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International

Kanton Bern verschärft Massnahmen für Clubs und Bars

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Schärfere Corona-Regeln für Berner Klubs und Bars

Die Berner Regierung hat die genauen Modalitäten der Registrierungspflicht festgelegt, die sie vergangene Woche für Bars und Clubs im Kanton Bern angekündigt hatte. Die Lokalbetreiber erhalten dabei zahlreiche Aufgaben.

So müssen erstens Bar- und Clubbetreiber dem Kantonsarztamt den Namen und die Adresse ihres Betriebs sowie ihre vollständigen persönlichen Kontaktangaben melden.

Bars und Clubs unterliegen im Kanton Bern nun schärferen Corona-Regeln. (Bild: Keystone)

Zweitens müssen die Lokalbetreiber dafür sorgen, dass sie ihre Gäste mit Namen, Vornamen und Wohnort sowie mit Handy-Nummer und E-Mail-Adresse elektronisch registrieren. Sie haben auch die Angaben der Gäste anhand eines amtlichen Ausweises zu überprüfen und deren Handy-Nummer zu verifizieren.

Die neuen Bestimmungen sollen dazu beitragen, dass beim Auftreten eines Infektionsfalls ein wirksames Contact Tracing gewährleistet ist. Ein wirkungsvolles Contact Tracing sei in Club- und Barbetrieben sowie in Diskotheken und Tanzlokalen besonders wichtig, schreibt der Berner Regierungsrat.

Fauci zieht Zwischenbilanz

Nach Einschätzung von US-Immunologe Anthony Fauci sind die aktuellen Corona-Ausbrüche in vielen Teilen der Vereinigten Staaten auf die zu frühe Wiedereröffnung einiger Bundesstaaten zurückzuführen. «In einigen Staaten sprangen die Gouverneure und Bürgermeister im wesentlichen über die Richtlinien und Kontrollpunkte und öffneten etwas zu früh», sagte Fauci dem Podcast «FiveThirtyEight», der am Donnerstag veröffentlicht wurde. Der Experte und Regierungsberater nannte Florida als Beispiel, das einige Richtlinien ausser Acht gelassen habe. Die USA gäben verglichen mit anderen Staaten momentan kein gutes Bild ab.

Ist das Pendent zu BAG-Koch in den USA: Anthony Fauci. (Bild: Keystone)

Dass die USA mit momentan täglich um die 60’000 nachgewiesenen Neuinfektionen hohe Anstiege verzeichnen, führte Fauci dabei auch auf die Zerstrittenheit der amerikanischen Politik zurück: «Ich denke, man muss davon ausgehen, dass es ohne eine solche Spaltung einen koordinierteren Ansatz geben würde». Einigen Politikern in den Vereinigten Staaten, allen voran Präsident Donald Trump und einigen Gouverneuren, wurde mehrfach vorgeworfen, in der Pandemie Entscheidungen unter politischen und nicht gesundheitlichen Gesichtspunkten zu treffen. Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier.

Proteste gegen Regierung am Nationalfeiertag in Argentinien

Am Nationalfeiertag sind in Argentinien zahlreiche Menschen gegen die Regierung auf die Strasse gegangen. Rund um den Obelisk im Zentrum der Hauptstadt Buenos Aires protestierten sie am Donnerstag gegen die harten Ausgangsbeschränkungen während der Corona-Pandemie und schwenkten Nationalflaggen, wie im Fernsehsender TN zu sehen war. «Wir marschieren für Freiheit, Gerechtigkeit und das Wohlergehen der Argentinier», hiess es im Demonstrationsaufruf der Bewegung Campo Más Ciudad (Land plus Stadt). «Für die Gewerbetreibenden, die zugrunde gehen, während der Präsident auf einer nicht durchzuhaltenden Quarantäne besteht.» Auch in anderen Städten des südamerikanisches Landes gingen Demonstranten gegen die Regierung auf die Strasse.

Frankreichs Industrieproduktion erholt sich nach Corona-Einbruch

In Frankreich hat sich die Produktion in der Industrie kräftig vom Einbruch in der Corona-Krise erholt. Im Mai sei die Fertigung in der zweitgrössten Volkswirtschaft der Eurozone im Monatsvergleich um 19,6 Prozent zum Vormonat gestiegen, teilte das französische Statistikamt am Freitag in Paris mit.

Volkswirte hatten zwar mit einer deutlichen Besserung gerechnet, waren aber im Schnitt nur von einem Plus von 15,4 Prozent ausgegangen. Im März und April war Frankreichs Industrieproduktion wegen der Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie noch stark gesunken.

Rekord-Anstieg auch Israel

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Israel auf einen Rekordwert gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium am Freitag mitteilte, wurden für Donnerstag 1’464 Fälle gemeldet – so viele wie nie zuvor an einem Tag in dem Land seit Ausbruch der Pandemie. Alle Hintergründe zum Thema lesen Sie hier.

Auch in Israel steigen die Corona-Ansteckungszahlen sprunghaft an. (Keystone)

Wieder Corona-Rekord in USA: Mehr als 63’000 neue Fälle

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den USA hat wieder einen neuen Höchststand erreicht. Binnen 24 Stunden gab es rund 63’200 neue Fälle, wie aus Zahlen der Johns Hopkins-Universität in Baltimore am Freitagmorgen hervorgeht. In dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern haben sich demnach bislang mehr als 3,1 Millionen Menschen (Stand: 9.7.) nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert. Rund 133’000 Menschen starben an oder mit dem Virus.

Die Corona-Zahlen in den USA steigen täglich drastisch. (Bild: Keystone)

Die Zahl der Neuansteckungen in den USA ist seit Mitte Juni im Zuge der Lockerung der Corona-Auflagen dramatisch gestiegen –  vor allem im Süden und Westen des Landes. Zuletzt hatte die Universität am Mittwoch mit rund 60’000 Fällen binnen eines Tages einen Rekord verzeichnet.

Schweizer Gefängnisse haben Pandemie gut überstanden

Die Schweizer Gefängnisse haben die Corona-Pandemie ohne grössere Ausbrüche überstanden. Wie SRF berichtet, sorgte die Krise zudem für einige Änderungen. So sollen die neu eingeführten Videobefragungen weiter abgehalten werden. Dies lasse Gefangenentransporte entfallen.

Auch in der U-Haft gibt es  Änderungen. So dürfen Insassen neu mit anderen Insassen essen und zudem mit Angehörigen telefonieren. Das war zuvor verboten.

Auch die Hygiene-Standards wurden verbessert. Vor der Pandemie durften Insassen bloss einmal pro Woche duschen. Nun ist tägliches Duschen erlaubt. Weiter wurde die Zahl der Inhaftierten verringert. Wo immer möglich, wurde die Haft verschoben, damit möglichst jede Person eine eigene Zelle hat. Dies, um Ansteckungen zu verhindern.

Kanadier wollen Grenze nicht öffnen

Die USA wollen die Grenze nach Kanada baldmöglichst öffnen. Die Kanadier sind aber gegen eine Öffnung. Während sich die Politiker gegen eine Öffnung wehren, ist auch die Bevölkerung dagegen.

Laut «SRF» wollen 80 Prozent der Kanadierinnen und Kanadier die Grenze zu den USA nicht öffnen. Dort werden derzeit täglich mehrere Zehntausend neue Fälle vermeldet.

Die Grenze zwischen den USA und Kanada ist wegen der Corona-Pandemie derzeit geschlossen. Gespräche zwischen Bewohnerinnen und Bewohner der verschiedenen Ländern sind nur über eine Abgrenzung möglich. (Bild: Keystone)
Boliviens Interimspräsidentin Añez mit Coronavirus infiziert

Die bolivianische Interimspräsidentin Jeanine Añez hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Sie fühle sich gut und werde die kommenden zwei Wochen in Quarantäne bleiben, sagte sie am Donnerstag in einem auf Twitter veröffentlichten Video. Sie werde die Regierungsgeschäfte weiter von zu Hause aus führen.

Die frühere Senatorin Jeanine Añez war im vergangenen Jahr an die Staatsspitze gerückt, nachdem der ehemalige Präsident Evo Morales nach seiner umstrittenen Wiederwahl auf Druck des Militärs zurückgetreten und ins Exil geflohen war. Am 6. September 2020 soll es Neuwahlen geben.

Nach Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro und dem honduranischen Präsidenten Juan Orlando Hernández ist Añez die dritte Regierungschefin in Lateinamerika, die positiv auf das Coronavirus getestet wurde.

In Bolivien haben sich bislang 42’984 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, 1’577 Patienten sind im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben.

«One Love»: Marley-Familie will mit Neuauflage Corona-Spenden sammeln

Mit einer Neuauflage des Hits «One Love» will die Familie der jamaikanischen Reggae-Legende Bob Marley (1945-1981) Spenden zur Bekämpfung der Corona-Pandemie sammeln. Der Song solle am 17. Juli neu veröffentlicht werden, teilte das UN-Kinderhilfswerk Unicef am Donnerstag in New York mit. Alle Einnahmen würden an Unicef gespendet und zur Bekämpfung der Pandemie und Unterstützung der deswegen notleidenden Kinder verwendet.

«Vor mehr als 40 Jahren hat mein Vater One Love“ über Einheit, Frieden und universelle Liebe geschrieben in einer Zeit, als es in der Welt viele Probleme gab“, wurde Marley-Tochter Cedella zitiert. «Auch in einer Zeit, in der wir nicht zusammen kommen können, bleibt seine Botschaft wahr: Wir können durch diese globale Krise kommen, wenn wir mit einer Liebe und einem Herz zusammenkommen.» Der Song «One Love» war ursprünglich 1977 von Bob Marley and the Wailers aufgenommen worden.

(Video: Youtube, Bob Marley)

Neue Demonstrationen in Serbien gegen Corona-Restriktionen

Trotz eines Versammlungsverbots haben am Donnerstag den dritten Abend in Folge wieder Tausende in Belgrad gegen den Präsidenten Aleksandar Vucic und die von ihm verhängten Corona-Restriktionen demonstriert. Anders als zuvor bemühten sich die Demonstranten kollektiv um einen friedlichen Verlauf.

Tausende setzten sich vor dem Parlament nieder. Die Menge sang «Setzt Euch hinK, als kleine Gruppen zum Gebäude vordringen wollten. Einige hielten der Polizei Schilder mit der Aufschrift «Nehmt Randalierer fest, schlagt nicht das Volk» entgegen.

US-Experte Fauci nennt Coronavirus «schlimmsten Alptraum»

US-Immunologe Anthony Fauci hat das Coronavirus wegen seiner leichten Übertragbarkeit als «schlimmsten Alptraum» für Gesundheitsexperten bezeichnet. Die Effizienz, mit der das Virus Menschen anstecke, sei «wirklich bemerkenswert», sagte Fauci, der auch das Weisse Haus berät, am Donnerstag auf einer Veranstaltung des US-Mediums The Hill.

Angesichts des drastischen Anstiegs der Zahl der Neuinfektionen im Süden und im Westen der USA riet Fauci den betroffenen Bundesstaaten, geplante Lockerungen der Corona-Auflagen auf Eis zu legen. Die USA hätten es nach der ersten Zuspitzung der Pandemie im März nie geschafft, weniger als 20’000 Neuinfektionen pro Tag zu erreichen. Trotzdem hätten südliche Bundesstaaten ihre Beschränkungen schnell gelockert, erklärte Fauci. «Das müssen wir besser machen.»

