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Der Telebasel News Beitrag vom 20. Juni 2020.
Basel

Was passiert mit der Herbstmesse 2020?

Fällt nach der Fasnacht auch die Herbstmesse den Corona-Massnahmen zum Opfer? Die Beteiligten klingen vorsichtig optimistisch, dass die Messe stattfindet.

Die Herbstmesse gehört zu Basel wie die «Drämmli», der FCB oder die Fasnacht. Ähnlich wie bei der Fasnacht, droht der Herbstmesse wegen der Coronapandemie die Absage. Doch trotz Absage der meisten Grossanlässe, sind die Standbetreiber und Schausteller in Basel zuversichtlich, wie Oskar Herzig sagt: «Stand heute, findet die Herbstmesse statt.»

Ähnlich klingt es beim Kanton. Sabine Horvath, Leiterin Messen beim Kanton Basel-Stadt bestätigte gestern auf Anfrage von Telebasel, dass das Präsidialdepartement Ende Juni kommunizieren wird, ob man die Planung der Herbstmesse weiterverfolgen wird.

Schwierige Monate hinter und vor sich

Die Schausteller haben seit ende Februar praktisch ein Berufsverbot. Dies wiegt besonders schwer, weil nach den Weihnachtsmärkten im Dezember, im Januar und Februar nicht viel los ist. Die Fasnachten sind dann die ersten grossen Anlässe im Jahr. Doch einige, wie bekanntlich auch die in Basel, wurden auf Grund der Pandemie abgesagt.

Doch die schwierigen Monate sind noch nicht vorbei, denn bis in den Oktober, sind die meisten Saisonmärkte, «Chilbi» und Volksfeste abgesagt. Viele Schausteller kommen jetzt in Schwierigkeiten, denn an den meisten Events müssen die Standmieten im Voraus bezahlt werden. «Wir fahren, auf Deutsch gesagt, mit voll Gas an die Wand», sagt Herzig angesprochen auf die Finanzielle Situation vieler Schausteller.

Was Oskar Herzig ein wenig beruhigt ist, dass man zumindest in Bern die schwierige Situation der Schausteller erkannt hat: «Also positiv ist der Grundsatzentscheid, dass wir ein spezieller Härtefall sind. Und auf Grund von dem, gehen wir davon aus, dass auch etwas kommt. Was kommt, wissen wir noch nicht.»

Vorbild Basel

Die Herbstmesse ist der älteste und grösste Jahrmarkt in der Schweiz und damit ein Highlight für die Schausteller. Vielleicht ist auch die 550 Jahre alte Tradition der Grund, dass der Austausch in Basel zwischen den Behörden und den Schaustellern vorbildlich ist. So empfindet es zumindest Oskar Herzig, denn «im Kanton Basel-Stadt haben wir eine ausserordentliche Situation. Das ist der einzige Kanton, der mit den Teilnehmern, im Vorfeld, die Sachen bespricht und Lösungsmöglichkeiten sucht.» Bei anderen Grossanlässen die Abgesagt wurden, hätten die Organisatoren das über die Köpfe der Schausteller und Standbetreiber hinweg entschieden, so Herzig.

So bleibt nur zu hoffen, dass das Jahr 2020 als das Jahr in Erinnerung bleiben wird, in welchem die Herbstmesse trotz alle hat stattfinden können und nicht als das, in welchem das 550-jährige Jubiläum nicht gefeiert werden konnte.

1 Kommentar

  1. Ein konstruktiver Vorschlag / Idee:

    Die Messehalle 1 zusätzlich freigeben und öffnen.
    Die Vorteile liegen auf der Hand:
    1. Das Publikum könnte sich so besser auf die Plätze verteilen (Abstand)
    2. Die Halle könnte so besser ausgelastet werden und Umsatz generieren.
    3. Das wichtigste währe aber, dass die durchschnittlichen 1000 Bewerber welche im Schnitt pro Jahr abgewiesen werden wieder aufspielen könnten und so, ihre Verluste welche sie bis jetzt erlitten haben ein bisschen aufbessern könnten. Zudem würde die Stadt wieder einmal schweizweit ein Zeichen setzen in Sachen Tourismus.Report

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