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Der Telebasel News-Beitrag vom 9. Juli 2020.
Basel

Der Maskenball im Club kommt

Die beiden Basel gaben am Mittwoch Verschärfungen der Corona-Massnahmen bekannt. Die arg gebeutelten Clubs und Eventveranstalter sind am stärksten betroffen.

Nur noch 100 statt 300 Gäste, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, oder die Maskenpflicht keine Option ist. Das ist der Kern der Verschärfung der Corona-Massnahmen, welche die vier Nordwestschweizer Kantone Basel-Stadt, Baselland, Solothurn und Aargau gestern bekannt gaben.

Diese Ankündigung war für Claudio Rudin vom Balz Klub im ersten Moment ein Schock. Ein Schock, den er aber schnell verdaut hat. «Wir wollten nicht einfach schliessen, sondern haben uns dazu entschieden, eine Maskenpflicht im Club einzuführen und das auch anständig zu kontrollieren.»

Die Lösung mit Masken im Club ist aber nicht überall möglich. Beim Wirteverband befürchtet man darum, dass die Reduktion auf 100 Besucher der finanzielle Genickbruch für einen Teil der Branche sein wird. Zumindest betrifft die Verschärfung der Corona-Massnahmen nicht alle Gastrobetriebe, so Maurus Ebneter, Präsident des Wirteverbandes Basel-Stadt. «Für den à la Carte-Betrieb der Restaurants ist es keine Neuerung. Die werden wir weiterhin so betreiben können, wie wir es unter diesen Schutzauflagen können.»

Betreiber müssen einen kühlen Kopf bewahren

Die neuen Corona-Massnahmen betreffen hauptsächlich die Clubs, Event- und Bankettveranstalter. Darum verlangt der Wirteverband, dass die Politik diese Unternehmen nicht im Stich lässt. «Diese Betriebe brauchen dringend Hilfe, darüber muss sich die Politik als nächstes unterhalten. Daran arbeiten auch wir als Verband. Ich glaube, es braucht neue Instrumente, die bestehenden reichen nicht», so Maurus Ebneter.

Die Rhyschänzligruppe vermietet das SUD häufig an Externe, etwa für Firmenanlässe. Die neuen Corona-Massnahmen verunmöglichen dieses Vorhaben aber. Keine Einnahmen und trotzdem laufend Ausgaben erfordern von den Betreibern einen kühlen Kopf und viel Geduld, sagt Hermes Beurret der Rhyschänzligruppe. «Wir versuchen es so gut zu machen, wie es geht. Man versucht zu verhandeln, Kosten einzusparen, dort wo es geht, vielleicht mit Vermietern einen Deal einzugehen. Man sollte sich in dieser Zeit helfen.»

Die Clubs können beim Kanton zwar Masken für ihre Gäste beziehen, doch für das Nachtleben zentral ist neben dem Tanzen auch das Flirten, doch verhindert die Maske nicht genau das? Claudio Rudin vom Balz Klub ist überzeugt: «Tanzen mit einer Maske ist gar kein Problem, Flirten behaupte ich, muss man ein bisschen umlernen, dass man nicht nur mit den Mundwinkeln lächelt, sondern auch mit den Augen».

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