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International

Trump beklagt sich über «Black Lives Matter»-Schriftzug

Der gewaltsame Tod des Afroamerikaners George Floyd in Minneapolis sorgte weltweit für Empörung. Alle Entwicklungen im Live-Ticker.
Denkmal von äthiopischem Kaiser zerstört

Der Angriff auf ein Denkmal für den letzten äthiopischen Kaiser Haile Selassie (1892-1975) in London hat bei der örtlichen Rastafari-Gemeinde Besorgnis ausgelöst.

Die Büste im Cannizaro-Park im Stadtteil Wimbledon war am Dienstag von einer Gruppe von ungefähr 100 Menschen attackiert und zerstört worden, wie die britische Nachrichtenagentur PA berichtete. Vermutet wird, dass der Vorfall im Zusammenhang steht mit Unruhen in dem ostafrikanischen Land nach dem gewaltsamen Tod des Sängers und politischen Aktivisten der Bevölkerungsgruppe der Oromo, Hachalu Hundessa.

Die in Jamaika entstandene Rastafari-Religion verehrt Haile Selassie als Gottheit. Berühmtester Anhänger war der Reggae-Sänger Bob Marley. Für viele Oromo hingegen – die grösste Bevölkerungsgruppe in Äthiopien, die sich aber marginalisiert fühlt – gilt der Monarch als Symbol der Unterdrückung durch die lange Zeit dominierende Volksgruppe der Amharen.

Sklaven-Thriller «Emancipation» mit Will Smith landet bei Apple TV

Apple TV+ hat den Bieterkrieg um den geplanten Sklaven-Thriller «Emancipation» gewonnen. Der Streamingdienst habe grosse Studios wie Warner Bros. und Universal geschlagen, berichteten die US-Branchenblätter «Hollywood Reporter» und «Variety» am Mittwoch (Ortszeit). Für die weltweiten Rechte soll der Preis auf über 100 Millionen Dollar geklettert sein. Hollywood-Star Will Smith (51, «Men in Black», «Ali») wird unter der Regie von Antoine Fuqua («Equalizer») einen Sklaven auf der Flucht spielen. Die Dreharbeiten sollen Anfang 2021 beginnen.

Der Sklaven-Thriller «Emancipation» mit Will Smith wird bei Apple TV zu sehen sein. (Archivbild: Keystone)

«Emancipation» beruht auf einer wahren Begebenheit aus dem Jahr 1863. Einem schwer misshandelten Sklaven gelingt im US-Staat Louisiana die Flucht von einer Plantage in den Norden der Vereinigten Staaten. Damals veröffentlichte Fotos von seinem nach einer Auspeitschung völlig vernarbten Rücken machten sein Schicksal bekannt. Er wolle den Sklaven nicht als Opfer, sondern als Kämpfer darstellen, hatte Fuqua zuvor in einem Interview gesagt.

Trump beklagt geplanten «Black Lives Matter»-Schriftzug in New York

US-Präsident Donald Trump hat sich auf Twitter über einen auf der New Yorker Fifth Avenue geplanten «Black Lives Matter»-Schriftzug beschwert. Bürgermeister Bill de Blasio hatte vergangene Woche angekündigt, dass damit die Strasse direkt vor dem Trump-Tower im Zentrum Manhattans grossflächig bemalt werden soll. Trump nannte den in ähnlicher Form auch vor dem Weissen Haus angebrachten Schriftzug ein «Symbol des Hasses».

 
Donald Trump beklagt den vor dem Trump-Tower geplanten «Black Lives Matter»-Schriftzug analog dem in der 16th Street in Washington. (Bild: Keystone)

Die Sprecherin des Weissen Hauses, Kayleigh McEnany, sagte später bei einer Pressekonferenz, Trump kritisiere die «Black Lives Matter»-Bewegung als Organisation, weil diese einige «hasserfüllte» Botschaften gesendet habe. McEnany betonte: «Er findet auch, dass alle schwarzen Leben wichtig sind.»

Trump kritisierte auf Twitter, dass die Stadt mit einem «grossen, teuren, gelben Zeichen die Luxus-Strasse verunglimpft» und gleichzeitig das Polizeibudget um eine Milliarde Dollar reduziere. Diesen Beschluss hatte am frühen Mittwochmorgen der Stadtrat getroffen. Eine Streichung von Stellen soll es dabei nicht geben, die Kürzung von rund sechs auf etwa fünf Milliarden Dollar geschieht vor allem durch Veränderungen in der Verwaltung und Arbeitsorganisation. So fallen beispielsweise künftig rund 5300 Polizisten in Schulen unter die Zuständigkeit des Bildungsressorts.

Mississippis Flagge wurde in die Geschichtsbücher verbannt

Der Gouverneur von Mississippi, Tate Reeves, hat die umstrittene Flagge des US-Bundesstaats mit seiner Unterschrift in die Geschichtsbücher verbannt. Es sei Zeit für eine Flagge, die nicht für die Vergangenheit, sondern für die Gegenwart und die Zukunft des Bundesstaats stehe, erklärte der Republikaner am Dienstag (Ortszeit). Nun sei es an der Zeit, den Streit zu beenden und gemeinsam voranzuschreiten. Zuvor hatten am Wochenende beide Kammern des Parlaments dafür gestimmt, eine neue Flagge entwerfen zu lassen. Nun unterzeichnete Reeves das Gesetz.

Die Flagge von Mississippi erinnerte an die einstigen Sklavenhalter im amerikanischen Süden. (Bild: Keystone)

Die bisherige, seit 1894 gültige, Fahne erinnerte an die einstigen Sklavenhalter im amerikanischen Süden, die sogenannten Konföderierten. Sie wurde von vielen seit Langem als ein Symbol des Rassismus kritisiert.

Sohn Ethan Wayne: «John Wayne war kein Rassist»

Nach der Forderung der US-Demokraten im Zuge der Rassismus-Debatte, den nach der Western-Legende benannten John-Wayne-Flughafen in Orange County umzubenennen, hat sich dessen Sohn Ethan Wayne eingeschaltet.

«John Wayne war kein Rassist», sagte der 58-Jährige. Es wäre «ungerecht», seinen Vater auf der Grundlage eines einzigen Interviews zu beurteilen, schrieb Ethan Wayne in einem Statement, wie das US-Promiportal «TMZ» berichtete.

Anstoss für die Namensdebatte war eine Interviewäusserung von John Wayne. Der 1979 verstorbene Hollywoodstar hatte gesagt, dass er an die Überlegenheit der Weissen («white supremacy») glaube und Schwarze noch der Erziehung bedürften.

Belgischer König drückt Bedauern über grausame Kolonialzeit aus

Belgiens König Philippe hat sein tiefstes Bedauern für Gewalt, Grausamkeiten und Erniedrigung während der belgischen Kolonialherrschaft im Kongo ausgedrückt.

Dies geht aus einem am Dienstag veröffentlichten Brief des Monarchen an den Präsidenten der Demokratischen Republik Kongo, Félix Tshisekedi, hervor. Anlass ist der 60. Jahrestag der Unabhängigkeit des afrikanischen Landes. Philippe wendet sich auch gegen heutigen Rassismus in seinem Land.

Der belgische König Leopold II. hatte Teile der heutigen Demokratischen Republik Kongo – den sogenannten Freistaat Kongo – von 1885 bis 1908 als Privatvermögen beherrscht und gnadenlos ausgebeutet. Acht bis zehn Millionen Kongolesen sollen nach Schätzungen von Historikern unter seiner Herrschaft ums Leben gekommen sein – knapp die Hälfte der damaligen Bevölkerung. Anschliessend war das Gebiet bis 1960 belgische Kolonie.

Prozessbeginn im Fall George Floyd erst 2021

Das Hauptverfahren gegen vier wegen der Tötung des Afroamerikaners George Floyd angeklagte Ex-Polizisten soll US-Medienberichten zufolge am 8. März nächsten Jahres beginnen. Zuvor soll es am 11. September noch eine Anhörung zu Verfahrensfragen geben, wie Richter Peter Cahill am Montag (Ortszeit) verfügte. Er warnte die Beteiligten auch, dass bei weiteren öffentlichen Äusserungen zu dem Fall eine Verlegung des Verfahrens an einen anderen Ort nötig sein könnte, um einen fairen Prozess zu garantieren, wie die örtlichen Fernsehsender ABC5 und Kare11 berichteten.

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Berg soll neuen Namen kriegen – weil er nach Rassist benannt ist

Zwei Wochen nach dem Tod von George Floyd erhielten die Gemeindeverwaltungen von Grindelwald, Guttannen und Fieschertal ein Schreiben. Im Brief fordert das Komitee «Démonter Louis Agassiz» rund um den St. Galler Historiker und ehemaligen SP-Politiker Hans Fässler die Umbenennung des Agassizhorns in Rentyhorn, wie die «Berner Zeitung» berichtet.

Grund: Der Berg im Jungfrau-Aletsch-Gebiet ist nach dem Naturforscher Louis Agassiz benannt, der für seine Rolle als Rassentheoretiker und sein rassistisches Denken verurteilt wird. Er gilt als einer der Vordenker der Apartheid. «Man könnte es bildhaft sagen: Der Namensgeber des Agassizhorns kniete zusammen mit dem weissen Polizisten Derek Chauvin auf dem Hals von George Floyd», heisst es im Schreiben.