Am Dienstag und am Mittwoch vermeldeten die USA rund 60’000 Neuinfektionen pro Tag, vor allem in den Bundesstaaten Florida, Texas, Kalifornien und Arizona.

US-Immunologe Anthony Fauci hat das Coronavirus wegen seiner leichten Übertragbarkeit als «schlimmsten Alptraum» für Gesundheitsexperten bezeichnet. (Bild: Keystone)
Rund 1,3 Millionen neue Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in USA

Die Coronavirus-Pandemie hat in den USA weiter erhebliche Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. In der Woche bis einschliesslich 4. Juli stellten 1,3 Millionen einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. In der Vorwoche waren es 1,4 Millionen Anträge gewesen.

Die Neuanträge spiegeln die kurzfristige Entwicklung des Arbeitsmarkts wider. Deren anhaltend hohe Zahl zeigt, dass sich die grösste Volkswirtschaft der Welt trotz Lockerungen der Corona-Auflagen immer noch in einer schweren Krise befindet. Zuletzt erhielten gut 18 Millionen Menschen reguläres Arbeitslosengeld, wie das Arbeitsministerium mitteilte.

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WHO: Erste Lektionen aus Coronavirus-Pandemie im November

Über den weltweiten Umgang mit der Coronavirus-Pandemie und die Arbeit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollen Mitgliedsländer im November erstmals Bilanz ziehen. Die WHO kündigte am Donnerstag eine unabhängige Kommission an, die von der früheren Premierministerin Neuseelands, Helen Cark, und der früheren Präsidentin Liberias, Ellen Johnson Sirleaf, geleitet wird.

Die Untersuchung hatten die 194 Mitgliedstaaten bei der virtuellen Gesundheitsversammlung im Mai in Genf bereits beschlossen. Nach dem Zwischenbericht im November soll bis zur Gesundheitsversammlung im Mai nächsten Jahres der Abschlussbericht präsentiert werden.

Clark und Sirleaf sollen mit anderen Teilnehmern der «Unabhängigen Kommission für Pandemie-Vorsorge und Reaktion (IPPR)» unter anderem untersuchen, wie es zu der Pandemie kam und was zu tun ist, um eine ähnliche Ausbreitung in Zukunft zu verhindern. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte, die Länder seien trotz zahlreicher Warnungen vor einer Pandemie nicht richtig vorbereitet gewesen. Bei der Untersuchung geht es nicht nur um die Rolle der WHO, sondern um die Leistungen und Fehlleistungen aller Länder.

Masken werden zurückgerufen

Der Bund hatte verschiedenen Grossverbrauchern und Kantonen als Sofortmassnahme zu Beginn der Corona-Krise Masken zur Verfügung gestellt, die noch von der Pandemievorsorge von 2007 stammten. Diese Masken werden vom Bund nun vorsorglich zurückgerufen, wie es in einer Mitteilung heisst. Grund: Bei einem Untersuch wurden Spuren von Pilzbefall festgestellt. Alle diese Masken werden kostenlos ersetzt.

Die Masken aus dem Jahr 2007 könnten mit Pilz befallen sein. (Symbolbild: Keystone)
Deutlich mehr Schweizer planen ihre Ferien in der Heimat

Wegen Corona verbringen mehr Schweizer ihre Ferien hierzulande. Die Tourismusbranche kann die wegbleibenden Gäste aus dem Ausland so aber nicht kompensieren. Hier lesen Sie mehr.

In Neuenburg weht bei sporadischer Virus-Gefahr blaue Fahne

Neuenburg hat sich entschieden, auf dem Schloss eine Fahne zu hissen, um das Niveau der Covid-19-Pandemie im Kanton anzuzeigen. Momentan sind die Fälle sporadisch, deshalb weht eine blaue Flagge.

Sobald sich die Epidemienlage ändert, wird auch die Farbe der Fahne angepasst, die auf dem Schloss – dem Sitz der Kantonsregierung – weht. Sie wechselt zu gelb bei einer schwachen Ausbreitung, zu orange bei einer anhaltenden Übertragung und zu rot im Falle einer exponentiellen Ausbreitung des Coronavirus.

Der Neuenburger Kantonsarzt Claude-François Robert hatte Ende Juni gesagt, dass er auch die Farbe seiner Krawatte der Entwicklung der Pandemie entsprechend wechseln werde.

Gute und schlechte Erfahrungen mit Contact Tracing

Mit dem Contact Tracing machen die Kantone gute und schlechte Erfahrungen. Dies sagte die Berner Kantonsärztin Linda Nartey am Donnerstag vor den Medien.

(Bild: Keystone)
Rund eine Milliarde Franken für Kurzarbeit allein im März

Sogar verglichen mit der Finanzkrise 2009 sind die Kosten für den Bund massiv. Trotzdem gibt sich das Seco leicht optimistisch.

(Symbolbild: Keystone)
Migros spürte Einkaufstourismus «ab Tag eins» der Grenzöffnung

Seit dem Ende des «Lockdown» können Einkaufstouristen wieder im Ausland einkaufen. Die Grenzöffnung hat die Migros unmittelbar gespürt. Hier mehr dazu.

(Bild: Keystone)
BAG vorsichtig optimistisch bezüglich Corona-Fallzahlen

Vorsichtig optimistisch hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) darauf reagiert, dass die Covid-19-Fallzahlen wieder im zweistelligen Bereich sind. Hier lesen Sie mehr.

Steigende Fallzahlen: Bulgarien nimmt Corona-Lockerungen zurück

Bulgariens Regierung hat wegen kontinuierlich stark steigender Corona-Zahlen bereits aufgehobene Einschränkungen wieder eingeführt.

Zur Verringerung der Ausbreitung des Coronavirus ordnete Gesundheitsminister Kiril Ananiew am Donnerstag an, dass vom 10. Juli an die Menschen Diskotheken, Bars und Nachtclubs in geschlossenen Räumen nicht mehr besuchen dürfen. Diese Lokale sollen nur noch im Freien bei 50 Prozent ihrer Kapazität geöffnet bleiben. Regierungschef Boiko Borissow versicherte, dass die staatlichen Corona-Hilfen für die betroffenen Lokalen weiter bestehen blieben.

(Bild: Keystone)

Gesundheitsminister Ananiew begründete die Wiedereinführung bereits abgeschaffter Einschränkungen mit den steigenden Neuinfektionen und der schlechten Corona-Disziplin der Bevölkerung. Die Corona-Zahlen hätten mit einem Tagesrekord von 240 neuen Fällen, die am Donnerstag verzeichnet wurden, die von ihm als kritisch bezeichnete Marke von 200 pro Tag übertroffen. «Selbstdisziplin ist nicht unsere stärkste Eigenschaft», klagte Regierungschef Boiko Borissow.

Iran meldet Rekordzahl an Toten an einem Tag

Der Iran hat eine Rekordzahl an Corona-Toten binnen eines Tages gemeldet. In den vergangenen 24 Stunden seien 221 Patienten an dem Virus gestorben, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Donnerstag im Staatsfernsehen.

Damit liege die Zahl der Todesopfer aktuell bei 12.305. Im gleichen Zeitraum wurden über 2000 Neuinfektionen erfasst. Somit stieg die Zahl der bisher nachgewiesenen Ansteckungen auf 250.458, so Sprecherin Sima Lari.

(Bild: Keystone)

Der Anstieg sei nach Einschätzung von Experten auf die Lockerungen in den vergangenen Wochen zurückzuführen. Sie hätten dazu geführt, dass die Bevölkerung die Hygienevorschriften und auch die Pandemie nicht mehr ernstnehme.

Versicherer dürften sich zügig von der Coronakrise erholen

Die Versicherungen dürften sich von den durch Corona ausgelösten wirtschaftlichen Folgen rasch erholen. Die Ökonomen des Swiss Re Institutes erwarten, dass die weltweiten Prämieneinnahmen nach einer Delle im laufenden Jahr bereits 2021 das Vorkrisenniveau wieder erreichen werden.

Im Jahr 2020 rechnen die Swiss Re-Experten noch mit einem Rückgang der Versicherungsprämien von weltweit 3 Prozent, wie es in der jüngsten am Donnerstag veröffentlichten sigma-Studie heisst. Dabei werde das Volumen in der Lebensversicherung mit 6 Prozent stärker als im Nichtlebengeschäft (-0,1%) zurückgehen.

(Bild: Keystone)

Hauptgrund für den Rückgang im Lebengeschäft seien kapitalbildende Produkte, die aufgrund der anhaltend tiefen Zinsen noch weniger nachgefragt würden. Besser entwickle sich das Geschäft mit Todesfalldeckungen.

BAG meldet 88 neue Fälle am Donnerstag

In der Schweiz wurden innerhalb eines Tages 88 Neuinfektionen gemeldet. Am Mittwoch waren es 129 neue Fälle.

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(Symbolbild: Keystone)
Quarantäne für 580 Personen im Kanton Solothurn zu Ende

Für 580 Personen im Kanton Solothurn ist am Dienstag eine zehntägige Coronavirus-Quarantäne zu Ende gegangen. Sie waren im Umfeld von drei Veranstaltungen zu dieser Massnahme verpflichtet worden.

Es ging um Personen, die Kontakt hatten zu positiv getesteten Personen, die Ende Juni Klubs in Olten, Grenchen sowie Spreitenbach AG besucht hatten. Der mit der Quarantäne verbundene Aufwand sei für die beteiligten Stellen erheblich gewesen, teilte die Solothurner Staatskanzlei am Donnerstag mit. Das Contact Tracing sei jedoch unabdingbar für die Eindämmung der Epidemie.

Nächste NHL-Saison soll am 1. Dezember beginnen

Die kommende NHL-Saison soll laut dem TV-Sender ESPN am 1. Dezember beginnen. Damit würde die Meisterschaft zwei Monate später als üblich starten. Die laufende Saison ist wegen der Corona-Pandemie seit Mitte März unterbrochen und dürfte am 1. August wieder aufgenommen werden.

SBB Cargo erleidet Verkehrseinbrüche wegen Corona-Pandemie

Die Corona-Krise hat den finanziellen Druck auf das Gütertransportunternehmen SBB Cargo weiter erhöht. Das Unternehmen erlitt gemäss CEO Baer Verkehrseinbrüche.

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(Bild: Keystone)
Reputation der Schweizer Wirtschaft trotz Corona erneut positiver

Die öffentliche Wahrnehmung der Schweizer Wirtschaft hat sich laut einer Studie im zweiten Quartal 2020 erneut verbessert. Denn die Coronakrise schärfe das Bewusstsein der Wirtschaftsunternehmen für den Schutz des Standorts Schweiz.

Begründet wird die positivere Reputation damit, dass insbesondere Grossunternehmen ihre volkswirtschaftliche Verantwortung bisher wahrgenommen hätten: «Den Schweizer Unternehmen gelang es bisher mehrheitlich, diese gesellschaftlichen Erwartungen zu bedienen», so der Befund zu den aktuellen Auswertungen des Beratungsunternehmens Commslab.

