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(Video: Telebasel)
Basel

Kemal Ademi: «Ich wusste, die Tore werden wieder kommen»

Kemal Ademi und Samuele Campo erlösen den FCB kurz vor Schluss gegen Sion. Die Stimmen zum Spiel im Video.

Es war ein Spiel auf ein Tor. Kaum je verbrachte FCB-Goalie Jonas Omlin einen geruhsameren Nachmittag im St. Jakob-Park als den ersten in Zeiten von Corona.

Der FC Sion vergrub sich um den eigenen Strafraum und wehrte Angriffswelle um Angriffswelle der Basler ab. Erst Minuten vor Schluss folgte die Erlösung durch einen Doppelschlag von Kemal Ademi und Samuele Campo. Der verdiente Lohn für eine geduldige Partie von Rotblau.

Chancen, aber keine Lösungen

«Wir haben nur auf ein Tor gespielt. Wir wussten aber bereits im Vorfeld, dass wir viel Geduld brauchen würden. Dass die Tore dann in den letzten Minuten passieren, ist halt Fussball», meint FCB-Stürmer Kemal Ademi.

Der Turm im Basler Sturm kam als Joker und erlöste die Fans und Mitspieler mit seinem Führungstreffer. Sein «Dosenöffner» war gleichzeitig das Ende einer langen Durststrecke seit dem vergangenen Herbst. «Ich wusste, die Tore werden wieder kommen. Ich bin am Ende froh, dass wir in so einem wichtigen Spiel, wo wir keine Punkte liegen lassen dürfen, gewonnen haben», so Kemal Ademi weiter.

Zur Entscheidung traf dann Zauberfuss Samuele Campo. Der Mittelfeldspieler zwirbelte den Freistoss genau an den Pfosten zum 2:0-Endstand. Die Partie fiel am Ende wieder ins alte Kredo zurück: Lösungen finden. «Wir haben Lösungen gesucht. Wir sind zu Chancen gekommen. Vielleicht hätte man das Spiel bereits in der ersten Halbzeit entscheiden müssen», meint Samuele Campo nach dem Abpfiff.

Leiden an der Seitenlinie

So gross die Erlösung am Ende. So lange musste sie erlitten werden. Das Leiden auf dem Feld und besonders auf der Ersatzbank war greifbar. Lange schien Rotblau kein Mittel gegen das Defensivbollwerk aus dem Wallis zu finden.

Kemal Ademi litt auf der Tribüne mit. «Es war schlimm. Ich habe gesehen, wie meine Mannschaft nach einer gewissen Zeit den Kopf hängen lässt. Der Ball wollte einfach nicht rein. Als ich reinkam und die Chance liegen gelassen habe, wusste ich, dass nochmal eine Chance kommen würde», so der FCB-Stürmer.

Auch FCB-Trainer Marcel Koller litt an der Seitenlinie mit. Trotz gutem Auftritt seines Teams sah es lange nicht so aus, als ob es sich dafür belohnen werde. «Wenn man das Tor nicht schiesst, dann gibt das dem Gegner weitere Energie. Und je weniger Zeit übrig bleibt, desto mehr denkt man, dass das Tor kommen muss», so Koller.

Er gab seinen Spielern stets mit, dass sie dranbleiben sollen. Den Druck erhöhen sollen. Die Chancen zu provozieren. Die Spieler scheinen ihn – wie jeden einzelnen Zuruf der Fans – gehört zu haben.

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