Schon im Jahr 2007 forderte das Komitee, den Berg nach dem kongolesischen Sklaven Renty in Rentyhorn umzubenennen.

Die schweizerisch-haitianische Kuenstlerin Sasha Huber 2008 bei einer Aktion zur Umbenennung des Berges nach einem kongolesischen Sklaven (Archivbild: Keystone)Carola
US-Demokraten wollen John-Wayne-Flughafen umbenennen

Im Zuge der Rassismusdebatte in den USA wollen die Demokraten im Orange County in Kalifornien einen nach Western-Legende John Wayne benannten Flughafen umbenennen. Grund seien Interviewäusserungen, in denen der 1979 verstorbene Hollywoodstar gesagt hatte, dass er an die Überlegenheit der Weissen («white supremacy») glaube und Schwarze noch der Erziehung bedürften, wie der Sender CNN am Montag berichtete. Nach einem Antrag der Demokraten, über den die Regierung des Verwaltungsbezirks nun entscheiden muss, soll der rund 65 Kilometer südöstlich von Los Angeles gelegene Flughafen einfach Orange County Airport heissen.

Kapitänin Rackete: «Ich als Weisse will nicht im Rampenlicht stehen»

Vor eine Jahr fuhr Kapitänin Carola Rackete mit ihrem Schiff unerlaubt in einem italienischen Hafen ein. Nun wirft sie den EU-Behörden in der Migration Rassismus vor.

Zum Jahrestag ihrer unerlaubten Einfahrt mit Migranten an Bord in einen italienischen Hafen sagte Kapitänin Rackete: «Ich hatte das Gefühl, dass wir nicht nur zum Retten auf See sein mussten, sondern auch als Zeichen des Widerstands gegen den strukturellen Rassismus der europäischen Behörden». Dieser sei in der EU ebenso ein Problem wie in den USA.

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Belgien ringt mit kolonialer Vergangenheit

Vor dem Königspalast in Brüssel hat Leopold II. noch seinen Ehrenplatz. Doch an vielen anderen Orten in Belgien ging es dem früheren König in den vergangenen Wochen an den Kragen: Denkmäler wurden beschmiert oder entfernt. 60 Jahre nach der Unabhängigkeit des Kongos befeuern Anti-Rassismus-Demonstrationen den Streit um Belgiens koloniale Vergangenheit.

Die Kolonialzeit war in Belgien lange ein Tabuthema. Das Land habe diese Zeit nie wirklich überwunden, sagt eine Aktivistin vom Dekolonisierungskollektiv «Memoire Coloniale» der Deutschen Presse-Agentur. «Auch heute ist das Narrativ der Kolonialzeit noch sehr präsent: im öffentlichen Leben, in Schulbüchern, in den Köpfen der Menschen.»

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Grosse Mehrheit stimmt Änderung zu

Inmitten der Rassismusdebatte in den USA haben sich beide Kammern des Parlaments in Mississippi mit grosser Mehrheit für eine Änderung der umstrittenen Flagge des südlichen Bundesstaats ausgesprochen. Die seit 1894 gültige Fahne erinnert an die einstigen Sklavenhalter im amerikanischen Süden, die sogenannten Konföderierten. US-Medienberichten zufolge war Mississippi der letzte Bundesstaat, dessen offizielle Fahne noch an die Konföderierten erinnerte. Der Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz Ende Mai und die darauffolgenden Proteste gegen Rassismus hatten Gegnern der Flagge neuen Rückenwind verliehen.

Nach dem Repräsentantenhaus des Bundesstaats stimmte am Sonntagabend auch der Senat für eine Abschaffung der derzeitigen Flagge. Die Senatoren stimmten mit einer Mehrheit von 91 zu 23 Stimmen für die Änderung, wie zahlreiche US-Medien übereinstimmend berichteten. Der republikanische Gouverneur Tate Reeves hatte bereits am Samstag angekündigt, dass er das entsprechende Gesetz unterschreiben werde, sobald es ihm vorliege.

Rassistischer Ex-Präsident: US-Uni Princeton benennt Institut um

Infolge der jüngsten Debatte um Rassismus in den USA hat die Elite-Universität Princeton ihr bislang nach dem früheren US-Präsidenten Woodrow Wilson benanntes Politik-Institut umbenannt. «Wilsons Rassismus war bedeutend und folgenschwer, selbst an den Standards seiner Epoche gemessen», erklärte Universitätspräsident Christopher Eisgruber am Samstag. Princeton habe Wilson, der von 1913 bis 1921 Präsident gewesen war, nicht wegen seines Rassismus geehrt, habe sich davon aber nicht abhalten lassen, erklärte er.

«Das jedoch ist letztlich das Problem. Princeton ist Teil eines Amerikas, das Rassismus zu oft gering geschätzt, ignoriert oder entschuldigt hat», schrieb Eisgruber. Dies habe das Andauern von «Systemen, die gegen Schwarze diskriminieren, erlaubt», erklärte er.

(Bild: Keystone)

Die Entscheidung zur Umbenennung sei auf seine Empfehlung hin am Freitag vom Aufsichtsrat der Universität getroffen worden. Das Institut werde künftig «Princeton School of Public and International Affairs» heissen. Noch 2016 hatte das Gremium eine Umbenennung trotz Protesten von Studenten abgelehnt. Der Tod George Floyds bei einem brutalen Polizeieinsatz habe eine neue kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Rassismus hervorgerufen, erklärte Eisgruber.

Stars sprechen sich bei Corona-Konzert gegen Rassismus aus

Musiker und Hollywoodstars haben sich während eines weltweit übertragenen Online-Konzerts gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA ausgesprochen. «Rassismus ist seit Jahrhunderten in unserem System verwurzelt», sagte die Schauspielerin Kerry Washington in einer Videobotschaft. «Das hat viele Leben gekostet.» Die New Yorkerin forderte das Publikum auf, für eine «bessere Zukunft» zu kämpfen.

Der Musiker Usher sang vor einem düsteren Hintergrund über Diskriminierung und Ungleichheit. Während seines Auftritts lagen Darsteller in der Pose auf dem Boden, in die weisse Polizisten Ende Mai den Afroamerikaner George Floyd gezwungen hatten. Floyd war in der US-Stadt Minneapolis gestorben, nachdem ein Beamter minutenlang auf seinem Hals kniete.

Kerry Washington: (Bild: Keystone)

Das Konzert bildete den Abschluss eines internationalen Spendenmarathons für Impfstoffe und Behandlungen gegen die Lungenkrankheit Covid-19. Der EU-Kommission zufolge wurden insgesamt 15,9 Milliarden Euro eingenommen.

Rassistischer Ex-Präsident: US-Uni Princeton benennt Institut um

Infolge der jüngsten Debatte um Rassismus in den USA hat die Elite-Universität Princeton ihr bislang nach dem früheren US-Präsidenten Woodrow Wilson benanntes Politik-Institut umbenannt. Wilsons Rassismus sei bedeutend und folgenschwer, selbst an den Standards seiner Epoche gemessen, erklärte Universitätspräsident Christopher Eisgruber am Samstag. Princeton habe Wilson, der von 1913 bis 1921 Präsident gewesen war, nicht wegen seines Rassismus geehrt, habe sich davon aber nicht abhalten lassen, erklärte er.

(Bild: Keystone)

Das jedoch sei letztlich das Problem. Princeton ist Teil eines Amerikas, das Rassismus zu oft gering geschätzt, ignoriert oder entschuldigt hat, schrieb Eisgruber. Die Entscheidung zur Umbenennung sei auf seine Empfehlung hin am Freitag vom Aufsichtsrat der Universität getroffen worden. Das Institut werde künftig Princeton School of Public and International Affairs heissen.

St. Gallen verurteilt rassistischen Vorfall

Im Zuge der Super-League-Partie vom Donnerstag zwischen St. Gallen und dem FC Zürich (0:4) ist es zu einem rassistischen Zwischenfall gekommen. Opfer der verbalen Attacke, die in einem Amateur-Video zu hören ist, wurde Zürichs Angreifer Aiyegun Tosin. Der Nigerianer hatte sich in St. Gallen als Doppeltorschütze ausgezeichnet.

St. Gallens Präsident Matthias Hüppi verurteilt die Aktion in einer Mitteilung des Klubs aufs Schärfste. Der FC St. Gallen sei «schockiert und wütend» und werde Rassismus auch nicht ansatzweise tolerieren, liess Hüppi verlauten. Die Ostschweizer wollen alles dafür tun, um den Täter zu identifizieren und zu bestrafen. «Ich möchte diese Person nie mehr bei uns im Kybunpark sehen», so Hüppi. Man habe Strafanzeige eingereicht.

Lewis Hamilton kritisiert Ecclestones Aussagen

Weltmeister Lewis Hamilton kritisierte Aussagen des früheren Formel-1-Chefs Bernie Ecclestone zu Rassismus als «ignorant und ungebildet». Der Brite äusserte sich in einem Posting auf Instagram zum Thema.

«Wenn jemand, der den Sport über Jahrzehnte führt, so wenig von den tiefgreifenden Problemen versteht, mit denen schwarze Menschen jeden Tag umgehen müssen, wie können wir dann Verständnis von den Menschen erwarten, die unter ihm arbeiten», schrieb der 35-jährige Lewis Hamilton.

Zuvor hatte Ecclestone in einem Interview auf CNN behauptet, in vielen Fällen seien schwarze Menschen rassistischer als weisse Menschen.

(Screenshot: Instagram/lewishamilton)

FCZ-Spieler in St. Gallen als «Scheiss Mohrenkopf» beschimpft

In der Schweizer Super League hat sich ein Rassismus-Vorfall ereignet. Beim Spiel FC St. Gallen gegen den FC Zürich vom Donnerstag (0:4) wurde FCZ-Stürmer Aiyegun Tosin von einem St. Galler Fan als «Scheiss Mohrenkopf» beschimpft, wie «20 Minuten» am Samstag berichtet. Die Worte sind auf einem Youtube-Video aus dem Stadion zu hören.

(Video: Youtube)

Tosin kniet nach seinem Torjubel hin und streckt seine Faust in die Höhe – es ist die bekannte Protestgeste gegen die Ungerechtigkeit gegen Schwarze. Kurz darauf fällt nochmals eine Beleidigung: Von der Tribüne ruft ein Fan die Worte «Scheiss Nigger» in Richtung des Stürmers.

Welche Konsequenzen der Rassismus-Skandal haben wird, ist momentan noch nicht klar.

Coca-Cola schliesst sich Werbeboykott an

Coca-Cola schliesst sich dem Protest gegen Rassismus an. Der Mega-Konzern schaltet für mindestens einen Monat keine Werbung auf Facebook und Co. «Es gibt keinen Platz für Rassismus in der Welt und es gibt keinen Platz für Rassismus in den sozialen Netzwerken», teilte Konzernchef James Quincey am Freitag (Ortszeit) mit.

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Auch der riesige Coca-Cola-Konzern wirbt vorläufig aus Protest nicht auf Facebook und anderen sozialen Plattformen. (Symbolbild: Keystone)
Trump sagt Golfwochenende wegen «Anarchisten» ab

Nach dem Sturz zahlreicher Statuen bei Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA hat US-Präsident Donald Trump sein geplantes Golfwochenende in seinem Club in New Jersey abgesagt. Er bleibe in Washington, um sicherzustellen, dass «Recht und Ordnung» durchgesetzt würden, schrieb Trump am Freitagabend (Ortszeit) auf Twitter.

Die «Brandschatzer, Anarchisten und Plünderer» seien zwar weitgehend gestoppt worden. Er werde aber dafür sorgen, dass notwendige Sicherheitsmassnahmen ergriffen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen würden.

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Washington statt Golf-Wochenende: Trump krempelt seine Agenda wegen der anhaltenden Proteste kurzfristig um. (Bild: Keystone)
US-Bürgermeisterin lehnt Rücktritt Polizeichefs nach Todesfall ab

Ein neuer mutmasslicher Fall von Polizeigewalt gegen Nicht-Weisse in den USA hat die Stadt Tucson im Gliedstaat Arizona erschüttert.

Bürgermeisterin Regina Romero lehnte am Donnerstag (Ortszeit) jedoch das Rücktrittsangebot von Polizeichef Chris Magnus ab, wie aus einer Erklärung auf Twitter hervorgeht. Magnus war in die Kritik geraten, weil die Polizei den Fall eines bereits im April bei einem Polizeieinsatz gestorbenen Mannes mit lateinamerikanischen Wurzeln nicht viel früher öffentlich gemacht hatte.

Romero schrieb zwar, über den Rücktritt habe nicht sie zu entscheiden. Sie wolle aber, dass Magnus bleibe und die von ihm angestossenen Polizeireformen fortführe. Das Polizeivideo zu dem Einsatz am 21. April wurde am Mittwoch erstmals öffentlich im Rahmen einer Pressekonferenz mit dem Polizeichef gezeigt.

Demnach rang der 27-jährige Carlos Adrian Ingram López bei dem Einsatz in einer dunklen Garage des Hauses seiner Grossmutter zunächst mit den Beamten, dann bekam er Handschellen an und wurde mit dem Gesicht nach unten auf den Boden gedrückt – «etwa zwölf Minuten lang», wie Magnus sagte. Der junge Mann war Medienberichten zufolge nackt, verzweifelt und rief unter anderem, er könne nicht atmen. Er habe vor Ort einen Herzstillstand erlitten, so Magnus weiter. Wiederbelebungsversuche seien erfolglos gewesen und sein Tod sei noch dort festgestellt worden.

US-Repräsentantenhaus billigt Gesetz für weitreichende Polizeireform

Einen Monat nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz hat das US-Repräsentantenhaus einen Gesetzesentwurf gegen Polizeigewalt verabschiedet. Das Repräsentantenhaus stimmte am Donnerstagabend (Ortszeit) vor allem mit der Mehrheit der Demokraten in der Parlamentskammer für den Entwurf. Dieser sieht unter anderem vor, die Strafverfolgung von Polizisten bei Gewaltanwendung zu erleichtern. Der Entwurf dürfte in dieser Form allerdings kaum Aussichten darauf haben, tatsächlich zum Gesetz zu werden.

(Bild: Keystone)

Nach dem nun vom Repräsentantenhaus verabschiedeten Entwurf soll die Immunität von Polizisten eingeschränkt werden, damit sie leichter zur Rechenschaft gezogen werden können. Ausserdem sollen umstrittene Polizeimethoden wie Würgegriffe bei Festnahmen verboten werden. Körperkameras bei Polizisten sollen verstärkt zum Einsatz kommen. Das Weisse Haus hat aber deutlich gemacht, dass US-Präsident Donald Trump eine Einschränkung der Immunität von Polizisten nicht akzeptieren würde.

Trump bezeichnet Statuen-Stürzer als Terroristen

US-Präsident Donald Trump hat den Sturz von Statuen bei den Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA in Zusammenhang mit Terrorismus gebracht. Trump drohte Demonstranten, die versuchten, Statuen historischer Figuren in den USA zu Fall zu bringen, am Donnerstagabend (Ortszeit) im Sender Fox News mit schwerwiegenden Konsequenzen. «Jede Nacht werden wir härter und härter vorgehen», sagte Trump. «Und irgendwann wird es Vergeltung geben.» Diese Demonstranten seien Vandalen und Anstifter – in Wahrheit seien sie aber «in gewisser Weise Terroristen».

(Bild: Keystone)

Die Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd haben in den USA eine Debatte über die Erinnerungskultur des Landes angestossen. In verschiedenen Landesteilen machten Demonstranten kurzen Prozess und brachten Statuen zu Fall, die historische Figuren darstellen, die in Verbindung mit Rassismus gebracht werden. In Washington waren Demonstranten am Montagabend bei dem Versuch gescheitert, eine Statue des siebten Präsidenten Andrew Jackson zu stürzen.

Trump sagte am Donnerstag, er habe den Sturz der Jackson-Statue gestoppt. Seine Regierung hat inzwischen die Nationalgarde mobilisiert, um Denkmäler in der Hauptstadt Washington zu schützen. Die rund 400 aktivierten Mitglieder seien bislang in Bereitschaft und würden die US-Parkpolizei unterstützen, um «jede Verunstaltung oder Zerstörung» zu verhindern, hatte der Sprecher der Nationalgarde in Washington, Craig Clapper, am Mittwoch auf Anfrage erklärt. Die Nationalgarde zählt zur Reserve der US-Armee.

New Yorker Polizist nach Würgegriff-Vorfall angeklagt

Ein New Yorker Polizist ist nach einem Würgegriff-Vorfall bei der Verhaftung eines Afroamerikaners vorübergehend festgenommen und angeklagt worden. Der 39-Jährige müsse sich nun unter anderem wegen versuchter Strangulierung verantworten, teilte die Staatsanwältin des Stadtteils Queens, Melinda Katz, am Donnerstag mit. Nach der Verlesung der Anklage wurde der Polizist zunächst wieder auf freien Fuss gesetzt.

Er war am Wochenende vom Dienst suspendiert worden, nachdem Videos veröffentlicht worden waren, die zu belegen scheinen, dass der er bei einem auf dem Boden liegenden Mann einen illegalen Würgegriff anwendete. Der 35-jährige Afroamerikaner war bei der Festnahme am Sonntag im Bezirk Queens verletzt und in ein Krankenhaus gebracht worden. Die Verhaftung erfolgte unter anderem wegen Verdachts auf Ruhestörung.

Die Aufnahmen einer Bodycam zeigen die Festnahme, bei dem es offenbar zu einem illegalen Würgegriff des Polizisten an einem Afroamerikaner gekommen ist. (Bild: Keystone/NYPD via AP)
Trump wirft schwarzem Aktivisten "Verrat" vor

US-Präsident Donald Trump hat einen schwarzen Aktivisten nach dessen Äusserungen zur Gewalt bei den Protesten infolge des Todes von George Floyd scharf angegriffen. Trump schrieb am Donnerstag auf Twitter: «Das ist Verrat, Verhetzung, Aufruhr!»

Der New Yorker Präsident der «Black Lives Matter»-Bewegung, Hawk Newsome, hatte zuvor im Sender Fox News gesagt, weder billige noch verurteile er Ausschreitungen. Er verwies darauf, dass er gesagt habe: «Wenn dieses Land uns nicht gibt, was wir wollen, dann werden wir das System niederbrennen und es ersetzen.» Es sei Auslegungssache, ob er das im übertragenen oder im wörtlichen Sinn meine.

