Die Wirksamkeit des Augenmittels Xiidra sei nicht genügend nachgewiesen worden, sagt die europäische Behörde EMA. (Symbolbild: Unsplash)
Basel

Novartis erleidet mit Augenmittel Milliarden-Schlappe

Novartis erleidet mit dem Zukauf des Augenmittels Xiidra eine Schlappe. Der Konzern hat seinen Zulassungsantrag bei der europäischen Behörde EMA zurückgezogen.

Novartis hatte das Augenmittel Xiidra im Mai vergangenen Jahres für 3,4 Milliarden US-Dollar vom japanischen Takeda-Konzern gekauft.

Wie aus einem Brief von Novartis an die Behörde hervorgeht, nimmt der Konzern den Antrag zurück, weil Bedenken der Behörde über die Wirksamkeit des Mittels nicht ausreichend schnell beantwortet werden konnten.

«Wirksamkeit nicht nachgewiesen»

Laut EMA wurde die Wirksamkeit von Xiidra nicht ausreichend nachgewiesen, und die Vorteile überwiegen die Risiken demnach nicht. «Die Wirksamkeit von Xiidra wurde für verschiedene Symptome der Erkrankung des trockenen Auges nicht nachgewiesen», heisst es auf der EMA-Homepage. Wie aus dem Brief von Novartis an die EMA weiter hervorgeht, laufen derzeit keine Studien mit dem Präparat.

In den USA war 2016 Xiidra allerdings zugelassen worden und wird dort gegen trockene Augen eingesetzt.

1 Kommentar

  1. Man fragt sich, warum eine so hohe Summe für ein Produkt ausgegeben wurde, dass äquivalent ist zu vielen bereits existierenden Augentropfen gegen Trockenheit. Liftegras habe ich länger angewendet, meine Augenreizungen und trockenen Situationen blieben, die Wirkung war minim.Report

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel