Das Arlesheimer Schwimmbad erhöht seine Preise. (Bild: badi-info.ch)
Baselland

Badi Arlesheim gibt kein Corona-Rabatt – und erhöht erst noch die Preise

Viele Gartenbäder haben wegen Corona die Preise der Saison-Abos gesenkt. Nicht so in Arlesheim: Dort wurde der Preis sogar erhöht.

Empörung bei Badegästen aus Arlesheim und der Umgebung: Die Badi erhöht erstmals seit zehn Jahren die Preise für Saison-Abos. Und das, obwohl die Saison dieses Jahr wegen Corona kürzer ausfällt und die Anzahl Gäste limitiert ist. «Für diesen Sommer ist das ja gestört, das kann es doch nicht sein», schreibt etwa ein User auf Facebook. Viele stören sich dabei nicht am Preisaufschlag selber, sondern am Zeitpunkt. «So einen Aufschlag gerade jetzt… Nicht gerade ein gutes Gespür von denen, die das ausgebrütet haben.»

Viele andere Gartenbäder haben währenddessen die Preise für die Abonnemente nach unten korrigiert. Im Gartenbad Aesch-Pfeffingen erhalten Besucher für ein Saisonabo 20 Prozent Rabatt. Die Badi in Bottmingen bietet bei ihren Geldwertkarten einen Rabatt von 30 Prozent an und das Hallen-Freibad Gelterkinden informiert auf seiner Website, es werde die Sommersaison-Abonnements reduzieren. Wie viel, das werde es noch kommunizieren.

Abo war lange viel günstiger als anderswo

Auch das baselstädtische Erziehungsdepartement, zu dem die Badis in Basel-Stadt gehören, informiert in einer Medienmitteilung darüber, dass es sich entschlossen hat, die Preise für die Saison-Abonnements 2020 um rund 30 Prozent zu reduzieren.

In Arlesheim sei das kein Thema, sagt Gemeindepräsident Markus Eigenmann auf Anfrage von «20 Minuten»: «Die Preisanpassung wurde lange vor Corona beschlossen. Aufgrund des nun notwendigen Zusatzaufwands und der nur leicht verkürzten Saison verzichten wir auf einen Corona-Rabatt für 2020.» Ihm sei klar, dass Preiserhöhungen nie zu Freudensprüngen führen würden, aber: «Wir haben gemerkt, dass unsere Erwachsenen-Eintritte im Vergleich zu denen von anderen Badis zu günstig waren. Auf den 20er-Abos hatten wir teilweise bis zu 50 Prozent Rabatt gegenüber den Einzeleintritten, die wir verkaufen.»

In anderen Badis seien solche Abonnements meistens nur bis zu zehn Prozent billiger gewesen als die regulären Eintrittspreise. In grösseren Zeitabständen überprüfe man die Eintrittspreise und ob sie noch gerechtfertigt seien, so Eigenmann.

2 Kommentare

  1. Geht gar nicht!
    Arlesheim ist eine der reichsten Gemeinde im BL, und dann das!
    Auch die Begründung, dass der Entscheid, die Preise zu erhöhen, vor der Pandemie getroffen wurde, ist nicht tröstend. Spätestens nach dem Ausbruch, hätte man das Ganze aufschieben können.
    Wieso die Gemeinde, die Preise , nicht kontinuierlich über die letzten 10 Jahre moderat erhöhte, für mich nicht nachvollziehbar.
    Positiv ist jedoch, dass alle Schüler, die hier zur Schule gehen, während der Sommerferien freien Eintritt haben.
    In diesem Sinne, eine schöne Badizeit.Report

  2. auch ohne Corona Rabatt der anderen Schwimmbäder ist Arlesheim nun 20% teurer bei den Einzeleintritten und fast 30% zu den Abo-Preisen im Aescher Gartenbad, ganze 5 CHF teurer zum Jahres-Abo in Reinach, wo Erziehungsgerechtigte für 90 CHF inkl all ihrer Kinder die ganze Saison baden gehen können.Report

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