Der Schutz der Fahrgäste und des Personals stehe für die Transportunternehmen an erster Stelle. (Bild: Keystone)
Schweiz

SBB: «Personal spielt nicht Maskenpolizei»

Das Begleitpersonal in den Zügen, Bussen und Bahnen werde nicht Maskenpolizei spielen, sagte Toni Häne, Leiter Personenverkehr SBB, am Freitag vor den Medien.

Man werde höchstens ermahnen und Renitente an der nächsten Haltestelle zum Aussteigen auffordern.

Der Schutz der Fahrgäste und des Personals stehe für die Transportunternehmen an erster Stelle. Die Branche unterstütze die Maskenpflicht. «Wer die Massnahmen respektiert, reist sicher im öV», so Häne. Zentral bleibe die Eigenverantwortung und sowie die gegenseitige Solidarität der Reisenden.

Die TU hätten grundsätzlich eine Transportpflicht, «sofern sich der Kunde an die Hausordnung hält», sagte Häne auf die Frage, ob man Passagieren die Fahrt verweigern könne, wenn sie keine Maske tragen. Auch Essen und Trinken sei erlaubt, aber nachher müsse die Maske wieder aufgesetzt werden.

Die Frequenzen sind laut Häne in dieser Woche weiter gestiegen. Im Fernverkehr der SBB liegt die Auslastung derzeit wieder bei 60 Prozent des Normalaufkommens, im Regionalverkehr beträgt sie 70 Prozent. Das Abstandhalten werde also schwieriger. Die Maskenpflicht mache deshalb Sinn.

Bei Postauto Schweiz sind laut Christa Hostettler, Mitglied der Geschäftsleitung, rund 150 Personen im Einsatz, um die Einhaltung der Massnahmen zu kontrollieren. Das Fahrpersonal werde ausschliesslich für das Fahren zuständig sein.

«Viel Fingerspitzengefühl nötig»

Man werde bei den Billettkontrollen auf die Pflicht aufmerksam machen und Gruppen und Personen könnten wenn nötig weggewiesen werden. «Dafür ist sicher viel Fingerspitzengefühl nötig», sagte Hostettler. Es gelte wie immer das Verhältnismässigkeitsprinzip.

Postauto werde die Botschaft überall platzieren mit Durchsagen, Piktogrammen, Anzeigen und Plakaten. Die vorderste Sitzreihe in den Bussen bleibt gesperrt, die vorderste Türe nach wie vor zu, ausser für den Ticketverkauf und Personen mit Sehbehinderungen. Billette vorher zu kaufen sei nach wie vor die sicherste und einfachste Variante.

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