Stars of Sounds Aarberg um ein Jahr verschoben

Das Stars of Sounds Aarberg will auf Nummer sicher gehen und vertagt zum zweiten Mal. Nachdem das Musikfestival aufgrund der Corona-Pandemie bereits vom Juni in den Herbst dieses Jahres verschoben werden musste, haben die Veranstalter erneut umdisponiert. Die Konzerte findet vom 10. bis 12. Juni 2021 statt.

Die Massnahme falle dem Team alles andere als leicht, sagte Festivalleiter Marc Zahnd gemäss Medienmitteilung vom Donnerstag. Die vom Bundesrat vorgegebenen Auflagen – etwa die Vorgabe von Zuschauersektoren – seien aus ihrer Sicht allerdings «einschränkend und aufgrund der beschränkten Gegebenheiten in Aarberg leider nicht umsetzbar».

Fünf Acts haben ihre Auftritte bereits bestätigt: Patent Ochsner, Rea Garvey, Bonnie Tyler, The original Gypsies und 77 Bombay Street. Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit. Eine Rückerstattung sei in Ausnahmefällen möglich.

Südafrikas Gauteng-Provinz plant Zehntausende Gräber

Angesichts der rasant steigenden Zahl an Corona-Infektionen bereitet Südafrikas Wirtschaftszentrum um Johannesburg Zehntausende Gräber vor.

Die Gauteng-Provinz – zu der neben Johannesburg auch die Hauptstadt Pretoria gehört – wolle auf plötzlichen Bedarf reagieren können, sagte der regionale Gesundheitsminister Bandile Masuku. Am Vortag hatte er einen neuen Friedhof besucht und vor laufender Kamera auf die Frage nach der Zahl der künftigen Grabstätten dort erklärt: «Die Zahl liegt bei rund 24.000, mit einer möglichen Aufstockung auf 36.000.» Es sei eine unangenehme Aufgabe. Auch in anderen Kommunen würden Plätze gesucht und Land angekauft.

(Bild: Keystone)

Das Wirtschaftszentrum rund um Johannesburg hat nun offiziell die Westkap-Provinz um Kapstadt als Schwerpunktregion mit den meisten Fällen abgelöst. Die Provinz Gauteng stellt nach den letzten verfügbaren Zahlen mit 75.015 ein Drittel aller landesweiten Fälle, die Westkap-Provinz folgt mit 73.292 Fällen. Insgesamt hat Südafrika demnach 224 665 Corona-Fälle gemeldet.

Tokio verzeichnet höchste Tageszahl an Coronafällen seit Ausbruch

Japans Hauptstadt Tokio hat den höchsten Wert an Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden seit Ausbruch der Pandemie gemeldet. Die Stadtregierung bestätigte am Donnerstag 224 neue Infektionsfälle, wie der Fernsehsender NHK berichtete.

Die Zahl der Infizierten war seit der Aufhebung des landesweiten Corona-Notstandes am 25. Mai wieder gestiegen. Japan hatte den Notstand aufgehoben, da die Krise so gut wie unter Kontrolle gebracht worden sei, hiess es damals. Die wieder steigende Zahl der Neuinfektionen schürt die Sorge vor einer zweiten Infektionswelle.

Ein Metro-Mitarbeiter desinfiziert ein Waggon am 9. Juli 2020. (Bild: Keystone)

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie gab es in Japan bisher erst gut 21.100 bestätigte Infektionsfälle, 995 Menschen starben, wie der staatliche Sender NHK weiter berichtete. Im internationalen Vergleich liegt die drittgrösste Volkswirtschaft der Welt damit sehr niedrig.

Fielmann verbucht Gewinneinbruch wegen Filialschliessungen

Filialschliessungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben der Optikerkette Fielmann im ersten Halbjahr einen Gewinneinbruch eingebrockt. Nach der Wiedereröffnung der Geschäfte habe sich der Absatz aber ab Mai zunehmend erholt und im Juni bereits über dem Vorjahr gelegen, teilte Fielmann am Donnerstag mit.

(Bild: Keystone)

Bei einem Umsatzrückgang auf 611 (Vorjahr: 758,2) Millionen Euro schrumpfte der Gewinn vor Steuern in den ersten sechs Monaten nach ersten Berechnungen auf 35 (127,6) Millionen Euro.

Nach Trump-Kritik: CDC will neue Leitlinien für Schulen herausgeben

Nach scharfer Kritik von Präsident Donald Trump will die US-Gesundheitsbehörde CDC ihren Leitfaden für die Wiedereröffnung von Schulen in der Corona-Krise überarbeiten. «Der Präsident hat heute gesagt, dass wir einfach nicht wollen, dass die Leitlinien zu streng sind. Deshalb wird CDC nächste Woche einen neuen Satz an Massnahmen herausgeben», sagte Vizepräsident Mike Pence bei einer Pressekonferenz der Coronavirus-Arbeitsgruppe des Weissen Hauses am Mittwoch (Ortszeit).

Entscheidungen sollten weiterhin von Bundesstaaten und Gemeinden getroffen werden. CDC-Direktor Robert Redfield betonte, es handele sich um einen Leitfaden und nicht um verbindliche Bestimmungen.



Trotz rapide steigender Fallzahlen dringt Trump, der sich im November um eine Wiederwahl bewirbt, auf eine Öffnung der Schulen im Land nach den Sommerferien. «In Deutschland, Dänemark, Norwegen, Schweden und vielen anderen Ländern haben die Schulen ohne Probleme geöffnet», twitterte Trump am Mittwoch. Er stimme mit den «sehr strengen und teuren Richtlinien» der Gesundheitsbehörde CDC nicht überein. Diese enthalten unter anderem Hinweise zur Reinigung von Räumlichkeiten und zur Wahrung von physischer Distanz.

Barry Callebaut von Coronakrise zurückgebunden

Dem weltgrössten Schokoladeproduzenten Barry Callebaut (BC) ist der gute Start ins Geschäftsjahr durch ein sehr schwaches drittes Quartal vermasselt worden. Da dieses die Monate März bis Mai umfasst, wurde es voll von der Corona-Krise erwischt, was sich in einem Minus der verkauften Menge nach neun Monaten niederschlug.

Die Verkaufsmenge in Tonnen erreichte nach neun Monaten 1’569 Millionen, was gegenüber dem Vorjahr einem Minus von 1,3 Prozent entspricht, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Nach den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2019/20 hatten die Wachstumsraten sowohl für das gesamte Verkaufsvolumen als auch für die Verkaufsmenge allein im Schokoladengeschäft noch bei über 5 Prozent gelegen.

Dann aber kam das dritte Quartal und mit ihm das Virus, das wegen der angeordneten Schliessungen von Restaurants, Hotels oder Konditoreien insbesondere den Geschäftsbereich Gourmet & Spezialitäten von BC in Mitleidenschaft zog. Die Verkaufsmenge ging in diesem Quartal insgesamt um 14,3 Prozent zurück.

Ein Drittel der Schweizer trägt in Bahnhöfen keine Maske

Fast ein Drittel der beobachteten Passanten in der Schweiz trägt im Bahnhof zu Stosszeiten keine Gesichtsmaske. Zu diesem Schluss kommt eine systematische Datenanalyse von Personenströmen mit Hilfe von künstlicher Intelligenz im Auftrag Tamedia. Hier lesen Sie mehr.

(Bild: Keystone)
Merkel und Rutte beraten über EU-Wiederaufbaufonds in Corona-Pandemie

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) berät an diesem Donnerstagabend mit dem niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte über die Umsetzung des umstrittenen geplanten EU-Wiederaufbaufonds in der Corona-Pandemie. Regierungssprecher Steffen Seibert zufolge geht es bei dem Abendessen um die Prioritäten der bis Ende der Jahres dauernden deutschen EU-Ratspräsidentschaft.

Im Mittelpunkt dürfte die Vorbereitung des am 17. und 18. Juli anstehenden EU-Sondergipfels zum Kampf gegen die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Pandemie stehen. Rutte ist erster Auslandsgast Merkels im Kanzleramt seit Beginn der Hochphase der Pandemie.

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt appellierte an Rutte, die Ablehnung nicht zurückzahlbarer EU-Milliardenhilfen in der Corona-Pandemie zu überdenken. «Wir müssen in ganz Europa darauf schauen, dass wir wieder wirtschaftlich erfolgreich sind. Wir müssen darauf schauen, dass wir in ganz Europa wieder Wachstum erzeugen», sagte Dobrindt der Deutschen Presse-Agentur.

Anstieg von Corona-Fällen in Tulsa nach Trump-Kundgebung

Die Gesundheitsbehörden in Tulsa im US-Bundesstaat Oklahoma führen den Anstieg der Coronavirus-Infektionen im Bezirk auch auf einen Wahlkampfauftritt von US-Präsident Donald Trump zurück. Der Auftritt sowie andere Veranstaltungen hätten «mehr als wahrscheinlich» zu der Zunahme beigetragen, sagte Behördenchef Bruce Dart am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Tulsa. Als Dart auf die Trump-Kundgebung angesprochen wurde, sagte er: «In den vergangenen Tagen hatten wir fast 500 Fälle und wir wissen, dass wir mehrere grosse Veranstaltungen vor etwas mehr als zwei Wochen hatten.» Er denke, man könne da einen Zusammenhang herstellen.

Trump in Tulsa am 20. Juni. (Bild: Keystone)

Trumps Kundgebung am 20. Juni war die erste seit Beginn der anhaltenden Pandemie und wurde von Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt begleitet. Der Präsident war dafür kritisiert worden, Tausende Menschen in einer Halle zu versammeln, in der das Tragen von Masken nicht verpflichtend waren. Auch Trump trägt in der Öffentlichkeit keine Maske. Die Sprecherin des Weissen Hauses, Kayleigh McEnany, begründete das am Mittwoch erneut damit, dass der Präsident regelmässig auf das Coronavirus getestet werde.

Keine Entspannung bei Explosion der Corona-Zahlen in den USA in Sicht

Nach Corona-Rekordzahlen in den Vereinigten Staaten zeichnet sich in dem Land weiter keine Entspannung ab. Eine Reihe von Bundesstaaten wie Florida, Texas oder Arizona verzeichneten auch am Mittwoch hohe Infektionsraten, teilweise wurden Intensivbetten in Krankenhäusern knapp. Am Dienstag hatte die Zahl der Neuinfektionen mit Covid-19 laut Johns-Hopkins-Universität (JHU) bei mehr als 60.000 an einem einzelnen Tag gelegen – die bei weitem höchsten Zahlen bislang.

Ein Café in Miami Beach, Florida am 8. Juli 2020. (Bild: Keystone)

Trotzdem plant Präsident Donald Trump weitere Wahlkampfveranstaltungen. An diesem Samstag will er auf dem Flughafen von Portsmouth im nordöstlichen Bundesstaat New Hampshire vor Tausenden Anhängern sprechen. Alle Gäste müssen bei der Anmeldung zustimmen, dass sie «freiwillig alle Risiken» übernehmen, die aus einer Corona-Infektion resultieren könnten, wie seine Kampagne erklärte. Trumps Wahlkampflager haftet dafür nicht. Teilnehmer würden aber «stark ermuntert», bereitgestellte Masken zu tragen, hiess es.

