Präsident Bernhard Burgener erläutert, wie viel ein Geisterspiel den FC Basel kostet. (Bild: Keystone)
Basel

FCB-Burgener: «Ich will die Kontrolle im Moment nicht abgeben»

Der FC Basel steht in der Corona-Krise und auch finanziell vor grossen Herausforderungen. Präsident Bernhard Burgener zeigt sich zuversichtlich.

Der FC Basel schreibt 2019 ein Minus von 20 Millionen Franken. Trotz Rekord-Verlust und Corona-Krise bleibt der Verein aber zahlungsfähig – bis im Oktober, wie Präsident Bernhard Burgener sagt. «Das zeigt, wie gut wir gearbeitet haben. Es gibt Firmen in unserer Branche, die mussten bereits nach drei Wochen Corona-Krise hohe Kredite aufnehmen», so Burgener gegenüber dem Blick.

Das Minus von 20 Millionen sei ein bewusster Entscheid gewesen. «Wir hatten im letzten Jahr drei Angebote für rund 17,5 Millionen Franken auf dem Tisch. Unverhandelt. Wir trafen eine ganz klare Entscheidung für den Sport: Wir behalten die Spieler, weil sie sich entwickeln und auch ihr Marktwert für diesen Transfersommer steigt», so Burgener. Das ginge bisher sportlich auch auf.

Nun gelte es zu schauen, wie sich der Transfermarkt nach Corona entwickelt. «Es wird mit Bestimmtheit keine Panikverkäufe beim FCB geben», so Burgener. «Wir halten an unseren Preisvorstellungen für unsere Spieler fest.»

Grosse Verluste bei Geisterspielen

Spiele ohne Zuschauer seinen Vorweg kein Problem für den Verein. Bei längerfristig ohne Zuschauer durchgeführten Spielern brauche der Schweizer Fussball sowie andere Sportarten aber finanzielle Unterstützung. Da die Clubs nicht verantwortlich für Corona und die damit verbundenen Massnahmen seien, hätten sie Clubs Anrecht auf Staatshilfe findet Burgener. «Den FC Basel kostet ein Geisterspiel rund 300’000 Franken. Zudem verlieren wir pro Partie rund 950’000 Franken an Einnahmen. Und das ausverkaufte Europa-League-Spiel gegen Eintracht Frankfurt hätte rund 1,8 Millionen Franken gebracht.»

Obwohl Burgener durch das Minus im Verein von vielen Seiten kritisiert wird, will er das Präsidium nicht abgeben wie er sagt. «Ich will die Kontrolle im Moment nicht abgeben. Nicht in einer Krise, ganz sicher nicht», wird Burgener weiter zitiert. «Ich möchte, dass die Mehrheit langfristig in Basler Händen liegt.» Er zeigt sich überzeugt. «Ich halte an meinem Plan fest, auch wenn es steinig ist. Wir sind auf einem guten Weg.» Mit Kritik kann er umgehen: «Man geht ins Stadion für die Spieler, nicht für den Präsidenten. Der muss hinstehen, wenn es brennt und an den Generalversammlungen.»

1 Kommentar

  1. Kann mir bitte einmal jemand erklären warum man pro Heimspiel 950‘000 verliert? Die Saisonkarten sind ja bezahlt, die Kosten für die Sicherheit fallen sicher praktisch gänzlich weg. Alleine das Catering kann es unmöglich sein. Dazu kommen angeblich noch 300‘000 Fr Kosten pro Heimspiel. Ich bin wahrscheinlich nicht der einzige der diese Zahlen nicht ganz einordnen kannReport

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