Unilever benennt Gesichtscreme wegen Rassismusdebatte um

Der Konsumgüterkonzern Unilever möchte seiner Gesichtscreme „Fair & Lovely“ angesichts der weltweiten Rassismusdebatte einen anderen Namen geben. Die Hautpflegeprodukte sollten künftig ein vielfältigeres Schönheitsideal mit sämtlichen Hautfarben ansprechen, kündigte das Unternehmen am Donnerstag an. Begriffe wie «weiss», «weiss machend» und «hell» hingegen suggerierten ein einheitliches Schönheitsideal, das das Unternehmen nicht für richtig halte.

Der Konsumgüterkonzern Unilever möchte seiner Gesichtscreme «Fair & Lovely» angesichts der weltweiten Rassismusdebatte einen anderen Namen geben. (Symbolbild: Keystone)
Nationalgarde steht zum Schutz von Monumenten in Washington bereit

Die Nationalgarde steht auf Veranlassung der US-Regierung zum Schutz von Denkmälern in der Hauptstadt Washington bereit. Die rund 400 aktivierten Mitglieder seien bislang in Bereitschaft und würden die US-Parkpolizei unterstützen, um «jede Verunstaltung oder Zerstörung» zu verhindern, erklärte der Sprecher der Nationalgarde in Washington, Craig Clapper, am Mittwoch (Ortszeit) auf Anfrage. Die Nationalgarde zählt zur Reserve der US-Armee.



«Ich glaube, viele der Leute, die Statuen niederreissen, haben keine Ahnung, was die Statue ist», sagte US-Präsident Donald Trump am Mittwoch bei einer Pressekonferenz im Weissen Haus. Er stellte erneut eine Verfügung zum besseren Schutz von Denkmälern in Aussicht, die er bis Ende der Woche unterschreiben wolle.

Nasa benennt Hauptgebäude nach afroamerikanischer Ingenieurin

Die Nasa hat ihr Hauptgebäude in Washington zu Ehren der ersten afroamerikanischen Ingenieurin im Dienst der US-Raumfahrtbehörde umbenannt. Das Gebäude werde künftig nach Mary Jackson heissen, teilte Nasa-Chef Jim Bridenstine am Mittwoch (Ortszeit) mit.

(Bild: NASA)

Die 2005 gestorbene Ingenieurin hatte ab den frühen 50er-Jahren für die Nasa gearbeitet. Sie gehörte zu einer kleinen Gruppe afroamerikanischer Frauen, die für die Nasa komplizierteste Berechnungen für Raumfahrt-Missionen weitgehend ohne Hilfsmittel durchführte – dafür öffentlich damals aber keinerlei Anerkennung erfuhr.

Seattle kürzt der Polizei Budget

Seit Wochen fordern Demonstrierende in den USA, der Polizei Gelder zu kürzen und stattdessen beispielsweise mehr in Soziale Dienste zu investieren, statt auf Law and Order zu setzen. Die Bürgermeisterin von Seattle, Jenny Durkan, will nun, dass 5 Prozent des Polizeibudgets gestrichen werden. Dabei handelt es sich um etwa 20 Millionen Dollar, berichtet CNN.

Die Kürzung sei Teil von Einsparungen, die die Metropole wegen Corona macht. Gespart werde unter anderem bei der Anschaffung neuer Fahrzeuge und es wird ein Einstellungsstopp verfügt. Das geht Durkan aber nicht weit genug. Sie hat die Polizei aufgefordert, Vorschläge zu bringen, mit denen die Ausgaben des Departements um 50 Prozent reduziert werden können.

FBI verneint rassistische Attacke gegen Nascar-Fahrer Bubba Wallace

Der einzige schwarze Nascar-Fahrer Bubba Wallace ist offenbar doch nicht das Ziel einer rassistischen Attacke gewesen. Das geht aus den abschliessenden Untersuchungen der US-Bundespolizei FBI hervor.

«Das FBI kommt in seinem Bericht zum Schluss, und fotografische Beweise bestätigen dies, dass das wie eine Schlinge geformte Garagentor-Zugseil dort bereits im letzten Herbst positioniert war», hiess es auf der Nascar-Homepage.

Damit habe das Seil bereits lange vor der Ankunft des Teams auf dem Talladega Superspeedway im US-Bundesstaat Alabama in der Garage gelegen. «Wir schätzen die schnelle und gründliche Untersuchung des FBI und sind dankbar zu erfahren, dass dies keine vorsätzliche, rassistische Handlung gegen Bubba war», teilte die Verantwortlichen der Rennserie weiter mit.

Wallace selber zweifelte das Untersuchungsergebnis an; er beharrte auf der ursprünglichen Einschätzung. Das Bild vom Gegenstand, das er gesehen habe, habe kein Garagentor-Zugseil gezeigt, sagte Wallace dem Sender CNN. «Es war ein Galgenstrick. Ob im Jahr 2019 geknüpft oder wann auch immer, es war ein Galgenstrick.»

Der Fund des Galgenstricks hatte in den vergangenen Tagen für Wirbel und noch mehr Entsetzen gesorgt und war als rassistischer Angriff auf Wallace verurteilt worden. Der 26-jährige Wallace setzt sich für die Bewegung Black Lives Matter (Schwarze Leben zählen) ein und hatte sich für ein Verbot der Konföderierten-Flagge bei Nascar-Veranstaltungen ausgesprochen. Die Konföderierten hatten im Amerikanischen Bürgerkrieg (1861 bis 1865) der Südstaaten gegen den Norden gekämpft und sich gegen die Abschaffung der Sklaverei und gegen mehr Rechte für Schwarze gewehrt.

Bubba Wallace bleibt dabei: Beim Seil handelte es sich um eine Galgenschlinge. (Archivbild: Keystone)
Ben & Jerry's stellt sich gegen Facebook

Der US-Eiscremehersteller Ben & Jerry’s will aus Protest gegen Facebooks Umgang mit rassistischen, hetzerischen und manipulativen Inhalten vorerst keine Werbung mehr bei dem Online-Netzwerk schalten. Facebook müsse mehr tun, um die Nutzung seiner Plattform zur Spaltung Amerikas zu verhindern, forderte das zum Konsumgüterkonzern Unilever gehörende Unternehmen am Dienstag (Ortszeit). Ben & Jerry’s schliesse sich deshalb der Initiative #StopHateForProfit an und stoppe in den USA ab 1. Juli bis auf Weiteres sämtliche bezahlten Anzeigen bei Facebook und Instagram.

US-Bürgerrechtsorganisationen hatten Firmen in der vergangenen Woche zu dem Boykott aufgerufen. So soll Facebook an einer empfindlichen Stelle getroffen werden – der Konzern macht fast seinen ganzen Umsatz mit Werbeerlösen. Mit The North Face und Patagonia schlossen sich bereits andere bekannte Marken an. Die US-Protestwelle gegen Rassismus und Polizeigewalt hat die Kritik an Facebook, zu nachlässig mit kontroversen Beiträgen umzugehen, wieder stark aufflammen lassen. Dazu trug auch Zuckerberg wesentlich bei, der sich weigerte, gegen umstrittene Aussagen von US-Präsident Donald Trump einzuschreiten.

Trauergottesdienst für Rayshard Brooks

Mehr als eine Woche nach seinem Tod infolge eines Polizeieinsatzes haben Dutzende Menschen Abschied von dem Afroamerikaner Rayshard Brooks genommen. Der Trauergottesdienst fand am Dienstag in der historischen Ebenezer Baptistengemeinde in Atlanta statt, in der auch der Bürgerrechtler Martin Luther King (1929-1968) gepredigt hatte. Dessen Tochter Bernice hielt während der Trauerfeier eine Rede. «Ich kenne den Schmerz, ohne Vater aufzuwachsen», sagte sie. «Es kann weder in Atlanta noch irgendwo in unserem Land Frieden geben, wo es keine Gerechtigkeit gibt. Keine Gerechtigkeit, kein Frieden!» King beklagte, dass Atlanta nicht immun sei gegen das Problem des «systematischen und strukturellen Rassismus».

Brooks Tod infolge eines Polizeieinsatzes am 12. Juni hatte die landesweiten Proteste gegen Polizeigewalt und Rassismus in den USA nach dem Fall George Floyd in Minneapolis weiter angeheizt. Der 27-jährige Familienvater war am Steuer seines Wagens eingeschlafen, als er in der Schlange an einem Schnellrestaurant wartete. Zwei weisse herbeigerufene Polizisten stellten fest, dass er zu viel getrunken hatte, und wollten ihn festnehmen. Es kam zu einem Handgemenge, Brooks griff nach dem Elektroschockgerät eines Beamten und floh. Einer der beiden Polizisten feuerte Schüsse ab, die ihn im Rücken trafen und tödlich verletzten. Dem Beamten wird unter anderem Mord zur Last gelegt. Im Falle einer Verurteilung droht ihm lebenslange Haft ohne Bewährung oder gar die Todesstrafe.

