Der Telebasel Sport Beitrag vom 14. Juni 2020.
Schweiz

FCB zittert sich in den Cup-Halbfinal

Der FCB kam in Lausanne gerade noch mit einem blauen Auge davon. Nach einer 2:0 Führung gewann Rotblau dann doch noch knapp mit 3:2 gegen den FC Lausanne.

Die nicht vorhandenen Zuschauer auf der Pontaise sahen beim Wiederbeginn des Schweizer Fussballs ein tolles Spektakel. Basel gewann den Cup-Viertelfinal bei Lausanne-Sport 3:2 nach Verlängerung.

Kurz vor dem Ende des ersten Teils der Verlängerung erzielte Silvan Widmer, einer der besten Basler, mit einem Kopfball auf Flanke des Ex-Lausanners Samuele Campo das entscheidende 3:2. In den Halbfinals, die bereits ausgelost worden sind, wird Basel daheim auf den Sieger des Spiels zwischen Winterthur und Bavois aus der Promotion League treffen.

Der Brasilianer Arthur Cabral sorgte für die meisten Highlights auf der Pontaise – dies nicht nur mit seinen zwei Toren (von denen er das erste mit einem Fallrückzieher erzielte). Zu den Basler Pluspunkten zählte genauso Silvan Widmer. Der Aussenverteidiger bewirkte, dass die Basler über die rechte Seite etliche gute Angriffe auslösen konnten. Mit dem Assist per Kopfball zum 1:0 und besonders mit dem Siegestor rundete der Internationale seine mehr als überzeugende Leistung ab.

Aber ohne einen weiteren starken Mann wäre Cupsieger Basel vermutlich ausgeschieden: Torhüter Jonas Omlin spielte eine beneidenswerte Form aus. Seine Glanzparaden waren kaum zu zählen. Kurz vor dem 3:2 lenkte er einen kaum haltbar scheinenden Flachschuss von Christian Schneuwly um den Pfosten.

Seit der Saison 2015/16, als sie im Viertelfinal in Sitten im Penaltyschiessen scheiterten, haben die Basel nunmehr jedes Mal die Cup-Halbfinals erreicht – und den Cup 2017 und 2019 gewonnen.

Déjà-vu für den FC Basel

Der FC Basel erlebte um ein Haar ein Déjà-vu, nur umgekehrt. Im letztjährigen Cup-Viertelfinal waren die Basler tief in der zweiten Halbzeit beim FC Sion 0:2 in Rückstand geraten. Mit einem Doppelschlag innerhalb weniger Minuten schlugen sie zurück, und in der Verlängerung setzten sie sich mit 4:2 durch.

Die Lausanner, die souveränen Leader der Challenge League, müssen sich vorwerfen, dass sie die ersten 25 Minuten der zweiten Halbzeit verschlafen hatten. In dieser Phase kassierten sie die beiden Gegentore. Umso erstaunlicher war dann zu festzustellen, wie sie nach dem aus dem Nichts gekommenen Anschlusstor von Andi Zeqiri ins Spiel zurückfanden. 104 Sekunden später hiess es nach einem Tor von Dan Ndoye 2:2. Bis zum Ende der regulären Spielzeit drückten die Waadtländer. Zeqiri traf ans Lattenkreuz, und Ndoye brachte den Nachschuss aus bester Position nicht an Omlin vorbei.

Die Waadtländer hatten im Herbst Lugano (3:0) und Neuchâtel Xamax (6:0) ohne Gegentor aus dem Wettbewerb geworfen. Auch die dritte Hürde aus der Super League hätten sie mit nur etwas Glück meistern können.

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