Weltweit hatte Cirque du Soleil im Zuge der Pandemie den Betrieb von mehreren Dutzend Shows einstellen müssen. (Archivbild: Keystone)
International

Cirque du Soleil entlässt fast 3’500 Mitarbeiter

Das kanadische Live-Unterhaltungs-Unternehmen Cirque du Soleil beantragt Insolvenzschutz. Vorerst werden rund 3'480 Mitarbeiter entlassen.

Der Schritt sei eine Folge der «immensen Störungen und aufgezwungenen Einstellungen von Shows» in Folge der Corona-Pandemie, teilte das Unternehmen am Montag in Montréal mit.

Der Entertainment-Konzern will seine Schulden mit Hilfe der kanadischen Regierung und von bisherigen Beteiligungsgesellschaften umschichten. Die aktuellen Pläne sehen vor, dass diese Institutionen 300 Millionen US-Dollar an liquiden Mitteln bereitstellen und dafür die Vermögensgegenstände des Unternehmens übernehmen.

Die Gebote beinhalteten auch die Absicht, die Mehrheit der gekündigten Mitarbeiter wieder einzustellen, sobald es das wirtschaftliche Umfeld erlaube. Ein Gericht in Québec werde den Antrag am Dienstag erörtern, teilte Cirque du Soleil weiter mit.



Neue Show im September 2021 in Berlin

Weltweit hatte Cirque du Soleil im Zuge der Pandemie den Betrieb von mehreren Dutzend Shows einstellen müssen, darunter allein sechs im US-Glücksspielparadies Las Vegas. Auch zwei Produktionen in Deutschland waren betroffen: In München wurde «Totem» Mitte März beendet, zwei Wochen vor der ursprünglich angesetzten letzten Vorstellung.

In Hamburg lief bis zur Schliessung im März «Cirque du Soleil: Paramour» in Zusammenarbeit mit Stage Entertainment. Aktuell sind die Aufführungen bis Ende August 2020 ausgesetzt. Die Produktion soll laut Webseite nach 16 Vorstellungen im September auslaufen. Für September 2021 ist eine neue Show in Berlin angekündigt.

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