Ein Familienmitglied an der Trauerfeier. (Bild: Keystone)
Bürgermeisterin will «autonome Zone» in Seattle auflösen

Die Bürgermeisterin von Seattle, Jenny Durkan, hat die Auflösung einer im Zuge der Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt entstandenen «autonomen Zone» angekündigt. Es sei an der Zeit, die Ordnung wieder herzustellen, sagte Durkan am Montag (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz.

Die Bürgermeisterin von Seattle will die im Zuge der Rassismus-Proteste gegen entstandene «autonome Zone» auflösen. (Bild: Keystone)

Demonstranten hatten Anfang Juni unweit des Kapitols in der Innenstadt mehrere Strassenzüge besetzt, die Polizei zog aus einer dort gelegenen Wache ab. US-Präsident Donald Trump ist die Situation ein Dorn im Auge. Er warf Durkan und dem Gouverneur des Bundesstaats Washington Untätigkeit vor und forderte mehrfach, dass sie die Kontrolle über die Stadt zurückerlangen müssten.

Basler Nationalräte fordern härtere Konsequenzen für Racial Profiling

Die weltweiten Proteste gegen Polizeigewalt gehen auch an der Schweiz nicht spurlose vorbei. Die Baselbieter Nationalrätin Samira Marti und der Basler Nationalrat Mustafa Atici fordern mehr Konsequenzen bei Racial Profiling. Deshalb haben sie zwei entsprechende Motionen dazu eingereicht, schreibt die bz basel. Racial Profiling bedeuted kurz erklärt, dass Polizisten Personen aufgrund äusserer Merkmale und Stereotypen kontrollieren.

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New Yorker Polizist nach Würgegriff-Vorfall suspendiert

Ein New Yorker Polizist ist am Sonntag nach einem Würgegriff-Vorfall bei der Verhaftung eines Afroamerikaners vom Dienst suspendiert worden. Polizeichef Dermot Shea sprach in einem Tweet von einem verstörenden Vorfall. Die Untersuchung dauere noch an. Die Polizei veröffentlichte ein Bodycam-Video, zudem gab es Handy-Aufnahmen eines Passanten. Die Videos scheinen zu belegen, dass der Polizist bei dem auf dem Boden liegenden Mann einen illegalen Würgegriff anwendete.

Der 35-jährige Afroamerikaner sei bei der Festnahme am Sonntagmorgen (Ortszeit) im Bezirk Queens verletzt und in ein Krankenhaus gebracht worden, berichtete die New York Times. Bei dem Vorfall waren mehrere Polizisten zugegen. Die Verhaftung erfolgte unter anderem wegen Verdacht auf Ruhestörung.

Die Stadt New York hatte vorige Woche ein Gesetz erlassen, das die Anwendung von Würgegriffen verbietet und unter Strafe stellt.

Britische Polizei stuft Messerangriff als Terrorismus ein

Die britische Polizei hat den Messerangriff in der Stadt Reading mit drei Toten jetzt offiziell als Terrorismus eingestuft. Bei der Attacke am späten Samstagabend seien auch drei Menschen verletzt worden, teilte die Thames-Valley-Polizei am Sonntag mit. Der 25-jährige Tatverdächtige sei unter Mordverdacht festgenommen worden.

Der Täter war am Abend in Forbury Gardens auf die dort anwesenden Menschen losgegangen und hatte wahllos auf seine Opfer eingestochen. Reading liegt rund 70 Kilometer westlich von London, dort leben rund 160 000 Menschen.

Tommie Smith wartet weiterhin auf Entschuldigung

Mehr als 50 Jahre nach seiner Black-Power-Geste und dem Protest gegen Rassismus bei den Olympischen Spielen von Mexiko-City wartet Tommie Smith noch immer auf eine Entschuldigung des IOC. Auf die Frage, ob das IOC für das Verhalten bei den Sommerspielen 1968 jemals um Verzeihung gebeten habe, antwortete der 76 Jahre alte Afroamerikaner in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur: «Nein. Das hat das IOC nicht gemacht.»

Smith hatte damals nach seinem Olympiasieg über 200 m auf dem Siegerpodest die rechte Faust in einem schwarzen Handschuh in den Nachthimmel gestreckt – das Zeichen der Black-Power-Bewegung. Er trug zudem keine Schuhe und nur schwarze Socken als Symbol der Armut. Bronzemedaillengewinner und Teamkollege John Carlos zeigte die gleiche Geste mit dem linken Arm. Die Fotos gingen um die Welt, und die Aktion wurde zu einem Meilenstein in der Bürgerrechtsbewegung.

Mehr als 50 Jahre nach seiner Black-Power-Geste und dem Protest gegen Rassismus bei den Olympischen Spielen von Mexiko-City wartet Tommie Smith noch immer auf eine Entschuldigung des IOC. (Bild: Keystone)

Das IOC verurteilte das Verhalten als Missachtung seiner Charta und drohte der gesamten US-Mannschaft mit dem Ausschluss, wenn Smith und Carlos nicht umgehend nach Hause geschickt würden.

Rassismus-Vorwürfe gegen Berner Polizisten

Mehrere Beamte der Berner Kantonspolizei haben laut der «Sonntagszeitung» auf Facebook rassistische Inhalte geteilt oder gaben sich als Sympathisanten der rechtsextremen Partei national orientierter Schweizer (PNOS) zu erkennen. Laut «Sonntagszeitung» teilte ein Kantonspolizist ein Bild von einem schwarzen Samichlaus und stellte dazu den Satz: «Dieses Jahr gibt es keine weissen Weihnachten». Die Kantonspolizei hat bereits ein personalrechtliches Verfahren eingeleitet.

Beyoncé veröffentlicht Song «Black Parade»

Sie ist ein Pop-Weltstar, glamourös, steinreich – und schon seit langem hoch engagiert für Schwarze in den USA. Jetzt hat sich Grammy-Seriensiegerin Beyoncé (38) in der Debatte über Rassismus und Polizeigewalt erneut deutlich zu Wort gemeldet – mit einer positiven Botschaft für afroamerikanisches Selbstbewusstsein. Ihr Song «Black Parade» wurde in den USA am Freitag veröffentlicht, bis Sonntag hatte das Stück allein bei Youtube schon weit über eine Million Aufrufe erzielt. Eine neue Hymne für «Black Lives Matter»?

Beyoncés Song «Black Parade» hat auf Youtube bereits weit über eine Million Aufrufe erzielt. (Video: Youtube/Beyoncé)
Mehrere Statuen in den USA gestürzt

Bei Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt haben Demonstranten in den USA erneut mehrere Statuen gestürzt. In der Hauptstadt Washington brachten sie am Freitag eine Statue des Südstaaten-Generals Albert Pike zu Fall, übergossen sie mit Feuerzeugbenzin und setzten sie in Brand, wie auf Fernsehbildern zu sehen war. US-Präsident Donald Trump warf der Polizei in der Hauptstadt auf Twitter vor, ihren Job nicht zu machen. Er sprach von «einer Schande für unser Land». Die Täter sollten sofort festgenommen werden.

Bei Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt haben Demonstranten in den USA erneut mehrere Statuen gestürzt, so wie hier in Washington. (Bild: Keystone)
Trump erwähnt Namen von George Floyd bei Kundgebung nicht

US-Präsident Donald Trump hat bei seiner ersten Massenkundgebung seit dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz den Namen des Opfers kein einziges Mal erwähnt. Auch Rassismus oder Polizeigewalt thematisierte Trump bei seiner mehr als eineinhalbstündigen Rede am Samstagabend (Ortszeit) in Tulsa (Oklahoma) vor Tausenden Anhängern nicht. Stattdessen sagte der Republikaner mit Blick auf die Wahl im November unter Applaus: «Wenn die Demokraten an die Macht kommen, dann werden die Randalierer das Sagen haben und niemand wird mehr sicher sein.»

Polizei bestätigt drei Tote bei Messerstecherei – Kein Terrorismus

Nach einer Anti-Rassismus-Demonstration in der britischen Stadt Reading ist es zu einem Zwischenfall gekommen. Die Polizei von Thames Valley schrieb am Samstagabend auf Twitter, Beamte seien vor Ort und untersuchten den Vorfall. Es war allerdings unklar, ob dieser in Verbindung mit der Demonstration der Bewegung Black Lives Matter stand.

Mehrere Stunden nach der Messerstecherei hat die Polizei bestätigt, dass bei der Attacke drei Menschen ums Leben gekommen sind. Entgegen Berichten britischer Medien werde der Zwischenfall jedoch nicht als Terrorakt behandelt. Ein 25-jähriger Tatverdächtiger sei festgenommen worden.

Mehr dazu hier.

Fall Floyd: Zweiter Mitangeklagter Ex-Polizist gegen Kaution frei

Ein zweiter wegen Beihilfe zur Tötung des Afroamerikaners George Floyd angeklagter weisser Ex-Polizist ist auf Kaution aus dem Gefängnis gekommen. Wie aus der Gefängnisdatenbank des Bezirks Hennepin im Bundesstaat Minnesota hervorging, wurde der 26-Jährige am Freitagabend aus der Haft entlassen. Der frühere Polizist hinterlegte demnach eine Kaution von 750 000 US-Dollar (knapp 660 000 Euro), um unter Auflagen bis zu einem möglichen Urteil in dem Fall freizukommen. Ein ebenfalls an dem Einsatz gegen Floyd beteiligter Ex-Polizist (37) war nach Hinterlegung einer Kaution in derselben Höhe bereits am 10. Juni unter Auflagen freigekommen.

