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International

WHO bestätigt erneut Rekord bei Neuinfektionen

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Marcel Salathé denkt über ID-Pflicht in Clubs nach

Der Epidemiologe Marcel Salathé bezeichnet den «Superspreader»-Event in Zürich als Alarmsignal: Es könne ein «Weckruf» für die Clubbetreiber sein, so Salathé gegenüber SRF. Die Besucher hingegen zur reinzulassen, wenn diese die Contact-Tracing-App des Bundes installiert hätten, findet er nicht sinnvoll. Denn da lägen ja keine direkten Kontaktdaten vor.

Eine ID-Pflicht für die Besucher von Clubs hält er aber für eine mögliche Variante, um künftig «Superspreader»-Events einzudämmen.

Laut dem Epidemiologen Marcel Salathé wäre eine ID-Pflicht eine Möglichkeit, «Superspreader»-Events künftig zu verhindern. (Bild: Keystone)
Rufe nach Party-Verbot werden nach «Superspreader»-Event lauter

Nach den Partys in Zürich und Genf mit mehreren Ansteckungen fordern nun diverse Politiker härtere Massnahmen fürs Nachtleben.  Der Zürcher SP-Nationalrat und Arzt Angelo Barrile sagt gegenüber «20 Minuten»: «In Clubs zu gehen, stellt ein grosses Risiko dar, auch wenn es erlaubt ist. Deshalb hat es mich überrascht, dass der Bundesrat die Öffnung der Clubs so früh zugelassen hat.» Barrile meint, wenn es weiter solche Verfehlungen gebe, müsse man auch Club-Schliessungen in Betracht ziehen, was er bedauern würde.

«Wir können es uns nicht leisten, die Situation wegen fahrlässigen Verhaltens einiger gleichgültiger Partygänger wieder entgleisen zu lassen», findet auch die Zürcher SVP-Nationalrätin Verena Herzog. Sie fordert an jenen Orten eine Maskenpflicht, wo die Distanzregeln nicht eingehalten werden können – so etwa auch in Clubs. Wenn die Hygieneregeln nicht eingehalten werden können, müssten diese wieder schliessen: Das wäre sehr schade für diejenigen, die ihre Arbeit gut machen und deren Existenz durch eine erneute Schliessung bedroht wäre», so Herzog zu «20 Minuten».

Auch die Zürcher Regierungsrätin Jacqueline Fehr ist nach dem verhängnisvollen Event von den Partygängern enttäuscht und wütend:

Zürcher Regierung droht Clubs mit Schliessungen

Der «Superspreader-Event» in einem Stadtzürcher Club hat den Kanton Zürich beunruhigt. Die Behörden richten mahnende Worte an die Clubbetreiber. «Viele der E-Mail-Adressen waren falsch. So funktioniert ein Contact-Tracing nicht», sagte Kantonsärztin Christiane Meier an der Medienkonferenz vom Sonntag.  Man brauche wahrheitsgetreue Angaben auf den Tracing-Listen. «Wir sind enttäuscht», so Meier.

Die Zürcher Regierungsrätin Nathalie Rickli forderte von den Clubbetreibern, künftig die IDs der Besucher zu kontrollieren. «Fake-Namen reichen nicht.» Wer die Anweisungen nicht befolge, müsse mit einer Schliessung rechnen: «Falls die Leute nicht vollständige Daten angeben, halten wir uns die Möglichkeit offen, Nachtclubs zu schliessen», wurde Rickli deutlich.

Die Zürcher Gesundheitsdirektorin Nathalie Rickli fordert von den Clubbetreibern ein genaueres Contact-Tracing. (Archivbild: Keystone)
WHO: Erneut Rekord bei Neuinfektionen – 189'000 Fälle in 24 Stunden

Die Zahl der täglichen gemeldeten Corona-Neuinfektionen ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf einen neuen Rekordwert geklettert. Binnen 24 Stunden seien weltweit 189 000 neue Fälle registriert worden, teilte die WHO am Sonntagabend mit. Auch in einigen Ländern sei der Anstieg auf Rekordhöhe. Unter den Ländern mit besonders vielen Neuinfektionen ragen erneut Brasilien und die USA heraus. In Brasilien wurden laut WHO 46 860 neue Fälle verzeichnet. In den USA seien es 44 458 gewesen. Den weltweit dritthöchsten Anstieg in der jüngsten Tabelle hatte Indien mit 19 906 Fällen.

(Bild: Keystone)

Deutlich positiver schneidet nach der WHO-Tabelle Deutschland mit 256 registrierten Neuinfektionen binnen eines Tages ab. Für Italien liegt der Wert bei 175, für Spanien bei 569. In Grossbritannien steckten sich binnen 24 Stunden mindestens 890 Menschen mit dem Coronavirus an.

Die WHO hat mehrfach eindringlich darauf hingewiesen, dass die Pandemie nichts von ihrer Dynamik eingebüsst habe. Die Organisation rechnet nach ihrer Zählung in Kürze mit einem Überschreiten der Zehn-Millionen-Marke. Die Tabelle vom Sonntagabend weist 9,84 Millionen Corona-Fälle weltweit aus.

Pelosi fordert landesweite Masken-Pflicht für die USA

Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie in den USA sollte das Tragen von Masken in der Öffentlichkeit nach Ansicht der Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, landesweit zur Pflicht werden. Dies sei «längst überfällig» sagte die Demokratin am Sonntag dem Sender ABC. Die Regierung müsse die Bedrohung durch die Pandemie endlich ernst nehmen, forderte sie. Während Präsident Donald Trump von Fortschritten im Kampf gegen das Coronavirus spreche, stünden die USA in Bezug auf Infektionen und Todesfälle in Wahrheit so schlecht da wie kein anderes Land, sagte Pelosi.



Die US-Gesundheitsbehörde CDC empfiehlt den Menschen in Amerika, in der Öffentlichkeit Masken zu tragen, wann immer es nicht möglich ist, genügend Sicherheitsabstand zu anderen Menschen einzuhalten. Einzelne Bundesstaaten und Städte haben das Tragen von Masken, die Mund und Nase bedecken, inzwischen schon zur Pflicht erklärt, um der Pandemie Einhalt zu gebieten. Trump macht jedoch kein Geheimnis daraus, dass ihm das Tragen von Masken nicht liegt. Dadurch sind Masken inzwischen auch ein Politikum geworden: Trumps Republikaner stehen Masken im Schnitt deutlich häufiger skeptisch gegenüber als die Demokraten.

10-köpfige Beachsoccer-Mannschaft in Quarantäne

Im Kanton Aargau ist für eine 10-köpfige Beachsoccer-Mannschaft eine zehntägige Quarantäne angeordnet worden. Nach einem Trainingsspiel war ein Spieler der gegnerischen Mannschaft positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Die Spieler kommen aus den Kantonen Aargau, Luzern und Zürich, wie das Departement für Gesundheit und Soziales des Kantons Aargau am Sonntag mitteilte. Das CONTI, die Kompetenz- und Koordinationsstelle für das Contact Tracing im Kanton Aargau, stehe mit den zuständigen Kantonen sowie den fünf unter Quarantäne stehenden Aargauern in Kontakt.

(Symbolbild: Keystone)

Der Kantonsärztliche Dienst hatte das CONTI am 11. Mai gestartet. Die Infektionsketten können in zwei Drittel der Fälle zurückverfolgt werden, rund 10 Prozent der Personen in Quarantäne erkranken, wie es weiter heisst. Das zeige, dass die Quarantäne wichtig und wirksam beim Unterbrechen der Infektionsketten sei.

Medienkonferenz zum Superspreader in Zürich

Medienkonferenz zum Superspreader in Zürich um 17.30 Uhr: Regierungsrätin Natalie Rickli (Gesundheitsdirektorin), Kantonsärztin ad interim Christiane Meier und die Stellvertretende Kantonsärztin Bettina Bally informieren über den am Samstag kommunizierten Superspreader-Event in einem Zürcher Club und die damit verbundenen Herausforderungen für das Contact Tracing.

USA: Zehntausende neu gemeldete Corona-Infektionen am Wochenende

Angesichts einer rasanten Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie in den südlichen Bundesstaaten sind in den USA am Wochenende rund 88.000 Neuinfektionen gemeldet worden.

Am Samstag wurden 42.600 Neuinfektionen gemeldet, wie am Sonntag aus Daten der Universität Johns Hopkins hervorging. Am Vortag hatten US-Behörden demnach 45.255 bestätigte Neuinfektionen gemeldet – die bislang grösste Zunahme innerhalb eines Tages seit Beginn der Pandemie.

Ein Kunstwerk von Jorge Rodriguez-Gerada in Flushing Meadows Corona Park in Queens, New York. (Bild: Keystone)

Der Anstieg war getrieben von einer rasanten Zunahme der bestätigten Infektionen in südlichen Bundesstaaten wie Florida, Texas, Kalifornien und Arizona. In den USA, einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern, gibt es Johns Hopkins zufolge inzwischen 2,5 Millionen bekannte Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2. Mehr als 125.000 Menschen sind nach einer Infektion gestorben.

10 Millionen Fälle und fast 500.000 Tote weltweit

Rund sechs Monate nach Beginn der Coronavirus-Pandemie gibt es US-Wissenschaftlern zufolge bereits mehr als zehn Millionen bestätigte Infektionen und knapp 500.000 Todesfälle. Das ging am Sonntag aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor.

(Bild: Keystone)
«Fit wie ein Metzgershund»: Johnson macht Liegestütze bei Interview

Der britische Premierminister Boris Johnson hat mit einer ungewöhnlichen Aktion seine Fitness nach der überstandenen Coronavirus-Infektion unter Beweis gestellt. In einem aktuellen Interview mit der «Mail on Sunday» ging der Regierungschef auf die Knie und machte Liegestütze, wie die Zeitung am Sonntag berichtete. Ein Bild zeigte Johnson bei der Leibesübung zwischen Bürostuhl und Union-Jack-Fahne in seinem Büro in der Londoner Downing Street, die Krawatte schleifte dabei am Teppichboden.

Mit der Fitness-Demonstration wollte der britische Premier Gerüchten begegnen, seine Gesundheit sei seit seinem Krankenhausaufenthalt im April angeschlagen. Johnson musste wegen seiner Covid-19-Erkrankung damals sogar auf der Intensivstation behandelt werden. Er fühle sich inzwischen «fit wie ein Metzgershund», sagte der Premier der «Mail» zufolge.

Das Interview hatte Johnson vor allem genutzt, um ein riesiges Konjunkturpaket anzukündigen, das er bei einer Rede am kommenden Dienstag vorstellen will. Die britische Wirtschaft soll damit nach Wochen des Lockdowns wieder in Schwung gebracht werden.

Erstmals keine neuen Corona-Toten in Madrid

Im spanischen Corona-Hotspot Madrid hat es erstmals seit dem Ausbruch der Pandemie binnen eines Tages keinen einzigen neuen Todesfall gegeben. «Grossartige Nachricht: Gestern war der erste Tag, an dem Madrid keine Toten wegen Covid-19 registriert hat», schrieb Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso am Sonntag auf Twitter. Gemeinsam könne man es schaffen, «dass sich dieser Albtraum nicht wiederholt», so die konservative Politikerin.



