Das Universitätsspital Basel entschädigt die Umkleidezeit mit einer Pauschale von 60 Franken pro Monat. Damit ist der VPOD nicht einverstanden. (Bild: Keystone)
Basel

Gewerkschaft kritisiert Unispital-Regelung für Umkleidezeit

Das Unispital entschädigt sein Personal für die Umkleidezeit mit 60 Franken monatlich. Die Gewerkschaft VPOD sieht darin einen «Affront» gegenüber dem Personal.

Die neue Regelung ist aus Sicht des VPOD Region Basel nicht arbeitsgesetzkonform. Sie entspreche zudem „in keinster Weise“ der Arbeitsrealität des Personals, schreibt die Gewerkschaft in einer Mitteilung vom Dienstag. Der Pauschalbetrag von 60 Franken ergebe umgerechnet rund drei Minuten Zeit für den Umkleidevorgang inklusive der Wegzeit an den effektiven Arbeitsplatz.

Die vom VPOD kritisierte Regelung hatte das Universitätsspital Basel (USB) nach Auskunft eines Sprechers unter Einbezug der Personalkommission erarbeitet und werde von dieser auch unterstützt. Auch der Schweizerische Verband der Berufsfachleute Pflege SBK sei mit dieser Lösung einverstanden. Die Rückmeldungen des Personals waren zudem laut dem Sprecher bisher positiv.

Umgesetzt wird die Regelung für die Entschädigung der Umkleidezeit laut dem USB per 1. Juli. Sie gilt für rund 3100 Angestellte. Die Pauschale hängt vom Beschäftigungsgrad ab.

Kosten von 1,6 Millionen Franken pro Jahr

Die Kosten für die neue Pauschalentschädigung belaufen sich nach Angaben des USB auf rund 1,6 Millionen Franken pro Jahr. Auch andere Spitäler haben sich für eine solche Pauschallösung entschieden, welche der Basler VPOD jedoch nicht akzeptieren will.

Die Gewerkschaft will nun nach Rücksprache mit ihren Mitgliedern die rechtliche Zulassung der USB-Regelung überprüfen. Unabhängig davon will sich der VPOD gemäss Mitteilung weiterhin dafür einsetzen, dass alle Spitalangestellten stempeln dürfen und die Umkleidezeit so als real geleistete Arbeitszeit erfasst wird.

1 Kommentar

  1. Davon können viele nur träumen das sie für das umziehen und den Weg an ihren effektiven Arbeitsplatz überhaupt entschädigt werden. Sie wollen noch mehr Geld und haben wahrscheinlich schon höhere Löhne als manch einer.Report

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