Beyoncé feiert Stärke von Schwarzen - Neuer Song «Black Parade»

Pop-Superstar Beyoncé (38) hat sich in der Debatte über Rassismus und Polizeigewalt mit einer positiven Botschaft zu Wort gemeldet. Ihr neuer Song «Black Parade» wurde in den USA am Freitag – dem sogenannten Juneteenth-Gedenktag – veröffentlicht. Am Samstagvormittag hatte das Stück allein auf Youtube schon mehr als 250 000 Aufrufe erzielt.

Das Lied feiert zu einer afrikanisch angehauchten Gesangsmelodie und Hip-Hop-Beats den Stolz der Schwarzen auf ihre Kultur. «Wir haben Rhythmus/wir haben Stolz/wir bringen Könige zur Welt/wir erschaffen ganze Stämme» , so lassen sich einige der Textzeilen des fast fünfminütigen Stücks übersetzen.

«Juneteenth»-Aktion in Bucht von San Francisco

Anti-Rassismus-Demonstration in den USA hat es am Freitag nicht nur auf den Strassen sondern auch im Wasser gegeben. In der Bucht von San Francisco stürzten sich viele Hundert Schwimmer für eine Protestaktion ins Meer. Vor der Kulisse der historischen Alcatraz-Gefängnisinsel hielten sie schwimmend ein grosses «Black Lives Matter»-Schild hoch.

Auch in der Innenstadt von San Francisco, am Hafen von Oakland und an zahlreichen anderen Orten versammelten sich Zehntausende, um gegen Rassismus, Diskriminierung und Polizeigewalt zu demonstrieren.

Trump nimmt Kundgebungen trotz Covid wieder auf – droht Demonstranten

Vor seiner ersten Massenkundgebung seit Beginn der Corona-Krise in den USA hat US-Präsident Trump eine scharfe Warnung an Teilnehmer von Protesten gerichtet. «Alle Demonstranten, Anarchisten, Unruhestifter, Plünderer oder Gesindel, die nach Oklahoma kommen, bitte begreift, dass ihr nicht wie in New York, Seattle oder Minneapolis behandelt werdet», schrieb Trump am Freitag auf Twitter. Er spielte damit auf die aus seiner Sicht zu laxen Reaktionen einiger Bundesstaaten auf Demonstrationen infolge des Todes des Afroamerikaners George Floyd an, bei denen es zunächst teilweise zu Ausschreitungen gekommen war.

Demonstrationen gegen Rassismus in den USA

Unter dem Eindruck landesweiter Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt haben in den USA viele Menschen dem Ende der Sklaverei vor mehr als 150 Jahren gedacht. Bei Demonstrationen anlässlich des «Juneteenth»-Gedenkens zeigten TV-Bilder Versammlungen in Städten wie Chicago oder Washington. Allein in der Ostküstenmetropole New York nahmen an mehreren Orten Tausende Menschen zu Fuss und auf Fahrrädern an Demonstrationen gegen Diskriminierung und für Gleichberechtigung teil.

Am 18. Juni gedachten die Menschen dem Ende der Sklaverei vor 150 Jahren – dem «Juneteenth»-Gedenken. (Bild: Keystone)

«Juneteenth», auch «Freedom Day» genannt, ist jedes Jahr am 19. Juni. An diesem Datum im Jahr 1865 – kurz nach dem amerikanischen Bürgerkrieg – hatte eine entsprechende Proklamation in Texas das Ende der Sklaverei verkündet. Dieses Jahr steht der Gedenktag unter dem Eindruck der landesweiten Massenproteste nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd Ende Mai in Minneapolis.

Taylor Swift macht sich für «Juneteenth»-Feiertag stark

Pop-Star Taylor Swift (30) hat sich am «Juneteenth»-Gedenktag in Erinnerung an die Sklavenbefreiung in den USA für einen nationalen Feiertag ausgesprochen.

Auf Instagram postete die Sängerin am Freitag ein Video, in dem die schwarze Journalistin Danielle Young die Bedeutung des Tages erklärt. Sie selbst habe sich entschieden, jeweils am 19. Juni allen ihren Mitarbeitenden frei zu geben, so dass sie den Freiheitstag begehen können.

Sie und ihre Familie würden weiter über die Geschichte der Afroamerikaner lernen und sich gegen Rassismus stark machen, erklärte Swift. «Juneteenth» wird in vielen US-Staaten zelebriert, zählt bisher aber nicht zu den offiziellen, landesweit geltenden Feiertagen.

Tötung von Breonna Taylor in Kentucky: Polizist wird entlassen

Mehr als drei Monate nach den tödlichen Schüssen auf die Afroamerikanerin Breonna Taylor wird einer der an dem Einsatz im US-Bundesstaat Kentucky beteiligten Polizisten entlassen. Der Beamte habe in mindestens 14 Fällen extrem gegen Regularien verstossen und durch das mutwillige und blinde Feuern von zehn Schüssen in Taylors Wohnung eine extreme Gleichgültigkeit für den Wert eines Menschenlebens gezeigt, erklärte die Polizei der Stadt Louisville am Freitag zur Begründung. Zwei weitere an dem Einsatz beteiligte Polizisten bleiben vorerst weiterhin suspendiert.

Ex-Nato-Chef Rasmussen: Proteste zeigen Wunsch nach mehr Demokratie

Der frühere Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen sieht in den internationalen Protesten gegen Rassismus einen Beleg für einen Wunsch nach noch mehr Demokratie. «Die Zivilgesellschaft befindet sich mitten in einer Renaissance», sagte Rasmussen am Freitag auf einem von ihm organisierten und online übertragenen Demokratiegipfel.

Hunderttausende Menschen gingen auf die Strassen, um Reformen bei der Polizei und ein Ende von systematischem Rassismus zu fordern. Das zeige, dass die Menschen der Demokratie nicht müde seien. «Im Gegenteil: Sie wollen mehr Demokratie», sagte der frühere dänische Ministerpräsident. Keine Kraft auf der Erde sei stärker als das menschliche Verlangen nach individueller Freiheit.

(Bild: Keystone)

Der von Fogh Rasmussens Organisation Alliance of Democracies organisierte Gipfel sollte in diesem Jahr ursprünglich zum dritten Mal in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen stattfinden. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie wurde er am Donnerstag und Freitag jedoch virtuell abgehalten. Zu den Rednern gehörten der Hongkonger Demokratie-Aktivist Joshua Wong, Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen und auch US-Aussenminister Mike Pompeo.

12-jähriger Schwarzer bekommt mit Anti-Rassismus-Song Plattenvertrag

Ein 12-jähriger Schwarzer, der mit einem Protestsong gegen Rassismus auf Instagram Millionen Menschen erreichte, hat einen Plattenvertrag bei einem grossen Label unterschrieben.

Keedron Bryants nun bei Warner Records erschienenes Lied «I Just Wanna Live» («Ich will nur leben») wurde am Freitag auf Streamingplattformen im Internet veröffentlicht.

In dem von seiner Mutter geschriebenen Lied singt Bryant unter anderem die Zeile «I’m a young black man doing all that I can» («Ich bin ein junger Schwarzer und ich tue alles, was ich kann»). Am 26. Mai hatte er das Instagram-Video zur Herausforderung veröffentlicht, als «junger schwarzer Mann» standhaft zu bleiben bei alltäglichen Diskriminierungen.

US-Bürgerrechtler: Niederlande müssen «Zwarte Piet» verbannen

Der US-Bürgerrechtler Jesse Jackson hat die Niederlande aufgerufen, die schwarz geschminkte Figur des Nikolaus-Helfers «Zwarte Piet» abzuschaffen.

Ministerpräsident Mark Rutte solle diese «rassistische und verletzende Tradition» beenden, schrieb der Pfarrer in einem Brief, den das online-Medium «Kanttekening» veröffentlichte.

(Bild: Keystone)
Michael Johnson zu Rassismus in USA: Ressentiments ausmerzen

Die Leichtathletik-Legende Michael Johnson hat in der aktuellen Rassismus-Debatte das ganze System in den USA infrage gestellt und kritisiert.

«Meine grösste Sorge ist, dass die ganze Diskussion nun nur über persönlichen Rassismus geführt wird», sagte der vierfache Olympiasieger gegenüber «laureus.com».

US-Sprint-Star Michael Johnson äusserte sich zur Rassismus-Debatte. (Keystone)

Der 52-jährige Amerikaner betonte, dass es wichtig sei, die Ressentiments kleiner Gruppen weisser Rassisten gegen schwarze Menschen auszumerzen. Das grösste Problem sei aber, «dass es ein System gibt, das so etwas überhaupt unterstützt. Das Menschen erlaubt, so eine Einstellung zu haben und sich damit wohlzufühlen.»

Nach Tod von Brooks: Polizist im Gefängnis

Nach dem Tod des Afroamerikaners Rayshard Brooks nach einem Polizeieinsatz in der US-Metropole Atlanta ist einer der beteiligten Beamten verhaftet worden. Aus Gefängnisunterlagen geht hervor, dass der Polizist am Donnerstag (Ortszeit) in die Strafanstalt aufgenommen wurde.