Madrid, eine der 17 sogenannten Autonomen Gemeinschaften Spaniens, ist mit bisher mehr als 8400 Toten und knapp 72.000 nachgewiesenen Infektionen die von Corona am schwersten getroffene Region des Landes. Dahinter folgt Katalonien mit mehr als 5600 Todesfällen und über 61.000 Infektionen. In ganz Spanien waren bis Sonntag 28.314 Menschen gestorben, die positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet wurden. Die Zahl der registrierten Infektionen lag bei über 248.000.

Hunderte feiern illegale Techno-Party ohne Corona-Schutz

In der Stadt Bern feierten am Samstag rund tausend Personen eine Techno-Party. Diese habe am Samstag um 11 Uhr begonnen und endete am Sonntag um 8 Uhr, wie ein Leser-Reporter gegenüber «20min» berichtet. Während die illegale Party auf dem Vorplatz der Reitschule in den ersten Stunden eher spärlich besucht war, tanzten in den nächtlichen Stunden mehrere hundert Nachtschwärmer zu den lauten Bässen.

Ein Leser-Reporter sagte gegenüber dem Onlineportal: «Niemand, wirklich niemand, hat sich um die Corona-Schutzmassnahmen oder allgemein um das Virus geschert.» Während eine Party-Besucherin meinte: «Es wurden weder Personalien aufgenommen, noch gab es die Möglichkeit, sich die Hände zu desinfizieren, und kaum jemand trug eine Maske.» Es seien vor allem jüngere Besucher gewesen, so die 24-Jährige: «Hätten wir nicht Corona-Zeit, dann wäre es eine richtig geile und wilde Party gewesen. Aber so hat das Ganze schon einen fahlen Nachgeschmack.» Die Bernerin verbrachte trotzdem einige Stunden dort: «Ich habe mich hinreissen lassen. Als ich heute erwachte, hatte ich ein schlechtes Gewissen.»

Die Reitschule Bern betonte gegenüber «20min», dass die Party nicht von ihrer Seite her organisiert wurde.

BAG meldet 62 neue Fälle in der Schweiz und Liechtenstein

In der Schweiz und in Liechtenstein sind innerhalb eines Tages 62 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Insgesamt gab es bisher 31’617 laborbestätigte Covid-19-Fälle, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Sonntag mitteilte.

Mehr dazu in diesem Artikel.

(Bild: Keystone)
Keine Luft zum Atmen: Peru geht in Corona-Krise der Sauerstoff aus

Bis zum Ende des Blocks reicht die Schlange. Dutzende Menschen warten, bis sie endlich an der Reihe sind, jeder hat eine grüne Gasflasche neben sich stehen. In dem Ladengeschäft an einer viel befahrenen Strasse im Süden der peruanischen Hauptstadt Lima wird ein knappes Gut verkauft: Sauerstoff. Mehr dazu lesen Sie hier.

(Bild: Keystone)
Zahl der Neuinfektionen fällt auf 256

In Deutschland haben die lokalen Behörden dem Robert-Koch-Institut 256 Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet.

Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise insgesamt 193.499 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt.

(Bild: Keystone)

Die Reproduktionszahl schätzte das RKI zuletzt bei 0,62 ein. Das bedeutet, dass ein Infizierter im Durchschnitt weniger als einen Menschen ansteckt.

Mehr als 2,5 Millionen Corona-Fälle in den USA gemeldet

Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Menschen in den USA hat am Samstag die Marke von 2,5 Millionen überschritten. Das geht aus Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervor. Mehr als 125.000 Menschen in den USA sind demnach bereits infolge einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Weltweit steuert die Zahl der Infizierungen auf die 10-Millionen-Marke zu. Die Zahl der Todesopfer in Verbindung mit der Lungenkrankheit Covid-19 weltweit nähert sich einer halben Million.

(Bild: Keystone)

Die Webseite der Forscher der Johns-Hopkins-Universität wird regelmässig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand bestätigter Infektionen als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden die Zahlen der Universität zuletzt allerdings auch wieder nach unten korrigiert. Die US-Zahlen sind auch wegen der Grösse der Vereinigten Staaten mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern nur schwer mit anderen Ländern vergleichbar.

Deutscher Minister will bürokratische Entschlackung Deutschlands

Der deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmaier hat sich für eine Liberalisierung und Entbürokratisierung ausgesprochen. Damit solle Deutschland aus der Rezession geführt werden.

In einem Interview mit der «Welt am Sonntag» sagte der CDU-Politiker: «Wir sollten bei bestimmten bürokratischen Anforderungen flexibler reagieren, um Unternehmen die Chance zu geben, ihre verlorenen Umsätze nachzuholen, etwa durch verlängerte Öffnungszeiten.»

(Bild: Keystone)

Es herrsche in Deutschland immer noch zu stark die Furcht, es könne durch eine Liberalisierung und Entbürokratisierung, und sei sie nur temporär, um eine Krise zu überwinden, zur Aufgabe langerkämpfter Standards kommen. «All diesen Bedenkenträgern kann ich nur sagen: Wir werden den Aufschwung nur schaffen, wenn wir ihn alle auch wollen. Dazu müssen wir bereit sein, Ideologie beiseite zu legen», betonte er.

Corona-Spendenmarathon erreicht Höhepunkt mit grossem Online-Konzert

Zum Abschluss eines internationalen Spendenmarathons für Impfstoffe und Behandlungen gegen die Lungenkrankheit Covid-19 hat am Samstagabend ein grosses Online-Konzert begonnen.



Infizierter Mann feiert in Club – 300 Personen in Quarantäne

Ein Mann, der am Donnerstag im Ausgang in einem Club Flamingo tanzte, wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Mehr zu dem Fall lesen Sie hier.

Der Club «Flamingo» in Zürich. (Screenshot: Google Street View)
Mehrere hohe serbische Amtsträger infiziert

Drei hohe Amtsträger der serbischen Führung sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dabei handelt es sich um die Präsidentin des vergangenen serbischen Parlaments, Maja Gojkovic, den serbischen Verteidigungsminister Aleksandar Vulin und den Chef der Kosovo-Kanzlei, Marko Djuric, wie die serbische Nachrichtenagentur Tanjug am Samstag meldete. Gojkovic (57) werde mit einer Lungenentzündung im Krankenhaus behandelt, ihr Zustand sei nicht besorgniserregend. Vulin (47) und Djuric (37) begaben sich in häusliche Quarantäne, sie haben den Berichten zufolge keine Symptome.

Im Bild Marko Djuric. (Archivbild: Keystone)

Die drei Politiker gelten als loyale Funktionäre des serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic, der alle wichtigen Entscheidungen selbst trifft. Gojkovic stand seit 2014 dem serbischen Parlament vor. Nach Neuwahlen am Sonntag vor einer Woche soll sich das nächste Parlament im Juli konstituieren. Die Kosovo-Kanzlei ist das höchste Staatsorgan, das sich mit den Angelegenheiten des heute fast ausschliesslich albanisch bevölkerten Kosovos befasst. Serbien erkennt die 2008 proklamierte Unabhängigkeit seiner ehemaligen Südprovinz nicht an.

Corona-Konferenz macht Hilfszusagen in Höhe von 6,15 Milliarden Euro

Beim internationalen Spendenmarathon für Impfstoffe und Behandlungen gegen die Lungenkrankheit Covid-19 sind neue Hilfszusagen in Höhe von 6,15 Milliarden Euro zusammengekommen. Das teilte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Samstagabend mit.

Grosses Polizeiaufgebot wegen Kundgebungen in Bern

Auf dem Berner Bundesplatz haben am Samstagnachmittag rund 300 Personen gegen die vom Bund eingeschlagene Politik im Zusammenhang mit dem Coronavirus demonstriert. Mobilisiert dazu hatte allen voran eine Vereinigung mit dem Namen Bürgerforum Schweiz.

Das Forum kritisiert die vom Bundesrat ergriffenen Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. «Weil das Volk Souverän ist wehren wir uns gegen die weitgehend angstgetriebene Führung des Bundesrats» ist etwa auf der Internetseite des Forums zu lesen.

Das Forum gruppiert sich um den umstrittenen ehemaligen Zürcher SVP-Mann Daniel Regli, der auch Präsident des Vereins «Marsch fürs Läbe» ist, der schon mehrfach Kundgebungen gegen Abtreibungen durchgeführt hat.

(Video: Keystone)

Die Skeptiker der bundesrätlichen Corona-Politik sind eine heterogene Gruppe, zu der sich sowohl Personen Personen mit esoterischem Hintergrund, Impfgegner, Betroffene des Lockdowns, aber auch rechtskonservative Kreise zählen. Herumgeboten werden mitunter auch gängige Verschwörungstheorien.

Die Corona-Skeptiker hatten bereits während des Lockdowns verschiedentlich in Bern demonstriert, damals ohne Bewilligung. Für die Veranstaltung am Samstag hatten sie eine solche eingeholt. Damit die Teilnehmenden ohne Schutzmasken teilnehmen konnten, wurde die Teilnehmerzahl begrenzt.

Landesweite Ausgehverbote in Türkei wegen Aufnahmeprüfungen

Die Türkei hat im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus für das Wochenende in allen 81 Provinzen wegen grossangelegter Aufnahmeprüfungen für Universitäten zeitlich begrenzte Ausgehverbote verhängt. Damit sollten zu grosse Menschenmengen unter anderem in den öffentlichen Verkehrsmitteln verhindert werden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Am Samstag galt die Massnahme von morgens an sechs Stunden lang bis zum Ende der ersten Prüfungen um 15.00 Uhr Ortszeit (14.00 Uhr MESZ). Alle Menschen mit Ausnahme der rund 2,4 Millionen Prüflinge und ihrer Familien hatten sich daran zu halten.

Am Sonntag wird das Ausgehverbot zwischen 09.30 Uhr und 18.30 Uhr (Ortszeit) gelten, wie das Innenministerium mitteilte. Dann gehen die Aufnahmeprüfungen weiter.

(Bild: Keystone)

Bereits vergangene Woche hatte die Türkei einen ähnlichen zeitlich befristeten Lockdown verhängt, damals ging es um Aufnahmeprüfungen für 1,6 Millionen Schüler.

Die Welt gegen Corona: Geberkonferenz startet mit Milliardenzusage

Die EU hat zum Auftakt einer virtuellen Geberkonferenz zur Corona-Pandemie weitere 4,9 Milliarden Euro zugesagt. Das Geld solle eingesetzt werden, um besonders verwundbare Länder zu unterstützen, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Samstag. Jeder Mensch auf der Welt müsse Zugang zu Tests, Behandlungen und Impfstoffen bekommen – egal wo er lebe, wo er herkomme oder wie er aussehe.

Bei dem im Internet zu verfolgenden Event sollte es im Laufe des Nachmittags auch Redebeiträge von Wissenschaftlern und anderen Spitzenpolitikern wie Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron geben.

Für den Abend war dann noch ein Online-Konzert weltberühmter Musiker und Stars angekündigt. Dafür hatten die Organisatoren unter anderem Justin Bieber, Shakira, Coldplay und Miley Cyrus gewinnen können.

