Eine Reality-Serie über Polizisten wird in den USA nicht mehr gezeigt. (Symbolbild: Keystone)
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US-Fernsehsender streicht erfolgreiche Polizei-Dokuserie

Wieder wirft ein US-Fernsehsender im Zuge der öffentlichen Diskussionen über Polizeigewalt eine Reality-Serie über die Arbeit von Ermittlern aus dem Programm.

Nachdem Anfang der Woche bereits das Aus für die seit mehr als 30 Jahren laufende Reihe «Cops» verkündet wurde, trifft es nun nach beinahe 300 Folgen «Live PD» beim Sender A+E. Die Show hatte seit vier Jahren Polizeiarbeit nur mit kurzem Zeitverzug beinahe live gezeigt, kommentiert aus einem Studio.

«Wir werden entscheiden, ob es einen klaren Weg gibt, sowohl die Geschichten der Menschen, als auch die der Polizeibeamten zu erzählen, deren Aufgabe es ist, ihnen zu dienen», erklärte der Sender am Mittwoch in einem Statement der Branchen-Website «Deadline».

Kritik nach Tod von Afroamerikaner

Mit rund drei Millionen Zuschauern zählte das Format zu den erfolgreichsten Wochenendserien im Kabel-Basis-Angebot der USA, wo zwischen frei empfangbaren Sendern, einfachem Kabel mit Werbung und Premium-Kabel-Sendern ohne Werbung unterschieden wird.

Kritik an der Show hatte es gegeben, als im März 2019 bei einem der gefilmten Einsätze ein Afroamerikaner gestorben war. Die Episode war nicht gezeigt worden. Zuletzt war das Format auch in den Schlagzeilen, als einer der kommentierenden Polizisten, Sergeant Sean Larkin, für einige Monate der Partner von Sängerin Lana del Rey war.

«Cops» startete 1989 zunächst beim Sender Fox und kam auf 32 Staffeln. Damit war die Dokumentar-Show über heroische Polizisten und erfolgreiche Ermittlungen eines der am längsten laufenden Formate im amerikanischen Fernsehen überhaupt. Die Sendung galt zeitweise sogar als Weg, neue Bewerber für die Polizeiarbeit zu gewinnen. Der Sender Paramount hatte bereits am 25. Mai aktuelle Folgen aus dem Programm genommen und Anfang der Woche dem «Hollywood Reporter» bestätigt, dass es aktuell keine Pläne für eine Wiederaufnahme gebe.

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