60 Angestellte einer Firma in der Waadt unter Quarantäne

Rund 60 Mitarbeitende der Firma Favre in Corcelles-près-Payerne im Kanton Waadt sind unter Quarantäne gestellt worden. Im Unternehmen traten mehrere Coronavirus-Fälle auf. Die Massnahme wurde vom Waadtländer Kantonsarzt Karim Boubaker angeordnet. Er bestätigte am Mittwochnachmittag entsprechende Informationen von «24 heures».

Gemäss der Waadtländer Tageszeitung sind innerhalb der Firma mindestens vier Fälle von Covid-19 aufgetreten. Die positiv getesteten Angestellten, deren Familien und sämtliche Mitarbeitende der Firma wurden für zehn Tage in Quarantäne geschickt.

Krankenhaus in Bergamo erstmals ohne Covid-Fälle auf Intensivstation

Es war emotional und symbolträchtig: In Bergamo hat das Krankenhaus Papa Giovanni XXIII nach rund dreieinhalb Monaten Corona-Krise den ersten Tag ohne Covid-19-Patienten auf der Intensivstation gefeiert. Dafür gab es beim Personal «befreienden Applaus», aber auch eine Gedenkminute für die Toten, wie italienische Medien am Mittwoch schrieben.

Die Stadt Bergamo in der Lombardei stand seit Februar im Zentrum des Virus-Ausbruchs in Italien. Das grosse Hospital Papa Giovanni XXIII gehört zu den symbolischen Orten für die Corona-Krise in dem Land. Drastische Bilder von Covid-19-Kranken in überfüllten Sälen und Gängen gingen um die Welt.

Siemens will in Deutschland keine Stellen abbauen

Siemens kommt in der Coronakrise nach den Worten von Vorstandschef Joe Kaeser dank Kurzarbeit und anderer Massnahmen in Deutschland ohne Stellenstreichungen aus. «Wir planen keinen Arbeitsplatzabbau wegen Corona», sagte Kaeser der «Süddeutschen Zeitung» (Donnerstagausgabe). «Dazu stehe ich.»

Siemens könne auf kurzfristige Beschäftigungsschwankungen mit Kurzarbeit, Arbeitszeitkonten oder kürzeren Arbeitszeiten reagieren. Das sei in Ländern wie den USA anders, wo es diese Möglichkeiten nicht gebe. «Dort müssen auch wir Stellen reduzieren.»

Siemens-CEO Joe Kaeser versichert, dass der Konzern in Deutschland keine Stellen abbauen wird. (Bild: Keystone)
Mehr als drei Millionen Corona-Infektionen in USA

Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie haben sich in den USA bereits mehr als drei Millionen Menschen nachweislich mit dem Erreger infiziert. Das ging am Mittwoch aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Landesweit starben demnach bisher mehr als 131’000 Menschen nach einer Infektion. Erst vor weniger als einem Monat hatten die USA die Marke von zwei Millionen bestätigten Infektionen überschritten. Der Erreger Sars-CoV-2 kann die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen.

Die USA sind vor Brasilien, Indien und Russland das Land mit den meisten bestätigten Corona-Infektionen. Die Pandemie ist in den USA noch in vollem Gange: Allein seit Beginn des Monats wurden rund 350’000 Neuinfektionen gemeldet, vor allem aus den inzwischen besonders betroffenen Bundesstaaten im Süden und Westen des Landes. Für Dienstag waren mehr als 60’000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet worden – mehr als je zuvor seit Beginn der Pandemie.

Nach Protesten in Belgrad nimmt Vucic Corona-Ausgangssperre zurück

Nach massiven Protesten in der Nacht zum Mittwoch hat Serbiens Präsident Aleksandar Vucic eine von ihm angekündigte Ausgangssperre wegen der Corona-Pandemie zurückgenommen. «Es wird sicherlich neue Massnahmen für Belgrad geben, aber keine Polizeistunde», sagte er. Die Einzelheiten werde der Krisenstab der Regierung am Donnerstag bekanntgeben.

Vucic hatte am Dienstag angekündigt, dass die Regierung wegen der zuletzt stark gestiegenen Ansteckungszahlen mit dem Coronavirus eine Ausgangssperre verhängen werde, die von Freitagabend bis zum Morgen des darauffolgenden Montags dauern würde. Die Ankündigung hatte massive Proteste ausgelöst. Tausende Menschen versammelten sich vor dem Parlament in der Belgrader Innenstadt.

Eine kleinere Gruppe militanter Demonstranten drang kurzzeitig in das Gebäude ein. Die Polizei löste die Kundgebung unter Einsatz von Tränengas auf. Nach offiziellen Angaben wurden 23 Menschen festgenommen. 43 Polizisten und mehrere Demonstranten erlitten Verletzungen.

Vor dem Parlament in Belgrad protestierten tausende Menschen gegen die Ausgangssperre, teils kam es auch zu Gewalt. (Bild: Keystone)
Quarantäne statt Sommerferien für Schüler in Flawil SG

In der Oberstufe in Flawil SG müssen 17 Schüler und 3 Lehrpersonen ihre Pläne für die Sommerferien umstellen: Da sie Kontakt mit einer stellvertretenden Lehrperson hatten, die positiv aufs Coronavirus getestet wurde, müssen sie sich nun in Quarantäne begeben. Das berichtet «20 Minuten» am Mittwoch. Der infizierte Lehrer habe eine Halbklasse im Werken unterrichtet, zudem habe er bei einer anderen Gruppe im Kochunterricht zu Mittag gegessen, sagt der Schulratspräsident von Flawil, Christoph Ackermann.

Die betroffenen Schüler seien am Tag darauf kontaktiert worden. Zwar seien bei manchen Eltern im ersten Moment «die Emotionen hoch gegangen», so Schulratspräsident Ackermann. Man habe es den Eltern aber erklären können und sie hätten die Information schliesslich nachvollziehen können. Bis am Freitag müssen die betroffenen Schüler nun in Quarantäne bleiben.

Leerstand bei Büros nimmt durch Coronakrise zu

Bis Ende 2021 wird in der Schweiz der Leerstand bei den Büroflächen deutlich steigen. Dafür verantwortlich ist die Coronakrise, aber auch die unverminderte Bautätigkeit.

Gemäss den Berechnungen des Immobilienmaklers CBRE dürfte sich bis zum Ende des kommenden Jahres der Leerstand im Büromarkt um rund 1,5 Prozent auf 680’000 Quadratmeter erhöhen. Das dürfte sich gemäss der am Mittwoch veröffentlichten Studie vor allem in der Agglomeration zeigen, während der Büromarkt in der Innenstadt nach wie vor trocken sei.

Denn die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise markieren für viele Firmen den Zeitpunkt, sich kleinere Räumlichkeiten zu suchen. Viele Unternehmen benötigten nach Ausbruch der Krise weniger Bürofläche, die Nachfrage wachse daher künftig weniger stark als früher. Das Angebot an neuen Büroräumlichkeiten wachse nun schneller als die Nachfrage.

Bis November über 200'000 Corona-Tote in den USA befürchtet

Bis November könnten einem weithin beachteten Modell zufolge in den USA insgesamt rund 208’000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus sterben. Das wären fast 80’000 Tote mehr als derzeit.

Wenn 95 Prozent der Menschen in der Öffentlichkeit stets Masken trügen, könnte die Zahl der Opfer bis November aber mit rund 163’000 deutlich geringer ausfallen, erklärten die Forscher des Instituts IHME der Universität Washington in Seattle. «Jene, die sich weigern, eine Maske zu tragen, bringen ihr Leben, ihre Familien, ihre Freunde und ihre Gemeinschaften in Gefahr», erklärte Institutsdirektor Christopher Murray am Dienstag (Ortszeit).

Das Institut hatte Mitte Juni bereits mit rund 200 000 Toten bis Oktober gerechnet. Angesichts zeitweise fallender Infektionszahlen korrigierten die Forscher ihre Prognose dann auf rund 175 000 herab. Die erneute Erhöhung der Prognose war demnach dem starken Anstieg der Neuinfektionen im Süden der USA und dem Ausblick auf die Herbstmonate geschuldet, erklärte IHME. Im September und Oktober sei zu Beginn der Grippesaison mit einem deutlichen Anstieg der Corona-Todeszahlen zu rechnen, hiess es.

Kein Umschwung nach Corona-Infektion: Bolsonaro blockiert Hilfspaket

Kein Kurswechsel trotz Corona-Diagnose: Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat als erste Amtshandlung nach seinem positiven Corona-Test sein Veto gegen ein Hilfspaket für Indigene und Afrobrasilianer während der Pandemie eingelegt.

Mit der Unterschrift stoppte der rechte Staatschef am Mittwoch vorläufig ein Gesetz, das die Behörden verpflichten würde, Ureinwohnern und Schwarzen Zugang zu Trinkwasser, Desinfektionsmitteln und ärztlicher Versorgung zu garantieren.

Am Tag zuvor hatte Bolsonaro mitgeteilt, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben. «Schaut mich an, mir geht es gut», sagte er, als er nach seiner Ansprache vor Journalisten ein paar Schritte zurückging und die Maske abnahm. «Das Leben geht weiter.» Er will in den kommenden Tagen in seiner Residenz in Brasília bleiben und die Regierungsgeschäfte über Videoschalten führen. Für diese Woche geplante Reisen nach Bahia und Minas Gerais sagte Bolsonaro ab.

Neandertaler-Gene erhöhen Risiko für schwere Corona-Erkrankung

Ein von Neandertalern vererbter Erbgutabschnitt erhöht das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf von Covid-19. Zu diesem Ergebnis kommen Hugo Zeberg und Svante Pääbo vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig. Die Studie liegt derzeit als Vorab-Publikation auf dem Preprint-Server bioRxiv und wurde noch nicht von anderen Wissenschaftlern begutachtet.

Einige Bevölkerungsgruppen tragen einen hohen Anteil dieses sogenannten Haplotyps und sind damit unter Umständen besonders gefährdet, schwer am Coronavirus zu erkranken. Bei den genetischen Merkmalen (Haplotyp) handelt es sich um einen Abschnitt auf dem Chromosom Nummer 3 des menschlichen Genoms, welcher sechs Gene kodiert und immer als gesamter Abschnitt vererbt wird. Laut den Wissenschaftlern könnte diese Erbinformation vor 40’000 bis 60’000 Jahren in die DNA des modernen Menschen gekommen sein.

Ein Teil des vererbten Erbguts von Neandertalern erhöht bei seinen Trägern das Risiko für eine schwere Covid-19-Erkrankung. (Symbolbild: Keystone)
Merkel auf erster Auslandsreise seit Corona-Ausbruch in Brüssel

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat sich zum Auftakt ihrer ersten Auslandsreise seit Beginn der Corona-Pandemie mit EU-Parlamentspräsident David Sassoli getroffen.

«Ich freue mich, dass meine erste Auslandsreise nach Ausbruch der Pandemie mich nach Brüssel und dabei ins Europäische Parlament führt», sagte Merkel am Mittwochmittag zu Beginn der Gespräche. Deutschland sei in seiner am 1. Juli begonnenen EU-Ratspräsidentschaft auf eine enge Zusammenarbeit mit dem Parlament angewiesen und wolle diese auch pflegen.