Deutschland sagt weitere 383 Millionen für Kampf gegen Corona zu

Zur globalen Bewältigung der Corona-Pandemie will Deutschland zusätzlich 383 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Das kündigte Bundeskanzlerin Merkel in ihrer Videobotschaft zur virtuellen Geberkonferenz «Global Goal – Unite for Our Future» an. «Ich bin der festen Überzeugung: Impfstoffe, Tests und Medikamente müssen weltweit verfügbar, bezahlbar und zugänglich sein. Dieses Ziel müssen wir gemeinsam verfolgen», sagte Merkel.

(Bild: Keystone)

Bereits am 4. Mai hatte die Kanzlerin als deutschen Beitrag 525 Millionen Euro für die Impfstoffallianz CEPI, die Globale Impfallianz GAVI, die Weltgesundheitsorganisation WHO und verschiedene Produktentwicklungspartnerschaften zugesagt. Mit den zusätzlichen 383 Millionen Euro werde Deutschland den Krisenreaktionsmechanismus des Globalen Fonds (150 Millionen Euro) und das „Resilience and Relief Response Network“ von Global Citizen (233 Millionen Euro) unterstützen, teilte die Bundesregierung mit.

Ex-Bachelorette Andrina ist in Quarantäne

Die ehemalige Bachelorette Andrina Santoro muss derzeit in Quarantäne bleiben. Das teilt die 27-Jährige in einer Story auf Instagram mit. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) habe sie darüber informiert, dass sie in Kontakt mit einer mit Covid-19 infizierten Person gekommen sei.

«Ich war mit dieser Person im gleichen Raum, mehr aber nicht», sagt Andrina. Ihr gehe es gut und sie sei sicher, sich nicht mit dem Coronavirus angesteckt zu haben. Der Kontakt mit der positiven Person sei schon über eine Woche her, Symptome habe sie keine. Andrina muss nun vorerst zu Hause bleiben.

(Screenshot: Instagram/andrinafit)

Da sie keine Symptome zeige, könne sie sich nicht testen lassen, habe ihr das BAG gesagt. Eine Infektion mit Corona wäre für die Influencerin aber heikel. Denn wie «20 Minuten» berichtet, erlitt Andrina vor wenigen Jahren eine Lungeninfektion, an der sie fast starb.

Pride-Demo in Berlin trotz Corona

Trotz des abgesagten Christopher Street Days (CSD) in der Hauptstadt am 25. Juli ist am Samstagmittag in Berlin ein Demonstrationszug von Hunderten Schwulen, Lesben und Transsexuellen gestartet. Unter dem Motto «Pride Berlin: Save our Community, Save our Pride» wurden mehr als 1000 Teilnehmer erwartet. Sie wollten über den Potsdamer Platz zum Alexanderplatz ziehen.

Die offizielle CSD-Parade mit Zehntausenden Demonstranten, diversen Partywagen und Hunderttausenden Zuschauern war wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden. Bevor sich die Demo in Marsch setzte, mahnten die Veranstalter, die Corona-Auflagen wie das Abstandsgebot von eineinhalb Metern und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes zu beachten. Im Grossen und Ganzen beherzigten die Teilnehmer den Appell.

SP fordert solidarische Finanzierung nach Corona-Krise

Die SP will einen solidarischen Ausstieg aus der Corona-Krise mit einer gerechten Finanzierung und einem starken Service Public. Entsprechende Forderungen haben die Delegierten an der digitalen Versammlung am Samstag in einer Resolution verabschiedet.

«Es gibt nur einen Weg aus dieser Krise, der ist feministisch, ökologisch und solidarisch», sagte Tamara Funiciello, Co-Präsidentin SP-Frauen Schweiz am Samstag. Wenn die SP jetzt nicht handle, würden Tausende ihre Jobs verlieren.

SP-Präsident Christian Levrat und Parteikollegin Tamara Funiciello an der Delegiertenversammlung, die dieses Jahr digital stattfindet. (Bild: Keystone)

Die SP fordert zur Bewältigung der Krise einen starken Service Public, der aus öffentlichen Mitteln finanziert wird. Es brauche jetzt nicht Abbaupakete, sondern umfangreiche Investitionen in Bildung, Gesundheitsversorgung und Betreuung, teilte die SP-Geschäftsleitung in der Resolution mit.

Laut SP sollen zudem jene, die über ein Spitzensalär, ein riesiges Vermögen oder enorme Unternehmensgewinne verfügen, einen grösseren Beitrag leisten.

69 neue Covid-19-Infizierte innert 24 Stunden gemeldet

In der Schweiz und in Liechtenstein sind innerhalb eines Tages 69 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Insgesamt gab es bisher 31’555 laborbestätigte Covid-19-Fälle, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Samstag mitteilte.

Am Freitag waren 58 neue Ansteckungen gemeldet worden, am Donnerstag 52 und am Mittwoch 44. Tiefer waren die Zahlen der Neuinfektionen anfangs Woche mit 22 am Dienstag und 18 am Montag.

Mehr zu den neusten Fallzahlen lesen Sie hier.

Berset fordert mehr Solidarität mit Frauen

Laut SP-Bundesrat Alain Berset sind die Frauen von den Folgen der Corona-Krise besonders stark betroffen. An der digitalen Delegiertenversammlung der SP forderte Berset mehr Solidarität mit den Frauen.

Die föderale Demokratie habe zwar gezeigt, dass sie eine Krise gut meistern könne, sagte Alain Berset am Samstag in einer Rede, die von den Delegierten mehrheitlich virtuell verfolgt wurde. Jedoch drohe eine schwere Rezession, von der vor allem Frauen betroffen sein würden.

(Bild: Keystone)

Es sei an der Zeit mehr Solidarität mit Frauen zu zeigen, die Teilzeit arbeiteten, die Mühe hätten, über die Runden zu kommen und nebenbei noch die ganze Hausarbeit leisteten, so Berset. Dass Frauen zu wenig Lohn für ihre Arbeit erhielten wie im Gesundheits- und Pflegewesen oder in der Reinigungsbranche, sei unhaltbar.

Trotz enormem Engagement würden diese Frauen zudem Gefahr laufen, nach der Pensionierung aufgrund zu kleiner Renten in die Armut abzurutschen. Prekäre Arbeitsbedingungen und niedrige Löhne seien einer wohlhabenden und solidarischen Gesellschaft wie der Schweiz nicht würdig.

Umfrage: Mehrheit der Ischgler will Kurs-Korrektur beim Après-Ski

Viele Bürger von Ischgl in Österreich, das als Hotspot für die Verbreitung des Coronavirus in Teilen Europas gilt, sind laut einer Umfrage für eine Kurs-Korrektur beim Après-Ski. 82 Prozent der Befragten einer vom Marktforschungsinstitut IMAD gemachten Umfrage sprachen sich dafür aus, dass Après-Ski künftig «qualitäts- und massvoller» werden solle, berichtet die «Tiroler Tageszeitung» (Samstag).

(Bild: Keystone)

Ein Grossteil erhoffe sich auch eine zeitliche Limitierung dieser Angebote – sowie auch von Bus- und Tagesgästen, die nur zum Feiern kämen, so Ergebnisse der Umfrage im Auftrag des Tourismusverbands Paznaun-Ischgl. Dazu wurden mehr als 700 Einheimische, Gäste und Mitarbeiter befragt. Ganz auf Après-Ski verzichten wollen die Gäste nicht.

Neun von zehn Befragten empfänden die Berichterstattung der vergangenen Monate als «nicht ausgewogen und nicht den Tatsachen entsprechend», hiess es. Fast zwei Drittel der Bewohner machten die Ereignisse sehr betroffen.

SP fordert solidarische Finanzierung nach Corona-Krise

Die SP will einen solidarischen Ausstieg aus der Corona-Krise mit einer gerechten Finanzierung und einem starken Service Public. Entsprechende Forderungen haben die Delegierten an der digitalen Versammlung am Samstag in einer Resolution verabschiedet.

«Es gibt nur einen Weg aus dieser Krise, der ist feministisch, ökologisch und solidarisch», sagte Tamara Funiciello, Co-Präsidentin SP-Frauen Schweiz am Samstag. Wenn die SP jetzt nicht handle, würden Tausende ihre Jobs verlieren.

Die SP fordert zur Bewältigung der Krise einen starken Service Public, der aus öffentlichen Mitteln finanziert wird. Es brauche jetzt nicht Abbaupakete, sondern umfangreiche Investitionen in Bildung, Gesundheitsversorgung und Betreuung, teilte die SP-Geschäftsleitung in der Resolution mit.

Levrat fordert Solidarität für Ausweg aus Corona-Krise

SP-Parteipräsident Christian Levrat hat an der digitalen Delegiertenversammlung Solidarität und einen starken Service public gefordert, um die Folgen der Corona-Krise zu meistern. Die Solidarität, welche die Schweizer Bevölkerung in der Krise gezeigt habe, solle nach dem Ende des Notstands nicht halt machen.

Das sagte Christian am Samstag vor den Delegierten, welche die Rede mehrheitlich virtuell verfolgten. «Der Service public ist die Verkörperung dieser institutionellen Solidarität», sagte Levrat. Nur der Staat könne solche Ressourcen im Bereich Gesundheit, Wirtschaft und Sicherheit mobilisieren.

(Bild: Keystone)

Die Krise habe die Einstellung von jenen widerlegt, die für einen schwachen Staat und eine Liberalisierung einstünden. Levrat kritisierte die bürgerlichen Parteien auch für ihre «mangelnde Solidarität», sobald es nicht mehr um die Hilfe von grossen Unternehmen gehe.

Nomaden in Afghanistan kämpfen in der Pandemie um die Existenz

Die Coronakrise bringt Nomaden in Afghanistan in existenzielle Nöte. «Krank werden oder hungern» ist laut dem Internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD) ein Dilemma für viele Kutschi-Nomaden, die ihren Lebensunterhalt mit der Viehzucht bestreiten.

«Die Schliessung der Märkte und Geschäfte durch den Lockdown hat die Gemeinschaft der Kutschi schwer getroffen», sagt Candra Samekto, IFAD-Landesdirektor, laut einem am Samstag veröffentlichten Bericht.

(Bild: Keystone)

Auch steigende Lebensmittelpreise in Folge der Krise setzen die Nomaden unter Druck, die dadurch teils gezwungen sind, ihr Hab und Gut zu verkaufen. «Notverkäufe würden ihre Fähigkeit beeinträchtigen, sich zu erholen, wenn die Pandemie vorüber ist», warnt Sametko. Die Nomaden ziehen vor allem durch die Provinzen im Norden, wo sie in schwer erreichbaren Gegenden leben und wenig Zugang zu Aufklärung über das Coronavirus haben.

Japans berühmte Shika-Hirsche dank Corona-Krise «erleichtert»

In Japans Touristen-Hochburg Nara hat die Corona-Krise auch ihr Positives: Zumindest die dort geschützten Shika-Hirsche können sich «erleichtert» fühlen – im wahrsten Sinne des Wortes. Dank der ausbleibenden Touristenmassen werden sie von den Besuchern nicht mehr so viel gefüttert, wie die japanische Zeitung «Asahi Shimbun» am Samstag berichtete. Bis zur Pandemie liessen sich die Hunderten von Tieren von Schülergruppen und Touristen gerne mit «Shika senbei», Reiscrackern, füttern. Doch die hätten die Tiere bei übermässiger Fütterung so durstig gemacht, dass manche zu viel Wasser tranken und als Folge weichen Stuhlgang oder sogar Durchfall bekamen, hiess es.