Die «Black Lives Matter»-Bewegung ist weltweit immer noch voll im Gange. (Keystone)

Die Staatsanwaltschaft hatte am Mittwoch ihre Entscheidung mitgeteilt, den Mann unter anderem wegen Mordes anzuklagen und ihn aufgefordert, sich zu stellen. Der Beamte habe übermässige Gewalt angewendet, wohingegen das Opfer kein aggressives Verhalten gezeigt habe, so die Begründung. Nun droht dem Angeklagten lebenslange Haft ohne Bewährung oder gar die Todesstrafe.

San Francisco entfernt umstrittene Kolumbus-Statue

Die kalifornische Stadt San Francisco hat eine umstrittene Statue von Christopher Kolumbus an einem Aussichtspunkt der US-Westküstenmetropole entfernen lassen. Das fast zwei Tonnen schwere und knapp vier Meter hohe Denkmal sei in der Nacht zum Donnerstag (Ortszeit) abgebaut worden, berichtete der «San Francisco Chronicle».

Das 1957 aufgestellte Denkmal war in den vergangenen Jahren immer wieder Zielscheibe von Protesten und Vandalismus geworden. (Keystone)

Die Stadtverwaltung hatte dem Plan zugestimmt, eine Figur entfernen zu lassen, mit der viele Unterdrückung und Schmerz verbinden würden.

Republikaner blockiert Entfernung umstrittener Statuen aus US-Kapitol

Ein Senator der US-Republikaner hat Bemühungen der Demokraten zur Entfernung umstrittener Statuen aus dem Kapitol in Washington blockiert. Die Demokraten Charles Schumer und Cory Booker hatten am Donnerstag versucht, mit Zustimmung aller Senatoren die sofortige Entfernung von elf Statuen zu veranlassen, die Soldaten und andere Vertreter der Konföderierten Staaten darstellen. Der Republikaner Roy Blunt sprach sich dagegen aus und verwies auf Vereinbarungen mit den Bundesstaaten über die Statuen. Das Kapitol ist der Sitz der beiden Parlamentskammern, des Senats und des Repräsentantenhauses.

Acht schwarze Gäste beim zweiten Anlauf der Rassismus-Arena

Nach dem Desater der letzten Woche hat SRF-Arena Sandro Brotz nun acht schwarze Menschen eingeladen, die über Rassismus diskutieren sollen. Warum der erste Versuch scheiterte und wer bei der zweiten Ausgabe dabei sein wird, lesen Sie hier.

Angela Addo stellt sich zum zweiten Mal der Arena-Öffentlichkeit. (Bild: SRF)
Umdenken bei Uncle Ben's

Uncle Ben’s, bekannt vor allem für Reisprodukte, wird sein Logo ändern. Aktuell zeigt es das Protrait eines Schwarzen. Das soll sich nun ändern. Wie das neue Logo aussehen soll, ist noch nicht bekannt. Das Logo wurde schon mehrmals kontrovers öffentlich diskutiert. Den Anstoss zur Änderung hätten die anhlatenden Diskussionen und Proteste in den USA gegeben, so das Unternehmen.

UNcle Ben’s wird in Zukunft anders aussehen. (Archivbild: Keystone)
Guardiola: «Weisse sollten sich entschuldigen»

Die englische Premier League ist mit emotionalen Bildern und einer klaren Anti-Rassismus-Botschaft auf den Rasen zurückgekehrt.



«Weisse Menschen sollten sich dafür entschuldigen, wie wir schwarze Menschen seit über 400 Jahren behandeln», sagte Trainer Pep Guardiola nach dem 3:0-Sieg seines Teams Manchester City gegen Arsenal.

Kevin De Bruyne und Pierre-Emerick Aubameyang knien vor dem Anpfiff zur Unterstützung der Bewegung «Black Lives Matter». (Bild: Keystone)
Polizist nach Tod von Rayshard Brooks wegen Mordes angeklagt

Der Tod von Rayshard Brooks bringt Konsequenzen mit sich. Nicht nur für den mutmasslichen Mörder, sondern die ganze Polizei in Atlanta.

(Bild: Keystone
«Erster Schritt»: Mordanklage nach Tod eines Schwarzen in Atlanta

Nach dem Tod des Afroamerikaners Rayshard Brooks nach einem Polizeieinsatz in der US-Metropole Atlanta muss einer der beteiligten Beamten die Todesstrafe fürchten. Die Staatsanwaltschaft klagte den Polizisten am Mittwoch (Ortszeit) unter anderem wegen Mordes an. Er habe übermässige Gewalt angewendet, sagte Staatsanwalt Paul Howard in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia. Darauf steht im Falle einer Verurteilung lebenslange Haft ohne Bewährung oder gar die Todesstrafe.

Tomika Miller, Witwe von Rayshard Brooks weint während einer Pressekonferenz. (Bild: Keystone)

Der Tod des 27-Jährigen nach dem Einsatz hatte die landesweiten Proteste gegen Polizeigewalt und Rassismus in den USA nach dem Fall George Floyd in Minneapolis weiter angeheizt.

Der Anwalt von Brooks Familie, Justin Miller, begrüsste die Entscheidung der Staatsanwaltschaft. «Das ist aber erst der erste Schritt. Schritt zwei ist die Verurteilung in allen Anklagepunkten». Witwe Tomika Miller meldete sich nur kurz und sichtlich emotional zu Wort. Sie sei sehr verletzt. «Vatertag steht vor der Tür und alles, woran ich denken kann ist, was wäre, wenn mein Mann noch hier wäre.» Brooks Tochter war Medienangaben zufolge am Samstag acht Jahre alt geworden.

«Ich werde ausschliesslich schwarze Menschen einladen»

Für seine Sendung «Arena» am Freitagabend erntete SRF-Moderator Sandro Brotz viel Kritik in den sozialen Medien. Zu der Ausgabe mit dem Thema «Jetzt reden wir Schwarzen» waren nämlich drei der vier Gäste weiss.

Die Kritik wolle Brotz konstruktiv nutzen und kündigte daher auf Twitter an, für die nächste Sendung am kommenden Freitag zum Thema Rassismus ausschliesslich Schwarze einzuladen.



Zwei Afroamerikaner erhängt gefunden – Polizei ermittelt

Nach dem Tod zweier Afroamerikaner, die in Südkalifornien an Bäumen erhängt aufgefunden wurden, haben die US-Bundespolizei FBI, die Justizbehörde und der Sheriff des Bezirks Los Angeles Ermittlungen aufgenommen.

(Symbolbild: Keystone)
US-Demokraten: Trumps Reformen werden Polizeigewalt nicht beenden

Die Polizeireformen von US-Präsident Donald Trump sind auf scharfe Kritik der Demokraten im Kongress gestossen. Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, teilte am Dienstag (Ortszeit) mit, die «schwache» Verfügung des Republikaners Trumps werde nicht annähernd dem Ziel gerecht, «die Epidemie der Rassenungerechtigkeit und der Polizeibrutalität zu bekämpfen».



Nach wochenlangen Protesten infolge des Todes des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz hatte Trump am Dienstag im Rosengarten des Weissen Hauses eine Verfügung für Reformen unterzeichnet – allerdings in sehr begrenztem Rahmen.

Afrikaner fordern beispiellose UN-Kommission zu Rassismus in den USA

Afrikanische Staaten wollen Rassismus und mögliche Menschenrechtsverletzungen in den USA und anderen Staaten der Welt von einer Untersuchungskommission beleuchten lassen. Das geht aus dem Entwurf für eine Resolution hervor, die sie dem UN-Menschenrechtsrat am Dienstag vorgeschlagen haben. Eine Abstimmung ist frühestens am Donnerstag zu erwarten.

Eine solche Kommission, die sich in erster Linie mit der Situation in einem westlichen Land befasst, wäre ein beispielloser Vorgang. Keine der 31 Untersuchungskommissionen und Missionen zur Faktenfindung, die der Rat seit 2006 beschlossen hat, bezogen sich auf die Lage in einem westlichen Land. Die seit 2017 eingerichteten Kommissionen drehten sich um die Lage in Venezuela, Myanmar, dem Kongo, den palästinensischen Gebieten und im Jemen.

Delegierte bei einer Sitzung des UN-Menschenrechtsrats am Dienstag. (Bild: Keystone)

Am Mittwochnachmittag beginnt auf Antrag der afrikanischen Staaten eine Dringlichkeitsdebatte im Rat, der diese Woche seine im März wegen der Corona-Krise abgebrochene Frühjahrssitzung fortsetzt. Die Antragsteller wollten auch einem Mitglied der Familie von George Floyd Gehör verschaffen.

75-Jähriger kann immer noch nicht laufen

Ein 75 Jahre alter Demonstrant, der bei einem Protest in Buffalo im US-Bundesstaat New York von Polizisten zu Boden geworfen wurde, kann weiter nicht laufen. Er habe eine Schädelverletzung, aber sein Zustand sei seit Freitag stabil, sagte die Anwältin des Mannes am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Die beiden Polizisten, die den Mann zu Boden gestossen hatten, wurden suspendiert. Ihnen werde Körperverletzung vorgeworfen, berichteten US-Medien. Beide plädierten vor einem Gericht auf nicht schuldig. Ein Video hatte den Vorfall festgehalten. Der 75-Jährige war mit Blutungen am Kopf auf dem Bürgersteig liegengeblieben. Zahlreiche Polizisten aus Buffalo stellten sich demonstrativ hinter ihre beiden Kollegen.