Rumänien: Rekord an Neuinfektionen mit dem Coronavirus

Rumänien verzeichnet einen Rekord an Neuinfektionen mit dem Virus Sars-Cov-2. Innerhalb von 24 Stunden stieg die Zahl der registrierten Infizierten um 555, berichtete der Corona-Krisenstab der Regierung am Mittwoch.

Zuletzt war ein Höchststand am 11. April registriert worden, mit damals 523 Neu-Infektionen binnen eines Tages.

(Bild: Keystone)

Neue Vorsichtsmassnahmen waren zunächst nicht in Sicht. Die Medien werfen der Regierung seit Wochen vor, aus wahlkampftaktischen Gründen verfrüht Mitte Mai die Corona-Vorsichtsmassnahmen gelockert zu haben. Damals lag die Zahl der täglichen Neuinfektionen bei etwa 150. In diesem Herbst stehen in Rumänien Parlaments- und landesweite Kommunalwahlen an.

BAG meldet 129 Neuinfektionen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind innerhalb eines Tages 129 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Damit ist die Zahl wieder deutlich über 100 gestiegen.

(Bild: Keystone)
Katalonien führt am Donnerstag ungewöhnlich strenge Maskenpflicht ein

Die spanische Region Katalonien führt eine ungewöhnlich strenge Maskenpflicht ein.

Man werde in der gesamten Region ab Donnerstag auch im Freien selbst in jenen Situationen Mund- und Nasenschutz tragen müssen, in denen der minimale Sicherheitsabstand von eineinhalb Metern eingehalten werden könne, gab Regionalpräsident Quim Torra am Mittwoch in Barcelona bekannt. Die sogenannte Autonome Gemeinschaft im Nordosten Spaniens reagiert damit auf eine Zunahme der Corona-Infektionen in einigen Gebieten.

(Bild: Keystone)

Ob die Katalanen und die Besucher der Region zum Beispiel auch in den Cafés oder sogar am Strand Maske werden tragen müssen, stand zunächst nicht fest. ​​​​​​Auch nicht, wie lange die Anordnung in Kraft bleiben soll. Die genaue Ausgestaltung des Dekrets sollte der regionale Zivilschutz noch im Laufe des Mittwochs beschliessen. «Die Idee ist aber, dass die Pflicht immer und überall gelten soll, unabhängig vom Abstand zwischen den Menschen», hatte Torras Sprecherin Meritxell Budó bereits am Dienstag gesagt.

Nächster Corona-Fall bei den Brooklyn Nets

Die Personalprobleme der Brooklyn Nets haben sich weiter verschärft: Nach DeAndre Jordan, Spencer Dinwiddie und Wilson Chandler ist nun auch Taurean Prince positiv auf das Coronavirus getestet worden und fällt damit für die Ende Juli geplante Fortsetzung der NBA-Saison aus.

Daneben müssen die Nets auch noch auf ihre beiden Stars Kevin Durant (pausiert diese Saison nach Achillessehnenriss) und Kyrie Irving (nach Schulter-Operation) verzichten. Das Team aus dem New Yorker Stadtteil Brooklyn machte sich deshalb am Dienstag mit einer Rumpftruppe auf den Weg nach Florida, wo die Saison nach einem Unterbruch von mehr als viereinhalb Monaten im Disney World Resort von Orlando ohne Zuschauer und mit strengen Massnahmen gegen das Coronavirus fortgesetzt werden soll.

«Denk an mich» erhält eine Million Franken für Behinderte

Menschen mit Behinderung sind von den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie besonders hart betroffen. Die Glückskette hat der SRF-Stiftung «Denk an mich» für dringend benötigte Hilfen eine Million Franken zur Verfügung gestellt.

Die Pandemie trieb zahlreiche Menschen mit Behinderung am Existenzminimum in eine Notsituation, wie die Solidaritätsstiftung von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) am Mittwoch mitteilte. Die Schutzmassnahmen für Risikogruppen waren zwar nötig, führten aber zu finanziellen Engpässen und sozialer Isolation.

Schweizer Volleyballerinnen erst im Januar nach Weissrussland

Der europäische Volleyballverband hat in Absprache mit den teilnehmenden Nationalteams und Landesverbänden entschieden, aufgrund der Rückreisebestimmungen aus Weissrussland die Qualifikation der Frauen für die Frauen-EM 2021 von August auf Januar zu verschieben.

Weissrussland steht auf der vom Bundesrat veröffentlichten Liste der Staaten mit erhöhtem Infektionsrisiko. Dies hätte bedeutet, dass das ganze Schweizer Nationalteam nach der Qualifikation für 10 Tage in Quarantäne hätte gehen müssen.

Ziegler mit dem FC Dallas in der Quarantäne

Zu den Leidtragenden des MLS-Ausschlusses von Dallas wegen zu vielen Corona-Fällen zählt auch der 35-fache Schweizer Internationale Reto Ziegler, der seit zweieinhalb Jahren bei Dallas spielt.

Genau wie seine Teamkollegen befindet sich der 34-jährige Genfer laut «Blick» seit dem 29. Juni auf einem Hotelzimmer im Disney World in Orlando in Quarantäne. „Noch vor wenigen Tagen sind wir topfit und motiviert hierher gereist, um ein Turnier zu spielen – und jetzt dürfen wir nur auf unseren Zimmern sitzen“, wird Ziegler zitiert. Zehn Spieler und ein Betreuer der Texaner waren nach der Ankunft in Orlando positiv auf das Virus getestet worden.

China verurteilt angekündigten WHO-Austritt der USA

Nach dem offiziell angekündigten Austritt der USA aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat China das Vorgehen Washingtons scharf kritisiert.

«Wir fordern die USA nachdrücklich auf, ihre internationalen Verpflichtungen zu erfüllen und das Verantwortungsbewusstsein eines grossen Landes zu demonstrieren», sagte Zhao Lijian, ein Sprecher des Pekinger Aussenministeriums, am Mittwoch.

Als massgeblichste internationale Organisation im Bereich der globalen öffentlichen Gesundheit spiele die WHO eine unverzichtbare zentrale Koordinierungsrolle bei der Reaktion auf die globale Coronavirus-Pandemie. Das Vorgehen der USA habe den Kampf gegen das Virus untergraben und insbesondere Entwicklungsländer, die dringend internationale Unterstützung benötigen, ernsthaft negativ beeinflusst.

Spitalpersonal in St. Gallen soll Corona-App auf Arbeit ausschalten

Das St. Galler Kantonsspital empfiehlt seinem Personal die Corona-Warn-App des Bundes für die Dauer der Arbeit auszuschalten. Die Klinik befürchtet zu viele Fehlalarme und damit verbundene Absenzen beim Personal. National existiert bislang keine solche Empfehlung.

Zur Vermeidung von Fehlalarmierungen rate die Spitalleitung, während der Arbeit im Spital auf die Aktivierung der Swiss-Covid-App zu verzichten, sagte ein Spitalsprecher dem Radiosender FM1Today am Mittwoch. Die Empfehlung gelte nur für das Personal, nicht aber für Besucherinnen und Besucher. Das Spital begrüsse es, wenn möglichst viele Mitarbeitende die App im privaten Alltag nutzen würden.

(Bild: Keystone)

Das Spital befürchtet den Angaben zufolge, dass das Pflegepersonal unnötigerweise in Quarantäne geschickt oder getestet wird. Die Corona-Warn-App gibt nicht an, wann und wo man sich in unmittelbarer Nähe zu einem Infizierten aufgehalten hat. Das Pflegepersonal ist im Umgang mit Infizierten geschult und gilt deshalb während der Arbeit als geschützt.

Israels Verteidigungsminister Gantz geht in Quarantäne

Nach einem möglichen Kontakt mit einem Corona-Infizierten hat sich Israels Verteidigungsminister Benny Gantz vorsorglich in Quarantäne begeben. Dies teilte sein Büro am Mittwoch mit.

(Bild: Keystone)

Gantz unterzieht sich demnach nun weiteren Untersuchungen. Dem Minister gehe es gut, und er werde aus der Isolation heraus seine Amtsgeschäfte fortführen, hiess es. Das Gesundheitsministerium hatte kurz zuvor mit 1320 Fällen ein Allzeithoch an täglichen Neuinfektionen bekanntgegeben.

Israel mit Rekord an Corona-Neuinfektionen

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Israel auf einen Rekordwert gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium des Landes am Mittwoch mitteilte, wurden für Dienstag 1320 Fälle gemeldet – so viele wie nie zuvor an einem Tag seit Ausbruch der Pandemie. Insgesamt wurden in Israel bislang mehr als 32’700 Infizierte registriert.

(Bild: Keystone)

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen hatte bereits in den vergangenen Tagen bei mehr als 1000 gelegen. Zum Vergleich: Im gesamten Monat Mai waren in dem Land nur etwa 1200 neue Infektionen gemeldet worden.

Corona-Fallzahlen in Bulgarien steigen stark

Bulgarien erlebt nach der Lockerung seiner Corona-Einschränkungen nun einen schnelleren Anstieg der nachgewiesenen Neuinfektionen. Mit 188 neuen Corona-Fällen wurde am Mittwoch ein Tagesrekord seit Beginn der Pandemie verzeichnet.

Damit stieg die Zahl der Infektionen in dem ärmsten EU-Land mit einer Bevölkerung von knapp sieben Millionen Menschen insgesamt auf mehr als 6100. Vor einem Monat lag sie noch bei rund 2700.

(Bild: Keystone)

Der Rückfall in Bulgarien kommt nach einem guten Start bei der Bekämpfung des Coronavirus im März mit vielen Schutzmassnahmen samt Lockdown. Nach einer Reihe von Festtagen im April und im Mai und nach der Öffnung von Lokalen, Diskotheken, Nachtclubs sowie der Stadien für Zuschauer steigen die Fallzahlen jetzt wieder deutlich.

Günstiges Remdesivir für Corona-Patienten in Indien

Es gibt etwas Hoffnung für Covid-Patienten in Indien, dem am drittstärksten von dem Virus betroffenen Land mit mehr als 740’000 Infektionen: Eine Generikaversion des Medikaments Remdesivir für umgerechnet 60 Franken pro 100-mg-Fläschchen wurde von der indischen Arzneimittelbehörde zugelassen.

Das ist nach Auskunft seines Arzneimittelherstellers Mylan mehr als 80 Prozent weniger als der Preis des Originalmedikaments in entwickelten Ländern. Das Generikum soll nach den Richtlinien des indischen Gesundheitsministeriums für Notfälle verwendet werden.

Der Pharmakonzern Gilead Sciences hat nach eigenen Angaben mit mehreren Generika-Produzenten in Indien, Pakistan und Ägypten Lizenzverträge abgeschlossen, damit diese zunächst für 127 hauptsächlich ärmere Länder eine Nachahmerversion von Remdesivir herstellen können.

Japans Pässe öffnen die meisten Türen - Corona ändert Reisefreiheiten

Japaner besitzen derzeit die wertvollsten Reisepässe der Welt: Damit können sie nämlich visafrei in 191 Länder der Welt reisen beziehungsweise bekommen ihr Visum bei der Einreise. Hier lesen Sie mehr.

(Bild: Keystone)
TUI Suisse streicht 70 Stellen wegen Coronakrise

Wegen der Coronakrise nimmt der Reiseveranstalter Tui Suisse harte Einschnitte vor. Die Tochter des weltweit grössten Touristikkonzerns schliesst acht Filialen und baut 70 Arbeitsplätze ab.