Weil die Zufütterungen ausblieben, erholten sich die Hirsche vom nicht artgerechten Fressen. (Bild: Keystone)

Da wegen der Pandemie die Zahl der Touristen zurückgegangen sei, könnten sich die Hirsche jetzt wieder normal erleichtern, so die Zeitung. Die mehr als 1000 Shika-Hirsche im Nara-Park in Japans alter Kaiserstadt sind als lebende Nationalschätze gesetzlich geschützt.

Keine Corona-Fälle mehr auf Barbados – Flüge bald wieder möglich

Barbados hat offiziell keine neuen Coronavirus-Fälle mehr und will ab dem 12. Juli wieder kommerzielle Flüge erlauben. Zudem werden alle Ausgangsbeschränkungen ab kommendem Mittwoch aufgehoben, wie die Premierministerin des karibischen Inselstaates, Mia Mottley, am Freitag mitteilte. «Wir müssen anfangen, harte, aber vorsichtige Entscheidungen zu treffen», sagte sie und betonte, dass der Tourismus die mit Abstand wichtigste Einnahmequelle für Barbados sei.

(Bild: Keystone)

Die Menschen müssten zudem nur noch einen Meter Abstand zueinander halten, hiess es. Nach Angaben von Justizminister Dale Marshall werden auch wieder Zuschauer bei Sportereignissen zugelassen. Bis zu 500 Menschen dürften an anderen Unterhaltungsveranstaltungen teilnehmen.

Spendenmarathon für Kampf gegen Corona geht mit Stars in den Endspurt

Mit Online-Auftritten weltberühmter Musiker und einer digitalen Geberkonferenz geht an diesem Samstag der Spendenmarathon für den Kampf gegen die Corona-Pandemie in den Endspurt. Für das ab 20 Uhr im Internet zu sehende Konzert haben die Organisatoren Stars wie Justin Bieber, Shakira, Coldplay und Miley Cyrus gewinnen können. Bei der Konferenz davor (15.00 Uhr) sollen unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel, der britische Premierminister Boris Johnson und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sprechen. Von den Vereinten Nationen ist Generalsekretär António Guterres mit dabei.

«Sie alle verpflichten sich dazu, der Welt dabei zu helfen, das Coronavirus gemeinsam zu bekämpfen, ohne jemanden zurückzulassen», kommentierte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen als Mitveranstalterin. Es werde einen «ausserordentlichen Moment globaler Einheit» geben.

Die britische Band Coldplay ist auch dabei. (Bild: Keystone)

Der Anfang Mai mit einer ersten internationalen Geberkonferenz gestartete Spendenmarathon hat bislang rund 9,8 Milliarden Euro eingebracht. Mit dem Geld soll weltweit ein Zugang zu erschwinglichen Coronavirus-Impfstoffen, Behandlungen und Tests ermöglicht werden.

UN-Generalsekretär: Pandemien gemeinsam bewältigen

UN-Generalsekretär António Guterres hat angesichts der Corona-Krise mehr internationale Zusammenarbeit gegen Pandemien angemahnt. «Stellen Sie sich vor, eines Tages bricht ein Virus aus, das sich so schnell verbreitet wie Corona, aber so tödlich ist wie Ebola», sagte Guterres der «Welt» (Samstag) und anderen Zeitungen der Leading European Newspaper Alliance LENA. «Ich hoffe, dass die Krise ein Weckruf ist. Dass sie uns zeigt: Wir können Herausforderungen wie Pandemien nur gemeinsam bewältigen.»

Guterres verteidigte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gegen den Vorwurf des US-Präsidenten Donald Trump, sie stehe China zu nahe und habe Peking beim Versuch geholfen, den Corona-Ausbruch zu vertuschen. Vielleicht habe es Fehler gegeben, sagte er. Doch er «kenne die Leute bei der WHO»: «Sie werden sicher nicht von irgendeinem Staat kontrolliert.»

(Bild: Keystone)

Der UN-Generalsekretär betonte, die Vereinten Nationen versuchten alles, um die Pandemie zu stoppen. «Wir haben seit dem Ausbruch des Virus 250 Millionen Masken, Kittel und Handschuhe verteilt», sagte er. «Unsere Hilfe erreicht 110 Millionen Menschen in 64 Ländern.» Dabei gehe der reguläre Kampf gegen Krankheit, Hunger und Armut auf der Welt weiter. «Wir mögen bürokratische Probleme haben und hier und da veraltete Strukturen», sagte Guterres, «aber unsere humanitäre Unterstützung funktioniert».

Buenos Aires verschärft Corona-Massnahmen – Mexiko-Stadt öffnet wieder

Zwei Metropolen in Lateinamerika gehen in der Corona-Krise unterschiedliche Wege: Im Grossraum der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires werden die weitgehenden Ausgangsbeschränkungen wieder verschärft. In Mexiko-Stadt hingegen dürfen ab kommender Woche Einzelhandelsgeschäfte und Märkte sowie Restaurants, Hotels und Schönheitssalons wieder öffnen.

(Bild: Keystone)

In Mexiko-Stadt hingegen lässt die Regierung ab Montag wegen eines leichten Rückgangs der Auslastung der Krankenhäuser Lockerungen zu, wie Bürgermeisterin Claudia Sheinbaum am Freitag mitteilte. Im Laufe der kommenden Woche sollen sukzessive verschiedene Betriebe in begrenztem Umfang wieder öffnen dürfen. Voraussetzung ist die Einhaltung bestimmter Hygienemassnahmen, etwa das Tragen von Mundschutz. Nicht wieder öffnen dürfen etwa Kinos, Kirchen, Schulen, Kneipen und Fitnessstudios.

Vizepräsident Pence sieht Erfolge beim Kampf gegen Coronavirus in USA

Trotz Rekordzahlen bei Corona-Neuinfektionen in den USA sieht US-Vizepräsident Mike Pence Erfolge im Kampf gegen das Virus. «Wir haben wirklich bemerkenswerte Fortschritte gemacht», sagte Pence am Freitag beim ersten Briefing der Coronavirus-Taskforce des Weissen Hauses seit fast zwei Monaten. Zwar steige die Zahl der bestätigten Neuinfektionen besonders in südlichen Bundesstaaten. Die Zahl der Todesopfer sinke aber landesweit. Die Lage sei daher deutlich besser als vor zwei Monaten. Pence führte die steigende Zahl der bestätigten Neuinfektionen unter anderem auf die Ausweitung der Tests zurück – ähnlich argumentiert US-Präsident Donald Trump. Pence – der der Taskforce vorsteht – sagte: «Wir haben mehr als 126 000 unserer Landsleute an die Krankheit verloren.» Er sprach den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl aus.

Pence sagte, Ziel sei, «Leben zu schützen und sicher wieder zu öffnen». Alle 50 US-Bundesstaaten hätten Massnahmen zur Wiedereröffnung getroffen. Pence rief die Einwohner der USA dazu auf, weiterhin den Richtlinien zum Schutz vor einer Ausbreitung des Virus zu folgen. Der Vizepräsident bat sie auch darum zu beten.

Hotspot im Wallis

Die Corona-Fallzahlen in der Schweiz steigen wieder an. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) meldete am Freitag 58 Neuansteckungen.

Ein Bericht des Bundes zeigt, in welchem Kanton sich wie viele Personen anstecken:

In den letzten fünf Tagen gab es im Kanton Wallis eine grosse Zunahme. Von den am Freitag 58 zusätzlich gemeldeten Fällen sind 14 aus den Kanton Wallis. Somit ist das Wallis pro Kopf bei Ansteckungen der Spitzenreiter.

31 Milliarden Dollar für Kampf gegen Corona bis 2021 nötig

Um der Welt in der Coronakrise rasch Tests, Impfungen und Medizin zur Verfügung stellen zu können, sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bis Ende 2021 rund 31 Milliarden Dollar nötig. Allein für die Entwicklung von Impfstoffen würden 18 Milliarden Dollar gebraucht, teilten Experten eines Fonds unter dem Dach der WHO am Freitag in Genf mit.

Strategisches Ziel sei es unter anderem, bis Mitte 2021 den Staaten mit mittlerem und niedrigem Einkommen 500 Millionen Tests zur Verfügung zu stellen. Mitarbeiter im Gesundheitswesen von rund 50 Ländern müssten fortgebildet werden. Ausserdem sollten bis Ende 2021 zwei Milliarden Impfdosen bereitstehen, von denen die Hälfte ebenfalls für Menschen in ärmeren Ländern gedacht sei.

Swiss-Covid-App wird von über einer halben Million Personen benutzt

Bereits am ersten Tag nach der offiziellen Lancierung ist die Swiss-Covid-App von über einer halben Million Personen in der Schweiz benutzt worden. Das teilte das Bundesamt für Statistik (BFS) am Freitag mit.

Die Zahl der aktiven Swiss-Covid-Apps habe am Donnerstag bei 566’894 gelegen, hiess es. Die Messung beruhe auf der automatischen Kontaktaufnahme mit dem Proximity-Tracing-System zur Aktualisierung der Konfigurationsdaten. Diese erfolgt mehrmals täglich. Die Zahl der Nutzerinnen und Nutzer gebe einen Anhaltspunkt darüber, inwieweit die App von der Bevölkerung im Alltag verwendet werde.

Auch Djokovic-Trainer Ivanisevic positiv auf Corona getestet

Nach Novak Djokovic ist nun auch dessen Trainer Goran Ivanisevic positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der Wimbledonsieger von 2001 am Freitag in den sozialen Netzwerken mit. Der 48-Jährige schrieb, er fühle sich gut und zeige keine Symptome.

Ivanisevic gehörte neben Djokovic zu den Organisatoren der Adria Tour, die nach mehreren positiven Corona-Fällen abgebrochen worden war. Neben Djokovic hatten sich auch der Bulgare Grigor Dimitrov, der Kroate Borna Coric und der Serbe Viktor Troicki infiziert. Die Veranstaltung war wegen laschen Hygienemassnahmen und sorglos feiernder Profis heftig kritisiert worden.

Kein Champions-League-Sieger bei den Frauen

Anders als bei den Männern wird es in diesem Jahr bei den Frauen keinen Gewinner der Champions League geben. Das Exekutivkomitee der Europäischen Handball-Föderation beschloss, das vom 3. bis 6. September in Budapest geplante Finalturnier wegen der anhaltenden Coronavirus-Krise abzusagen. Bei dem Turnier sollte der seit März unterbrochene Wettbewerb mit Viertelfinal, Halbfinal und Final zu Ende gespielt werden.

Das Final-Four-Turnier der Männer hingegen steht. Es soll am 28./29. Dezember in Köln ausgetragen werden.

In der Champions League der Handball-Frauen wird es dieses Jahr keinen Gewinner geben. (Symbolbild: Keystone)
58 Neuinfizierte in der Schweiz

In der Schweiz und in Liechtenstein sind innerhalb eines Tages 58 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Insgesamt seien es nun 31.486 Infektionen.



