Der Druck ist zu gross geworden: Clemens Tönnies (64) legt alle seine Ämter beim FC Schalke 04 nieder. (Bild: Keystone)
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Clemens Tönnies verlässt Schalke 04

Der Aufsichtsratsvorsitzende des FC Schalke 04, der unter anderem wegen des Corona-Ausbruchs in seiner Fleischfabrik in die Schlagzeilen geriet, tritt zurück.

Clemens Tönnies landete vor geraumer Zeit in den Schlagzeilen – und kam aus diesen nicht mehr heraus. Erst war da im Sommer 2019 ein Skandal, ausgelöst durch rassistische Aussagen von Tönnies über die afrikanische Bevölkerung. Dann das Dauerthema Schalke 04, ein Klub, dem es sportlich schlecht läuft, trotz hoher Ausgaben für Spieler und dem eigenen Anspruch, in der Champions League zu spielen.

Und dann erwischte auch die Corona-Pandemie den 64-Jährigen mit voller Wucht: In seiner Fleischfabrik Tönnies in Rheda-Wiedenbrück gab es einen Corona-Ausbruch mit mehr als 1’550 Infizierten. Vor allem Mitarbeitende wurden angesteckt. Die Folge: Ein Lockdown in der Region rund um die Fleischfabrik. Im Landkreis Gütersloh sind rund 370’000 Einwohner betroffen.

Nun tritt Clemens Tönnies von allen seinen Ämtern beim deutschen Traditionsklub Schalke 04 zurück. Das berichtet die «Bild» am Dienstag. Tönnies bestätigte seinen Rücktritt gegenüber dem WDR. Der Druck auf seine Person ist wohl zu gross geworden.

Clemens Tönnies gehörte dem Aufsichtsrat des FC Schalke 04 seit 1994 an und hatte seit 2001 dessen Vorsitz inne. Er unterstützte den Klub auch finanziell. Zuletzt hatte es gegen den starken Mann beim königsblauen Klub aus dem Ruhrpott aber eine Demonstration gegeben. Schalke-Fans forderten  am letzten Samstag den Rücktritt von Clemens Tönnies.

2 Kommentare

  1. Der umtriebige Tönnies ist verantwortlich für die Schulden des Clubs. Seine finanziellen Mittel scheinen erschöpft zu sein, seine Firma steht vor dem Aus. Gut, dass er zurücktritt. Persönlich sollte er dennoch zur Verantwortung gezogen werden.Report

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