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International

Rückzahlungsfrist für Corona-Kredite wird nicht verlängert

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
MLB-Fans droht Sommer ohne Baseball

Der Streit in der nordamerikanischen Baseball-Profiliga MLB um die Bedingungen einer von der Corona-Krise beeinflussten Saison droht zu eskalieren. Die Liga und die Gewerkschaft der Profis ringen seit Wochen um die Zahl der Spiele, das Gehalt und weitere Details.

MLB-Chef Rob Manfred sagte im Vorfeld des Drafts in der vergangenen Woche noch, er sei zu 100 Prozent sicher, es werde eine Saison geben – diese Aussage zog er nach Angaben von ESPN am Montag zurück. «Ich bin nicht zuversichtlich. Ich denke, es gibt ein grosses Risiko. Und solange es keinen Dialog gibt, wird dieses grosse Risiko bestehen bleiben», zitierte ihn der Sender.

Tödlicher Ausbruch in Wiener Altersheim

In einem Pflegewohnheim in Wien sind sechs Bewohnerinnen und Bewohner an oder mit Covid-19 gestorben. Nach Angaben eines Sprechers der Einrichtung handelte es sich um hochbetagte Menschen mit teils schweren Vorerkrankungen.

19 von rund 270 Bewohnern seien positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet worden, neun davon seien im Krankenhaus. Anfang Juni seien bei einem Screening von Personal und Bewohnern zunächst zwei Fälle festgestellt worden, hiess es. Bei zusätzlichen Tests seien die weiteren Infektionen aufgefallen.

Grenzzaun kommt ins Museum

Der provisorische Grenzzaun zwischen dem deutschen Konstanz und dem schweizerischen Kreuzlingen ist in die Sammlung des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg übergegangen.

Direktorin Paula Lutum-Lenger nahm ihn am Dienstag vom Konstanzer Landrat Zeno Danner in der Strassenmeisterei Radolfzell in Empfang, wo er seit seinem Abbau am 15. Mai eingelagert war.

Der Zaun symbolisiert trotz seiner trennenden Funktion die Verbundenheit von Schweizern und Deutschen. Anwohner haben aus Absperrband in die Streben das Kunstwort Kreuztanz (aus Kreuzlingen und Konstanz) sowie ein Herz eingewebt. Auf ein anderes Zaunstück montierten sie das Bild einer geöffneten Tür.

Diese Teile des Grenzzauns zwischen Kreuzlingen und Konstanz kommen ins Museum. (Bild: Keystone)
Ständerat gegen längere Fristen für Rückzahlung von Corona-Krediten

Der Ständerat will die Spielregeln bei den Corona-Krediten für Unternehmen nicht ändern. Er lehnt es ab, Betrieben mehr Zeit zur Rückzahlung der Kredite einräumen und den Zins von null Prozent über das erste Jahr hinaus zu verlängern.

Stillschweigend lehnte er am Dienstag zwei Motionen der nationalrätlichen Finanzkommission ab. Die gewährte Frist von fünf Jahre sei bereits ein Kompromiss, sagte Kommissionssprecher Peter Hegglin (CVP/ZG) zur ersten Motion. Eine Verlängerungsmöglichkeit für Härtefälle um zwei Jahre sei bereits vorgesehen

Inflation in Deutschland auf tiefstem Stand seit 2016

Sinkende Energiepreise in der Coronakrise haben die Inflation in Deutschland im Mai auf den niedrigsten Stand seit über dreieinhalb Jahren gedrückt. Die Jahresteuerungsrate lag bei 0,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Die Behörde bestätigte damit eine erste Schätzung. Die Rate schwächte sich den dritten Monat in Folge ab. Es war der niedrigste Wert seit September 2016.

Energie verbilligte sich im Mai um 8,5 Prozent. Der Rohölpreis ist seit Monaten unter Druck. Mit dem weitgehenden Stillstand der Wirtschaft in vielen Ländern in der Corona-Pandemie sank die Nachfrage und der Trend verschärfte sich. Heizöl wurde gegenüber dem Vorjahresmonat 30,5 Prozent billiger, Kraftstoffe um 20,7 Prozent. Nahrungsmittel verteuerten sich hingegen überdurchschnittlich um 4,5 Prozent.

Japans Notenbank stockt Hilfen für Unternehmen auf

Japans Notenbank stockt in der Corona-Krise ihre Hilfen für die Unternehmen des Landes auf. Gleichzeitig hält sie an ihrem Kurs einer extrem lockeren Geldpolitik fest.

Wie die Bank of Japan (BoJ) am Dienstag nach zweitägigen Beratungen mitteilte, sollen Finanzprogramme für Geschäftsbanken von 75 Billionen auf 100 Billionen Yen (883 Milliarden Franken) aufgestockt werden, damit sie in Not geratene Unternehmen mit Krediten versorgen können. Japans Wirtschaft sei wegen der Corona-Pandemie in einer «extrem ernsten Situation», so die Währungshüter. Das werde auch noch andauern.

OC Oerlikon verdient wenigstens dank Schutzmasken etwas dazu

Der Industriekonzern OC Oerlikon ist laut Firmenchef Roland Fischer «ein bisschen Krisengewinner». Das Segment «Manmade Fibers» stellt bekanntlich auch Anlagen zur Produktion von Vliesstoffen für Masken her.

Die Firma OC Oerlikon kann von der Schutzmasken-Nachfrage in der Corona-Krise profitieren. (Bild: Keystone)

Viele Länder bauten nun eigene Kapazitäten auf, um nicht mehr von Lieferungen aus dem Ausland abhängig zu sein, sagte Fischer in einem Interview mit den Tamedia-Zeitungen vom Dienstag. «Das sind 50 bis 70 Millionen an Extra-Volumen, das wir ohne Krise gar nicht hätten.»

Generell läuft laut dem CEO der Bereich Manmade Fibers wieder «sehr gut». Das gelte auch für China. «Wir haben Aufträge mit Lieferfenster bis ins Jahr 2023.»

Oberster Polizeidirektor will 300er-Grenze für Demos aufheben

Noch immer gelten die Corona-Schutzmassnahmen für die Schweiz. Zu diesen zählt, dass Veranstaltungen mit über 300 Teilnehmenden verboten sind. Dies gilt auch für Demonstrationen. Ebenso müssen die Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden.

Dennoch in der Schweiz gab es in verschiedenen Städten Demonstrationen Ansammlungen von mehr als 300 Menschen. Die Polizei liess etwa in Bern oder Zürich die Protestierenden gewähren. Die Sicherheitsbehörden in Kantonen und Städten bemängeln die Richtlinie, wie «Watson» berichtet. Man stehe vor einer «nahezu unlösbaren Aufgabe», sagt Urs Hofmann (SP), der Präsident der Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren KKJPD, spricht von einer «nahezu unlösbaren Aufgabe», vor der die Polizeikorps stünden.

Die Obergrenze von 300 sei nur schwer zu kontrollieren. Auch der Umgang mit einer unbewilligten sei schwierig. «Rechtlich war zwar verboten, was in Bern und Zürich passiert ist. Aber faktisch ist es nicht möglich, solche Demonstrationen aufzulösen, ohne dabei unverhältnismässig vorzugehen», sagt Hofmann. Er fordert andere Lösungen. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Bundesökonomen erwarten etwas weniger starken Wirtschaftseinbruch

Das Coronavirus wird die Schweizer Wirtschaft hart treffen. Die Ökonomen des Bundes rechnen aber nicht mehr mit einem gar so drastischen Rückgang wie zuletzt.

Konkret schätzt die Expertengruppe des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco), dass das reale Bruttoinlandprodukt (BIP) im laufenden Jahr um 6,2 Prozent schrumpfen wird. Bei ihrer letzten Einschätzung im April war sie noch von einem Rückgang von 6,7 Prozent ausgegangen. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

200'000 Tote in den USA bis Oktober erwartet

In der Corona-Krise müssen sich die USA nach Einschätzung von Wissenschaftlern bis zum Herbst auf Zehntausende weitere Tote einstellen. Die Forscher des Instituts IHME der Universität Washington in Seattle gehen in ihrer Projektion inzwischen davon aus, dass die USA bis zum 1. Oktober die Zahl von 200’000 Toten übersteigen könnten. Erst am 27. Mai hatten die USA nach Daten der Johns-Hopkins-Universität die Marke von 100’000 Toten infolge einer Infektion mit dem Coronavirus überschritten. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Grosse «Star Wars»-Fan-Messe in Kalifornien auf 2022 verschoben

Die traditionelle «Star Wars Celebration», das weltgrösste Treffen von Sternenkrieger-Fans, ist wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt worden. Das für Ende August im kalifornischen Anaheim geplante Event sei auf August 2022 Ort verschoben worden, teilten die Veranstalter am Montag (Ortszeit) mit.

Zu der seit über 20 Jahren laufenden Fan-Messe kommen gewöhnlich Zehntausende Besucher aus aller Welt. Im April vergangenen Jahres hatten Regisseur J. J. Abrams und Stars wie Daisy Ridley, John Boyega und Oscar Isaac bei der Veranstaltung in Chicago den Trailer für «Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers» vorgestellt. 2013 fand das Fan-Spektakel in Deutschland auf dem Gelände der Messe Essen statt. Auch in Japan und England wurde das Treffen schon abgehalten.

Demonstrationen in Frankreich geplant

Nach einer Entspannung in der Coronavirus-Krise wollen Angehörige von Gesundheitsberufen am heutigen Dienstag in mehreren französischen Städten demonstrieren. Während der Covid-19-Pandemie geriet das Gesundheitssystem im Land an seine Grenzen. Premier Édouard Philippe hatte dem Spitalpersonal bereits spürbare Gehaltserhöhungen versprochen. Die Mitte-Regierung läutete auch eine Reform des Gesundheitswesens ein. Staatschef Emmanuel Macron will am Dienstag ab 10.30 Uhr zudem ein grosses Impfstoffwerk des Pharmakonzerns Sanofi besuchen. Der 42-Jährige setzt sich auf internationaler Ebene dafür ein, einen künftigen Coronavirus-Impfstoff allen zur Verfügung zu stellen. Die Pandemie forderte in Frankreich bisher über 29’000 Tote.

Corona-App startet in Deutschland

Die deutsche Coronavirus-Warn-App startet nach diversen Verzögerungen an diesem Dienstag. Sie wird am Vormittag gegen 10.30 Uhr vom deutschen Gesundheitsminister Jens Spahn , dem deutschen Innenminister Horst Seehofer und der Verbraucherschutzministerin Christine Lambrecht offiziell vorgestellt. Die Anwendung soll Nutzer warnen, wenn sie bedenklichen Kontakt zu einem Coronavirus-Infizierten hatten. Zudem soll es am heutigen Dienstag neueste Angaben zur Inflationsentwicklung in Deutschland geben. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes lag die Jahresteuerungsrate im Mai bei 0,6 Prozent.

Zahl der weltweiten Corona-Fälle steigt auf über 8 Millionen

Mehr als acht Millionen Menschen haben sich nach jüngsten Zahlen der Johns Hopkins Universität mittlerweile weltweit mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 angesteckt. Mehr als 436’400 Menschen starben bisher im Zusammenhang mit dem Erreger, wie aus der Webseite des US-Instituts am Dienstagmorgen hervorging. Die meisten Infizierten gab es demnach in den USA mit 2,1 Millionen bestätigten Fällen und auch die meisten Toten – mehr als 116’000 Menschen starben dort bisher. Brasilien folgt mit mehr als 888’270 Infizierten, auf Platz drei liegt Russland mit mehr als 536’480 bestätigten Fällen. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Mit Desinfektionsmitteln wird versucht, das Coronavirus einzudämmen. Mittlerweile sind weltweit acht Millionen Menschen erkrankt. (Bild: Keystone)
Impfstoff des Imperial College für Studien am Menschen zugelassen

Wissenschaftler des renommierten Imperial College in London beginnen diese Woche mit ersten klinischen Studien eines potenziellen Covid-19-Impfstoffs. In Tierversuchen habe sich der Impfstoff als sicher erwiesen und «ermutigende Anzeichen einer wirksamen Immunantwort» gezeigt.

Dies schreibt das Team um den leitenden Professor Robin Shattock in der Nacht auf Dienstag. Der neuartige Impfstoff verwende synthetische Stränge des genetischen Materials des Virus (RNA), die in winzigen Fetttröpfchen verpackt werden, hiess es weiter. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Nach Ausbruch auf Grossmarkt: China meldet 40 weitere Infektionen
40 weitere Fälle des mutierten Coronavirus gibt es in China. (Bild: Keystone)

Infolge des Coronavirus-Ausbruchs auf einem Pekinger Grossmarkt ist die Zahl der Infizierten in der chinesischen Hauptstadt weiter gestiegen. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Dienstag mitteilte, wurden in der Stadt 27 neue Infektionen nachgewiesen. Vier Infizierte meldete Pekings Nachbarprovinz Hebei, eine weitere lokale Erkrankung gab es offiziellen Angaben zufolge in der südwestchinesischen Provinz Sichuan. Zudem wurden landesweit acht «importierte Fälle» gemeldet, die bei Reisenden aus dem Ausland erkannt wurden.

Nachdem China über viele Wochen kaum noch neue Erkrankungen gemeldet hatte, war es vergangene Woche auf dem Grossmarkt Xinfadi in der chinesischen Hauptstadt zu einem neuen Ausbruch gekommen, was Ängste vor einer neuen Virus-Welle schürte. Allein seit Sonntag meldete Peking knapp 100 Infektionen.

China und USA lockern gegenseitige Flugbeschränkungen

Die Vereinigten Staaten und China lockern die gegenseitigen Beschränkungen für Passierflüge. Jeweils vier Flüge pro Woche seien zwischen den beiden Ländern wieder erlaubt, teilte das US-Verkehrsministerium am Montag (Ortszeit) mit.

Delta Air Lines kündigte daraufhin an, ab kommender Woche wöchentlich Shanghai von Seattle über Seoul anzufliegen. Zudem werde es ab Juli direkte Flüge ab Seattle und Detroit nach Shanghai geben, hiess es.

 

China und die USA lockern die gegenseitigen Flugbeschränkungen für Passagierflüge. (Bild: Keystone)

US-Notenbank weitet Anleihenkäufe weiter aus

Die US-Notenbank Federal Reserve Bank (Fed) will zur Stabilisierung der Finanzmärkte in der Coronavirus-Krise nun auch einzelne Unternehmensanleihen kaufen. Zudem will sie an der Börse gehandelte Fonds erwerben.

Dies sei Teil eines Programms, mit dem Geldmarktpapiere im Wert von bis zu 750 Milliarden US-Dollar gekauft werden könnten, erklärte die Fed am Montag (Ortszeit). Das Ziel der zunächst bis Ende September befristeten Massnahme sei es, die «Liquidität des Marktes zu unterstützen und die Verfügbarkeit von Krediten für grosse Arbeitgeber zu sichern».

Die Anleihen müssen bestimmte Kriterien – etwa in Bezug auf die Laufzeit und die Bonität des Schuldners – erfüllen, wie die Fed weiter mitteilte. Die Börse in New York reagierte positiv auf die Ankündigung.

Ikea will Corona-Hilfen zurückzahlen

Der Möbelriese Ikea will einer Reihe von Ländern die in der Corona-Krise bewilligten Hilfen zurückzahlen. Man befinde sich mit mehreren Regierungen in Gesprächen darüber, die Mittel zurückzugeben, die man zu Hochzeiten der Coronavirus-Pandemie als Unterstützung bei der Lohnfortzahlung erhalten habe, teilte der Ikea-Mutterkonzern Ingka am Montag mit. Summen nannte der Konzern nicht.

Der Möbelriese Ikea will einer Reihe von Ländern die in der Corona-Krise bewilligten Hilfen zurückzahlen. (Bild: Keystone)

Ikea hatte während der Corona-Krise in mehreren Ländern seine Läden schliessen müssen und befürchtete massive Geschäftseinbussen, die jedoch letztlich moderater ausfielen als zunächst angenommen. Während die Pandemie nun in eine neue Phase eintrete, seien fast 90 Prozent der von Ingka betriebenen Ikea-Warenhäuser wieder geöffnet, hiess es in einer Konzernmitteilung. Die Kunden seien damit zurück im Warenhaus, kauften aber zugleich auch online ein.

Oscar-Gala auf Ende April 2021 verschoben

Wegen der Coronavirus-Pandemie wird die Oscar-Gala im kommenden Jahr verschoben. Dies gab die Film-Akademie am Montag in Beverly Hills bekannt. Statt wie geplant am 28. Februar wird die Trophäen-Show erst am 25. April stattfinden. Die Nominierungen für Hollywoods wichtigsten Filmpreis sollen am 15. März verkündet werden.

Wegen der Coronavirus-Pandemie wird die Oscar-Gala im kommenden Jahr verschoben. (Symbolbild: Keystone)

Wegen des Coronavirus sind seit März die meisten Filmproduktionen gestoppt worden, weltweit machten Kinos zu. Erst kürzlich hatte die Oscar-Akademie mitgeteilt, dass bei der kommenden Oscar-Verleihung auch Filme in die Auswahl kommen, die nie im Kino waren, sondern ausschliesslich bei Streaming-Diensten zu sehen sind. Normalerweise muss ein Film an mindestens sieben aufeinanderfolgenden Tagen in einem Kino in Los Angeles zu sehen sein, um für eine Nominierung für die Filmpreise infrage zu kommen.

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UN veröffentlichen Kinderbuch zum Leben in Corona-Zeiten

Die Vereinten Nationen haben ein Kinderbuch über das Leben während der Corona-Pandemie veröffentlicht. In dem englischsprachigen Büchlein «From My Window» («Aus meinem Fenster») geht es beispielsweise darum, wie Kinder weltweit ihre Verwandten und Freunde vermissen und mit welchen Aktivitäten sie sich daheim ihre Zeit vertreiben. Das Buch wurde am Montag in New York vorgestellt und steht auf der Webseite der UN zum kostenlosen Download bereit.

US-Behörde widerruft Corona-Genehmigung für Malaria-Medikament

In den USA hat die Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (FDA) ihre Ausnahmegenehmigung für ein Malaria-Medikament zur Behandlung von Covid-19-Erkrankungen widerrufen. Es sei angesichts der bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnisse «unwahrscheinlich», dass Hydroxychloroquin bei der Behandlung der Lungenerkrankung wirksam sei, erklärte die FDA am Montag. Zudem habe der Einsatz des Medikaments «ernsthafte» Nebenwirkungen, darunter Herzprobleme, weswegen die Ausnahmegenehmigung widerrufen werde, hiess es weiter.

Die Zulassung des Medikaments für Malaria und zur Behandlung bestimmter Autoimmunkrankheiten ist davon nicht betroffen. US-Präsident Donald Trump hatte intensiv für Hydroxychloroquin als wichtiges Mittel im Kampf gegen das Coronavirus geworben. Trump hatte das Medikament nach Angaben seines Arztes auch selbst als Coronavirus-Prophylaxe eingenommen – obwohl es keine schlüssigen Beweise für eine solche Wirksamkeit gibt.

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Finnland hebt Corona-Ausnahmezustand auf

Finnland hebt den vor drei Monaten wegen der Corona-Krise verhängten Ausnahmezustand im Land auf. Ihre Regierung sei zu dem Schluss gekommen, dass die Behörden die Corona-Pandemie wegen der verbesserten Lage auch mit ihren normalen Befugnissen handhaben könnten, sagte Ministerpräsidentin Sanna Marin am Montag in Helsinki.

Das dem Schritt zugrunde liegende Gesetz werde deshalb aufgehoben, womit Finnland ab Dienstag in den Normalzustand zurückkehre. Dies bedeute jedoch nicht, dass die vom Coronavirus ausgehende Gefahr gebannt sei. Justizministerin Anna-Maja Henriksson erklärte dennoch: «Das hier ist ein Tag der Freude.»

Der am 16. März eingeführte Ausnahmezustand hatte Marins Regierung mit Sonderrechten ausgestattet, um beispielsweise den Verkehr in und aus der Region rund um Helsinki, der bevölkerungsreichsten finnischen Landschaft Uusimaa, zu beschränken.

Bundesrat prüft weitergehende Erwerbsausfallentschädigung für KMU

Seit 1. Juni können direkt oder indirekt von der Corona-Krise betroffene Selbstständigerwerbende keine Erwerbsausfallentschädigung mehr beziehen. Der Bundesrat prüft nun Massnahmen für Härtefälle.

Zwar habe eine grosse Mehrheit von Betrieben die Arbeit nach den verschiedenen Lockerungsschritten wieder aufnehmen können, sagte Wirtschaftsminister Guy Parmelin am Montag in der Fragestunde des Nationalrats. Es gebe aber Härtefälle, die man genauer unter die Lupe nehmen müsse.

Sein Wirtschaftsdepartement WBF erarbeite derzeit einen Bericht, in welchem weitere Massnahmen für verschiedene Branchen geprüft würden, sagte Parmelin. Der Bundesrat werde an einer seiner nächsten Sitzungen darüber befinden.

Schweiz misst bei Passagieren aus Schweden Fieber

Bei Direktflügen aus Schweden in die Schweiz wird bei allen Passagieren das Fieber gemessen. Schweden ist vorerst das einzige Land, das von dieser grenzsanitarischen Massnahme betroffen ist, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag bekannt gab.

(Symbolbild: Keystone)

Die Schweiz habe zwar ihre Einreisebeschränkungen für Menschen aus dem Schengen-Raum aufgehoben, behalte sich bei der Einreise aber grenzsanitarische Massnahmen vor, schreibt das BAG auf seiner Webseite. Dies sei vor allem dann der Fall, wenn Personen aus einem Land anreisten, das eine hohe Anzahl an Neuinfektionen im Verhältnis zur Bevölkerung aufweise.

Derzeit sei dies bei Schweden der Fall. Bei Direktflügen aus Schweden würden deshalb bis auf Weiteres am Flughafen bei den Passagieren Temperaturmessungen durchgeführt. Bei Menschen mit Anzeichen von Fieber werde eine genauere Abklärung und falls nötig ein Test auf Covid-19 durchgeführt.

Vier Monate nach seinem Tod – Wuhan-Held wird Vater

Einer der ersten Ärtze, die das Coronavirus der chinesischen Regierung gemeldet hatte, starb vor vier Monaten. Nun wurde er Vater.

Der chinesische Arzt Li Wenliang wird als Held gefeiert, weil er von dem neuartigen Coronavirus gewarnt hatte. Die chinesische Regierung hat dem Arzt aus Wuhan aber verboten, darüber zu reden. Mit nur 34 Jahren starb er aber kurz nach dem Ausbruch am Virus.

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Entscheid über Mieterlass für geschlossene Geschäfte erst im Winter

Vor einer Woche haben sich die Räte auf einen Mietzinserlass geeinigt für Geschäfte, die während der Corona-Krise schliessen mussten. Die Umsetzung dürfte aber noch rund ein halbes Jahr in Anspruch nehmen.

Der Bundesrat habe die Arbeit schon in Angriff genommen, sagte Volkswirtschaftsminister Guy Parmelin am Montag in der Fragestunde des Nationalrats. Er sei sich der Dringlichkeit des Anliegens sehr wohl bewusst. Trotzdem dauert das Verfahren seine Zeit, insbesondere für die Vernehmlassung.

Der Bundesrat habe die Arbeit schon in Angriff genommen, sagte Volkswirtschaftsminister Guy Parmelin am Montag in der Fragestunde des Nationalrats.  (Bild: Keystone)

Dieses soll laut Parmelin verkürzt werden, so dass der Bundesrat dem Parlament die Botschaft zum teilweisen Mietzinserlass Mitte September vorlegen kann. Die Räte könnten die Vorlage dann im dringlichen Verfahren in der Wintersession behandeln und gegebenenfalls sofort in Kraft setzen.

«Pokémon Go»-Festival findet in diesem Jahr digital statt

Das «Go Fest»-Event im populären Smartphone-Spiel «Pokémon Go», für das sich sonst Zehntausende Spieler an einem Ort versammeln, wird in diesem Jahr wegen der Corona-Gefahr digital stattfinden.

(Symbolbild: Keystone)

Während die Zahl der verkauften Karten sonst von dem Fassungsvermögen lokaler Parks abhing, wird diesmal jeder ein Ticket kaufen können.

Das Event wird am 25. und 26. Juli jeweils von 10:00 bis 20:00 Uhr Ortszeit laufen, wie die Entwicklerfirma Niantic am Montag mitteilte. Die Tickets kosten 16,99 Euro für beide Tage.

Flughafen Zürich am «Anfang der Rückkehr in die neue Normalität»

Die Öffnung der Schweizer Grenze für EU- und Efta-Bürger am Montag markiert für den Flughafen Zürich den «Anfang der Rückkehr in die neue Normalität». Mit einer Vollöffnung auf der Luftverkehrsseite rechnet der Flughafen per 6. Juli.

Am Montag waren etwa je 50 An- und Abflüge geplant, wie der Flughafen auf Anfrage mitteilte. Das seien nur wenig mehr, als am Wochenende. Im Vergleich zum Sonntag, als die Grenzen noch weitgehend geschlossen waren, lasse sich beim Personenaufkommen von Auge noch kein grosser grosser Unterschied feststellen.

(Bild: Keystone)

Bereits fast vollständig geöffnet waren am Montag die Verkaufsläden, wenn auch zum Teil mit kürzeren Öffnungszeiten. Luftseitig war das Angebot noch stark reduziert. Es wird aber bereits in den kommenden Tagen stetig ausgebaut.

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Bundesgericht rügt Ausschaffungspraxis des Zürcher Migrationsamtes

Das Bundesgericht kritisiert die Zürcher Praxis zur Ausschaffungshaft während der Coronazeit. Es forderte das Migrationsamt des Kantons Zürich dazu auf, einen Somalier aus der Ausschaffungshaft umgehend zu entlassen.

Das Bundesgericht hat zwei Beschwerden des Vereins Asylex gegen das Migrationsamt des Kantons Zürich gutgeheissen, wie aus Urteilen vom 9. und 12. Juni hervorgeht.

Der Verein wandte sich ans Bundesgericht, da die Zürcher Sicherheitsdirektion Personen während der Corona-Pandemie nicht aus der Ausschaffungshaft entliess. Wie Asylex am Montag mitteilte, seien Personen aus der Ausschaffungshaft zu entlassen, wenn die Ausschaffung nicht absehbar sei. Eine solche Absehbarkeit sei während der Corona-Zeit nicht gegeben, befanden die Bundesrichter.

Bundesrat sieht keinen weiteren Handlungsbedarf bei Gleichstellung

Der Bundesrat ist sich bewusst, dass die Corona-Krise die Schweiz auch vor gleichstellungspolitische Herausforderungen stellt. Die Folgen der Krise könne sich ungleich auf die Geschlechter auswirken.

Das schreibt der Bundesrat am Montag in Antworten zu Interpellationen, welche das Ratsbüro als dringlich taxiert hat. Sie bilden die Basis für die aktuelle Debatte, welche am Donnerstag im Nationalrat geführt wird.

In den Interpellationen verlangen die Grünen, die GLP und die SP Antworten auf mögliche Lösungsvorschläge. Denn laut den Grünliberalen zeigt die Corona-Krise deutlich, «dass bei der Gleichstellung und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf enormer Handlungsbedarf besteht», wie die Fraktion schreibt.

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Berner Unternehmen lanciert neuen Corona-Schnelltest

Das Berner Unternehmen ender diagnostics hat einen CE-zertifizierten Schnelltest zum Nachweis des Coronavirus lanciert. Das Resultat liegt nach nur 30 Minuten vor. Dadurch erhöhe sich die Testkapazität und Flexibilität in Labors deutlich, teilte ender diagnostics am Montag mit.

 

Ein Berner Unternehmen lanciert neue Corona-Schnelltests. (Symbolbild: Keystone)

Labors müssten nicht mehr warten, bis genügend Samples vorhanden seien, um ein Gerät während mehreren Stunden auszulasten. Vielmehr seien sie nun in der Lage, eine geringere Anzahl Proben zu verarbeiten. Nach 30 Minuten stünden die Geräte schon wieder zur Verfügung.

Der neue Schnelltest verkürze die Wartezeit für die Patienten, und Ärzte seien in der Lage, entsprechend schneller zu reagieren. Das Unternehmen hatte das neue Produkt Anfang Mai angekündigt. «Ender» ist ein berndeutscher Ausdruck und bedeutet «schneller».

Hammarby droht Ärger wegen Besuch von Ibrahimovic

Dem schwedischen Erstligisten Hammarby droht wegen eines Besuchs von Zlatan Ibrahimovic Ungemach. Der Stürmer der AC Milan, der Anteilseigner bei Hammarby ist, hatte sich beim Stockholmer Verein nach dem 2:0-Sieg gegen Östersund überraschend in der Garderobe blicken lassen. Damit hat der 38-Jährige womöglich gegen die strengen Corona-Richtlinien verstossen, zu denen sich die schwedischen Fussballvereine verpflichtet haben. Diese sehen vor, dass nur Spieler und Trainer in die Garderoben dürfen. Es gibt nun eine Untersuchung, wie mehrere Medien berichten.

15.06.2020 14:54
 

Sieht in der Reisefreiheit ein Grundrecht der Bürger. (Bild: Keystone)

Keller-Sutter: Rückgabe der Reisefreiheit – Grundrecht der Bürger

Mit der Grenzöffnung sei ein wichtiges Grundrecht an die Bürger zurückgegeben worden: die Reisefreiheit. Allerdings bedeute das nicht, dass die Coronavirus-Pandemie ein «Ablaufdatum» bekommen habe, sagte Bundesrätin Karin Keller-Sutter am Montag im Radio-Interview.

Sie habe persönlich keine Angst vor einer zweiten grossen Ansteckungswelle, sagte die Justizministerin im «Tagesgespräch» des Deutschschweizer Radios SRF. Eine solche sei, wenn überhaupt, eher für Herbst oder Winter zu erwarten. Allerdings fördere das Reisen immer die Ausbreitung von Viren. Sie selber werde diesen Sommer in der Schweiz verbringen, auch dem Schweizer Tourismus zuliebe. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Volkswagen erwartet «sehr schlechtes zweites Quartal»

Volkswagen hofft trotz des Verkaufseinbruchs und Belastungen weiter auf ein positives operatives Ergebnis im Gesamtjahr. Während der Konzern im Auftaktquartal noch einen Betriebsgewinn verzeichnet habe, sorge die Krise wohl für ein «sehr schlechtes zweites Quartal».

Das sagte Finanzchef Frank Witter dem internen Executive-Newsletter «Volkswagen Management Info». Dennoch gebe es Hoffnung für das zweite Halbjahr. Ziel sei es, am Jahresende insgesamt ein positives operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen zu erreichen. Als erstes hatte das Magazin «Wirtschaftswoche» aus dem Newsletter zitiert.

Erneuter Anstieg der Corona-Opferzahl in Iran

In Iran hat es einen erneuten Anstieg der Zahl der Todesopfer in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gegeben. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums kamen in den letzten 48 Stunden 220 erfasste Todesfälle hinzu.

Demnach ist nach fast zwei Monaten die Zahl der Toten pro Tag wieder dreistellig. Seit Ende Februar wurden im Land fast 190 000 Infektionen und 8950 Todesfälle registriert, wie Ministeriumssprecherin Sima Lari am Montag im Staatsfernsehen sagte.

Deutsche Regierung steigt bei Biotech-Unternehmen Curevac ein

In der Corona-Krise ruhen grosse Hoffnungen und Erwartungen darauf, dass bald ein Impfstoff gefunden werden kann. Nun beteiligt sich der deutsche Staat an einem Unternehmen, das daran arbeitet.

Der Bund steigt beim Biotech-Unternehmen Curevac ein, das unter anderem einen Impfstoff gegen das Coronavirus entwickelt. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sagte am Montag, für 300 Millionen Euro übernehme die bundeseigene Förderbank KfW rund 23 Prozent der Anteile. Mehr zum Thema gibt es hier.

SNB-Sichtguthaben sinken erneut

Die Sichtguthaben bei der Schweizerischen Nationalbank (SNB) sind in der vergangenen Woche erneut gesunken. Die Einlagen von Bund und Banken lagen am 12. Juni bei 679,5 Milliarden Franken und damit rund 0,6 Milliarden unter dem Niveau der Vorwoche, wie die SNB am Montag mitteilte.

Schon in der Vorwoche hatten die Sichtguthaben abgenommen, und zwar um 1,5 Milliarden. Es war dies damals der erste Rückgang seit Mitte Januar 2020 gewesen. Ab dann hatten die Sichtguthaben um rund 95 Milliarden zugenommen, wobei das Wochenplus bis zu 13,5 Milliarden betragen hatte. Zum Vergleich: Im gesamten vergangenen Jahr hatte der Anstieg nur rund 10 Milliarden betragen. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Kein Zwang bei deutscher Corona-Warn-App

Die Menschen in Deutschland sollen auf keinen Fall dazu gezwungen werden, die offizielle Corona-Warn-App des Staates zu installieren und zu verwenden. Das hat Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag und damit einen Tag vor dem Start der App in einer Presskonferenz in Berlin betont.

In Deutschland ist die Benutzung der Corona-App wie in der Schweiz freiwillig. (Bild: Keystone)

Am Sonntag war nach letzten erfolgreichen Tests die Entscheidung gefallen, die App am Dienstag offiziell vorzustellen und freizuschalten. Mit der App sollen die Corona-Infektionsketten besser erkannt werden. Sie soll dafür sorgen, dass bei einer Lockerung für das öffentliche Leben die Ausbreitung des Coronavirus nicht wieder stark zunimmt. In anderen Ländern, etwa Frankreich, nutzen die Menschen bereits eine Corona-Warn-App.

«Freiwillig heisst freiwillig», sagte Seibert. Für die deutsche Regierung bedeute Freiwilligkeit, dass durch die Nichtnutzung der App keinerlei Nachteile entstehen. «Und für uns gehört eigentlich dazu auch, dass man nicht belohnt wird», sagte Seibert auf die Frage, ob Geschäfte oder Arbeitgeber die Nutzer einer App bevorzugen dürften.

James-Joyce-Fans feiern «Bloomsday» wegen Corona online

Fans des Romans «Ulysses» von James Joyce feiern am Dienstag (16. Juni) wieder den «Bloomsday». In dem epochalen Roman beschrieb der irische Schriftsteller (1882-1941) auf mehr als 1000 Seiten einen Tag, nämlich den 16. Juni 1904, im Leben des Anzeigenakquisiteurs Leopold Bloom in Dublin.

In der irischen Hauptstadt versammeln sich normalerweise am Jahrestag Tausende Fans auf den Spuren von Leopold Bloom. Wegen der Corona-Pandemie wird das «Bloomsday Festival» diesmal aber online mit einem «Bloomsday Breakfast», mit Lesungen, Musik und Workshops veranstaltet.

Hongkongs Disneyland öffnet für Besucher

Nach einer fast fünfmonatigen Zwangspause wegen des Coronavirus-Ausbruchs soll das Disneyland in Hongkong seine Tore wieder für Besucher öffnen. Wie der Disney-Konzern am Montag mitteilte, werden Gäste unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen ab dem 18. Juni den Vergnügungspark wieder besuchen können.

Im Park müssen aber Masken getragen werden. Auch wird am Eingang Fieber gemessen. Nach Shanghai ist das Hongkonger Disneyland der weltweit zweite Park des Unternehmens, der nach der Pandemie wieder öffnet.

Produzentenpreis-Index sinkt wegen tieferer Öl- und Pharmapreise

Die Schweizer Produzentenpreise sind im Mai 2020 abermals gesunken. Der Hauptgrund dafür waren tiefere Preise für pharmazeutische und chemische Produkte sowie der weiter tiefe Ölpreis.

 

Die Schweizer Produzentenpreise sinken in der Corona-Krise. (Bild: Keystone)

Der Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise (PPI) fiel im Vergleich zum Vormonat um 0,5 Prozent auf den Indexstand von 97,6 Punkten, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte. Dies ist der vierte monatliche Rückgang in Folge. Gegenüber Mai 2019 ging das Preisniveau damit um 4,5 Prozent zurück. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

EU-Grenzöffnungen können wie ein Konjunkturpaket wirken

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag DIHK begrüsst die Grenzöffnungen innerhalb Europas und rechnet mit weltweiten Anreizen für die Wirtschaft. «Von der europäischen Grenzöffnung können auch weltweit Impulse ausgehen – damit der internationale Handel wieder in Gang kommen und Wohlstand (…) sichern kann.»

Dies sagte DIHK-Präsident Eric Schweitzer den Zeitungen der deutschen «Funke Mediengruppe» vom Montag. Damit etwa die deutsche Wirtschaft wieder Fahrt aufnehme, sei es wichtig, dass die Nachfrage nach deutschen Produkten und Dienstleistungen weltweit wieder anspringe, sagte Schweitzer.

Schweizer Armee-Einsatz wird beendet

Die Armee beendet ihren Corona-Assistenzdienst: Mit dem Infanteriebataillon 65 gibt am Dienstagabend in Walenstadt SG der letzte Verband in Bataillonsstärke die Fahne ab. Die Truppe hatte seit Ende Mai die Zollverwaltung an der Grenze zu Frankreich unterstützt.

Mit der Grenzöffnung ging am späten Sonntagabend für rund 630 Soldaten und Kader der Einsatz zu Ende, wie die Armee mitteilte. Sie werden im Beisein von Korpskommandant Aldo Schellenberg, dem Chef des Einsatzes «Corona 20», in der Kaserne Walenstadt verabschiedet. Am Mittwochmorgen heisst es dann «Abtreten!» Mehr zum Thema lesen Sie hier.

 

Der Schweizer Armee-Einsatz ist beendet. (Bild: Keystone)

Chinas Industrie steigert Produktion geringer als erwartet

In China kommt die Industrie nach den Coronavirus-Beschränkungen nur langsam wieder in Fahrt. Im Mai wuchs die Produktion um 4,4 Prozent im Jahresvergleich, wie amtliche Daten am Montag zeigten.

Der Zuwachs fiel allerdings geringer aus, als in der Finanzwelt erwartet worden war. Analysten hatten mit einem Wachstum gegenüber dem Vorjahr von fünf Prozent gerechnet, da mehr Unternehmen ihre Produktion wieder aufgenommen hatten. Diese Daten deuten nunmehr darauf hin, dass die Wirtschaft Chinas nach der Coronavirus-Krise immer noch darum kämpft, wieder auf Kurs zu kommen.

Peking-Beamte wegen Corona-Ausbruch entlassen

In Peking gab es einen erneuten Corona-Ausbruch. Die Behörden haben deswegen Beamte entlassen. Der neue Coronavirus-Ausbruch auf einem Grossmarkt in Peking hat personelle Konsequenzen. Drei Beamte mussten ihre Posten wegen Fehlverhaltens im Amt räumen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Montag berichtete.

Dem Bericht zufolge handelt es sich unter anderem um Zhou Yuqing, den stellvertretenden Leiter der Bezirksregierung im Stadtteil Fengtai, und Wang Hua, den Parteisekretär der Gemeinde Huaxiang in Fengtai. Auch Zhang Yuelin, der Generaldirektor des Xinfadi-Grosshandelsmarktes, wurde entlassen. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

 

In China sorgt ein neuer Corona-Ausbruch für Aufsehen. Mehrere Beamte wurden nun entlassen. (Bild: Keystone)

14 neue Fälle in der Schweiz

In der Schweiz gibt es 14 neue Corona-Infektionen. Das meldet das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag. Insgesamt sind damit 31’131 Personen erkrankt. Alle Details erfahren Sie hier.

Volkswagen plant Wiedereröffnung seiner Werke in Mexiko

Der deutsche Autobauer Volkswagen (VW) und seine Tochter Audi wollen am Dienstag mit den Vorbereitungen zur Wiedereröffnung nach dem Produktionsstopp infolge des Coronavirus-Ausbruchs in Mexiko beginnen. Dies teilte der Konzern in der Nacht auf Montag mit.

Die Arbeiter würden in das Werk in Puebla zurückkehren, um «die Vorbereitung und Ausbildung für einem schrittweisen Start weiter voranzutreiben», hiess es. VW hatte vergangene Woche noch erklärt, er sei wegen Bedenken bezüglich des Coronavirus-Ausbruchs nicht bereit, die Produktion an dem Standort wieder hochzufahren. Mexiko hat offiziellen Angaben zufolge bisher mehr als 17’000 Todesfälle infolge von Covid-19 registriert.

Erste «Test-Feriengäste» aus Deutschland in Mallorca gelandet

Nach wochenlanger Corona-Pause ist am Montagvormittag erstmals wieder eine Maschine mit Feriengästen aus Deutschland auf der Party-Insel Mallorca gelandet. Der mit 189 Passagieren voll besetzte Tui-Flug X3 2312 war am Morgen in Düsseldorf gestartet.

Seit Montag dürfen zunächst nur Gäste aus Deutschland wieder auf die Balearen-Inseln Mallorca, Ibiza, Menorca und Formentera reisen. In einem ersten Kontingent sind insgesamt bis zu 10’900 Reisende erlaubt. Auch die Lokalpresse berichtet zum Thema:

Alles zum Thema lesen Sie hier.

Nach Ausbruch in Peking: China meldet 49 neue Fälle mit mutiertem Erreger

In Folge des Coronavirus-Ausbruchs auf einem Grossmarkt in Peking ist die Zahl der Covid-19-Fälle in China weiter gestiegen. Wie die nationale Gesundheitsbehörde am Montag mitteilte, registrierte sie 49 neue Infektionen, darunter zehn «importierte» Fälle mit Sars-CoV-2 bei Reisenden und 39 lokale Ansteckungen. Von den im Inland übertragenen Fällen wurden 36 in Peking und drei in der benachbarten Provinz Hebei registriert.

Nachdem in China über viele Wochen kaum noch neue Erkrankungen gemeldet wurden, war es vergangene Woche auf einem Grossmarkt der chinesischen Hauptstadt zu einem neuen Ausbruch gekommen, was Ängste vor einer neuen Virus-Welle schürte. Dutzende neue Ansteckungen wurden seit Freitag auf dem Xinfadi-Markt im Stadtviertel Fengtai gemeldet. Ersten Tests zufolge ist das letzte Woche entdeckte Virus eine Mutation des Wuhan-Erregers. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

-4 Prozent beim Schweizer BIP

Die Ökonomen der Credit Suisse haben ihre Prognose für die Schweizer Konjunktur im laufenden Jahr leicht nach unten revidiert. Damit sind sie aber immer noch optimistischer eingestellt als Kollegen anderer Institute und Forschungsstellen.

Für das laufende Jahr rechnen die Wirtschaftsexperten der Grossbank neu mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 4,0 Prozent, wie einer am Montag veröffentlichten Studie zu entnehmen ist. Zuletzt, Mitte April, waren sie noch von einem Rückgang von 3,5 Prozent ausgegangen. Für das kommende Jahr stellen sie aber unverändert ein Wachstum von 3,5 Prozent in Aussicht. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Cuomo droht New Yorkern mit härteren auflagen

Die New Yorker geniessen die Zeit nach den Lockerungen der Corona-Massnahmen. Zu sehr findet Gouverneur Andrew Cuomo. Statt Abstand zu halten feiern, die New Yorker wieder Partys.

Dies, obwohl im vom Virus besonders hart getroffenen Staat noch immer Corona-Beschränkungen bestehen. 25’000 Beschwerden wegen Verstössen gegen die Regeln zur Wiedereröffnung von Geschäften würden über das Wochenende verzeichnet, wie «NTV» berichtet.

Cuomo droht nun, die Rückkehr zu strikteren Auflagen. «Viele Verstöße gegen das Abstandsgebot, Partys in der Strasse, Restaurants und Bars beachten Gesetze nicht», schrieb Cuomo auf Twitter. «Gesetz durchsetzen oder der Staat wird handeln», warnte er lokale Behörden.

Abstandsregel: Botanischer Garten in Japan misst mit Bananenblättern

Ein botanischer Garten in Japan erinnert seine Besucher auf besonders anschauliche Weise an die Corona-Abstandsregel: Mit Hilfe von Bananenblättern. Der empfohlene Abstand von zwei Metern entspreche der Blattlänge einer Bananenstaude, erklärte ein Sprecher des Ofuna Botanical Garden in Tokios Nachbarprovinz Kanagawa am Montag auf Anfrage.

Um das den Besuchern zu verdeutlichen, hat der Botanische Garten am Eingang Poster mit den Worten «Social Distancing» aufgehängt. Links ist eine Frau gezeichnet, rechts ein Mann und zwischen ihnen ein grünes Bananenblatt. Zwei Meter entspreche der Länge eines solchen Blattes, heisst es auf dem Poster, verbunden mit der Bitte, genau diesen Abstand zueinander einzuhalten.

BP rechnet mit Milliarden-Abschreibungen wegen Coronavirus-Pandemie

Der Ölkonzern BP erwartet auch wegen der Coronavirus-Pandemie für das zweite Quartal Abschreibungen in Höhe von 13 Milliarden bis 17,5 Milliarden US-Dollar. Das sind umgerechnet 11,5 bis 15,5 Milliarden Euro.

Hauptgrund ist eine neue Einschätzung für die zukünftige Ölpreisentwicklung, wie das Unternehmen am Montag in London mitteilte. Zudem sei auch von einer schwächeren Entwicklung der Ölnachfrage auszugehen, da die Weltwirtschaft wohl länger anhaltend unter der Coronavirus-Pandemie leiden werde.

Vergangene Woche hatte BP bereits angekündigt, weltweit 10’000 Stellen zu streichen. Die Stellenkürzungen sollen ausschliesslich in der Verwaltung vorgenommen werden, hiess es. Weltweit hat der Konzern 70’000 Mitarbeiter.

 

Der Ölkonzern BP erwartet für das zweite Quartal 2020 Abschreibungen von bis zu 17,5 Milliarden Dollar. (Bild: Keystone)

Orascom DH schreibt im ersten Quartal höheren Verlust

Orascom DH hat im ersten Quartal 2020 die Coronakrise zu schaffen gemacht. Unter dem Strich rutschte der Immobilienentwickler und Hotelbetreiber noch tiefer in die roten Zahlen.

Während die Hotelschliessungen im März auf das Ergebnis drückten, zeigte sich bei den Immobilien eine leichte Belebung. Der Umsatz der Gruppe ging im ersten Quartal um 5,3 Prozent auf 92,9 Millionen Franken zurück, wie die Gesellschaft des ägyptischen Investors Samih Sawiris am späten Sonntagabend mitteilte. Mehr zum Thema erfahren Sie hier.

Grenzen öffnen Tor zur Normalität

Nachdem sie seit dem 16. März nur unter Einschränkungen überschritten werden durften, öffnet die Schweiz die Landesgrenzen für EU- und Efta-Bürger am Montag wieder. Das freut die Wirtschaft. Wann die Grenzen für Drittstaaten öffnen, wird noch abgeklärt. Mit den Grenzöffnungen macht die Schweiz einen wichtigen Schritt Richtung Normalität Alles zum Thema lesen Sie hier.

FC Kaiserlautern steht am Ende

Der deutsche Fussball-Traditionsklub Kaiserslautern will übereinstimmenden Medienberichten zufolge Insolvenz anmelden.

Nach Informationen des «Kicker» und des «SWR» hat der Verein vor, in den nächsten Tagen einen entsprechenden Antrag beim Amtsgericht Kaiserslautern zu stellen. Den 1. FC Kaiserslautern sollen mittlerweile Schulden von rund 24 Millionen Euro plagen. Corona-Krise und durch Geisterspiele entgangene Zuschauereinnahmen hätten die finanzielle Lage des Vereins verschärft.

Der FC Kaiserslautern muss wegen der Corona-Krise Insolvenz anmelden. (Bild: Keystone)
Macron will schnelle Normalisierung nach Corona-Krise

Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron drückt beim Lockern der coronabedingten Beschränkungen aufs Tempo. So könnten Restaurants und Cafés im Grossraum Paris schon vom Montag an wieder komplett öffnen, kündigte der 42-Jährige am Sonntagabend bei einer Fernsehansprache an.

Da die Hauptstadtregion besonders von der Covid-19-Pandemie betroffen ist, darf bisher nur auf Aussenterrassen von Lokalen gegessen und getrunken werden. Bisher wurde mit einer Normalisierung in der Gastronomie frühestens zum 22. Juni gerechnet.

(Bild: Keystone)
Macron kündigt weitere Lockerungen von Corona-Beschränkungen an

Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron hat eine weitere Lockerung der coronabedingten Beschränkungen im Land angekündigt. Restaurants und Cafés im Grossraum Paris könnten schon vom Montag an wieder komplett öffnen, sagte der 42-Jährige am Sonntagabend bei einer Fernsehansprache.

Da die Hauptstadtregion besonders von der Covid-19-Pandemie betroffen ist, darf bisher nur auf Aussenterrassen von Lokalen gegessen und getrunken werden.

Bulgarien lockert Corona-Regeln trotz steigender Fallzahlen

Bulgarien lockert trotz zuletzt rasant gestiegener Corona-Infektionen weitere Massnahmen zum Schutz gegen das Virus. Ab diesem Montag soll die Maskenpflicht in geschlossenen öffentlichen Räumen – wie etwa in Läden – entfallen. Zudem dürfen ab 15. Juni Diskotheken, Nachtclubs und Pianobars wieder öffnen. Dann sollen auch Feste in geschlossenen Räumen mit bis zu zehn Personen sowie Sportevents, Kongresse und Konferenzen unter Corona-Auflagen erlaubt sein. Ausserdem lockert Bulgarien ab 15. Juni auch seine Einreisebestimmungen weiter, wie am Sonntag veröffentlichte Verordnungen vorsehen. Schutzmasken in öffentlichen Verkehrsmitteln, Apotheken und Kliniken sollen bis Ende Juni weiter Pflicht sein.

Ein Toter bei illegalen Raves in England

Trotz Corona wurde gefeiert: Bei zwei illegalen Raves mit Tausenden Teilnehmern im Nordwesten Englands hat es einen Toten und mehrere Verletzte gegeben. Nach einer Party in Droylsden nahe Manchester starb laut Polizei ein 20-Jähriger mutmasslich an einer Drogenüberdosis. Bis zu 4000 Menschen hatten sich dort am Samstag zu dem Rave versammelt. Im Raum Carrington waren es 2000 Leute. Dort ermittelt die Polizei nach der Vergewaltigung einer 18 Jahre alten Frau. Bei verschiedenen Messerattacken wurden drei Menschen verletzt, einer davon lebensgefährlich. «Diese Raves waren illegal, und ich verurteile, dass sie stattgefunden haben. Sie waren klar ein Verstoss gegen die Coronavirus-Gesetze und Regeln, und sie hatten tragische Folgen», sagte der stellvertretende Polizeichef Chris Sykes am Sonntag.

Türkische Provinzen verbieten vor Protestaktion Versammlungen

Vor einer geplanten Protestaktion der pro-kurdischen Oppositionspartei HDP in der Türkei haben mehrere Provinzen Ein- und Ausreise eingeschränkt sowie Versammlungen verboten. Das Gouverneursamt in der südosttürkischen Provinz Sirnak teilte am Sonntag mit, jegliche Art von Protest, Konzerte, das Verteilen von Broschüren und Ähnliches seien untersagt. Ausgenommen seien Veranstaltungen, die die Behörden als «geeignet» betrachteten.

Zudem sei die Ein- und Ausreise aus der Provinz verboten, wenn die Reisenden die Absicht verfolgten, an einer Protestaktion teilzunehmen. Die Massnahme gelte 15 Tage lang. Ähnliche Anweisungen erteilten jeweils vier Gouverneursämter in der West- und Südosttürkei. Begründet wurden die Massnahmen mit dem Kampf gegen die Verbreitung des Coronavirus.

Schweizer Grenzen machen sich bereit für die Öffnung

Wenige Stunden vor der Wiederöffnung der Grenzen sind am Sonntag bei den Grenzübergängen Pierre-à-Bochet und Mon-Idée im Kanton Genf die Strassensperren abgebaut worden. Rund 30 Journalistinnen und Journalisten aus der Schweiz und Frankreich haben den Abbau bei Pierre-à-Bochet mitverfolgt. Bei der Grenze Mon-Idée haben zwei Zollbeamte das Vorhängeschloss der Sperre entriegelt und anschliessend die Strassensperre geöffnet. Das Überschreiten der Grenze bleibt bis Mitternacht verboten. Einige Elemente der Strassensperre bleiben in der Nähe, falls die Grenze bald wieder geschlossen werden soll.

(Video: Keystone-SDA)

Finden die US-Open 2020 statt?

Findet das US Open 2020 statt oder nicht? Von dieser Frage hängt die Fortsetzung der Tennissaison ab. Bevor am Montag ein Entscheid fällt, gehen die Meinungen weit auseinander.

Am US Open scheiden sich die Geister. Die Frage, ob vom 31. August bis 13. September im vom Coronavirus hart getroffenen New York ein Tennis-Grossanlass stattfinden soll, wird kontrovers diskutiert und entscheidet auch über den weiteren Kalender im Herbst. Klar ist: Der amerikanische Verband USTA will sein Flaggschiff um jeden Preis retten. Und ebenso klar ist, dass dieser Preis hoch ist. Ob zu hoch, ist eine Frage der Perspektive. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Japanischer Zoo finanziert sich mit tierischen Produkten

(Video: Zoo Jeans)

Der North Safari Sapporo Zoo kämpft in der Corona-Krise mit finanziellen Problemen. Seit Monaten hat der Tierpark geschlossen, damit fehlen die Besucher. So musste für die Zoobetreiber eine kreative Idee her, um Geld zu beschaffen.

Diese scheint gefunden zu sein: Den Tigern, Bären und Löwen des Zoos werden Jeansstoffe zum Spielen gegeben. Haben die Stoffe dann den aktuell begehrten «Used Look» werden sie zu Jeans weiter verarbeitet.

Die Jeans werden dann verkauft und für den Erhalt des finanziell angeschlagenen Zoos verkauft. 639 Dollar kostet ein paar der tierisch designeten Hosen. Damit hört die Produktpalette für Tierfans aber nicht auf: Angeboten werden auch von Bibern angenagte Glasuntersetzer sowie von Ziegen, Affen oder Seelöwen gemalte Bilder und Ohrringe als Schlangenhaut. Mit Erfolg: die Produkte finden reissenden Absatz. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Neymar zurück in Paris

Der brasilianische Superstar Neymar ist am Samstag nach drei Monaten in der Heimat nach Paris zurückgekehrt, wie verschiedene französische Medien berichten. Der französische Serienmeister Paris Saint-Germain beginnt in einer Woche wieder mit dem Training. Die Ligue-1-Meisterschaft ist zwar abgebrochen, doch der PSG ist noch in drei Cupwettbewerben im Rennen.

Nach der Corona-Pause zurück bei PSG: Neymar. (Bild: Keystone)

Im August soll die Champions League mit den Viertelfinals fortgesetzt werden. Dazu steht Paris im französischen Cup (gegen St-Etienne) und im Liga-Cup (gegen Lyon) im Final. Die Endspiele sollen neu angesetzt werden. Die kommende Saison der Ligue 1 soll am 23. August beginnen. Neymar war Mitte März nach Brasilien zurückgekehrt und hatte die Zeit des Lockdowns in einer Luxusvilla mit eigenem Fitnessraum in Strandnähe bei Rio de Janeiro verbracht.

23 neue Covid-19-Infizierte innert 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind innerhalb eines Tages 23 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Insgesamt gab es bisher 31’117 laborbestätigte Covid-19-Fälle, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Sonntagmittag mitteilte.

Die Fallzahlen unterliegen einer wöchentlichen Schwankung mit tieferen Zahlen am Wochenende. Am Samstag wurden 31 neue Fälle gemeldet, am Freitag 19 und am Donnerstag 33. Auf 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner entfielen 363 Fälle.

Mehr dazu in diesem Artikel.

500 Eisenbahnwaggons werden in Indien zu Corona-Krankenhäusern

500 Eisenbahnwaggons sollen in Indiens Hauptstadt Neu Delhi zu mobilen Corona-Krankenhäusern mit bis zu 8000 Betten umgebaut werden. Wie die Behörden am Sonntag mitteilten, sollen zudem künftig dreimal so viele Tests auf das Coronavirus durchgeführt werden wie bisher.

Neu Delhi ist zuletzt zu einem der grössten Ausbreitungsherde in Indien geworden. Innerhalb von zwei Tagen wurden 2000 neue Infektionen mit Sars-CoV-2 verzeichnet. Auch in den Städten Mumbai und Ahmedabad verbreitet sich das Virus weiterhin schnell.

Insgesamt wurden in der indischen Hauptstadt fast 39 000 Corona-Fälle gezählt. Die Behörden befürchten, dass diese Zahl bis Mitte Juli auf bis zu eine halbe Million steigen könnte, sollte die Ausbreitung nicht eingedämmt werden. 1271 Menschen starben bisher. Die indische Bundesregierung hat der Stadt zugesagt, unter anderem Sauerstoffflaschen und Beatmungsgeräte im Kampf gegen die Pandemie zur Verfügung zu stellen.

Angst vor zweiter Welle in China
 

Die Angst vor einer zweiten Corona-Welle wächst in China. (Bild: Keystone)

In China wächst die Furcht vor einem erneuten grösseren Ausbruch des Coronavirus. Die nationale Gesundheitsbehörde teilte mit, es seien am Samstag 57 neue Covid-19-Fälle bestätigt worden, darunter 19 «importierte» Fälle mit Sars-CoV-2 bei Reisenden und 38 lokale Ansteckungen, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag berichtete. Seit April hatte China eine solch hohe Zahl neu Infizierter an einem Tag nicht mehr gemeldet. Von den im Inland übertragenen Fällen wurden 36 in Peking und zwei in der Provinz Liaoning registriert. Todesfälle wurden im Zusammenhang mit der Krankheit nicht gemeldet. Mehr zum Thema gibt es hier.

Zahl der unerlaubten Grenzübertritte steigt wieder stark an

Nach einem deutlichen, coronabedingten Rückgang im April ist die Zahl der Flüchtlinge Richtung Europäische Union wieder stark angestiegen. Im Mai gab es auf den Hauptmigrationsrouten in Europa fast 4300 unerlaubte Grenzübertritte, fast dreimal so viel wie im Vormonat, wie die Funke Mediengruppe (Online: Sonntag, Print: Montag) unter Berufung auf die in Warschau angesiedelte EU-Grenzschutzagentur Frontex berichtete. Im April waren die Zahlen im Zuge der Corona-Pandemie auf ein Rekordtief gesunken.

Insgesamt registrierte Frontex dem Bericht zufolge von Januar bis Mai 31 600 illegale Grenzübertritte – sechs Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Route über das östliche Mittelmeer – also über die Türkei und Griechenland – war erneut die «aktivste Migrationsroute nach Europa». Hier stellte Frontex im Mai 1250 irreguläre Grenzübertritte fest, achtmal so viele wie im April. Von Januar bis Mai wurden 12 700 Fälle verzeichnet, 28 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die meisten Flüchtlinge kamen aus Afghanistan.

Corona-Patient soll für Behandlung über eine Million Dollar zahlen

Nach rund zweimonatiger Behandlung seiner schweren Covid-19-Erkrankung hat eine Klinik in der Nähe von Seattle einem 70-jährigen US-Bürger eine Rechnung von über einer Million Dollar präsentiert.

Ihm sei das Herz «beinahe zum zweiten Mal stehengeblieben», als er die 181 Seiten starke Rechnung in Höhe von 1,12 Millionen Dollar (rund 1,18 Millionen Franken) erhalten habe, sagte Michael Flor am Samstag der «Seattle Times». Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Im Internet zeigen sich die User schockiert:

Chaos bei Corona-Zahlen - Chile tauscht Gesundheitsminister aus

Der chilenische Präsident Sebastián Piñera hat wegen anhaltendem Ärger über das Corona-Krisenmanagement am Samstag Gesundheitsminister Jaime Mañalich ersetzt. Obwohl die Hauptstadt Santiago de Chile seit mehr als einem Monat unter Quarantäne steht, war die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten zuletzt in die Höhe geschnellt. Rund 167 000 Menschen haben sich in dem südamerikanischen Land mit dem Virus infiziert, 3101 sind bislang gestorben. Piñera vereidigte am Samstag Enrique Paris als neuen Gesundheitsminister, wie auf einem Video des Presseamtes auf Twitter zu sehen war.

Die Kritik an Mañalich hatte sich angesichts von Veränderungen bei der Veröffentlichung der Corona-Daten verstärkt. Ein Bericht, wonach Chiles Gesundheitsministerium die Weltgesundheitsorganisation WHO über weit mehr Corona-Tote informierte als es in der Öffentlichkeit bekanntgab, brachte das Fass zum Überlaufen.

EU-Spitzen sehen Wende nach Corona

Grüner, schöner, digitaler: EU-Spitzenpolitiker sehen die Welt in der Corona-Pandemie an einem Wendepunkt und haben dazu überfällige Reformen von Ländern wie Italien gefordert. Die Milliarden aus dem geplanten europäischen Wiederaufbaufonds müssten sinnvoll eingesetzt und für Reformen genutzt werden, sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen in einer Videobotschaft auf einer Zukunftskonferenz am Samstag in Rom. «Wir werden nicht, wie es manchmal unsere Mitgliedstaaten taten, Geld von unseren Kindern leihen, nur um heute mehr auszugeben.» Mehr zum Thema lesen Sie hier.

US-Medien: Absolventen mussten sich vor Trump-Rede isolieren

Mehr als 1100 Absolventen einer US-Militärakademie mussten sich als Corona-Vorsichtsmassnahme vor einer Rede von Präsident Donald Trump zu ihrem Abschluss weitgehend isolieren. Die Kadetten der Militärakademie in West Point (New York) seien vor der Rede am Samstag in vier Gruppen aufgeteilt worden, aus denen sie sich zwei Wochen lang nicht herausbewegen durften, berichteten unter anderem die «New York Times» und der TV-Sender CNN. Während Trumps Ansprache sassen die Absolventen mit Abstand zueinander vor der Bühne. Vor Beginn der Zeremonie trugen sie Schutzmasken.

Müssten vor dem Treffen mit Trump in die Isolation: Absolventen der US-Militär-Akademie. (Bild: Keystone)

Trump ging während der Abschlussfeier auf die Ereignisse nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd Ende Mai bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis (Minnesota) ein. Er dankte der Nationalgarde, die «Frieden, Sicherheit und Rechtsstaatlichkeit auf unseren Strassen» garantiert habe. Mehrere Bundesstaaten hatten angesichts der Proteste Unterstützung der Nationalgarde angefordert, die zur Reserve der US-Streitkräfte gehört.

Deutschland: Auswärtiges Amt will bald Rechnungen für Rückholaktion verschicken

Reisende, die in der Corona-Krise vom Auswärtigen Amt nach Deutschland zurückgeholt wurden, sollen bald ihre Rechnungen erhalten. «Die Teilnehmer werden individuell über den jeweils zu tragenden Kostenanteil in den nächsten Tagen und Wochen informiert», hiess es am Samstag aus dem Auswärtigen Amt in Berlin. Zuvor hatte das ARD-Hauptstadtstudio über das Thema berichtet.

Das Auswärtige Amt hatte am 17. März eine beispiellose Rückholaktion für die im Ausland wegen der Corona-Pandemie gestrandeten deutschen Touristen gestartet. In gut fünf Wochen wurden 240’000 Menschen nach Hause geflogen, 66’000 davon mit vom Auswärtigen Amt angemieteten Maschinen. Die letzte davon brachte am 24. April 157 Deutsche vom südafrikanischen Kapstadt nach Deutschland zurück. Seitdem werden Einzelpersonen und kleinere Gruppen zurückgeholt.

EU-Ländern sichern Impf-Dosen

Deutschland, Frankreich, Italien und die Niederlande haben einen ersten Vertrag über mindestens 400 Millionen Impfdosen gegen das Coronavirus geschlossen. Das teilte das Bundesgesundheitsministerium am Samstag in Berlin mit. Die Entwicklung eines Impfstoffs könnte im günstigen Fall schon Ende des Jahres abgeschlossen sein, hiess es aus dem Ministerium.

400 Millionen Corona-Impfungen sichern sich die EU-Länder. (Bild: Keystone)

Vertragspartner ist das Pharmaunternehmen AstraZeneca. Dieses nannte eine Grössenordnung von «bis zu 400 Millionen Dosen». Profitieren sollen alle EU-Staaten, die dabei sein wollen. Die Impfdosen würden relativ zur Bevölkerungsgrösse aufgeteilt. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Die Angst vor der zweiten Welle

Nach einem Corona-Ausbruch auf einem Markt in Peking treffen die chinesischen Behörden rigorose Massnahmen. Die Angst vor einer zweiten Corona-Welle wächst. Mehr zum Thema lesen Sie hier. 

Intendant Hinterhäuser: Salzburger Festspiele nicht in Gefahr

Der Intendant der Salzburger Festspiele, Markus Hinterhäuser, sieht aufgrund der Corona-Pandemie keine akute Bedrohung für sein Festival. «Wir sind nicht in Gefahr, aber die Situation ist nicht ungefährlich», sagte Hinterhäuser am Samstag im ORF-Radio. Nach der Krise, wann auch immer sie vorbei sein möge, würde sich vieles im System ändern, so der Kulturmanager. Das betreffe auch die Frage, was Festspiele bedeuten und wozu man finanziell in der Lage sei.

Die unvorhergesehenen Ausgaben der Regierungen zur Bewältigung der Krise müssten eines Tages auch wieder zurückgezahlt werden. «Da wird kein gesellschaftlicher Bereich verschont bleiben», so Hinterhäuser. Das würde auch den Kunst- und Kulturbereich treffen, der in Österreich oder Deutschland sehr unterstützt würde.

 

Die Salzburger Festspiele sind wegen der Corona-Krise nicht in Gefahr. (Bild: Keystone)

Von der Leyen fordert Reformen von Italien

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat Italien aufgefordert, mit den Milliarden aus dem geplanten europäischen Wiederaufbaufonds überfällige Reformen anzugehen. «Wir, die EU, leihen zum ersten Mal Geld von unseren Kindern. Also müssen unsere heutigen Investitionen Früchte für unsere Kinder tragen», sagte sie in einer Videobotschaft auf einer Zukunftskonferenz am Samstag in Rom. «Wir werden nicht, wie es manchmal unsere Mitgliedstaaten taten, Geld von unseren Kindern leihen, nur um heute mehr auszugeben.»

Italiens Regierungschef Giuseppe Conte hat für die mehrtägige Konferenz hochkarätige Redner geladen. Er will dabei über Konzepte beraten, wie das EU-Aufbauinstrument «Next Generation EU» nach dem Corona-Schock genutzt werden kann. Conte versprach «grosse Reformen, die seit zu vielen Jahren fehlen». «Jetzt haben wir die Finanzierung, um dies zu tun, der europäische Rahmen erlaubt uns das. Diese Gelegenheit dürfen wir nicht verspielen», sagte er der Zeitung «La Stampa».

Rugby in Neuseeland: Wiederbeginn mit 20'000 Zuschauern
Die Rugby-Saison in Neuseeland ging wieder los: Mit 20’000 Fans. (Bild: Keystone)

Über 20’000 Fans haben am Samstag in Neuseeland das erste Rugby-Spiel seit drei Monaten mit Zuschauern mitverfolgt. Die Landesregierung hatte zu Wochenbeginn als eine der ersten die Corona-Krise für beendet erklärt und Sportveranstaltungen ohne Einschränkungen wieder erlaubt. Bei der Wiederaufnahme des Meisterschaftsbetriebs schlugen die Otago Highlanders die Waikato Chiefs in Dunedin 28:27.

Super Rugby ist ein normalerweise multinationaler Wettbewerb, an dem sonst auch Teams aus Australien, Südafrika, Argentinien und Japan teilnehmen. Die Meisterschaft war Mitte März gestoppt worden. In der jetzt durchgeführten Form nehmen lediglich fünf Teams aus Neuseeland teil.

31 neue Covid-19-Infizierte innert 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind innerhalb eines Tages 31 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Insgesamt gab es bisher 31’094 laborbestätigte Covid-19-Fälle, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Samstagmittag mitteilte.

Die Fallzahlen unterliegen einer wöchentlichen Schwankung mit tieferen Zahlen am Wochenende. Am Freitag wurden 19, am Donnerstag 33 und am Mittwoch 23 neue Fälle gemeldet. Am Dienstag waren es 16, am Montag 7. Auf 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner entfielen 362 Fälle. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Corona-Ausbruch auf Grossmarkt in Peking - Wohnviertel abgeriegelt

Erstmals seit vielen Wochen erlebt Peking wieder einen grösseren Ausbruch des Coronavirus. Auf einem Grossmarkt der chinesischen Hauptstadt wurden bei anfangs 500 Tests schon 45 Infektionen entdeckt.

Die jetzt entdeckten 45 Infizierten zeigen nach Angaben lokaler Medien zunächst keine Symptome. (Keystone)

Der Xinfadi-Markt im Stadtviertel Fengtai, der rund 90 Prozent des Gemüses und Obsts der 20-Millionen-Metropole liefert, wurde geschlossen. Im Umfeld wurden elf Wohnviertel abgeriegelt sowie Kindergärten und Schulen zugemacht. Rund 10 000 Händler und Mitarbeiter des Marktes sollen getestet werden. Mehr hier.

US-Behörde: Striktere Corona-Massnahmen könnten wieder nötig werden

Angesichts anhaltender Coronavirus-Neuinfektionen hat die US-Gesundheitsbehörde CDC alle Bewohner der USA dazu aufgerufen, die Situation weiter ernst zu nehmen. Die Pandemie sei noch nicht vorbei, sagte der bei der CDC für Infektionskrankheiten zuständige Jay Butler am Freitag.

Jay Butler, CDC für Infektionskrankheiten in den USA. (Keystone)

Auch neue strikte Ausgangsbeschränkungen «könnten wieder nötig werden». Das müsse auf lokaler Ebene je nach Infektionsgeschehen entschieden werden.

Brasilien überholt Grossbritannien bei Zahl der Corona-Toten

Brasilien hat Grossbritannien bei der Zahl der Corona-Toten überholt. Nach den Daten des Gesundheitsministeriums vom Freitag starben in Brasilien bislang 41 828 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Das grösste und bevölkerungsreichste Land in Lateinamerika liegt damit laut der Johns-Hopkins-Universität in den USA weltweit auf Platz zwei der Länder mit den meisten Corona-Toten – nach den Vereinigten Staaten (mehr als 114 600 Tote).

Brasilien überholt Grossbritannien bei Zahl der Corona-Toten: 828’810 Menschen haben sich in Brasilien mit dem Virus infiziert. (Symbolbild: Keystone)

828 810 Menschen haben sich in Brasilien mit dem Virus infiziert. In Grossbritannien starben laut Johns-Hopkins-Universität 41 566 mit dem Virus infizierte Menschen. Die Zahl der Corona-Toten in Brasilien ist zuletzt schnell gestiegen, mit wiederholt jeweils rund 1000 neuen Opfern am Tag. Dennoch werden vielerorts Massnahmen gelockert, Geschäfte und Strände sind inzwischen wieder geöffnet. Vor Einkaufszentren in São Paulo bildeten sich lange Schlangen.

Tschechien öffnet Grenzen ab Montag für fast alle EU-Bürger

Tschechien öffnet seine Grenzen ab Montag für Bürger fast aller EU-Staaten, der Schweiz und Liechtenstein. Ermöglicht werde dies durch die günstige epidemiologische Entwicklung beim Coronavirus, teilte das Gesundheitsministerium in Prag am Freitagabend mit. Ein negativer Corona-Test ist nicht nötig. Die wegen der Pandemie eingeführten Grenzkontrollen zu Deutschland und Österreich waren bereits vor einer Woche aufgehoben worden.

Maskenpflicht hat Zehntausende Infektionen verhindert

Die Maskenpflicht hat laut einer Studie womöglich Zehntausende Corona-Infektionen verhindert.Zur Eindämmung des Virus sei das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes sogar noch wichtiger als Abstandsregeln und Ausgangssperren, heisst es in der im US-Fachmagazin PNAS veröffentlichten Untersuchung. PNAS steht für Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America.

Allein die Maskenpflicht soll die Zahl der Infektionen erheblich reduziert haben.Und zwar um über 78’000 in Italien vom 6. April bis 9. Mai. (Keystone)

Dank der Maskenpflicht habe sich das Infektionsgeschehen dramatisch verändert, als diese Massnahme in Norditalien am 6. April und in New York am 17. April eingeführt worden seien.

Frankreich will Grenzen zu Nicht-Schengen-Ländern ab 1. Juli öffnen

Frankreich will die Grenzen zu Ländern ausserhalb des Schengen-Raums ab dem 1. Juli schrittweise öffnen. Das teilten Innenminister Christophe Castaner und Aussenminister Jean-Yves Le Drian am Freitag mit.

Die Strassensperren an der Grenze zu Frankreich werden entfernt an der Hüningerstrasse in Basel, am Freitag, 12. Juni 2020. Die Schweiz öffnet am Montag, 15. Juni ihre Grenzen gegenüber den EU- und Efta- Staaten sowie Grossbritannien. (Keystone)

Frankreich werde den Zeitpunkt der Öffnung je nach Gesundheitslage in den verschiedenen Drittstaaten variieren und den Vereinbarungen entsprechen, die bis dahin auf europäischer Ebene beschlossen würden.

