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Der Telebasel News-Beitrag vom 4. Juli 2020
Baselland

Club 55 in Sissach schliesst freiwillig

Nach viel Kritik am letzten Wochenende ergreift ein Baselbieter Club nun Selbstinitiative. Der Club 55 in Sissach schliesst freiwillig seine Pforten.

Trotz Erlaubnis: Der Club 55 in Sissach schliesst freiwillig seine Pforten. Andere Clubs in Basel bleiben nach wie vor geöffnet. Da es im Kanton Baselland weniger Clubs gibt, findet Alain Göpfert, eine grössere Verantwortung als die Basler Kollegen zu haben. Er gibt sich mit dem Wirtschaften in seiner zusätzlichen Bar an der Bahnhofstrasse zufrieden und verzichtet auf die Einnahmen des Clubs.

«Wir machen es für das Gemeinwohl»

«Wir wollen nicht, dass im Kanton Baselland weitere Einschränkungen kommen, dass wir die Restaurants um 00:00 Uhr zumachen müssen», begründet Alain Göpfert, Besitzer des Clubs 55, die Schliessung.

«Wir machen es für das Gemeinwohl. Für den Kanton, für die Gemeinde», denn Göpfert wisse, dass wenn im Baselbiet künftig alle Institutionen schliessen müssten, die Leute trotzdem feiern gehen würden.

«Dann wird es ein unkontrollierter Ausgang», solange er nur seinen Club schliesst, geht Alain Göpfert davon aus, dass die üblichen Bars eher offen bleiben könnten. So sei eine Kontrolle über die feiernden Leute eher gewährleistet.

Andere Musik in Basel

Raus wollen die Leute auch in Basel. Der Balz Klub gilt als besonders beliebtes Ausgangsziel und ist seit den Lockerungen wieder offen. Claudio Rudin, Geschäftsleiter des Clubs, will seinen Club nicht schliessen.

«Der Balz Klub ist wieder geöffnet, weil wir offen haben dürfen, solange wir die Schutzmassnahmen einhalten», so Rudin am Samstag. Die Schutzmassnahmen, die der Balz Klub treffe, seien sogar grösser, als der Bund verlange.

Die Mitarbeiter tragen Handschuhe, die Kontaktdaten werden vor Ort überprüft und beim Anstehen vor dem Club gilt es, Abstand zu halten. Diese Massnahmen setzten die Besucher bisher auch gut um. «Die Leute haben auch einen gewissen Respekt», so Claudio Rudin.

Contact Tracing als Kontrolle

Eine der Regelungen besagt, dass Partygäste, die auf engstem Raum feiern dürfen, Contact Tracing gewähren müssen. Wer in einen Nachtclub will, muss seine Kontaktdaten am Eingang abgeben. Bei einem positiven Corona-Fall gäbe es eine Benachrichtigung.

Durch die Benachrichtigung, dass man am selben Ort wie ein Covid-19-Infizierter war, kann das Ausmass weiterer Ansteckungen eingedämmt werden. Doch das funktioniert nur, wenn alle mitmachen.

Wären die Clubs in Zukunft gänzlich geschlossen, gehen beiden Clubbesitzer vom ähnlichen Szenario aus. «Die Leute wollen trotzdem raus, sonst gehen Sie einfach in den Wald feiern, wo es dann keine Kontrolle mehr gibt», schätzt Alain Göpfert.

1 Kommentar

  1. A so eine viertel stunde neben einem positivem mensch stehen dann gibt es eine warnug und schwub sind x menschen angesteckt so und jetzt wird die ganze nacht noch gefeiert oder wird der laden zugemacht und alle gehen brav nach hause wehrs glaubt ist doch ein witz oderReport

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