Im Sommer mussten ganze Wälder wegen Trockenschäden abgesperrt werden. (Bild: Keystone)
Baselland

Der Wald leidet noch immer unter Trockenschäden

Die Schäden des Baselbieter Walds durch die Trockenheit im Sommer 2018 sind noch nicht behoben. Die Pflanzung resistenter Baumarten seien daher unabdingbar.

Das aktuelle Bild des Walds sei nach Einschätzung von Waldfachleuten besser als erwartet, teilte das Amt für Wald beider Basel am Mittwoch mit. Aber die Schädigungen durch die Trockenheit im Sommer 2018 wirkten sich weiterhin aus. Bäume würden sehr langsam wachsen und könnten sich nicht einfach nach ein paar Regentagen regenerieren. Entsprechend sei die Mortalität nach wie vor hoch.

Die Nadelhölzer seien stark durch Borkenkäfer und die durch Trockenheit geschwächten Laubbäume durch andere Schadorganismen wie. Russrindenkrankheit und verschiedene Käfer gefährdet. Für eine Entwarnung sei es deshalb zu früh, zumal die heissesten Monate noch bevorstünden.

Verjüngung des Baumbestands

Eigentlich könnten intakte Ökosysteme mit Temperatur- und Niederschlagsveränderungen umgehen, schreibt das Amt weiter, aber nur, wenn genügend Zeit zur Verfügung stehe. Die erwarteten drei bis vier Grad Erwärmung innerhalb der nächsten 100 Jahre verlaufe für eine natürliche Anpassung des Ökosystems Wald aber viel zu schnell. Deshalb seien Massnahmen notwendig, um die Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen.

Das Amt für Wald nennt in diesem Zusammenhang namentlich eine aktive Verjüngung und Diversifizierung des Baumbestands. Ziel sei ein vitaler Wald, der mit verschiedenen Dynamiken «mithalten» könne. Seit 2019 seien deshalb rund 1,2 Millionen Franken an die Pflanzung von klimatauglichen Baumarten wie Eichen, Linden, Speierlingen oder Elsbeeren und deren Schutz vor Wildverbiss an die Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer ausbezahlt worden.

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