160 Millionen Franken für Waadtländer Spitäler wegen Coronavirus

Die Waadtländer Spitäler erhalten wegen der Coronavirus-Pandemie 160 Millionen Franken vom Kanton. Damit sollen die Verluste gedeckt werden, die sie während der Gesundheitskrise erlitten haben.

Das Unispital Lausanne. (Bild: Keystone)

Der Kanton Waadt erinnerte am Freitag in einer Medienmitteilung daran, dass der Bundesrat nicht dringende Spitalaufenthalte zwischen dem 16. März und dem 26. April verboten hatte. 126,5 Millionen Franken gewährt der Staat als Entschädigung für die entstandenen Umsatzverluste. Zusätzlich zu diesem Betrag gibt der Kanton 33,5 Millionen Franken frei, um einen Teil der zusätzlichen Kosten im Zusammenhang mit Covid-19 zu decken, zum Beispiel für Schutzausrüstung, Untersuchungen und Personalverstärkung.

Britischer Gesundheitsminister droht mit Schliessung von Stränden

Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock hat wegen Missachtung von Corona-Vorschriften mit der Schliessung von Stränden gedroht.

So sah es an britischen Stränden am Donnerstag aus. (Bild: Keystone)
Österreich: Zeugnisübergabe in Corona-Zeiten durch Roboterarm

In der Corona-Krise hat sich eine Schule in Österreich eine sehr spezielle Art der Übergabe von Zeugnissen ausgedacht.

Die Absolventen der Höheren Technischen Bundeslehranstalt Kaindorf bekamen ihre Reife- und Diplomzeugnisse von einem Roboterarm ausgehändigt, bestätigte Direktor Günter Schweigler am Freitag einen Bericht des ORF. So wurde der Mindestabstand bei der Übergabe des Dokuments eingehalten. Das Verfahren sei bei Schülerinnen und Schülern gut angekommen. Die Idee stamme vom Leiter der Roboter-Werkstatt.

(Screenshot: Twitter)

Die auf dem Arbeitsmarkt stark gesuchten Schüler hätten den Roboter entsprechend programmiert, sagte Schweigler. Es habe fast alles reibungslos geklappt. Nur einmal sei ein nicht richtig eingelegtes Zeugnis aus der Mappe gefallen. «Aber das war nicht der Fehler des Roboters, sondern ein menschlicher Fehler.»

USA erreichen neuen Höchststand bei Corona-Neuinfektionen

Mit rund 40.000 gemeldeten Fällen hat die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen in den USA am Donnerstag einen neuen Höchststand erreicht.

Damit ist der bisherige Rekordwert von rund 36.400 Neuinfektionen vom 24. April überstiegen, wie aus Zahlen der John-Hopkins-Universität hervorgeht. Die «Washington Post» hatte zuvor von über 39.327 gemeldeten Neuinfektionen am Donnerstag berichtet.

(Bild: Keystone)

Demnach planen Gliedstaaten wie Texas, Arizona, Florida und New Mexico, angekündigte Lockerungen vorerst nicht umzusetzen. Allein in Texas sei ein neuer Rekord von 6000 neuen Fällen binnen 24 Stunden erreicht worden. In den USA sind damit über 2,4 Millionen Infektionen mit Sars-CoV-2 bekannt geworden. Über 124.000 Menschen sind mit dem Virus gestorben.

Corona-Krise färben Bilanz von Modekonzern H&M tiefrot

Für den weltweit zweitgrössten Modekonzern H&M hat die Corona-Krise dramatische Folgen: Die Schweden haben im zweiten Quartal bei einem Umsatzeinbruch von rund 50 Prozent einen Verlust vor Steuern von 6,48 Milliarden Kronen (rund 869 Millionen Euro) geschrieben, wie H&M am Freitag mitteilte. Vor Jahresfrist stand noch ein Gewinn von 5,93 Milliarden Kronen in den Büchern.

(Bild: Keystone)

H&M hatte – wie auch andere Einzelhändler – wegen der Auflagen der Behörden zur Eindämmung der Corona-Pandemie zahlreiche Filialen vorübergehend schliessen müssen. Mitte April waren rund 80 Prozent der Geschäfte betroffen, aktuell sind es nur noch sieben Prozent. Im Juni konnte H&M den Abwärtstrend beim Umsatz deshalb bremsen – von Monatsbeginn bis zum 24. Juni lag der Rückgang bei 25 Prozent. H&M verfüge zudem über ausreichend Liquidität.

KLM bekommt staatlichen Kredit in Höhe von 3,4 Milliarden Euro

Die niederländische KLM Royal Dutch Airlines hat sich einen staatlichen Kredit in Höhe von 3,4 Milliarden Euro gesichert. Der Verwaltungsrat der Fluggesellschaft habe ein Unterstützungspaket der Niederlande akzeptiert, teilte KLM am Freitag mit. So könne KLM die Corona-Krise überwinden und sich auf die Zukunft vorbereiten.

(Bild: Keystone)

Damit kann der Luftfahrtkonzern Air France-KLM in der Corona-Krise mit Finanzhilfen von über 10 Milliarden Euro rechnen, die direkt vom Staat kommen oder staatlich abgesichert werden. Frankreich stützt die Schwestergesellschaft Air France mit sieben Milliarden Euro.

Trumps Corona-Schecks an eine Million Tote verschickt

Schecks der US-Regierung  in der Höhe von je 1200 Dollar soll zahllosen Amerikaner in der Corona-Krise helfen. Wie die «Washington Post» wurden jedoch mehr als eine Millionen dieser Schecks von den zuständigen Finanzbehörden der US-Regierung an bereits verstorbene Personen verschickt.

Der US-amerikanische Finanzminister Steve Mnuchin. (Bild: Keystone)

Laut dem Bericht gehe der US-Rechnungshof davon aus, dass insgesamt 1,4 Milliarden Dollar (1,33 Milliarden Franken) an nahezu 1,1 Millionen Tote ausgesandt wurden. Schuld sei ein fehlender Datenabgleich gewesen.

Trump: Ohne Tests hätten die USA keine Corona-Fälle

US-Präsident Donald Trump hat die wieder dramatisch ansteigende Zahl von Coronavirus-Infektionen in den USA heruntergespielt. Die Tests seien schuld daran.

(Bild: Keystone)
Liverpool-Fans mit Party trotz Coronavirus-Krise

Hunderte Fans des FC Liverpool haben den ersten Meistertitel ihres Klubs seit 30 Jahren gefeiert. Dies allerdings unter Missachtung der Corona-Auflagen.

(Bild: Keystone)
Höhenlage in den Anden schützt offenbar vor Covid-19

Die Menschen in den Anden erkranken deutlich seltener an Covid-19. In Peru traten in Gegenden über 3000 Metern Höhe nur 10 Prozent der Fälle auf.

(Bild: Keystone)
Japanischer Konzertsaal verleiht wegen Corona-Flaute seine Bühne

Mal Musizieren wie ein grosser Maestro: Da wegen der Corona-Pandemie öffentliche Aufführungen und Klavierabende bis auf Weiteres nicht möglich sind, stellt eine Konzerthalle in Japan ihren grossen Saal samt Bühne und zweier Flügel privaten Nutzern zur Verfügung. Gegen eine Gebühr von 3000 Yen (25 Euro) für 50 Minuten können kleine Gruppen von bis zu fünf Musizierenden die Konzerthalle Asuka in der Präfektur Hyogo bis zu drei Stunden lang für sich mieten.

(Symbolbild: Keystone)

Einzige Bedingung: Publikum darf in den Saal mit seinen 800 Sitzen nicht hinein. Streich- und Schlaginstrumente dürfen mitgebracht werden, meldete die Zeitung «Mainichi Shimbun» am Freitag.

Kaum hatten die Veranstalter das ungewöhnliche Mietangebot bekanntgegeben, habe es einen Ansturm an Buchungen gegeben, wie die Tageszeitung weiter berichtete. Die Aktion gelte jede Woche von Freitag bis Sonntag und solle noch bis Mitte Juli laufen, hiess es.

80 Kinder in Kloten wegen infizierter Mitarbeiterin in Quarantäne

Im Hort- und Krippenbetrieb des Schulhauses Dorf/Feld in Kloten ZH ist eine Mitarbeiterin positiv auf das Coronavirus getestet worden. Seit Mittwoch sind daher 80 Kinder in Quarantäne.

(Bild: Keystone)
Mexiko: Inzwischen mehr als 200'000 Corona-Fälle und 25'000 Tote

In Mexiko ist die Zahl der offiziell registrierten Infektionen mit dem Coronavirus auf mehr als 200’000 und die der Todesopfer auf mehr als 25’000 gestiegen. Nach Angaben der Regierung vom Donnerstag (Ortszeit) kamen in den vorherigen 24 Stunden 6104 Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 und 1024 Todesfälle infolge einer Covid-19-Erkrankung hinzu. Im internationalen Vergleich rückte das nordamerikanische Land nach Statistiken der Johns-Hopkins-Universität in den USA bei der Anzahl der Infektionen an Frankreich vorbei auf den 11. Platz. Die Zahl der Toten ist die siebthöchste der Welt.

(Bild: Keystone)

Die wahren Zahlen dürften in Mexiko allerdings noch deutlich höher liegen. Äusserst wenige Menschen werden dort auf das Coronavirus getestet. Nach Statistiken, die von Forschern der englischen Oxford-Universität zusammengetragen wurden, lag die Zahl der täglich durchgeführten Tests in Mexiko zuletzt bei 3,46 pro 1000 Einwohner – in Deutschland waren es 64,6 und in den USA 86,31.

Covid-19 verursacht vorwiegend leichte Erkrankung bei Kindern

Kinder sind einer ersten europaweiten Studie zufolge in geringerem Ausmass von dem neuartigen Coronavirus betroffen. Die Untersuchung bei 582 Kindern und Jugendlichen, die positiv auf Covid-19 getestet worden waren, bestätigt frühere Studien.

Demnach verursacht die durch das Coronavirus hervorgerufene Lungenkrankheit vorwiegend leichte Erkrankungen bei Kindern. Todesfälle sehr selten sind, wie aus der in der renommierten Fachzeitschrift «The Lancet Child & Adolescent Health» veröffentlichten Studie hervorgeht.

(Bild: Keystone)

Zwar habe die Mehrheit der Kinder – 62 Prozent – ins Spital eingeliefert werden müssen. Jedoch habe weniger als jeder zehnte Patient auf der Intensivstation behandelt werden müssen.

Lockdown lässt Nikes Umsatz unerwartet deutlich einbrechen

Die wochenlangen Schliessungen der Sportgeschäfte angesichts des Lockdowns in der Coronavirus-Krise haben Nike einen Umsatzeinbruch und tiefrote Zahlen eingebrockt.

Der weltgrösste Sportschuh-Hersteller wies am Donnerstagabend nach US-Börsenschluss für sein viertes Geschäftsquartal (per Ende Mai) einen Verlust von 790 Millionen Dollar aus. Vor Jahresfrist hatte noch knapp eine Milliarde Dollar Gewinn in den Büchern gestanden.