USA melden Rekord von rund 60'000 neuen Corona-Fällen

Mit rund 60’000 Corona-Infektionen binnen 24 Stunden haben die USA einen Höchststand bei den Neu-Ansteckungen erreicht. Das geht aus Zahlen hervor, die die Johns-Hopkins-Universität am Mittwochmorgen veröffentlichte.

Den zuvor höchsten Wert verzeichnete Johns-Hopkins mit gut 54’000 Fällen am vergangenen Donnerstag.

(Bild: Keystone)

Insgesamt zählt das Land demnach mehr als 2,996 Millionen Fälle (Stand: 8.7.; 9.57 Uhr). Mehr als 131’000 Menschen starben an oder im Zusammenhang mit dem Virus.

Die Zahl der Neuansteckungen in den USA mit seinen 320 Millionen Einwohnern ist seit Mitte Juni im Zuge der Lockerung der Corona-Auflagen dramatisch angestiegen – vor allem in den Bundesstaaten Florida, Texas, Georgia, Arizona und Kalifornien.

Aargauer Heimatschutzpreis fällt 2020 aus

Der Aargauer Heimatschutzpreis wird in diesem Jahr erstmals seit 35 Jahren nicht verliehen. Die Jury begründet den Verzicht mit der Corona-Pandemie.

Der Entscheid sei nach reiflicher Überlegung, sorgfältigen Abklärungen und mit grossem Bedauern getroffen worden, teilte die Jury des Heimatschutzpreises am Mittwoch mit. Er erfolge im Interesse und zum Schutz der Gesundheit aller Beteiligten, die alljährlich vor und hinter den Kulissen engagiert seien.

Der mit 10’000 Franken dotierte Preis wird seit 1985 verliehen. Im vergangenen Jahr ging der Heimatschutzpreis an eine Baufirma für den «sorgsamen und verantwortungsvollen Umgang mit dem architektonischen Erbe des Bata-Parks» in Möhlin.

Im Ausland tätige deutsche Firmen streichen Stellen

Angesichts der schweren Folgen der Corona-Krise sehen sich viele im Ausland tätige deutsche Firmen laut einer Umfrage gezwungen, Stellen zu streichen. 43 Prozent der deutschen Unternehmen im Ausland müssten Personal abbauen, ergab eine am Mittwoch in Berlin vorgestellte Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags.

Staatliche Unterstützungsmassnahmen zur Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen, insbesondere Kurzarbeitergeld, fehlten in vielen Ländern und führen dort aller Voraussicht nach zu einer höheren Arbeitslosigkeit. Nach den aktuellsten verfügbaren Zahlen beschäftigten deutsche Firmen im Ausland laut DIHK im Jahr 2018 rund 7,9 Millionen Menschen weltweit.

Versammlungen mit bis zu 100 Personen in Dänemark wieder erlaubt

In Dänemark können sich seit Mittwoch wieder bis zu 100 Menschen am selben Ort versammeln. Gemäss einer vor einem Monat getroffenen Vereinbarung zwischen der dänischen Regierung und den Parlamentsparteien wird die maximale Teilnehmerzahl für Versammlungen von 50 auf 100 angehoben.

Zum 8. August soll dieser Wert auf 200 gesteigert werden. Für Veranstaltungen mit gewissen Sitzplatzkapazitäten – wie etwa Ligaspiele der obersten dänischen Fussballliga – gelten bereits Ausnahmen. Auch politische Demonstrationen sind von den Beschränkungen ausgenommen, was zu einer grösseren Debatte geführt hatte, als am 7. Juni knapp 15 000 Menschen in Kopenhagen gemeinsam gegen Rassismus demonstriert hatten.

GM-Turnier wiederum mit attraktivem Triathlon-Modus

Das am kommenden Sonntag beginnende und bis 29. Juli dauernde Grossmeisterturnier des Bieler Schachfestivals wird wie im vergangenen Jahr im attraktiven Triathlon-Modus gespielt.

Das Turnier wird wegen der Corona-Pandemie unter besonderen Schutzmassnahmen durchgeführt. Neben sieben Partien mit klassischer Bedenkzeit, bei denen es 4 Punkte für einen Sieg und 1,5 Punkte für ein Unentschieden gibt, bestreiten die Spieler auch je ein vollrundiges Rapidturnier (Sieg 2 Punkte, Remis 1 Punkt) und Blitzturnier (1/0,5).

Corrida Bulloise 2020 entfällt

Die traditionsreiche Laufveranstaltung Corrida Bulloise ist wegen der Corona-Pandemie für dieses Jahr abgesagt worden. Die 45. Austragung war am 21. November geplant gewesen.

(Archivbild: Keystone)

Das Format des Stadtlaufs, der auf einem ein Kilometer langen Ring im Herzen der Stadt Bulle stattfindet, begünstigt laut Medienmitteilung des Veranstalters «die Gruppierung der Menschen» und garantiere daher «unter keinen Umständen» die Einhaltung der empfohlenen Distanz- und Hygiene-Massnahmen, unabhängig von der Anzahl der Läufer.

Schutzmasken gehen ins Geld: Gratis-Masken für Sozialhilfebezüger

Die Schutzmasken, die seit Anfang Woche im ÖV getragen werden müssen, gehen ins Geld. Die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe (Skos) empfiehlt Städten und Gemeinden deshalb, sie kostenlos an Sozialhilfeempfänger abzugeben. Diese regeln das unterschiedlich.

Viele Menschen, die von Sozialhilfe leben, fahren zwar nicht jeden Tag zur Arbeit. Doch auch sie sind auf den ÖV angewiesen, etwa wenn sie an Integrations-Massnahmen teilnehmen oder wenn ihre Kinder mit dem ÖV zur Schule fahren und älter als 12 Jahre sind. Ab diesem Alter gilt auch für Kinder Schutzmasken-Pflicht.

(Bild: Keystone)

Die Sozialhilfe sieht vor, dass pro Monat 40 Franken für die Gesundheitsvorsorge ausgegeben wird. Der Kauf der Schutzmasken liegt da nicht drin. Diese Ausgabe, für eine vierköpfige Familie rund 100 Franken pro Monat, müsste dann etwa beim Essen eingespart werden.

Die Skos empfiehlt Kantonen, Städten und Gemeinden deshalb, den Sozialhilfebezügern mit kostenlosen Masken unter die Arme zu greifen.

Lage in Belgrad nach Corona-Ausschreitungen wieder ruhig

In der serbischen Hauptstadt Belgrad hat sich die Lage nach Ausschreitungen wegen einer neuen Corona-Ausgangssperre wieder beruhigt. In den frühen Morgenstunden hatte die Polizei die Demonstranten aus der Umgebung des Parlaments verdrängt, wie die staatliche Nachrichtenagentur Tanjug am Mittwoch berichtete.

(Bild: Keystone)

Am späten Dienstagabend hatten Einsatzkräfte Tränengas eingesetzt, nachdem eine Gruppe von rund 100 gewalttätigen Demonstranten kurzzeitig ins Parlamentsgebäude eingedrungen war. Mehrere tausend Menschen hatten vor dem Gebäude gegen die Ankündigung neuer Ausgangssperren wegen der Corona-Pandemie protestiert. An der Auflösung der Menge war auch berittene Polizei beteiligt. Nach Angaben der Rettungsdienste wurden 13 Polizisten und sieben Demonstranten verletzt.

Kein Ryder Cup in diesem Jahr

Laut dem amerikanischen Sender ESPN findet der Ryder Cup in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht statt. Der traditionsreiche Wettkampf zwischen den besten Golfern aus den USA und Europa war für September im amerikanischen Bundesstaat Wisconsin geplant.

Der Ryder Cup soll nun erst Ende September 2021 ausgetragen werden. Der dann terminierte Presidents Cup zwischen US-Golfern und Profis aus anderen Teilen der Welt ausser Europa würde ebenfalls um ein Jahr verschoben werden.

Lockdown im Westjordanland wegen steigender Corona-Zahlen verlängert

Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) hat angesichts steigender Infektionen mit dem Coronavirus einen Lockdown im Westjordanland um fünf Tage verlängert. Die Massnahme sollte am Mittwochmorgen in Kraft treten und bis Montagmorgen dauern, wie die Behörde mitteilte.

Damit gelten in dem Gebiet, das etwas mehr als doppelt so gross ist wie das Saarland, weiterhin Ausgangsbeschränkungen. Mit Ausnahme von Supermärkten, Bäckereien und Apotheken müssen Geschäfte geschlossen bleiben. Banken und Fabriken dürfen gemäss der Notfall-Verordnungen ihren Betrieb fortsetzen. Der Lockdown war vergangenen Freitag in Kraft getreten.

Die Pandemie verlief in den Palästinensergebieten zunächst sehr glimpflich, nach Lockerungen stiegen die Zahlen im vergangenen Monat jedoch stark an. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Dienstagmittag waren in den 24 Stunden davor im Westjordanland 306 neue Infektionen registriert worden. Damit gab es dort seit März bisher 4575 bekannte Corona-Fälle.

US-Jeans-Hersteller Levi Strauss tief in den roten Zahlen

Der US-Jeans-Konzern Levi Strauss ist im zweiten Quartal 2020 unter anderem wegen der Coronavirus-Krise in die roten Zahlen gerutscht.

Unter dem Strich habe ein Minus von 363,3 Millionen Dollar gestanden nach einem Plus von 28,2 Millionen Dollar im gleichen Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen mitteilt.

Der Verlust sei vor allem auf Sonderaufwendungen von 242 Millionen Dollar wegen Restrukturierungs- und Lagerkosten im Zuge von Unterbrechungen in der Coronavirus-Pandemie zurückzuführen.

Corona-Proteste in Belgrad - Polizei setzt Tränengas ein

Vor dem Parlamentsgebäude in Belgrad haben Tausende Menschen am Dienstagabend gegen neue Beschränkungen in der Corona-Pandemie protestiert. In der Nacht zum Mittwoch kam es dabei zu Ausschreitungen und Zusammenstössen mit der Polizei, wie örtliche Medien berichteten. Die Bereitschaftspolizei setzte demnach Tränengas gegen die Demonstranten ein, nachdem eine grössere Gruppe versucht hatte, das Parlamentsgebäude zu stürmen.

(Bild: Keystone)

Präsident Aleksandar Vucic hatte nur wenige Stunden zuvor im Fernsehen angesichts des Infektionsgeschehens eine neue Ausgangssperre für das kommende Wochenende angekündigt. Die Lage im Land sei ernst, betonte der Präsident in seiner Ansprache. Besonders die Hauptstadt sei stark betroffen. «Alle Krankenhäuser in Belgrad sind fast voll», sagte Vucic weiter. Daher werde von Freitag bis Montag ein Ausgehverbot verhängt. Zuletzt hatte es im Mai eine Ausgangssperre gegeben. Ab Mittwoch seien zudem Treffen von mehr als fünf Menschen verboten – sowohl drinnen wie draussen.

Logistik-Konzern DHL streicht 2200 Arbeitplätze

Das deutsches Logistikunternehmen DHL will bis zu 2200 Mitarbeiter entlassen, die für die Belieferung der Jaguar Land Rover-Werke in Grossbritannien tätig sind. Vom Stellenabbau seien rund 40 Prozent des DHL-Personals betroffen, teilte die Gewerkschaft Unite mit.

