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Basel

So streng sind die Corona-Regeln im Joggeli

Am Sonntag findet erstmals in Zeiten der Corona-Pandemie ein Fussball-Spiel im St. Jakob-Park statt.

Am Sonntag trifft der FC Basel zuhause auf den FC Sion. Es ist die erste Partie überhaupt im St. Jakob-Park in Zeiten von Corona. Neu dürfen insgesamt 1000 Zuschauer ins Rund. Geöffnet wird allerdings nur die Haupttribüne. Die Tribünen werden vorab desinfiziert, bestimmte Sitzreihen komplett gesperrt, Sitzplätze für das Einhalten der Abstandsregeln abgesperrt.

Wie komme ich an Tickets?

Mitverantwortlich für die Sicherheit der Matchbesucher und dem FCB-Staff ist Rene Bonk. Der stellvertretende Leiter Sicherheit beim FC Basel ist seit 2018 im Verein. Er gilt als «Mister Corona» bei Rotblau. Dass nun genau 1’000 Zuschauer bei der Heim-Premiere in der Pandemie eingelassen werden dürfen, hat seine Aufgabe nicht einfacher gemacht.

«Die Vorbereitung ist intensiver. Wenn man die ganzen Massnahmen möglichst genau umsetzen will, dann bedeutet das mehr Aufwand. Aber wir zeigen damit auch, dass Fussball auch in dieser Zeit möglich ist. Dafür lohnt es sich», so Bonk. Fussball im Joggeli ist also möglich. Unklar scheint aber weiterhin, wie man an ein solches Corona-Matchbillett gelangt. Es ist ganz einfach: Anmelden muss man sich nicht. Unter den aktuellen Jahreskarteninhabern aus allen Sektoren werden pro Spiel eine bestimmte Anzahl Fans ausgelost und angeschrieben. Diese können dann entscheiden, ob sie ans Spiel wollen oder nicht. Wenn ja, kriegen sie einen fixen Sitzplatz im Sektor A zugewiesen.

Sektoren aufgeteilt und abgeschottet

Eine Schutzmaske ist auf dem Sitzplatz nicht nötig. Diese werden aber bei Betritt des Stadions an die Zuschauer ausgehändigt. Dementsprechend hofft man bei Rotblau, dass ein bisschen Stimmung auf den Rängen enstehen könnte. Die Abstände zwischen den Sitzplätzen sind klar definiert. Nur in den Gängen auf dem Weg zum Essensstand oder zur Toilette könnten Situationen enstehen, wo der Abstand nicht immer eingehalten werden kann.

Zwei Sektoren im Sektor A werden den Fans zur Verfügung gestellt. Zwei Sektoren den Medien. Zwischen den Sektoren kann und darf man sich nicht frei bewegen. Das hat seinen Grund: Sollte nämlich jemand aus einem der Sektoren am Coronavirus erkranken, ist die Rückverfolgung der Infektionskette einfacher. «Sollte sich jemand in einem Bereich infizieren, dann werden die Leute, die im selben Sektor waren, informiert durch die Behörden», so Bonk.

Am Sonntag gegen den FC Sion wird das Schutzkonzept des FC Basel erstmals unter realen Bedingungen angewendet. Dass 700 Fans ins Stadion dürfen ist ein kleiner, aber zumindest ein Wermutstropfen. Nachdem man doch wochen- und monatelang davon ausging, dass bis Herbst nur Geisterspiele stattfinden würden.

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