Die Minister bestätigten auch die Aufhebung der wegen der Corona-Pandemie eingeführten Grenzkontrollen an den europäischen Binnengrenzen am Sonntag um Mitternacht.

Berset warnt: «Sorglosigkeit könnte sich rächen»

Trotz ermunternder Anzeichen, dass die Schweiz die Coronakrise gut bewältigt hat, bleibt die Gefahr eines Rückfalls nach Ansicht von Bundesrat Alain Berset präsent. Die Vorbereitungen für eine mögliche zweiten Welle liefen.

«Wir haben gezeigt, dass wir für einander da sind, wenn es darauf ankommt. Allen – fast allen – war und ist bewusst, dass Nachlässigkeit oder gar Rücksichtslosigkeit all das gefährdet, was wir in den letzten Monaten zusammen erreicht haben», sagte Berset. (Keystone)

«Das Virus ist noch da, und die Abstands- und Hygieneregeln sind noch immer unverzichtbar», sagte Berset in einem Gastbeitrag zur Corona-Bewältigung in den Tamedia-Zeitungen (Samstagausgabe). Sorglosigkeit könnte sich rächen.

Das sei ein täglicher Balanceakt zwischen Lebensfreude und Lebensdisziplin, zwischen Aufatmen und Sorge. Wer sich vorsichtig verhalte, schütze die anderen. Und in dem die anderen sich vorsichtig verhielten, schützten sie uns. Mehr hier.

WHO sieht Pandemie weiter im Aufschwung – Auch Europa nicht sicher

Die Corona-Pandemie befindet sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO immer noch «im Aufschwung». Das treffe vor allem auf «den globalen Süden» zu, sagte WHO-Experte Mike Ryan am Freitag in Genf.

(Symbolbild: Keystone)

Aber auch Regionen wie Europa, in denen die Fallzahlen abebbten, seien nicht sicher, da das Virus wieder eingeführt werden könne, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Ryan führt aus, dass die Krankheit in jedem Land, das den sogenannten Lockdown hinter sich lasse, «in Clustern» wiederauftreten könnte. Das wäre keine Überraschung, aber «nicht notwendigerweise eine zweite Welle».

Präsident in Ukraine wegen Corona-Infektion seiner Frau eingeschränkt

In der Ukraine ist Präsident Wolodymyr Selenskyj wegen einer Coronavirus-Infektion seiner Ehefrau Olena zu einem «besonderen Arbeitsregime» übergegangen. Da das Staatsoberhaupt gemäss der Verfassung seine Vollmachten nicht delegieren könne, werde es keine komplette Selbstisolation sein, teilte das Präsidentenbüro am Freitag in Kiew mit. Dennoch werde der 42-Jährige auf Dienstreisen verzichten und physische Kontakte auf seine Berater und Leibwächter beschränken. Zudem werde er täglich auf das Virus getestet. Ob der Präsident von zu Hause arbeitet, wurde nicht mitgeteilt.

Selenskyj im Jahr 2019 mit Merkel. (Bild: Keystone)

Wenige Stunden zuvor hatte sich seine 42-jährige Ehefrau nach dem Bekanntwerden ihrer Infektion in Selbstisolation begeben. Tests bei Selenskyj und den beiden Kindern des Paares seien negativ gewesen. In dem osteuropäischen Land sind bisher etwa 30.000 Infektionen nachgewiesen worden. Knapp 900 Menschen starben an der Lungenkrankheit Covid-19.

US-Behörde: Striktere Corona-Massnahmen könnten wieder nötig werden

Angesichts anhaltender Coronavirus-Neuinfektionen hat die US-Gesundheitsbehörde CDC alle Bewohner der USA dazu aufgerufen, die Situation weiter ernst zu nehmen. Die Pandemie sei noch nicht vorbei, sagte der bei der CDC für Infektionskrankheiten zuständige Jay Butler am Freitag bei einer telefonischen Pressekonferenz. Auch neue strikte Ausgangsbeschränkungen «könnten wieder nötig werden». Das müsse auf lokaler Ebene je nach Infektionsgeschehen entschieden werden.

CDC-Direktor Robert Redfield rief alle US-Amerikaner dazu auf, sich weiter an Abstands- und Hygieneempfehlungen zu halten. «Wir machen echte Fortschritte, aber es bleibt noch viel Arbeit.» In den USA mit rund 330 Millionen Einwohnern haben sich nach Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore bereits mehr als zwei Millionen Menschen seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Landesweit starben bisher knapp 113 000 Menschen in Verbindung mit der Lungenkrankheit Covid-19 – mehr als in jedem anderen Land der Erde.

New York installiert 74.000 Klimaanlagen für Senioren

Angesichts der Corona-Pandemie will die Stadt New York besonders gefährdeten Senioren 74.000 Klimaanlagen zur Verfügung stellen. In den ersten Wochen des Programms seien mit rund 4500 Geräten acht Mal so viele verbaut worden, wie im gesamten letzten Jahr, erklärte Bürgermeister Bill de Blasio am Freitag.

Die Klimaanlagen sollen Risikogruppen dabei helfen, zu Hause bleiben zu können. In der Millionenmetropole New York herrscht besonders im Juli und August oft schwüles Wetter mit Temperaturen über 40 Grad. Die Stadt ist besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen.



Die Maschinen sollen grösstenteils in Projekten im sozialen Wohnungsbau zum Einsatz kommen. Die dazugehörige Behörde NYCHA verwaltet insgesamt rund 170 000 Wohnungen in der Stadt, viele davon an Senioren. Ausserdem wolle die Stadt die Energiekosten von rund 440 000 Familien in den kommenden Monaten mit rund 70 Millionen Dollar bezuschussen, versprach de Blasio.

Angst vor dem Coronavirus scheint gemäss Umfrage zu schwinden

Die Angst vor dem Coronavirus scheint in der Schweiz gemäss einer Umfrage zu schwinden. Für nur noch 31 Prozent der Befragten war im Monat Mai die mögliche Erkrankung an Covid-19 die grösste Sorge. Im März waren es noch 51 Prozent gewesen, wie aus der am Freitag veröffentlichten Sotomo-Befragung im Auftrag der SRG hervorgeht.

«Es herrscht eine gewisse Aufbruchstimmung wird Studienleiter Michael Hermann von der SRG zitiert. Nur noch ein Viertel der Befragten gehe von steigenden Fallzahlen in den nächsten Wochen aus. Vor einem Monat seien es noch 50 Prozent gewesen.

(Bild: Keystone)

So schwindet auch die Bereitschaft, Hygienemasken zum Schutz vor einer Ansteckung zu tragen. Beim Einkaufen befürworteten gesamtschweizerisch im Mai noch 43 Prozent eine Maskenpflicht. Im Juni waren es nur noch 35 Prozent.

Mütter sollen ihre Babys auch bei Corona-Infektion stillen

Mütter sollen ihre Neugeborenen nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO auch bei vermuteter oder bestätigter Corona-Infektion stillen. «Die Vorteile des Stillens überwiegen», sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Genf. Kinder hätten nach aktuellem Forschungsstand der WHO ein geringeres Risiko, sich mit Corona anzustecken. Allerdings seien sie deutlich anfälliger für andere Krankheiten, wenn sie nicht gestillt werden. «Frauen sollten in keinem Fall von ihren Babys getrennt werden», so Tedros.

(Bild: Keystone)

Kinder und Jugendliche seien in der Pandemie besonders gefährdet. Viele Heranwachsende hätten nur in der Schule Zugang zu einem Arzt und würden dort dringend benötigtes Essen bekommen. Durch die Schliessung der Bildungseinrichtungen sei das Wohlergehen der Kinder und Jugendlichen bedroht. Teenager hätten in der Isolierung auch ein höheres Risiko, Depressionen oder Angstzustände zu entwickeln. Deshalb müsse Therapie bei psychischen Probleme verfügbar sein.

BAG-Koch: «Mache erst wieder ein lustiges Video, wenn wir unter Zehn sind»

Zuletzt brachte er uns auf Instagram mit seinem Sprung in die Aare zum Lachen. Jetzt hat Daniel Koch ein neues Video gepostet – diesmal mit ernster Botschaft.

(Bild: Keystone)
Nofretete erwacht aus Corona-Schlaf – Weitere Museen in Berlin öffnen

Nach Öffnung der ersten Staatlichen Museen sollen in Deutschlands Hauptstadt Berlin noch im Juni fünf weitere Häuser ihre Türen nach der Corona-Pause wieder aufschliessen. Besucher können dann auch wieder Nofretete im Neuen Museum auf der Museumsinsel bewundern.

Das Neue Museum, einer der touristischen Höhepunkte Berlins, wird wie das Kupferstichkabinett und die Kunstbibliothek am 19. Juni wieder offenstehen, wie die Staatlichen Museen am Freitag mitteilten. Es folgen das Museum für Fotografie (25. Juni) und das Museum Europäischer Kulturen (27. Juni).

(Bild: Keystone)

Für alle Besuche gelten Maskenpflicht und die üblichen Vorgaben für Hygiene und Abstände. Um Schlangen wartender Besucher zu vermeiden, sollen zudem Tickets nur mit Zeitfenster verkauft werden, die zuvor auch online gebucht werden können.

Putin feiert ohne Maske und Distanz Russlands Unabhängigkeit

Kremlchef Wladimir Putin hat sich am 30. Jahrestag der russischen Unabhängigkeit überzeugt gezeigt, dass die umstrittene Verfassungsänderung bei der Volksabstimmung am 1. Juli besiegelt wird.

Die Mehrheit der Russen halte die Änderungen für notwendig, sagte Putin in Moskau am «Tag Russlands». Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt seit Wochen trug er am Freitag – anders als in Moskau wegen der Corona-Pandemie vorgeschrieben – keine Maske. Viele Gäste der Zeremonie mit einem feierlichen Hissen der Staatsflagge hatten weder Handschuhe an noch einen Mund- und Nasenschutz. Niemand wahrte die soziale Distanz, wie selbst Staatsmedien hervorhoben.

Der 67-jährige Putin umarmte Russlands Ärztepräsidenten Leonid Roschal, der in Maske und mit Handschuhen erschien. Der 87-Jährige wurde als «Held der Arbeit» ausgezeichnet. Die Zahlen der Corona-Infektionen steigen in Russland täglich um mehr als 8000. Bis Freitag waren 511.423 Erkrankungen gemeldet.

Vergangene Corona-Meldungen

Weitere Meldungen und Informationen zur Corona-Pandemie auf der Welt und in der Schweiz finden Sie in diesem Artikel.

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