Baselbieter Schafe auf dem Weg in die Berner Alpen. Immer an ihren Fersen: der Telebasel Report. (Bild: Telebasel)
Baselland

Report-Serie: Ab auf die Alp!

700‘000 Tiere ziehen jedes Jahr im Sommer in die Schweizer Alpen. Der Report begleitet eine Baselbieter Schafherde auf ihrer Reise in die Berge.

100‘000 Milchkühe, 180‘000 Rinder, 210‘000 Schafe, Lamas, Ziegen und Pferde – sie alle haben sich in der letzten Woche auf den Weg gemacht. Auf den Weg hoch hinaus, in die Höhen der Schweizer Alpen. Auf der Suche nach saftigem, frischem Gras. Denn Anfangs Juni, wenn die Temperaturen langsam steigen in den Bergen, geht die Schweizer Tierwanderung los.

Schafhalter Anton Pianta bereitet seine Tiere im Stall in Sissach auf die Sömmerung vor. Alle Tiere müssen entwurmt und korrekt markiert sein. (Video: Teleabasel)

Auf dem Weg nach oben

12 bis 15 Grad braucht es, damit das Gras in den Alpen wachsen kann. Meist wird das am ersten oder zweiten Juni-Wochenende des Jahres erreicht. Auf einen Schlag macht sich dann rund die Hälfte aller Schweizer Bauern, die Vieh besitzen auf den Weg in die Berge. Die Tiere werden auf die sogenannten Voralpen gebracht.

Die auf ca. 1500 Metern über Meer gelegenen Weiden dienen danach zwei, drei Wochen als Futterquelle. Danach machen sich die Hirten mit ihrer Herde auf den Weg nach ganz oben: in die Hochalpen.

Rund 400 Schafe ziehen am vergangenen Samstag hinter Hirte Fritz von Känel auf die Alp im Berner Kiental. (Bild: Telebasel)

Sömmerung, die uralte Tradition

Während die Tiere aus den Niederungen der Schweiz Höhenluft schnuppern, können die Bauern im Tal Futtervorräte für den Sommer anlegen. Dies ist denn auch der Ursprungsgedanke der sogenannten «Sömmerung».

Vorteile bringt die Alpwirtschaft jedoch auch den Alpen selbst: Die Bestossung der Alpen schützt das wertvolle Kulturland vor Verwaldung und Verbuschung. Weiter mindern die grasenden Kühe und Schafe auch die Lawinengefahr im Winter: Bliebe das Gras an den steilen Hängen zu lang, würde die Grasnarbe unter der Last des Schnees brechen. Die Folgen für die Täler wären fatal.

Hirte Fritz von Känel hat nun 100 Tage lang die Verantwortung für die Tiere von Anton Pianta aus Sissach. Im Interview mit Telebasel erzählt er, wie er mit dieser Verantwortung umgeht. (Video: Telebasel)

Sömmerung hautnah mit dem Report

Die Vorgänge in den Schweizer Alpbetrieben bleiben vielen Städtern abseits der Bergwelt oftmals verborgen. Basel-Stadt gehört sogar zu den einzigen drei Schweizer Kantonen ohne Sömmerungsbetrieb.

Höchste Zeit also, für einen Blick auf die Alp! Der Report begleitet Schafhalter Anton Pianta aus Sissach einen Sommer lang auf die Alp: vom Alpaufzug Anfangs Juni über die harte Arbeit auf der Hochalp bis zum feierlichen Alpabzug im September: Der Report lässt die Baselbieter Schafe nicht mehr aus den Augen.

Freuen Sie sich auf eine dreiteilige Reportage, Start ist am kommenden Mittwoch, 15. Juni 2020, um 19:45 Uhr mit Teil 1 der Serie. Im August folgt dann Teil 2, im September Teil 3.

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