Die Senioren-Organisation ruft zum Schutz der besonders verletzlichen Bevölkerungsschicht auf. (Symbolbild: Keystone)
Schweiz

Senioren fordern Überprüfung des Corona-Schutzes in Heimen

Zur Vorbereitung auf eine zweite Welle: Senioren haben die Überprüfung des Risikomanagements rund um das Coronavirus in Alters- und Pflegeheimen gefordert.

Dies sei dringend, um bei einer allfälligen neuen Welle der Virusausbreitung gerüstet zu sein, teilte die grösste schweizerische Vereinigung von Seniorenorganisationen Vasos am Donnerstag mit.

Von den bis heute von den Kantonen gemeldeten rund 1900 Opfern der Coronavirus-Pandemie in der Schweiz seien mehr als die Hälfte in Alters- und Pflegeheimen gestorben, schrieb die Dachorganisation. Und leider sei die Corona-Krise noch nicht vorbei.

Die Senioren-Organisation ruft zum Schutz der besonders verletzlichen Bevölkerungsschicht auf. Auch wenn einige Kantone ihre Zahlen noch nicht offengelegt hätten, könne es als statistisch erhärtet gelten, dass Menschen im Pflegeheim in den letzten Wochen zum Teil einem erheblich höheren Todesfall-Risiko ausgesetzt gewesen seien, als wenn sie in ihren eigenen vier Wänden gelebt hätten.

Weil im Heim meistens über 80-Jährige auf beschränktem Raum zusammen leben würden und dabei auch in engen Kontakt mit den Pflegenden kämen, könne sich das Virus trotz Vorsichtsmassnahmen relativ leicht ausbreiten, schrieb Vasos. Die Seniorinnen und Senioren fordern darum eine Evaluierung und Überarbeitung der Schutzkonzepte.

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