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Der Telebasel News-Beitrag vom 22. Juni 2020.
Basel

Nach Schlägerei am Theaterplatz – Gerichtsfall ausgesetzt

Bei einer Schlägerei beim Theaterplatz gab es 2018 einen Schwerverletzten. Der mutmassliche Täter stand am Montag vor Gericht, der Fall wurde ausgesetzt.

Eigentlich sollte es lediglich eine 18. Geburtstags-Party werden. Doch in der Nacht vom 24. auf den 25. November 2018 kam es zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung. Das Opfer erlitt mehrere Schädelbrüche und innere Blutungen. Die Anklage lautet: Versuch von schwerer Körperverletzung.

Verbale Auseinandersetzung

Involviert waren eine grössere und eine kleinere Gruppe. Die grössere Gruppe stiess auf den Geburtstag des Bekannten des mutmasslichen Täters an. Die kleinere Gruppe bestand laut Aussage des Angeklagten aus drei bis vier Eritreern.

Laut Aussage vor Gericht kam es zwischen den beiden Gruppen zu verbalen Auseinandersetzungen. Der Angeklagte stiess jedoch erst später zur Konfliktsituation, als das spätere Opfer zum Schlag gegen den Angeklagten ausholte.

1,08 Promille im Blut

Der mutmassliche Täter wurde vom Schlag jedoch nicht getroffen, doch wehrte er sich sofort. Dabei fiel das Opfer gemeinsam mit dem Angeklagten zu Boden. Nach einem Gerangel am Boden hatte der Angeklagte die Überhand. Der Geschädigte hatte 1,08 Promille im Blut.

Als der damals 18-jährige über dem Opfer lag, verpasste dieser offenbar dem Verletzten einen Schlag ins Gesicht. Daraufhin verliess der mutmassliche Täter sofort den Theaterplatz. Er habe hierbei, wie er vermehrt vor Gericht äusserte, der Situation entkommen wollen.

Polizei und Ambulanz vor Ort

Die anderen Anwesenden, ausser ein Bekannter des Angeklagten, blieben vor Ort. Als die Ambulanz und die Polizei wegen des Opfers vor Ort waren, war der mutmassliche Täter nicht am Tatort. Die Aussagen der Anwesenden darüber unterscheiden sich teilweise.

Der Beschuldigte sagte vor Gericht aus, dass er nicht vor der Polizei geflohen sei, sondern lediglich der «Situation entkommen» wollte. Wieso er als Einziger mit einem Bekannten den Platz verliess, blieb in der Gerichtsverhandlung unbeantwortet.

Verhandlung ausgesetzt

Die Staatsanwaltschaft hat eine bedingte Freiheitsstrafe von 19 Monaten und zwei Jahren Probezeit gefordert. Dazu sollte der mutmassliche Täter laut Strafgesetz für sieben Jahre des Landes verwiesen werden.

Die Verteidigung will den kostenlosen Freispruch. Der Angeklagte hätte nur versucht, sich zu verteidigen und die Aussagen der weiteren Befragten seien unglaubwürdig. Die Verhandlung wurde ausgesetzt und der Fall wird weiter behandelt.

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