(Bild: Keystone)

Der Umsatz brach unerwartet stark um rund 38 Prozent auf 6,31 Milliarden Dollar ein. Analysten hatten mit Verkäufen in Höhe von 7,32 Milliarden Dollar gerechnet. Nike-Aktien verloren nachbörslich rund 4 Prozent.

Fed verbietet US-Banken wegen Corona-Krise Dividendenzahlungen

Vor dem Hintergrund der Corona-Krise hat die US-Notenbank Fed den amerikanischen Banken weitreichende Auflagen gemacht zur Stärkung ihrer Kapitalbasis. Bis mindestens zum vierten Quartal müssen grosse Banken auf Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe verzichten.

Damit sollen die Institute gestärkt werden, um die Folgen der Viruskrise besser zu überstehen, wie das Fed am Donnerstag mitteilte. Auf die Banken könnten Kreditverluste von insgesamt 700 Milliarden Dollar zukommen, schätzt die Fed in ihrem Stresstest, bei dem 34 Banken untersucht wurden.

Die Notebank teilte nicht mit, wie die einzelnen Häuser im Detail abschnitten – aber alle bestanden ihn. Grundsätzlich könnten die Institute einen schweren, stürmischen und lang anhaltenden wirtschaftlichen Abschwung überstehen.

Menschenmassen und kein Abstand an englischen Stränden

Man könnte meinen, das Coronavirus sei verschwunden, wenn man sich aktuelle Bilder von englischen Stränden ansieht.

Am Donnerstag und bereits in den Tagen zuvor drängten sowohl in Bournemouth als auch in Brighton Tausende von Menschen am Strand, um das Sommerwetter und die warmen Temperaturen zu geniessen. Dabei lagen die Menschen dicht nebeneinander. Von Abstand keine Spur.

Gemeinden des Grossraums Lissabon müssen wieder in den Lockdown

Wegen einer Zunahme der Corona-Infektionen müssen weite Teile des Grossraums Lissabon am 1. Juli zwei Wochen lang wieder in den Lockdown. Das gab der portugiesische Ministerpräsident António Costa am Donnerstag bekannt.

Die Bewohner der 19 betroffenen Gemeinden im Grossraum der Hauptstadt werden demnach nur noch aus dem Haus gehen dürfen, um Einkäufe zu tätigen, zur Arbeit zu fahren oder einen Arzt aufzusuchen. In dieser Zeit werden dort nur Versammlungen von maximal fünf Personen zulässig sein. Die Bezirke im Zentrum Lissabons sind nicht betroffen.

Deutlich mehr Amerikaner mit Corona infiziert als bekannt

In den USA haben sich nach Schätzungen der Gesundheitsbehörde CDC wohl rund zehnmal mehr Menschen mit dem Coronavirus infiziert als bislang bekannt. «Für jeden Fall, den wir verzeichnet haben, gab es wahrscheinlich zehn weitere Infektionen», sagte CDC-Direktor Robert Redfield bei einer telefonischen Pressekonferenz am Donnerstag.

Das sei vor allem auf asymptomatische Infektionen zurückzuführen und darauf, dass in den USA in den ersten Monaten des Ausbruchs deutlich weniger getestet worden sei als jetzt. «Mit den Methoden, die wir im April und Mai benutzt haben, haben wir wahrscheinlich rund zehn Prozent der Infektionen verzeichnet.»

Die Behörde gibt derzeit für die USA mehr als 2,3 Millionen bekannte Corona-Infektionen an – mehr nachgewiesene Fälle als jedes andere Land der Welt. Mehr als 121 000 Menschen starben laut CDC infolge einer Covid-19-Erkrankung.

FIFA schnürt Corona-Hilfspaket über 1,5 Milliarden Dollar

Die FIFA will den nationalen Verbänden zur Bewältigung der Folgen der Coronavirus-Pandemie insgesamt 1,5 Milliarden Dollar an Zahlungen und Darlehen zur Verfügung stellen. Das beschloss der FIFA-Council in einer Videokonferenz. Die Gelder sollen auf drei Säulen beruhen und bis Januar 2021 an die 211 Mitgliedsverbände fliessen.

Wie bereits bekannt, wurden 152 Millionen Dollar an Betriebskostenbeiträgen aus dem Forward-Entwicklungsprojekt für die Jahre 2019 und 2020 freigegeben. Zudem können 465 Millionen Dollar, die an Forward-Projekte zugeteilt worden waren, nun für Corona-Hilfefonds genutzt werden.

Die FIFA will den nationalen Verbänden zur Bewältigung der Folgen der Coronavirus-Pandemie insgesamt 1,5 Milliarden Dollar an Zahlungen und Darlehen zur Verfügung stellen. (Bild: Keystone)

Darüber hinaus erhält jeder der 211 Verbände 1,5 Millionen Dollar an Unterstützung, davon 500’000 Dollar für den Frauenfussball. Zudem können maximal fünf Millionen Dollar pro Verband an zinsfreien Darlehen abgerufen werden. Diese Gelder können beispielsweise für den Wiederbeginn von Wettbewerben und Corona-Tests genutzt werden.

Lufthansa-Aktionäre stimmen für Staatseinstieg

Die Aktionäre der Lufthansa haben dem Einstieg des Staates bei der Lufthansa im Rahmen eines milliardenschweren Rettungspakets zugestimmt. Der Beschluss habe eine Mehrheit von 98 Prozent des anwesenden Kapitals gefunden, erklärte Aufsichtsratschef Karl-Ludwig Kley am Donnerstag auf der ausserordentlichen Hauptversammlung.

Mehr zur Rettung der Lufthansa lesen Sie hier.

Rund 20 Prozent können Swiss-Covid-App nicht nutzen

Die vom Bund am Donnerstag veröffentlichte Contact-Tracing-App wurde am ersten Tag bereits über 150’000 Mal heruntergeladen. Obwohl die App also auf grosses Interesse stösst, kann sie zum jetzigen Zeitpunkt ein beachtlicher Teil der Schweizer Bevölkerung gar nicht nutzen.

Wie «20 Minuten» berichtet, gucken rund 20 Prozent der Smartphone-Besitzer bei der Swiss-Covid-App in die Röhre. Denn die Applikation laufe nur auf der neusten Version von Apples iOS-Betriebssystem fürs iPhone. Besitzer eines iPhone 6 oder eines noch älteren Modells können die App nicht downloaden, da das neue iOS-Betriebssystem 13.5 auf diesen Geräten nicht verfügbar ist. Dies betreffe rund ein Fünftel aller Smartphone-User, sagt Mathias Wellig, Geschäftsführer der Firma Ubique, welche Software entwickelt.

Neueres iPhone-Modell notwendig: Besitzer eines iPhone 6 oder älter können die Swiss-Covid-App nicht nutzen. (Bild: Keystone)
Ryanair legt Klage wegen Lufthansa-Staatshilfen ein

Europas grösster Billigflieger Ryanair zieht wegen der Lufthansa-Staatshilfen vor das Gericht der Europäischen Union. «Dies ist ein spektakulärer Fall, in dem ein reicher EU-Mitgliedstaat die EU-Verträge zum Nutzen seiner nationalen Industrie und zum Nachteil ärmerer Länder ignoriert», teilte Ryanair-Chef Michael O’Leary am Donnerstag in Dublin mit.

Die Wettbewerbshüter der EU-Kommission hatten zuvor das Lufthansa-Rettungspaket der Bundesregierung genehmigt. Unter dem Vorwand der Corona-Krise gewähre die Bundesregierung der Lufthansa ein Rettungspaket in Höhe von neun Milliarden Euro. Dies sei ein «klarer Bruch» der Wettbewerbsregeln, sagte O’Leary weiter. Kleinere Konkurrenten würden damit vom Markt gedrängt.

Ryanair-CEO Michael O’Leary findet es ungerecht, dass die Lufthansa Staatshilfen erhält, sofern die Airline dies will. Ryanair zieht deshalb vor das Gericht der Europäischen Union. (Archivbild: Keystone)
Lufthansa-Vorstand wirbt um Zustimmung für Rettungspaket

Im Ringen um das staatliche Rettungspaket hat die Lufthansa-Spitze den Druck auf die Aktionäre erhöht. «Wir haben kein Geld mehr», sagte Aufsichtsratschef Karl-Ludwig Kley am Donnerstag bei der ausserordentlichen Hauptversammlung des Konzerns.

Ohne das Unterstützungspaket von neun Milliarden Euro, für das bei der Hauptversammlung eine Zweidrittelmehrheit notwendig ist, drohe der Airline «in den nächsten Tagen» die Insolvenz. Mit einer Entscheidung der Eigentümer wurde erst für den frühen Abend gerechnet.

Lufthansa-Aufsichtsratschef Karl-Ludwig Kley erhöht den Druck auf die Aktionäre, dem staatlichen Rettungspaket zuzustimmen: Der Airline drohe sonst demnächst die Insolvenz. (Bild: Keystone)
Kaufhaus-Ikone Macy's streicht weitere 3900 Stellen

Die angeschlagene US-Kaufhauskette Macy’s streicht im Rahmen eines neuen Sparprogramms angesichts der Corona-Krise rund 3900 weitere Jobs. Die Massnahmen seien nötig, um bis zur Erholung von der pandemiebedingten Absatzschwäche die Kosten zu senken, teilte das Unternehmen am Donnerstag in New York mit.

Radikaler Stellenabbau: Die US-Kaufhauskette Macy’s streicht in der Corona-Krise rund 3900 weitere Stellen. (Bild: Keystone)

Ende 2019 hatte der traditionsreiche Shopping-Riese insgesamt noch rund 123’000 Mitarbeiter, allerdings tut sich die Kette schon länger schwer und baut laufend Stellen ab. Zahlreiche Beschäftigte wurden zudem wegen Filialschliessungen in der Corona-Krise beurlaubt.

Die nun angekündigten Einschnitte sollen im restlichen Geschäftsjahr etwa 365 Millionen und künftig rund 630 Millionen Dollar pro Jahr einsparen.

Deutsche Corona-Warn-App auch für europäische Nutzer verfügbar

Die Corona-Warn-App aus Deutschland kann nun auch von vielen Besuchern aus dem europäischen Ausland heruntergeladen und verwendet werden. Am Donnerstag erschien die Anwendung in elf europäischen Ländern in den jeweiligen App-Stores, wie das Robert Koch-Institut (RKI) auf Twitter mitteilte.

Die App kann damit von Anwendern aus den Benelux-Staaten, Frankreich, Österreich, der Tschechischen Republik, Polen, Dänemark, Rumänien und Bulgarien verwendet werden, wenn sie sich in Deutschland aufhalten.

Die Corona-Warn-App kann auch von Personen heruntergeladen, die sich nur besuchsweise in Deutschland aufhalten. Die App wurde für elf weitere Länder freigegeben. (Bild: Keystone)
US-Industrie bekommt unerwartet viele Aufträge

Die US-Industrie zeigt sich im Mai deutlich erholt vom Corona-bedingten Auftragseinbruch der Vormonate. Die Bestellungen für langlebige Gebrauchsgüter wie Flugzeuge oder Maschinen wuchsen um 15,8 Prozent zum Vormonat, wie das Handelsministerium am Donnerstag mitteilte.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Plus von 10,9 Prozent gerechnet, nachdem es im April einen Einbruch von 18,1 Prozent gegeben hatte.

