(Symbolbild: Unsplash)
Schweiz

Tierpflegerin (55) stirbt nach Tiger-Angriff

Im Zoo Zürich ist am Samstag eine Tierpflegerin von einem Amurtiger tödlich verletzt worden. Wie es zum tragischen Vorfall gekommen ist, wird untersucht.

Ein Zoo-Besucher musste das tragische Ereignis um halb zwei Uhr am Nachmittag mitansehen. Er schlug Alarm, worauf sofort mehrere Zoo-Mitarbeitende zur Tiger-Anlage ausrückten und versuchten, ihrer Kollegin zu helfen. Irgendwann gelang es ihnen, Tigerweibchen Irina von seinem Opfer wegzulocken, es zu beruhigen und zu separieren.

«Für die Frau kam leider jede Hilfe zu spät», sagte Judith Hödl, Sprecherin der Stadtpolizei Zürich, vor den Medien. Sie sei noch im Tigergehege gestorben. Bei der getöteten Pflegerin handelte es sich um eine langjährige Mitarbeiterin. Weitere Angaben zu ihrer Person und ihrer Arbeit im Zoo machte die Polizei nicht.

Auf Twitter vermeldet der Zoo am Samstagabend, dass er am Sonntag geschlossen bleibe. «Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Mitarbeiterin», schreibt der Zoo weiter.

Pfleger und Tiger nie im selben Raum

Eigentlich werden die Tiger im Zoo Zürich ohne menschlichen Kontakt gepflegt. Das heisst, dass Pfleger und Tiger nie im selben Raum sein dürfen. Weshalb dies hier nicht der Fall war, wird nun untersucht. Das Institut für Rechtsmedizin sicherte Spuren, die weitere Untersuchung wird nun von der Staatsanwaltschaft geführt.

Die Amurtigerin Irina wurde nach dem Unglück in einen abgetrennten Bereich gesperrt. Was nun mit ihr passiert, ist offen. Das hänge von den Untersuchungsergebnissen ab. Irina ist fünf Jahre alt und seit vergangenem Sommer im Zoo Zürich. Davor lebte sie in Dänemark.

Bisher habe sich Irina absolut normal, also «tigermässig» verhalten, sagte Zoo-Direktor Severin Dressen. Der 32-jährige Direktor, der erst seit wenigen Wochen in Zürich tätig ist, reagierte sichtlich betroffen auf das tödliche Unglück. «Es ist tragisch, eine Mitarbeiterin auf diese Weise zu verlieren», sagte er.

Seinen Einstieg in Zürich hatte sich Dressen wohl anders vorgestellt. Ein solch tragisches Ereignis gab es im Zürcher Zoo seit Jahrzehnten nicht mehr. Im vergangenen Dezember wurde zwar eine Pflegerin von einem Krokodil in die Hand gebissen, verglichen mit dem tödlichen Angriff ging der Vorfall damals jedoch glimpflich aus. Die Pflegerin überlebte, das Krokodil wurde erschossen.

0 Kommentare

  1. Wenn ich die Kommentare lese kotzt es mich an. Soviele gefühlsarme Idioten kann es eigentlich nicht geben – deren Intelligenz liegt wohl um einiges unter jener eines Glases Wasser….Report

  2. Bin total gleicher Meinung – die Tierpflegerin trägt alleine die Schuld – so tragisch das auch für die Angehörigen sein mag!
    Evelyne JordanReport

  3. Mein herzluche Anteinahme an die Familie und Angehörigen.
    Die Menschheit kann lange rumspekulieren, doch den 100% wahren Grund wird sie nie rausfinden, also hört einfach auf damit! Man kann nicht auf Annahmen bauen, sondern nur auf Wissen. Zudem sollten Zoos und Zirkus Allgemein geschlossen werden, denn Tiere gehören dort hin wo ihre Natur herkommt. Darum gehe ich nicht, weil ich das nicht unterstütze.Report

  4. Mein Beileid dieser Frau und ihrer Familie.

    Abgefahren, dass ein Tier eingesperrt wird und wenn es beisst man es dann erschiesst. Ich finde Zoos sind ein Trauerspiel und gehören eigentlich abgeschafft. Früher wurden Menschen eingesperrt. Ich hoffe Tiere einzusperren wird auch bald illegalReport

  5. Ich finde Ihren Kommentar, Riedelsheimer-Billeter, nicht nur holprig formuliert, sondern auch dumm und gefühllos. Abseits Ihrer perfekten Kenntnisse der Verhaltensregeln des Zürcher Zoos, haben Sie offenbar erhebliche Wissenslücken bei den Verhaltensregeln im zwischenmenschlichen Bereich.Report

  6. „Anscheinend fahrlässig Regeln nicht befolgt“. Fehler passieren immer, auch im professionellen Umfeld, Nullrisiko gibt es nicht. Dass Sie, Peter Odermatt, der Verstorbenen eben mal so salopp Fahrlässigkeit vorwerfen, finde ich unter aller Kanone. Wie kann ein Mensch so gefühlsarm sein?Report

  7. An die Herren Odermatt und Riedelsheimer-Billeter: Fehler oder Unachtsamkeit hin oder her her – eine Tierpflegerin ist grausam gestorben, und Ihnen fällt nichts Besseres ein als derart verächtliche Kommentare zu schreiben. Ein bisschen Mitgefühl mit den Angehörigen der Verstorbenen wäre nicht daneben. Ich wünsche der Familie dieser Tierpflegerin viel Kraft.Report

  8. Sicher ein tragisches Unglück, aber ich glaub zu dieser Arbeit gehört auch ein Risiko,trotz allem hoffe ich, dass der tieger nich umgebracht wird…. Also wenn ein Mensch einen anderen Mensch umbringt, verschiesst man ihn ja meistens auch nicht.Report

  9. Ich denke hier war menschliches Versagen der Grund. Der Tiger kann ja die jeweiligen An- oder Abwesenheiten im Gehege nicht steuern. Die Tiere sind von der Präzision der Pfleger abhängig. Zudem sind auch Zootiere wilde Tiere, welche den Jagdtrieb nicht verlieren.
    Es ist äusserst tragisch, dass ein Mensch sein Leben lassen musste. Dass man nun aber das Tigerweibchen aufgrund eines menschlichen Versehens evtl. einschläfern könnte, finde ich absolut falsch. Ich hoffe, das wunderschöne Tier darf weiterleben.Report

  10. Eigentlich ein unmöglicher Unfall: Eine Pflegerin darf das Gehege erst betreten, wenn die Tiere gesichert sind. Hier hat die Person anscheinend die Regeln fahrlässig nicht befolgt.Report

  11. Die Tierpflegerin hat sich selber durch eigene Verantwortung und auch den Raubtieren gegenüber immer so zuverhalten ,daß keine absolut keine Gefahr für sich und die Tiere bestehen kann .
    Ich bin mit dem Zürcher-Zoo aufgewachsen und kenne alle Verhaltensregeln
    in und auswendig.Report

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