So soll sich die Heizzentrale der Fernwärme Liestal nach dem Ausbau präsentieren. (Foto: EBL)
Baselland

EBL investiert 72 Millionen in Grosswärmeverbund Liestal

Die EBL schliesst ihre sieben Fernwärmeverbünde in Liestal zu einem Grosswärmeverbund zusammen. 72 Millionen Franken werden bis 2030 in das Projekt gesteckt.

Die Genossenschaft Elektra Baselland (EBL) baut seit 1995 Fernwärmeverbunde und übernahm 2016 für 24,5 Millionen Franken vom Kanton Baselland die Fernwärme Liestal. Inzwischen stossen die Anlagen an ihre Grenzen, wie die EBL am Montag mitteilte. Anstatt die Heizanlagen und die Wärmeverbünde einzeln zu sanieren, bildet das Unternehmen aus ihnen einen Grosswärmeverbund.

Drei Etappen bis 2030

Ausgeführt werden die Arbeiten bis 2030 in drei Etappen. In der ersten Etappe, für die am Montag die offizielle Grundsteinlegung stattfand, modernisiert die EBL die bestehende Heizzentrale in der Spitalstrasse und baut sie für den Grosswärmeverbund aus. Allein dafür sind die Investitionen auf 42 Millionen Franken veranschlagt.

Der Ausbau der Heizzentrale erfolgt bis 2023 bei laufendem Betrieb. Die Wärmeversorgung der Kunden – darunter das Kantonsspital Liestal – sei jederzeit gewährleistet, hält die EBL fest. 2021 werden in der Heizzentrale zwei neuen Holzheizkessel mit einer Leistung von 19 Megawatt installiert. Das in der Heizzentrale verbrannte Holz stammt ausschliesslich aus der Region.

In den beiden weiteren Etappen werden die diversen Wärmeverbünde an die modernisierte Heizanlage angeschlossen. Das Fernwärmenetz wird dadurch auf insgesamt 31 Kilometer verlängert.

Doppelt so viel erneuerbare Energie

Durch den Ausbau soll der Anteil an erneuerbarer Energie von 45 auf 90 Prozent verdoppelt werden, was laut EBL einer Einsparung von jährlich neun Millionen Liter Heizöl entspricht. Zudem soll dadurch ein CO2-Ausstoss von 24’000 Tonnen pro Jahr verhindert werden.

Der Grosswärmeverbund Liestal bildet den zweiten Teil der Strategie «Erneuerbare Energieschiene Ergolztal», in welche die EBL zwischen Pratteln und Ormalingen insgesamt mehr als 250 Millionen Franken investieren will. In einem ersten Schritt waren von 2014 bis 2016 mehrere Wärmeverbünde in Pratteln zusammengeführt worden. Für nächste Ausbauschritte sind derzeit Machbarkeitsstudien im Gang.

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