passanten in der Schweiz trägt im Bahnhof zu Stosszeiten keine Maske. Dabei unterscheiden sich die Reisenden deutlich.

Zu diesem Schluss kommt eine systematische Datenanalyse von Personenströmen mit Hilfe von künstlicher Intelligenz im Auftrag Tamedia. Demnach wurden am Montag 14’000 Personen an den Bahnhöfen Bern, Lausanne und Zürich zu den Stosszeiten erfasst, wie die Tamedia-Zeitungen am Donnerstag berichten. Mehr als 5000 oder 37 Prozent von ihnen waren ohne Maske unterwegs.

Die Messungen basieren auf Videobildern und einem Algorithmus, der erkennt, ob jemand eine Maske trägt oder nicht. Mitarbeiter des auf Mobilität spezialisierten Unternehmens Swisstraffic hatten im Auftrag des Verlagshauses auf den Bahnhöfen Kameras aufgestellt, die die Menschen zu den Hauptstosszeiten filmten. Spezielle Software wertete dann aus, ob die Personen eine Maske trugen.

Dabei stellten sich Unterschiede zwischen den Reisenden an den verschiedenen Bahnhöfen heraus. In Lausanne hielten sich danach am Montagnachmittag 62 Prozent der Personen an die Maskenpflicht, in Bern waren es 43 Prozent, am Hauptbahnhof Zürich 14 Prozent.

Doch konnte die Auswertung nicht feststellen, ob die gezählten Personen tatsächlich in einen Zug steigen wollten, oder nur zum Einkaufen im Bahnhof waren. Insgesamt trugen mehr Personen morgens Masken, als nachmittags auf dem Heimweg.

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