Schüsse beim Versuch, eine Statue zu stürzen

Beim Versuch von Demonstranten, die Statue des spanischen Konquistadors Juan de Oñate in der US-Stadt Albuquerque zu stürzen, ist einer der Protestler von einem Angehörigen einer Miliz angeschossen worden. Das Opfer sei nach dem Vorfall am Montagabend (Ortszeit) in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte die Polizei mit. Der örtliche Sender KRQE berichtete, ein 31-Jähriger sei im Zusammenhang mit den Schüssen festgenommen worden. Bewaffnete einer selbst ernannten Bürgerwehr hatten versucht, den Sturz der Statue zu verhindern, wie auf Fernsehbildern zu sehen war.

Die Demonstranten vor der Statue. (Bild: Keystone)
Trump verspricht Gerechtigkeit

Nach wochenlangen Protesten gegen Rassismus hat US-Präsident Donald Trump den Angehörigen von Opfern von Polizeigewalt Gerechtigkeit versprochen. «Ihre Lieben werden nicht umsonst gestorben sein», sagte Trump bei einem Auftritt im Rosengarten des Weissen Hauses nach einem Treffen mit Angehörigen. Im Rosengarten wollte Trump am Dienstag eine Verfügung für Polizeireformen unterzeichnen.

Demonstrationsteilnehmer in Kopenhagen positiv auf Corona getestet

Ein Teilnehmer einer grossen Demonstration gegen Rassismus in Kopenhagen ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gab Gesundheitsminister Magnus Heunicke am Dienstagabend in Kopenhagen bekannt. Selbst Demonstrationsteilnehmer, die keine Symptome hätten, sollten sich nun sicherheitshalber auf Corona testen lassen, sagte die Direktorin der dänischen Verwaltung für Patientensicherheit, Anette Lykke Petri. An der Demonstration des dänischen Ablegers der Bewegung Black Lives Matter hatten sich am vergangenen Sonntag mehr als 15 000 Menschen beteiligt.

Statue von Johann Sutter in Sacramento abgebaut

Im kalifornischen Sacramento wurde eine Statue von Johann Sutter durch die Behörden entfernt. Der verschuldete Johann Sutter liess seine Familie sitzen und flüchtete 1834 in die USA, wo er nach weiteren wirtschaftlichen Misserfolgen mit Kinderhandel, Zwangsarbeit und Sklaverei zu Reichtum kam. Zeitzeugen schilderten laut Historikern glaubhaft Sutters Alkoholismus, seine Tätlichkeiten gegenüber seinen Arbeitern und Arbeiterinnen, sowie deren sexuellen Missbrauch. Weiter habe Sutter eine zentrale Rolle beim Genozid der lokalen indigenen Bevölkerung gespielt.

Vergangene Woche forderte die JUSO Baselland, dass das Denkmal Sutters in seinem Heimatort Rünenberg, in dem er nie lebte, entfernt wird. Mit der Idee könnte sich der Rüneberger Gemeindepräsident so gar nicht anfreunden: «Für mich war General Sutter immer ein gute Person.» So sehe es auch die ältere Dorfbevölkerung, die «gar nicht wusste, was damals lief», sagte er gegenüber Onlinereports.

Die Statue Sutters wurde abtransportiert. (Bild: Keystone)
Oberster Schweizer Polizist weist Kritik an Polizeiarbeit zurück

Der Präsident der Konferenz der kantonalen Polizeikommandanten, Stefan Blättler, hat sich in die Diskussion um Polizeiwillkür sowie Rassismus eingeschaltet. «Eine polizeiliche Kontrolle ist immer genau geregelt», sagte er dem «Blick» vom Dienstag.

Stefan Blättler, der oberste Schweizer Polizist, weist die Kritik an der Polizeiarbeit zurück. (Archivbild: Keystone)

«Es braucht einen Grund für die Kontrolle und ein Signalement», erklärte er. Zudem gebe es in einigen Städten gewisse Hotspots mit vielen illegalen Aktivitäten, da sei es die Pflicht der Polizei, Kontrollen durchzuführen. Als Beispiel nennt Blättler etwa Bern, wo auf der Schützenmatte viel mit Drogen gehandelt werde – häufig von Leuten aus Afrika.

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Trump kündigt Verfügung zu Polizeireform an

Nach wochenlangen Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt infolge des Todes von George Floyd hat US-Präsident Donald Trump eine Anordnung zur Polizeireform angekündigt. «Das übergeordnete Ziel ist, dass wir Recht und Ordnung wollen», sagte Trump am Montag (Ortszeit) im Weissen Haus. «Und wir wollen, dass das fair, gerecht und sicher geschieht.» Welche Reformen er konkret plant, wollte Trump erst bei einer Pressekonferenz anlässlich der Unterzeichnung der Verfügung am Dienstag im Weissen Haus verkünden.

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Donald Trump kündigt nach wochenlangen Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt eine Verfügung zur Polizeireform an. (Bild: Keystone)
Anwalt des getöteten Rayshard Brooks fordert Umdenken der US-Polizei

Der Anwalt des in Atlanta getöteten Afroamerikaners Rayshard Brooks hat einen Mentalitätswechsel bei der Polizei in den USA gefordert. Es gehe nicht nur um neue Gesetze und Vorschriften, es brauche Veränderungen in den Köpfen der Polizisten, forderte Anwalt Chris Stewart am Montag. Der Familienvater Brooks sei auf einem Parkplatz eingeschlafen und habe keine Gefahr für die Gesellschaft dargestellt, sagte er. Die Polizei hätte Verständnis zeigen und ihn schlicht nach Hause gehen lassen sollen, aber die Beamten hätten ihn festnehmen wollen, woraufhin die Lage eskaliert sei, sagte Stewart.

Brooks Fall dürfe nicht kleingeredet werden, nur weil er bei der Festnahme Widerstand geleistet habe, forderte Stewart. «Sie haben George Floyd Handschellen angelegt und danach wurde er getötet. Wenn man Afroamerikaner ist, heisst Handschellen angelegt zu bekommen nicht, dass man nett auf den Rücksitz eines Polizeiwagens geführt wird», sagte der Anwalt weiter.

Berliner Polizisten künftig mit Bodycams unterwegs

Berliner Polizisten sollen künftig sogenannte Bodycams an ihren Uniformen zur Aufzeichnung von bestimmten Einsätzen tragen. Das sieht das überarbeitete Polizeigesetz vor, das die Berliner Regierungskoalition von Sozialdemokraten, Linken und Grünen nach jahrelangen Verhandlungen am Montag vorstellte.

Die kleinen Kameras sollen von den Polizisten angeschaltet werden, wenn Situationen etwa bei Kontrollen oder Demonstrationen problematisch werden oder eskalieren. Damit könne festgestellt werden, wie sich der jeweilige Polizist und sein Gegenüber verhalten hätten.

Hier trägt ein Polizist der Lausanner Polizei eine solche Bodycam. (Bild: Keystone)
Was bisher geschah

Alle bisherigen Ereignisse und Entwicklungen zu den Protesten in den USA können Sie hier nachlesen.

New Yorker Polizei löst Einheit mit Zivilpolizisten auf

Die New Yorker Polizei löst eine Einheit zur Verbrechensbekämpfung mit 600 Zivilpolizisten auf, denen besonders oft Gewalt im Einsatz nachgesagt wurde. «Das ist ein grosser Schritt», sagte Polizeichef Dermot Shea am Montag in New York. Die Entscheidung seien vergleichbar mit der Abschaffung des grundlosen Durchsuchens («Stop and Frisk»), bei dem besonders häufig Schwarze brutal vernommen wurden. Die betroffenen Polizisten waren oft auf den Strassen der Millionenmetropole undercover unterwegs, Aktivisten sagten ihnen häufig aggressives Verhalten gegen Minderheiten nach.

US-Grossstadt Atlanta kündigt nach Brooks' Tod Polizeireformen an

Die Bürgermeisterin der Metropole Atlanta im US-Bundesstaat Georgia, Keisha Lance Bottoms, hat nach der Tötung des Afroamerikaners Rayshard Brooks bei einer Festnahme Polizeireformen angekündigt. Polizisten müssten «Beschützer sein, nicht Krieger», sagte die Bürgermeisterin am Montag vor Journalisten. Sie erlasse Verordnungen, um die Gewaltanwendung durch Polizisten auf das Nötigste zu begrenzen. Alle Beamte müssten künftig immer wieder in Deeskalation geschult werden, erklärte sie.

Zudem müssten alle Polizisten künftig bei exzessiver Gewaltanwendung durch Kollegen einschreiten und diese auch melden, um Strafen zu entgehen, sagte die Bürgermeisterin. Es gebe keine Massnahmen, die Brooks zu seiner Familie zurückbringen könnten, aber sie werde sich künftig «jeden Tag dafür einsetzen, dass so etwas nicht wieder passiert», sagte sie. Die nun angeordneten Veränderungen seien nur der «erste Schritt» eines Reformprozesses. Brooks‘ Tod habe sie «wütend und traurig» gemacht, sagte Lance Bottoms.

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