DHL habe als Gründe angegeben, dass die Kündigungen auf einen Rückgang der Automobilproduktion wegen der Coronavirus-Pandemie und auf erwartete Effizienzeinsparungen zurückzuführen seien, fügte die Gewerkschaft hinzu. DHL dürfe keine fest angestellten Vollzeitkräfte entlassen, so lange die Arbeit weiterhin an Subunternehmer ausgelagert werde, forderte Unite.

Genesungswünsche und Kritik nach Bolsonaros Corona-Diagnose

Nach Jair Bolsonaros positivem Corona-Test haben zahlreiche Genesungswünsche den brasilianischen Präsidenten erreicht. Angesichts seiner laxen Gesundheitspolitik wurde allerdings auch Kritik an dem Verhalten des Staatschefs laut. Unterdessen stieg die Zahl der Corona-Toten im grössten Land Lateinamerikas binnen 24 Stunden um 1254 – einer der höchsten Werte der vergangenen Wochen.

(Bild: Keystone)

US-Präsident Donald Trump wünschte Bolsonaro am Dienstag (Ortszeit) eine «rasche Besserung». Der Leiter der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, sagte, er hoffe, «dass es ihm gut geht und er sich schnell erholt». Auch mehrere brasilianische Gouverneure schickten Genesungswünsche nach Brasília.

Trump drängt auf Öffnung der Schulen in den USA nach Sommerferien

Trotz dramatisch hoher Coronavirus-Fallzahlen will US-Präsident Donald Trump Druck auf die US-Bundesstaaten ausüben, damit dort die Schulen nach den Sommerferien wieder öffnen. «Wir wollen, dass unsere Schulen im Herbst geöffnet sind», sagte Trump am Dienstag (Ortszeit) bei einem Runden Tisch zu dem Thema im Weissen Haus. Das sei sehr wichtig sowohl für das Land als auch für das Wohlbefinden von Schülern und deren Eltern. «Wir werden Druck auf die Gouverneure und alle anderen ausüben, die Schulen zu öffnen.»



Der Republikaner warnte davor, Schulen aus politischen Erwägungen geschlossen zu halten. Er spielte damit auf demokratische Gouverneure von Bundesstaaten an, die sich in grosser Zahl gegen Trumps Drängen auf eine schnelle Rückkehr zur Normalität wehren. Trump spielte die Lage in den USA erneut herunter. «Weil wir mehr testen, haben wir mehr Fälle. Wenn wir die Hälfte der Tests machen würden, hätten wir viel weniger Fälle», sagte er. Die Zahl der neuen Fälle steigt seit Mitte Juni allerdings proportional stärker an als die der Tests.

Zwölf positive Tests bei bulgarischem Erstligisten

Im bulgarischen Profifussball breitet sich das Coronavirus aus. Bei Tests sind insgesamt 22 Spieler, Klubbesitzer oder Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet worden.

Allein beim Erstligisten Tscherno More aus der Schwarzmeerstadt Warna wurde bei zwölf Spielern und vier Mitarbeitern eine Infektion nachgewiesen. Die Tests erfolgten nach einem Spiel gegen Zarsko Selo vom 5. Juli. Bei Zarsko Selo wurden vier Spieler positiv getestet.

Gesundheitsminister Kiril Ananiew drohte, dass zum Schutz gegen die Ausbreitung des Coronavirus wieder strengere Schutzmassnahmen eingeführt werden könnten – etwa Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Nach der Corona-Zwangspause wurden in Bulgarien die Spielzeiten der 1. und 2. Liga am 5. Juni wieder mit Fans in den Stadien fortgesetzt.

USA treten aus der WHO aus

Die USA haben ihren Austritt aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vollzogen. Eine entsprechende Erklärung sei bei UNO-Generalsekretär António Guterres eingereicht worden, sagte ein hoher Regierungsbeamter am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Washington.

Der Kongress war am Dienstag über den offiziellen Austritt der WHO, den US-Präsident Donald Trump Ende Mai angekündigt hatte, informiert worden, wie der führende Demokrat im Auswärtigen Ausschuss des Senats, Bob Menendez, auf Twitter mitteilte.

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Brasiliens Präsident Bolsonaro mit Coronavirus infiziert

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Das sagte der Staatschef am Dienstag nach einem positiven Test in einem Militärhospital in der Hauptstadt Brasília.

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Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat sich mit dem Coronavirus infiziert. (Bild: Keystone)
Kein Swiss Cup in diesem Jahr

Der Swiss Cup wird in diesem Jahr aufgrund der Coronavirus-Pandemie nicht stattfinden. Der Zentralvorstand des Schweizerischen Turnverbandes (STV) hat entschieden, die nächste Ausgabe des hochkarätig besetzten Kunstturn-Wettkampfs in Zürich auf den 7. November 2021 zu verschieben.

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Swiss-Mutterkonzern Lufthansa beschliesst weitere Einsparungen

Nach Vereinbarung des staatlichen Rettungspakets hat der Swiss-Mutterkonzern Lufthansa weitere Einsparungen beschlossen. So soll die Anzahl der Jobs für Führungskräfte konzernweit um 20 Prozent beziehungsweise 200 Stellen reduziert werden. Wie viele Führungsposten bei der Swiss auf dem Spiel stehen, ist derzeit aber noch unklar.

In der Verwaltung der Lufthansa AG sollen 1000 von insgesamt etwa 5000 Stellen entfallen, wie die Fluggesellschaft am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Zu dem Kostensenkungsplan gehört zudem, dass die Kernmarke Lufthansa eine eigenständige Gesellschaft werden soll und dass die Zahl der Flugbetriebe innerhalb der Lufthansa Gruppe auf zehn reduziert wird. So wird unter anderem der Flugbetrieb der Tochter Germanwings eingestellt, wie das Unternehmen bereits im April beschlossen hatte.

MCH Group fällt Entscheid zur Swiss-Moto 2021 im Oktober

Der Basler Messeveranstalter MCH plant die nächste Ausgabe der Motorrad-Messe Swiss-Moto für den 18. bis 21. Februar 2021. Eine endgültige Entscheidung soll aber erst im Herbst fallen.

«Wie in den letzten Jahren auch schon werden wir im Oktober zusammen mit dem Importeuren-Verband Motosuisse und dem Messebeirat die Buchungssituation analysieren und dann über die Durchführung der Ausstellung entscheiden», sagte eine Sprecherin des Messeveranstalters am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur AWP.

(Bild: Keystone)

Bislang zeigen sich die Organisatoren optimistisch, was den Termin der Veranstaltung angeht: «Die Entwicklung des Schutzkonzepts wird aber von der Entwicklung der Corona-Situation und den Weisungen der Behörden abhängen», sagte die Sprecherin und fügte hinzu, dass dies bei der Entscheidung über die Durchführung der Veranstaltung berücksichtigt werden müsse.

Erstes Bundesland in Österreich führt Maskenpflicht wieder ein

In Österreich führt als erstes Bundesland Oberösterreich nach einem spürbaren Anstieg der Corona-Infektionen die Maskenpflicht wieder ein. Von Donnerstag an müssten die Bürger wieder einen Mund-Nasen-Schutz unter anderem beim Betreten von Läden und in Lokalen auf dem Weg zum Tisch tragen, sagte Landeschef Thomas Stelzer am Dienstag in Linz.

Im Bundesland seien aktuell 427 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Laut Behörden sind rund 3000 Menschen unter Quarantäne. Die Reproduktionszahl, die angibt, wie viel Personen durch einen Infizierten angesteckt werden, liege bei 2,0. «Das ist einfach zu viel», sagte Stelzer.

(Bild: Keystone)

Die Verordnung trete zunächst ohne zeitliche Begrenzung in Kraft, sagte Stelzer. Die Massnahme sei mit der Bundesregierung und Kanzler Sebastian Kurz abgestimmt. Sie solle dazu dienen, schärfere Schritte wie einen Lockdown im Bundesland zu vermeiden. «Wir setzen darauf, dass das gelingen wird.» Ein wesentlicher Cluster sei weiterhin im Umfeld einer Freikirche zu verorten, hiess es.

NHL will Saison am 1. August fortsetzen

Die NHL und die Spielergewerkschaft haben mit einer vorläufigen Einigung auf einen Tarifvertrag bis 2026 den Weg frei gemacht für die Fortsetzung der wegen Corona unterbrochenen Saison. Die erweiterten Playoffs mit 24 Teams sollen am 1. August beginnen.

Seit dem 8. Juni dürfen die Teams beschränkt und auf freiwilliger Basis unter strengen Auflagen trainieren. Nun soll am 13. Juli die nächste Phase des «Return to Play»-Programms starten. Dann können die 24 Teams mit dem Mannschaftstraining beginnen. Am 26. Juli erfolgt dann die Anreise in die Spielorte. Diese werden aller Voraussicht nach die kanadischen Städte Edmonton und Toronto sein.

Jede Delegation darf an Spielern, Betreuern und Funktionären maximal 52 Personen umfassen. Diese müssen sich 48 Stunden vor dem Beginn des Mannschaftstrainings und dann täglich auf Corona testen lassen. Während der Playoffs bekommen die Spieler Einzelzimmer, jedes Team hat im Hotel eine eigene Etage zur Verfügung. Sollte ein Spieler positiv getestet werden, muss er sich in Quarantäne begeben.

OECD: Corona-Krise steigert Arbeitslosigkeit bis Jahresende

Die Corona-Krise wird Experten zufolge bis zum Jahresende für einen starken Anstieg der Arbeitslosigkeit in vielen Industrieländern sorgen. Ohne eine zweite Infektionswelle könnte die Arbeitslosigkeit in den Staaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) auf durchschnittlich 9,4 Prozent steigen, wie aus dem am Dienstag präsentierten OECD-Beschäftigungsausblick hervorgeht.

Käme es zu einer zweiten Infektionswelle, rechnen die Experten sogar mit einem Anstieg auf 12,6 Prozent. Ende 2019 lag die Zahl bei durchschnittlich 5,3 Prozent. Aus den Daten gehe zudem hervor, dass die Arbeitslosigkeit Geringqualifizierte, junge Menschen, Migranten und Frauen am stärksten getroffen habe, heisst es in der Studie.

Die OECD-Länder hätten in historisch beispiellosem Umfang Massnahmen ergriffen, um den drohenden wirtschaftlichen Schaden durch die Corona-Krise möglichst gering zu halten. Doch auch wenn die Wirtschaft sich erhole, müsse die Politik weitere Unterstützung leisten, weil die Krise möglicherweise noch andauern werde, heisst es.

Millionen-Metropole Melbourne nach Corona-Anstieg wieder im Lockdown

Australiens Millionen-Metropole Melbourne geht wegen eines starken Anstiegs der Corona-Infektionen erneut in einen sechswöchigen Lockdown. Die zweitgrösste Stadt des Landes hatte erst ab Anfang Juni langsam die Wirtschaft wieder geöffnet.

Nun treten ab Mittwoch um Mitternacht (Ortszeit) wieder strikte Ausgangssperren in Kraft, wie der regionale Regierungschef Daniel Andrews am Dienstag mitteilte. Am selben Tag hatten die Gesundheitsbehörden 191 Neuinfektionen bestätigt, einer der höchsten Anstiege innerhalb eines Tages in Australien seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie.

«Wir müssen realistisch über die Umstände, mit denen wir konfrontiert sind, sein», sagte Andrews. Die Frustration habe scheinbar zu einer gewissen Nachlässigkeit geführt. «Ich denke, jeder von uns weiss, dass wir keine andere Wahl haben als diese sehr sehr schwierigen Schritte zu ergreifen», fügte der Regierungschef hinzu.

BAG meldet 54 Neuinfektionen

Am Dienstagmittag vermeldete das Bundesamt für Gesundheit 54 Neuinfekionen. Damit steigt die Zahl im Vergleich zum Montag (47 Fälle) leicht an.

Krippe im Kanton Neuenburg unter Quarantäne

In der Neuenburger Gemeinde Val-de-Ruz ist eine Krippe wegen eines Coronavirus-Falles unter Quarantäne gestellt worden. Betroffen sind 66 Menschen, darunter 54 Kinder und zwölf Erwachsene.

Der Neuenburger Kantonsarzt Claude-François Robert bestätigte am Dienstag Informationen des Lokalsenders RTN. Aktuell befänden sich im Kanton Neuenburg drei Menschen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie in Isolation und 80 in Quarantäne.

(Bild: Keystone)

Die Zahl der Fälle pro Tag bewege sich zwischen null und zwei. Damit bleibe man in einem sporadischen Modus der Pandemie, fügte der Kantonsarzt hinzu.

Führende Gesundheitspolitikerin Israels tritt in Corona-Krise zurück

Aus Protest gegen den Kurs der Regierung hat eine führende Gesundheitspolitikerin Israels mitten in der sich wieder zuspitzenden Corona-Krise ihren Rücktritt erklärt.

Siegal Sadetzki, Direktorin für öffentliche Gesundheit im Gesundheitsministerium, schrieb am Dienstag bei Facebook, seit einigen Wochen habe Israel im Kampf gegen das Coronavirus die Richtung verloren.

«Im Kampf gegen die erste Welle hatte Israel Erfolg, hat sich dann aber von anderen führenden Ländern entfernt, indem es schnelle Lockerungen durchsetzte», hiess es. Daraufhin sei die Zahl der Infektionen rasch angestiegen. «Vor diesem Hintergrund bin ich zu dem Schluss gelangt, dass ich unter den neuen Umständen – weil meine professionelle Ansicht nicht akzeptiert wird – nicht mehr aktiv dabei helfen kann, gegen die Ausbreitung des Coronavirus zu kämpfen.» Minister Juli Edelstein dankte Sadetzki in einer Mitteilung für ihre Arbeit.

Dank Corona-Massnahmen weniger Firmenpleiten im ersten Halbjahr

In der Schweiz sind im ersten Halbjahr weniger Firmen Konkurs gegangen. Der Grund dafür sind die vom Bundesrat zur Bewältigung der Coronakrise beschlossenen Massnahmen im Betreibungswesen. Mit dem Wegfall des Schutzschildes dürften sich die Firmenpleiten jetzt aber mehren.

Konkret gingen im ersten Halbjahr 3’098 Firmen in Konkurs, wie der Gläubigerverband Creditreform am Dienstag mitteilte. Das sind knapp 14 Prozent weniger als im letzten Jahr. In den letzten vier Monaten allein betrachtet seien sogar rund ein Viertel weniger Konkurse gezählt worden.

38 Infizierte in der Sommer-RS

Die Schweizer Armee hat zum Start der Sommer-Rekrutenschule alle 11’828 eingerückten Rekruten und das Kader auf das Coronavirus testen lassen. Laut Armee fielen 38 Tests positiv aus, was einem Anteil von 0,3 Prozent entspricht. Mehr dazu hier.

(Bild: Keystone)
OK der Heim-WM trotz Absage schuldenfrei

Trotz der Absage der Heim-WM 2020 in der Schweiz wegen der Corona-Pandemie hat sich das OK um CEO Gian Gilli finanziell schadlos halten können. Sämtliche Beiträge und geleisteten Zahlungen von Ticket- und Hospitality-Kunden sowie Sponsoring-Geldern seien bis Ende Juni vollumfänglich zurückbezahlt worden. Zudem sei trotz der aussergewöhnlichen Situation keinem Partner ein finanzieller Schaden entstanden, heisst es in der Mitteilung.

(Bild: Keystone)

Bis spätestens Ende August sollen auch noch die Ticket-Rückerstattungen abgeschlossen sein. «Die Liquidation der Organisation erfolgt dann per Ende Jahr», so Gilli.

Melbourne geht nach Corona-Anstieg wieder in den Lockdown

Australiens zweitgrösste Stadt Melbourne geht wegen eines drastischen Anstiegs der Corona-Infektionen erneut in einen sechswöchigen Lockdown.

Mehrere Wochen, nachdem die rund fünf Millionen Einwohner zählende Hauptstadt des Bundesstaates Victoria die Wirtschaft wieder geöffnet hatte, werde man ab Mittwoch um Mitternacht (Ortszeit) wieder strikte Ausgangssperren in Kraft setzen, teilte der regionale Regierungschef Daniel Andrews am Dienstag mit. Am selben Tag hatten die Gesundheitsbehörden 191 Neuinfektionen bestätigt, einer der höchsten Anstiege innerhalb eines Tages in Australien seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie.

(Bild: Keystone)

«Wir müssen realistisch über die Umstände sein, mit denen wir konfrontiert sind», sagte Andrews. Die Frustration habe scheinbar zu einer gewissen Nachlässigkeit geführt. «Ich denke, jeder von uns weiss, dass wir keine andere Wahl haben als diese sehr sehr schwierigen Schritte zu ergreifen», fügte der Regierungschef hinzu.

Mehrere britische Pubs wegen Coronavirus-Infektionen dicht

Kurz nach der Wiederöffnung sind mehrere Pubs in England wegen Coronavirus-Infektionen von Gästen wieder geschlossen worden. Betroffen sind mindestens drei Kneipen in Burnham-on-See an der Südwestküste, in Batley im nördlichen England und in Alverstoke im Süden.

(Bild: Keystone)

Die Pubs seien gründlich gereinigt und die Mitarbeiter getestet worden, teilten die Betreiber in sozialen Medien mit. Nach mehr als dreimonatiger Schliessung wegen der Pandemie durften am vergangenen Samstag die beliebten Kneipen im grössten Landesteil Grossbritanniens wieder öffnen. Es gelten strenge Auflagen, beispielsweise müssen Pub-Besucher ihre Kontaktdaten hinterlassen. Bestellungen dürfen nur am Tisch oder per App aufgenommen werden.

Deep Purple verschiebt Tour um ein Jahr

Aufgrund der aktuellen und anhaltenden Massnahmen im Kampf gegen das Coronavirus wird die «Whoosh!»-Tour von Deep Purple um ein Jahr verschoben. Mit dem gleichnamigen Album, das im August dieses Jahres erscheinen wird, kommen die Mitbegründer des Heavy Metal neu am Donnerstag, 21. Oktober 2021 nach Zürich ins Hallenstadion.

Bereits erworbene Tickets für das Konzert am 20. Oktober 2020 behalten für das neue Datum ihre Gültigkeit.

(Bild: Keystone)
BMW-Absatz bricht um ein Viertel ein – Erholung in Asien

BMW hat im zweiten Quartal ein Viertel weniger Autos verkauft als 2019. Vor allem in Europa und Amerika brachen die Absätze massiv ein, während sie in Asien bereits wieder anzogen, wie der Konzern am Dienstag mitteilte.

«Eine erfreuliche Entwicklung sehen wir in China, wo unser Absatz im zweiten Quartal bereits wieder über dem des Vorjahres lag», sagte Vertriebsvorstand Pieter Nota. Insgesamt sank der Auto-Absatz um 25,3 Prozent auf 485.700.

(Bild: Keystone)

Die einzelnen Märkte entwickelten sich extrem unterschiedlich. Während der Absatz im zweiten Quartal in Europa um 45,6 auf 151.900 und in Amerika um 41,1 Prozent auf 70.300 Fahrzeuge absackte, ging es in Asien um 7,5 Prozent auf 253.500 Autos nach oben. Wichtigster Treiber dabei war China, das 17 Prozent auf 212.600 Autos zulegte. Noch im ersten Quartal waren aus China und Asien deutliche Rückgänge gemeldet worden.

Ohne Dallas und den besten Spieler: MLS startet Turnier

Zwei Tage vor dem geplanten Start ihres Turniers in Florida verlor die nordamerikanische MLS eine ganze Mannschaft sowie den wertvollsten Spieler der vergangenen Saison.

Wegen zu vieler Coronavirus-Fälle im Team darf der FC Dallas beim Turnier in Florida, das in der Nacht zum Donnerstag beginnt, nicht teilnehmen. Zehn Spieler und ein Betreuer der Texaner waren nach der Ankunft in Orlando positiv auf das Virus getestet worden.



Die MLS traf den Entscheid nur Stunden nach der Absage von Carlos Vela. Der wertvollste Spieler und Torschützenkönig der vergangenen Saison, der für den FC Los Angeles spielt, verzichtet aus Sorge um die Gesundheit seiner schwangeren Frau freiwillig auf die Teilnahme.

Deutsche Unternehmen erhöhen nach Lockerungen Produktion kräftig

Deutsche Unternehmen haben ihre Produktion nach den Corona-Lockerungen im Mai stark hochgefahren. Industrie, Bau und Energieversorger stellten zusammen 7,8 Prozent mehr her als im Vormonat, wie das Statische Bundesamt am Dienstag mitteilte.

(Bild: Keystone)

Von Reuters befragte Ökonomen hatten sogar mit einem Anstieg von zehn Prozent gerechnet, nachdem es im April wegen der Virus-Pandemie mit 17,5 Prozent das grösste Minus seit Beginn der Datenerhebung 1991 gegeben hatte. «Die Industrieproduktion dürfte ihren Tiefpunkt überwunden haben, trotz der Erholung im Mai bleiben die Kapazitäten aber deutlich unterausgelastet», erklärte das Bundeswirtschaftsministerium dazu.

Gesetz in Israel erlaubt Corona-Notmassnahmen ohne Knesset-Billigung

Die israelische Regierung kann ab sofort Notmassnahmen im Kampf gegen das Coronavirus ohne vorherige Genehmigung des Parlaments umsetzen.

29 von insgesamt 120 Abgeordneten stimmten in dritter und letzter Lesung für den umstrittenen Gesetzentwurf, 24 dagegen, wie ein Sprecher des Parlaments am Dienstag bestätigte.

Die restlichen Abgeordneten waren abwesend. Bisher mussten Entscheidungen der Regierung von einem parlamentarischen Ausschuss gebilligt werden, bevor sie gültig wurden.

Benjamin Netanyahu (links). (Bild: Keystone)

Entscheidungen der Regierung in der Corona-Krise sollen jetzt sofort in Kraft treten. Sie werden nur zurückgezogen, wenn das Parlament sie nicht nachträglich binnen einer Woche billigt. Das neue Gesetz soll vorerst nur bis zum 6. August gelten.

Was bisher geschah

Weitere Meldungen und Informationen zur Corona-Pandemie auf der Welt und in der Schweiz finden Sie hier.

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