(Bildmontage: Unsplash/Sarthak Navjivan/Telebasel)
Basel

Community ist über Superspreader-Parties erzürnt

Bei Parties in Basel, Zürich und Bern wurden mehrere Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Telebasel Community hat wenig Verständnis für solche Events.

An einer Party im Zürcher Club «Flamingo» steckte ein mit dem Coronavirus infizierter Mann mutmasslich fünf Menschen an. In Bern feierten in der Nacht auf Sonntag mehrere hundert Leute einen illegalen Techno-Rave vor der Reitschule.

Das hat Reaktionen nach sich gezogen. Auch in Basel wurde am Wochenende ordentlich gefeiert. Auf dem Nordstern-Schiff tummelten sich zahlreiche Menschen dicht an dicht.

Die Telebasel Community hat bis auf wenige Ausnahmen kein Verständnis für solche Partynächte. «Solche Dinge werden Folgen haben», schreibt eine Userin auf Facebook. «Und darunter leiden müssen dann wieder alle, merci euch!», ärgert sie sich.

Kosten selber übernehmen

Mitleid mit den Angesteckten hat die Community keines: «Sollen sie sich doch anstecken und am besten ihr gesamtes Umfeld gleich mit». Der User findet, die mit der Infektion zusammenhängenden Kosten sollten auch von den Personen selbst getragen werden. «Nur so lernen solche Ignoranten!», meint er.

Eine Userin fordert eine Busse für das Angeben falscher Kontaktdaten. Wiederum ein anderer Kommentar schreit nach Schliessung der Clubs. «Sofort alle Bars wieder schliessen, denn es kann nicht sein, dass Betreiber von Bars oder in diesem Fall vom Partyschiff alle Regeln der Abstandhaltung ignorieren.»

Ein Mitglied der Risikogruppe fühlt sich hintergangen. «Habe keinen Bock, wieder ein paar Wochen in Quarantäne zu gehen», ärgert sich der User.

Folgende zwei Userinnen sehen die Schuld vor allem beim Bundesrat und den gelockerten Massnahmen. «Klar feiern die Leute wieder und da ja alle das Gefühl haben, es wäre nicht schlimm und es sei vorbei, geht man dann so naiv los und macht genau das, was man vermeiden sollte», lautet ein Kommentar.

«Wie soll denn eine Party mit Abstandsregel aussehen?», äussert sich jemand kritisch in den Kommentaren. Auf die Antwort «zuhause bleiben» pfeift der User und meint: «Können Sie gerne machen, ich gehe raus». Kommentare, die sich für die Partygänger aussprechen sind aber ganz klar in der Minderheit. Ein weiterer User meint sarkastisch: «ID-Pflicht schützt vor Coronavirus».

Falls die Zahl der Neuansteckungen weiter steigen wird, könnten die Kantone mit verschiedenen Massnahmen reagieren. In Basel wäre beispielsweise die Wiedereinführung der Polizeistunde denkbar.

2 Kommentare

  1. Alle wollten sofort wieder dort weitermachen wo es plötzlich aufgehört hat hat mit Lustig. Und Unternehmer und Politiker haben aufs Gas gedrückt um die Lockerungen zu erzwingen. Das Geldmacherei ist wichtiger als die Gesundheit. Keine Kanton ist mutig Maskenpficht anzuordnen. Grenzen wieder für fast alle offen. Es wird sich rächen.Report

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