Der Tourismus auf Helgoland läuft nur langsam an. (Bild: Keystone)
International

Tourismus auf Helgoland bleibt aus

In ganz Deutschland fordert das Coronavirus tausende Opfer. Die einzige Ausnahme ist Helgoland. Trotzdem will niemand auf der Nordseeinsel Ferien machen.

Helgoland ist eine kleine Insel 50 Kilometer weit entfernt von der deutschen Küste in der Nordsee. Rund 1’400 Menschen wohnen dauerhaft in der Gemeinde, die nicht zum Zollgebiet der EU gehört. Zigaretten und Alkohol gibt es auf der Insel deswegen steuerfrei.

Helgoland  bietet aber noch weitere (touristische) Vorteile. «Wir sind so weit vom Festland weg, dass wir eine fast pollenfreie Luft haben. Wir sind also eine für Allergiker geeignete Kommune. Man kann auf Helgoland besonders gut entspannen und die Natur geniessen», sagt Helgolands Tourismusdirektor Lars Johannson im ntv-Podcast «Wieder was gelernt».

Fast keine Touristen auf Helgoland

Doch der Tourismus auf der Insel läuft momentan eher schlecht. Wegen der Corona-Krise kommt fast keine Urlauber mehr in das kleine Paradies, schreibt ntv. Und das obwohl Helgoland der einzige Ort in Deutschland ohne Covid-19-Infizierte oder Verdachtsfälle ist. «Wir hatten im April im Vergleich zum Vorjahr einen Gäste-Rückgang von 99,1 Prozent. Auf der Insel hängen direkt oder indirekt ungefähr 80 Prozent aller Arbeitsplätze vom Tourismus ab», sagt Lars Johannson weiter.

Immerhin läuft der Tourismus auf Helgoland seit Mitte Mai 2020 langsam wieder an. «Wir haben seit dem 18. Mai einen stetig wachsenden Tourismus. Es kommen auch wieder Tagesgäste. Jetzt hoffen wir, dass wir uns Stück für Stück weiter Richtung Normalität bewegen können. Aber das wird sicherlich noch dauern.»

Die Schiffe zur Insel fahren mittlerweile wieder nach Plan, Abstandsregeln und Hygienekonzepte müssen jedoch auch dort eingehalten werden.

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