Die US-Botschaft in Moskau mit der Regenbogenflagge. (Screenshot: Twitter)
International

Aufregung über Regenbogenflagge an US-Botschaft in Moskau

Der Juni ist «Gay-Pride»-Monat. Aus diesem Anlass hat die US-Botschaft in Moskau die Regenbogenflagge an ihr Gebäude angebracht. Das sorgte für Aufregung.

«LGBTI-Rechte sind Menschenrechte», schrieb die Botschaft in der russischen Hauptstadt am Donnerstag auf Facebook. «Jeder Mensch hat es verdient, ein Leben frei von Hass, Vorurteilen und Verfolgung zu führen.»

Zahlreiche Internetnutzer begrüssten den Schritt der diplomatischen Vertretung – andere wetterten dagegen. Die Botschaft sei wohl besetzt worden, schrieb jemand auf Twitter. Eine Nutzerin schlug sogar die Ausweisung amerikanischer Diplomaten vor und schrieb: «Schande!»

Russlands Führung steht seit langem international in der Kritik, mit ihrer Politik Hass gegen sexuelle Minderheiten zu schüren. Ein von Putin unterzeichnetes Gesetz verbietet unter Androhung von Strafen, in Gegenwart von Kindern gleichgeschlechtliche Liebe zu zeigen.



Keine gleichgeschlechtlichen Ehen unter Putin

Seit Donnerstag läuft in Russland eine Abstimmung zu einer umstrittenen Verfassungsänderung. Dabei soll unter anderem verankert werden, dass eine Ehe nur zwischen Mann und Frau möglich sei. Kremlchef Wladimir Putin hatte betont, dass es in Russland niemals gleichgeschlechtliche Ehen geben werde, solange er an der Macht sei.

Im vergangenen Jahr soll das US-Aussenministerium Berichten zufolge seinen Auslandsvertretungen verboten haben, die Regenbogenflagge zum Gay-Pride-Month an den Fahnenstangen der Botschaften zu hissen. Zahlreiche Diplomaten umgingen demnach aber das Verbot.

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