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Der Telebasel News Beitrag vom 15. Juni 2020.
Region

Ein historischer Tag, der uns ein Stück Normalität zurückbringt

Rund drei Monate nach der Schliessung der Grenze zwischen der Schweiz und Deutschland, wurde diese heute wieder für alle geöffnet.

Gut drei Montage lang, über 90 Tage, war die Grenze zwischen Riehen und Lörrach geschlossen. Wie auch die restlichen Übergänge zwischen der Schweiz und ihren Nachbarn. Waren und Grenzgänger durften zwar weiterhin, die noch wenigen geöffneten Zollposten passieren.

Doch die meisten kleiner Grenzübergänge und die sogenannten Grünen Grenzen wurden verbarrikadiert, mit Zäunen geschlossen und zum Patrouillierten gar Militärangehörige an den Landesgrenzen eingesetzt.

Seit heute sind die harten Grenzen wieder passé und mit der Grenzöffnung kehrt, besonders im Basler Dreiländereck, wieder ein Stück mehr Normalität ein. «Die Schweizer würden sagen: Freude herrscht», sagt der Lörracher Oberbürgermeister Jörg Lutz. «Es ist für mich ein Tag, an dem ich froh und glücklich bin, dass die Grenze wieder offen ist, dass wir wirklich gemeinsam unser Dreiland wieder leben können.» führt Lutz weiter aus. Dem kann sich sein Riehener Kollege Hansjörg Wilde nur anschliessen.

Grenzregionen mehr einbeziehen

Die Schliessung der Landesgrenzen wurde vom Bundesrat, respektive von der Deutschen Bundesregierung beschlossen. Sowohl Oberbürgermeister Lutz aus Lörrach, wie auch Hansjörg Wilde aus Riehen erhoffen sich, dass in Zukunft die Grenzregionen bei allfälligen Grenzschliessungen mit in die Entscheidung einbezogen werden.

Eine gewisse Enttäuschung schwingen bei Hansjörg Wilde mit, wenn er sagt, «da (bei der Grenzschliessung a.d.R.) hat man glaube ich zu wenig Sensibilität gezeigt. Das kann mit der Distanz zu tun haben. Berlin und Bern liegt nicht direkt an der Grenze. Von dem her, ja ich hätte mir mehr Sensibilität gewünscht.» Jörg Lutz fügt an: «Hier in  der Region sind wir die Spezialisten dafür und nicht die in Berlin, Bern oder Paris».

Grenzen seit Kriegsende offen

75 Jahre lang, seit dem Ende des letzten Weltkrieges sind die Grenzen nicht mehr gesperrt gewesen. Seit 18 Jahren gibt es keine systematische Grenzkontrollen mehr, die Personenfreizügigkeit macht es möglich. Hoffen wir, dass Schlagbäume, Zäune und Betonsperren auch in Zukunft nicht mehr zu unserer Realität gehören.

2 Kommentare

  1. Es wird nicht lange gehen und die Grenze muss wieder geschlossen werden. Schaut mal genau was in China, Peking vor sich geht. Die zweite Welle ist im Anmarsch.Report

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