Nach den Randalen wurden 24 Männer festgenommen. (Bild: Keystone)
International

Randalierende junge Männer richteten am Wochenende Millionenschaden in Stuttgart an

In der Nacht auf Sonntag randalierten junge Männer in Stuttgart (DE). Es entstand ein Schaden in Millionenhöhe.

Die Randale hunderter Jugendlicher in der süddeutschen Stadt Stuttgart haben nach Angaben des Polizeivizepräsidenten Thomas Berger einen Schaden in Millionenhöhe verursacht.

Berger sprach in einem Interview mit dem Journalisten Gabor Steingart am Montag von einem sechs- bis siebenstelligen Betrag. Mehrere Hundert junge Männer hatten in der Nacht zum Sonntag in Kleingruppen 40 Läden beschädigt und zum Teil geplündert. Zwölf Streifenwagen wurden demoliert. 19 Polizisten erlitten infolge «total enthemmter Gewalt» Verletzungen, einer davon brach sich das Handgelenk, wie Berger erläuterte.

Drogenkontrolle als Auslöser

Auslöser war die Drogenkontrolle eines 17-Jährigen, mit dem sich gleich mehrere Hundert Menschen solidarisierten. Die Polizei hatte am Sonntag mitgeteilt, es seien 24 Menschen festgenommen worden, darunter zwölf Deutsche und zwölf Nicht-Deutsche.

Zu den möglichen Hintergründen gab Berger mehrere Hinweise: Die Täter hätten sich in sozialen Medien in Pose setzen wollen und skandiert: «Endlich ist in Stuttgart was los». Zudem hätten die Corona-Einschränkungen dazu geführt, dass junge Menschen sich zunehmend im öffentlichen Raum träfen. Diese Gruppe reagiere auf normale polizeiliche Ansprache sehr aggressiv.

Schliesslich hätten die Rassismusvorwürfe gegen die US-Polizei auch zu Unmut hierzulande geführt. Zur Stimmung in der Polizei sagte Berger: «Es gibt grosses Unverständnis in der Belegschaft, warum es Teile der Gesellschaft gibt, die uns das antun.»

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