Die deutsche «Sea-Watch»-Kapitänin Carola Rackete wirft den EU-Behörden in der Migrationspolitik Rassismus vor. (Bild: Keystone)
International

Kapitänin Rackete: «Ich als Weisse will nicht im Rampenlicht stehen»

Vor einem Jahr fuhr Kapitänin Rackete mit ihrem Schiff unerlaubt in einem italienischen Hafen ein. Nun wirft sie den EU-Behörden in der Migration Rassismus vor.

Zum Jahrestag ihrer unerlaubten Einfahrt mit Migranten an Bord in einen italienischen Hafen sagte Kapitänin Carola Rackete: «Ich hatte das Gefühl, dass wir nicht nur zum Retten auf See sein mussten, sondern auch als Zeichen des Widerstands gegen den strukturellen Rassismus der europäischen Behörden». Dieser sei in der EU ebenso ein Problem wie in den USA.

Mit Blick auf die EU-Grenzschutzagentur Frontex sagte sie: «Das ganze Konzept dieser Agentur besteht darin, die rassistische Grenzpolitik der europäischen Staaten durchzusetzen».

Frontex wehrte sich gegen die Vorwürfe. «Frontex hilft, die Grenzen für Hunderte von Millionen Menschen in ganz Europa zu sichern, und in den vergangenen Jahren haben wir dazu beigetragen, Hunderttausende von Menschenleben auf See zu retten», sagte ein Sprecher.

Eine Handvoll Aktivisten würde sich nun der #BlackLivesMatter-Bewegung in den USA anschliessen, um ihre eigene Agenda voranzutreiben, die auf «vorsätzlicher Unkenntnis der Fakten» beruhe. Frontex bezog sich damit nicht direkt auf Carola Rackete, sondern auf die Twitter-Bewegung #DefundFrontex, die sich gegen die EU-Agentur stellt und dafür ist, ihr Zuschüsse zu entziehen.

Kapitänin Carola Rackete war am 29. Juni vorigen Jahres mit 40 Migranten an Bord in den Hafen von Lampedusa eingefahren, obwohl die Regierung in Rom dies verboten hatte. Sie wurde vorübergehend festgenommen. Der Streit mit dem damaligen Innenminister Matteo Salvini schlug international hohe Wellen. Rackete wurde bei vielen zum Sinnbild der Menschlichkeit.

Dass sie und andere Retter als Helden dargestellt würden, sei «eine zutiefst problematische Erzählung», sagte Kapitänin Rackete. Sie entziehe den Geretteten «das Rampenlicht und schafft fälschlicherweise die Illusion, dass manche Menschen einzigartig oder anders sind». Sie wolle nicht im Mittelpunkt stehen. «Es ist nicht nötig, dass eine Weisse als vermeintliche «Stimme der Stimmlosen» die Bühne betritt.»

3 Kommentare

  1. Ja, Frau Rackete ist eine Delinquentin, da eine Schlepperin von Migranten, die ilegal, d.h. die sich rechts widrig im EU-Raum aufhalten. Die Dame Rackete gehört verhsftet und vif Gericht gestellt. Sie muss sich auch aufpassen, wenn sie Staaten – Behörden als Rasisten bezrichnet. Der Schuss könnte nach hinten loshehen (Klageverfahren)!Report

  2. Sie war schon letzte Jahr viel zu oft in die Schlagzeilen und hat furiös ihre illegale Aktionen verteidigt. Sie ist keine Retterin sondern Menschenschlepper. Nicht jetzt schon wieder täglich Rackete.Report

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