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Der Telebasel News Beitrag vom 5. Juli 2020.
Basel

Ärzte setzen auf mobiles Simulationslabor

Ärzte tragen eine enorme Verantwortung. Damit keine Menschenleben aufs Spiel gesetzt werden, üben sie an Simulatoren.

Ärzte müssen täglich enorm viel leisten und tragen eine grosse Verantwortung. Der kleinste Fehler könnte schlimme Folgen haben und Menschenleben kosten. Damit das nicht passiert, setzt das Universitätsspital Basel auf ein chirurgisches Simulationslabor. Und das hat durchaus Vorteile für die angehenden Ärzte. «Sie wissen: «Jetzt passiert niemandem etwas. Ich kann auch ausprobieren, wie ich aus dieser Situation herauskomme» und das ist der ganz grosse Vorteil», so Dr. Martina Vitz, Leiterin Training & Education bei VirtaMed.

Sollte den Assistenzärzten trotzdem mal ein Malheur passieren, würde niemand sterben oder zu Schaden kommen, «aber man kann durch den grossen Realismus, den unsere Simulatoren haben, das Gefühl entwickeln. Es ist weniger stressig, aber immer noch stressig genug.»

Operationen können monitorisiert werden

Ein weiterer Vorteil der Simulatoren: Die Ausbilder können die Operationen monitorisieren – also schauen, was schief gelaufen ist. So würde der Simulator beispielsweise auch anzeigen, wenn ein Knorpel beschädigt wurde oder eine Sehne verletzt wird. Ganz einfach, macht man es den Ärzten aber doch nicht. «Wir können natürlich Komplikationen einspielen, so wie das bei den Piloten auch passiert. Was hier fehlt ist der «Thrill», also der Notfall, der an die Nieren geht und unter dem die Patienten schlussendlich leiden», so der Chirug Niklaus F. Friederich.

Das Universitätsspital ist das erste Krankenhaus in der Nordwestschweiz, das auf die moderne Technik setzt. Und das aus gutem Grund. «Diese Geräte sind nicht billig. Das sind Geräte, die die Realität sehr genau abbilden und viel kosten», sagt der leitende Arzt der Traumatologie. Das Spital hat über 200.000 Franken für die Simulatoren ausgegeben. Eine Investition, die zukünftig viele Menschenleben retten dürfte.

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