Uhrenverband rechnet mit einem Exportrückgang um 25 bis 30 Prozent

Der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie FH rechnet aufgrund des Coronavirus in diesem Jahr mit einem Exportrückgang um 25 bis 30 Prozent. Dies sagte FH-Präsident Jean-Daniel Pasche am Donnerstag an der Generalversammlung des Dachverbandes zu AWP.

In den ersten fünf Monaten 2020 waren die Ausfuhren von Zeitmessern «Made in Switzerland» um knapp 36 Prozent auf 5,7 Milliarden Franken gesunken.

Fast kein Infizierter bei Corona-Massentests in Gütersloh

Nach dem Corona-Ausbruch im grössten deutschen Schlachthof sind fast alle Ergebnisse bei den Massentests für die Bevölkerung im Kreis Gütersloh negativ ausgefallen.

Der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann sagte am Donnerstag im Gesundheitsausschuss des Landtags, dass unter 2000 Getesteten nur ein Infizierter gefunden wurde. Nach den Massentestungen könne man wohl beurteilen, ob die Corona-Infektionen bei Tönnies-Mitarbeitern auf andere Bereiche der Gesellschaft übergesprungen seien. Mit Ergebnissen rechne er am Sonntag.

Die Frage ist mitentscheidend für eine Fortsetzung des neuen, eingeschränkten Lockdowns, der für die Kreise Gütersloh und Warendorf im Osten Nordrhein-Westfalens zunächst bis zum 30. Juni verhängt worden war.

Fast alle Ergebnisse bei den Massentests für die Bevölkerung im Kreis Gütersloh nahe des Tönnies-Schlachthofs sind negativ ausgefallen. (Bild: Keystone)
EU-Agentur macht Weg frei für Corona-Mittel Remdesivir in Europa

Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA hat erstmals grünes Licht für einen Wirkstoff zur Corona-Therapie in der EU gegeben. Der Empfehlung zufolge sollen bestimmte Covid-19-Patienten unter Auflagen mit Remdesivir behandelt werden dürfen, wie die EMA am Donnerstag in Amsterdam mitteilte. Die EU-Kommission muss dem noch zustimmen, was aber als Formsache gilt.

(Bild: Keystone)
Kanton Solothurn wappnet sich für steigende Covid-19-Fallzahlen

Der Kanton Solothurn will auf steigende Covid-19-Fallzahlen rasch reagieren können. Dabei richtet der Kanton ein Augenmerk auf die Kontaktverfolgung von angesteckten Personen. Die Schutzkonzepte an Schulen bleiben nach den Sommerferien in Kraft.

Nach der Auflösung des kantonalen «Sonderstabs Corona» sind seit knapp zwei Wochen wieder die Departemente und Ämter am Drücker, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Die Covid-19-Fallzahlen stabilisierten sich im Kanton auf tiefem Niveau, wie die Staatskanzlei Solothurn am Donnerstag mitteilte.

(Bild: Keystone)

Der kantonsärztliche Dienst konzentriert sich vor allem auf den Ausbau der Kontaktverfolgung (Contact Tracing) und der Testmöglichkeiten. Die Kontaktverfolgung soll gewährleisten, dass Infektionsketten rechtzeitig eruiert werden können.

Anstieg beim Drogenkonsum befürchtet

Als Folge der Coronakrise befürchtet das UN-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) einen Anstieg beim Drogenkonsum. Nach bisherigen Erfahrungen sei steigende Arbeitslosigkeit wie in aktuellen Krise immer verbunden gewesen mit einem verstärkten Griff zu Drogen.

Das teilte die Behörde in ihrem Jahresbericht mit, der am Donnerstag in Wien vorgestellt wurde. «Die Covid-19-Krise und der wirtschaftliche Abschwung drohen die Drogengefahren noch weiter zu verschärfen», sagte UNODC-Generaldirektorin Ghada Waly.

Nach Einschätzung der UN-Behörde könnten ausserdem Bauern schon aus wirtschaftlicher Not heraus den illegalen Anbau von Drogen beginnen oder ausbauen. Die Schmuggler suchten wegen der Einschränkungen im Luftverkehr und wegen der verstärkten Grenzkontrollen neue Wege, ihre illegale Ware zu transportieren. So seien in jüngster Zeit Kokain-Transporte von Südamerika nach Europa auf dem direkten Seeweg beobachtet worden.

Die UN befürchtet einen Anstieg des Drogenkonsums wegen der Corona-Krise. (Archivbild: Keystone)
Eiffelturm nach Corona-Zwangspause wieder für Besucher geöffnet

Nach einer über dreimonatigen Zwangspause wegen der Corona-Krise hat der Pariser Eiffelturm am Donnerstag seine Pforten wieder geöffnet. Besucher können dem Betreiber zufolge zunächst nur über die Treppen den zweiten Stock des Turms erreichen.

Die Aufzüge sollen erst vom 1. Juli an wieder öffnen. Es müssen auch Gesundheitsvorschriften eingehalten werden, so herrscht eine Maskenpflicht.

(Bild: Keystone)

Das 324 Meter hohe Pariser Wahrzeichen war Mitte März wegen der Covid-19-Pandemie geschlossen worden. Der über 130 Jahre alte Turm wurde bisher jährlich von rund sieben Millionen Menschen besucht. Die «dame de fer» (Dame aus Eisen), wie das Monument in Frankreich auch liebevoll genannt wird, wurde für die Pariser Weltausstellung gebaut und 1889 fertiggestellt.

Keine Parlamentsentscheide mehr vor der Sommerpause

Die Büros von National- und Ständerat haben am Donnerstag entschieden, dass der Parlamentsbetrieb vor der Sommerpause nicht mehr hochgefahren wird. Ein Antrag von SP, Grünen und GLP, Anfang Juli über die Weiterführung der KMU-Finanzhilfen zu debattieren, wurde abgelehnt.

Stattdessen findet eine ausserordentliche Session in der Woche vom 7. September statt, wie die Parlamentsdienste mitteilten. Dann beginnt auch die ordentliche Herbstsession der eidgenössischen Räte. Im Rahmen der integrierten ausserordentlichen Session werden National- und Ständerat je drei gleichlautende Motionen behandeln. Sie fordern die Anfang Juni gestoppten Entschädigungen für Kurzarbeit und Erwerbsausfall weiterzuführen.

WHO Europa warnt vor steigenden Corona-Zahlen

Nach Monaten der abnehmenden Infektionszahlen in Europa ist das Coronavirus auf dem Kontinent laut dem Regionalbüro der Weltgesundheitsorganisation WHO wieder auf dem Vormarsch.

30 Länder in der europäischen Region hätten im Laufe der vergangenen beiden Wochen wieder steigende Fallzahlen vermeldet, sagte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge am Donnerstag auf seiner wöchentlichen Online-Pressekonferenz in Kopenhagen. Dabei handele es sich um die ersten Anstiege wöchentlicher Neuinfektionen in Europa seit Monaten.



Länder wie Deutschland, Spanien, Polen und Israel hätten jedoch schnell auf die gefährlichen Ausbrüche reagiert, die mit Schulen, Kohlebergwerken und Lebensmittelproduzenten zusammenhingen, sagte Kluge. «Wo neue Cluster aufgetaucht sind, wurden diese durch schnelle und gezielte Eingriffe kontrolliert – das sind sehr gute Nachrichten.» Ein Lob gehe an die beteiligten Behörden.

Weltweit beschleunige sich die Pandemie derzeit weiter und habe am Sonntag einen Spitzenwert an Corona-Fällen erreicht, als mehr als 183.000 bestätigte Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet worden seien, sagte Kluge. Der prozentuale Anteil Europas nehme dabei ab. Dennoch gebe es in der Region täglich fast 20.000 neue Infektionen und mehr als 700 Todesfälle.

Coronavirus: Häufung der importierten Fälle aus Serbien

«Wir sehen eine leichte Tendenz zu steigenden Fallzahlen», sagte Stefan Kuster vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag vor den Medien. Es gebe eine Häufung von Fällen bei Einreisenden aus Serbien. Mit dem Land bestünden zwar noch Einreisebeschränkungen, doch in Ausnahmefällen sei eine Einreise möglich.

(Video: Keystone)
Secret Service schickt Mitarbeiter in Quarantäne

Nach der Wahlkampfkundgebung von US-Präsident Donald Trump im Bundesstaat Oklahoma am Wochenende hat der Secret Service Medienberichten zufolge für Dutzende daran beteiligte Angestellte Selbstisolation angeordnet.

Zuvor seien zwei Mitarbeiter, die in Tulsa zugegen gewesen seien, positiv auf das Coronavirus getestet worden, berichtete der Sender CNN am Mittwochabend (Ortszeit).

(Bild: Keystone)

Zum Schutz der Privatsphäre und der «operativen Sicherheit» werde der Secret Service keine Zahlen bekannt geben, zitierte die «Washington Post» eine Sprecherin. Die Behörde, die unter anderem für den Schutz des Präsidenten zuständig ist, sei weiterhin in der Lage, ihre Aufgaben zu erfüllen, hiess es weiter.

Antikörper-Studie: Viele Bürger Ischgls waren infiziert

Im österreichischen Ischgl war ein grosser Teil der Bevölkerung mit dem Coronavirus infiziert. Nach Angaben der Medizinischen Universität Innsbruck haben 42,4 Prozent der in einer umfassenden Studie untersuchten Bürger Antikörper auf das Coronavirus entwickelt.

Das sei der weltweit höchste bisher publizierte Wert, sagte die Direktorin des Instituts für Virologie, Dorothee von Laer, am Donnerstag in Innsbruck. Antikörper im Blut gelten als Nachweis für eine durchgemachte Infektion.

(Bild: Keystone)

Auffällig sei, dass von den positiv auf Antikörper getesteten Personen zuvor nur 15 Prozent die Diagnose erhalten hatten, infiziert zu sein, sagte von Laer. «85 Prozent derjenigen, die die Infektion durchgemacht haben, haben das unbemerkt durchgemacht.» Trotz des hohen Antikörper-Werts sei auch in Ischgl keine Herden-Immunität erreicht. Entscheidend für den Rückgang der Fälle seien die Quarantäne und die soziale Distanz gewesen, hiess es.

Reisende schleppen Virus zurück in die Schweiz

Durch Reisen im Ausland wird der Corona-Virus wieder zurück in die Schweiz geschleppt. Bei steigenden Tendenzen wäre der Bund zu neuen Massnahmen bereit.

(Bild: Keystone)
Behörden empfehlen Download der Swiss-Covid-App

Seit Mitternacht kann die offizielle Corona-Warn-App des Bundes heruntergeladen werden. Zahlreiche Behördenvertreter, darunter Gesundheitsminister Alain Berset, haben am Donnerstag für die Anwendung geworben. Die App soll helfen, Infektionsketten zu unterbrechen.

«Ich habe die Swiss-Covid-App auf mein Smartphone geladen, und ich empfehle Ihnen, es mir gleichzutun», schrieb Berset auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Je mehr Personen die App nutzten, desto besser könne sich die Bevölkerung vor dem Virus schützen. «Es ist eine kleine Geste mit einer grossen Wirkung.»



Die App dient als Hilfsmittel für die die klassische Kontaktverfolgung (Contact Tracing). Der Bundesrat hatte am Mittwoch die entsprechende Verordnung verabschiedet. Die freiwillige und kostenlose Anwendung ist in neun Sprachen verfügbar.

ATP-Funktionär Straka greift Djokovic wegen Adria Tour an

Der Österreicher Herwig Straka, Mitglied des ATP-Vorstandes, Turnierdirektor von Wien und Manager von Dominic Thiem, fand für die Adria Tour von Novak Djokovic klare Worte. Die Sache sei in eine völlig falsche Richtung gegangen, sei dumm und ein Blödsinn gewesen.

Aktuelle Zahlen BAG

In den letzten 24 Stunden gab es in der Schweiz 52 Neuinfektionen.

(Bild: Keystone)
UN befürchten mehr Drogenkonsum wegen Coronakrise

Als Folge der Coronakrise befürchtet das UN-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) einen Anstieg beim Drogenkonsum.

Nach bisherigen Erfahrungen sei steigende Arbeitslosigkeit – wie in dramatischer Weise in der aktuellen Krise – immer verbunden gewesen mit einem Plus beim Griff zu Drogen, so die Behörde in ihrem Jahresbericht, der am Donnerstag in Wien vorgestellt wurde. «Die Covid-19-Krise und der wirtschaftliche Abschwung drohen die Drogengefahren noch weiter zu verschärfen», sagte UNODC-Generaldirektorin Ghada Waly.

EU-Kommission genehmigt Rettungspaket für Lufthansa

Kurz vor der entscheidenden Aktionärsversammlung haben die Wettbewerbshüter der EU-Kommission das Lufthansa-Rettungspaket der deutschen Regierung genehmigt. Mit dem Geld soll Europas grösster Flugkonzern die Coronakrise überstehen.

Die Freigabe der Rekapitalisierungshilfen in Höhe von sechs Milliarden Euro unterliegt allerdings der Bedingung, dass die grösste deutsche Fluggesellschaft Verpflichtungen zur Vermeidung von Wettbewerbsverzerrungen einhält. Zu diesen zählt, dass die Lufthansa 48 Start- und Landerechte an den Hauptstandorten Frankfurt und München abgeben muss. Dies soll es der Konkurrenz ermöglichen, eine Basis mit bis zu vier Flugzeugen an den Standorten aufzubauen.

(Bild: Keystone)

Der Rettungsplan für die Lufthansa sieht vor, dass der staatliche Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) im Zuge einer Kapitalerhöhung Aktien zeichnet, um eine Beteiligung von 20 Prozent am Grundkapital der Fluggesellschaft aufzubauen.

Der Louvre öffnet wieder: Zugang auf 30 Prozent reduziert

Im vergangenen Jahr haben 9,6 Millionen Menschen den Louvre besichtigt. In Zeiten von Corona darf das Museum, das den Titel des meist besuchten Museums weltweit trägt, nicht mehr als 30 Prozent seiner üblichen Besucherzahl empfangen. Am 6. Juli öffnet der Pariser Louvre nach gut dreieinhalbmonatiger Corona-Zwangspause wieder seine Türen.

Das Museum öffnet 70 Prozent seiner Ausstellungsfläche und macht über 35.000 seiner Werke wieder zugänglich, darunter auch seinen Star: die Mona Lisa von Leonardo da Vinci – allerdings hinter langen Zick-Zack-Absperrungen.

(Bild: Keystone)

Nach Schätzungen des Louvre kommen rund 90 Prozent der Besucher in das Pariser Weltmuseum, um das von Leonardo um 1503 gemalte Frauenbildnis zu sehen. Zu den obligatorischen Corona-Regeln wie dem Tragen von Mund- und Nasenschutz gehört ein vorgeschriebener Parcours, um zu vermeiden, dass sich die Besucher kreuzen. Der Besuch ist nur mit einer Online-Reservierung mit Zeitstempel möglich.

Exporterwartungen der deutschen Industrie steigen in Rekordtempo

Die Stimmung unter den deutschen Exporteuren hat sich im Juni in Erwartung eines Abflauens der Corona-Pandemie aufgehellt. Das Barometer für die Exporterwartungen der Industrie kletterte von minus 26,7 Punkten im Vormonat auf minus 2,3 Punkte.

Dies teilte das Ifo-Institut am Donnerstag unter Berufung auf seine Umfrage unter 2300 Unternehmen mit. Das sei der kräftigste Anstieg innerhalb eines Monats überhaupt. «Die deutsche Industrie arbeitet sich aus dem Keller», erklärte Ifo-Präsident Clemens Fuest.

Seychellen zwei Monate ohne Coronafälle – und nun erneut betroffen

Nach zwei Monaten ohne neue Coronafälle zählt das Urlaubsparadies der Seychellen nun wieder zu den von Sars-CoV-2 betroffenen Ländern.

Der Grund sind drei Matrosen eines spanischen Fischtrawlers, wie die Behörden am Mittwochabend bekanntgaben. «Bei elf der Matrosen wurde entdeckt, dass sie Covid-19-Antikörper entwickelt hatten», erklärte der zuständige Gesundheitsbeamte Jude Gedeon. Drei Matrosen hatten jedoch das Virus in ihrem Kreislauf, ohne dass sie allerdings irgendwelche Symptome zeigten. Sie wurden unter Quarantäne gestellt.

(Symbolbild: Keystone)

Auf die Insel werden regelmässig Austausch-Crews für die Fischereiboote geflogen. Da die Seeleute jedoch direkt auf die Boote gebracht werden, ist ihr Kontakt mit der Insel-Bevölkerung nur sehr beschränkt. Die Regierung des Inselstaats im Indischen Ozean hatte Anfang Mai eine strenge Corona-Ausgangssperre gelockert, nachdem seit dem 5. April kein neuer Fall verzeichnet worden war.

Was bisher geschah

Weitere Meldungen und Informationen zur Corona-Pandemie auf der Welt und in der Schweiz finden Sie hier.

Hotelplan Group streicht 170 Stellen wegen Coronakrise

In der Schweiz würden rund 170 Mitarbeitende ihre Stelle verlieren und 12 der knapp 100 Filialen geschlossen, teilte die Migros-Tochter am Donnerstag mit.

(Bild: Keystone)
KMU-Exportstimmung fällt mit Corona auf historisches Tief

Die Stimmung der exportorientierten Schweizer KMU hat sich im Zuge der Coronakrise deutlich verschlechtert. Sie ist gar auf einen historischen Tiefststand zurückgefallen, wie die am Donnerstag publizierte Umfrage von Switzerland Global Enterprise (S-GE) ergeben hat.

Insgesamt habe sich die Exportstimmung unter den KMU in den vergangenen Monaten stark verschlechtert, hält die S-GE in der Mitteilung fest. Im Umfragezeitraum zwischen Anfang Mai und Anfang Juni 2020 erreichte diese einen Wert von 41 Punkten, das sind 24 Zähler weniger als bei der letzten Umfrage im Dezember.

(Symbolbild: Keystone)

Der Stimmungswert ist damit klar unter die Wachstumsschwelle von 50 Punkten zurückgefallen. Und dies sei zugleich die tiefste Messung seit der erstmaligen Durchführung der Umfrage 2010. Der Wert auf der von 0 bis 100 reichenden Skala errechnet sich aus den Exporterwartungen der KMU zum bevorstehenden Halbjahr sowie den effektiven Exporten im noch laufenden oder bereits abgeschlossenen Halbjahr.

Deutsche Baubranche steigert Aufträge im April trotz Corona-Krise

Die Baubranche schlägt sich in der Corona-Rezession bislang vergleichsweise gut. Die Aufträge im Bauhauptgewerbe wuchsen im April saison- und kalenderbereinigt um 2,7 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte.

In den ersten vier Monaten 2020 sank das Auftragsvolumen hingegen um 3,6 Prozent zum Vorjahreszeitraum. «Neben Basiseffekten aufgrund der aussergewöhnlich hohen Auftragseingänge zum Jahresbeginn 2019 kann für diese Entwicklung auch ursächlich sein, dass Unternehmen geplante Bauvorhaben aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheit in der Corona-Krise zurückgestellt haben», so die Statistiker.

Schindler bringt «coronakompatible» Lifte auf den Markt

Schindler bringt Aufzüge und Rolltreppen auf den Markt, die in Coronazeiten mehr Sicherheit gewähren sollen. Die Produkte der Linie «CleanMobility» ermöglichen etwa eine kontaktlose Nutzung, teilten die Innerschweizer am Donnerstag mit.

(Bild: Schindler)

Die neuen Lösungen umfassen den Angaben zufolge Smartphone-Apps, die das Drücken von Aufzugstasten ersetzen, ein fortschrittliches Transitmanagement, Luftreinigungssysteme und UV-Licht-Desinfektion sowie Optionen zur Begrenzung der Passagierzahlen. Damit mache man die Lifte und Rolltreppen hygienischer und sicherer, erklärte Schindler.

Nobelpreisträger warnen vor Corona-Gefahren für die Demokratie

Zahlreiche Nobelpreisträger und prodemokratische Organisationen aus aller Welt haben vor den Gefahren der Corona-Krise für die Demokratie gewarnt. Die Coronavirus-Pandemie bedrohe nicht nur das Leben und die Existenzgrundlage von Menschen weltweit, sondern sei auch eine politische Krise, die die Zukunft der freiheitlichen Demokratie gefährde, schrieben sie in einem am Donnerstag veröffentlichten offenen Brief. «Die Covid-19-Krise ist ein alarmierender Weckruf und eine dringende Warnung, dass die von uns wertgeschätzten Freiheiten in Gefahr sind und wir sie nicht als selbstverständlich hinnehmen dürfen.»

Friedensnobelpreisträger Frederik Willem de Klerk. (Bild: Keystone)

Initiiert wurde das Schreiben vom in Stockholm ansässigen zwischenstaatlichen Demokratie-Institut IDEA und der US-Organisation National Endowment for Democracy. Zu den mehr als 500 Unterzeichnern zählen neben rund 70 Organisationen ausserdem 13 Nobelpreisträger wie die Friedensnobelpreisträger Frederik Willem de Klerk, Juan Manuel Santos und Lech Walesa sowie knapp 60 frühere Staats- und Regierungschefs. Auch der Hongkonger Demokratie-Aktivist Joshua Wong, Schauspieler und Tibet-Aktivist Richard Gere und der ehemalige EU-Parlamentsabgeordnete Elmar Brok finden sich auf der Liste.

Impfstoff-Allianz CEPI hat Kapazität für 4 Milliarden Einheiten

Die internationale Impfinitiative CEPI geht bei einer erfolgreichen Entwicklung eines Impfstoffes gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 davon aus, den globalen Bedarf schnellstmöglich decken zu können.



Bis zu vier Milliarden Dosen könnten pro Jahr produziert werden, sagt James Robinson, Leiter der Herstellungsstrategie bei CEPI, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch. Dabei seien acht bis zehn regionale Vertriebsstandorte geplant, «damit wir nicht alles zentral machen und dann in die ganze Welt verschicken müssen», erklärt Robinson.

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