Die Lust nach Strandferien wächst trotz Corona-Pandemie bei Herr und Frau Schweizer wieder. (Bild: Keystone)
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Schweizer wollen 2020 ihre Füsse ins Meer halten

Ein Bericht von Hotelplan zeigt: Schweizerinnen und Schweizer wollen ihre Ferien 2020 am Strand verbringen. Wenige haben aber bisher gebucht.

Schweizerinnen und Schweizer scheinen wieder Lust auf Ferien am Strand zu bekommen. Das zeigt sich etwa auf den Internetseiten des Reiseanbieters Hotelplan Suisse. Gebucht wird allerdings noch kaum.

«Wir spüren, dass das Interesse für Ferien im Ausland wieder ansteigt», wird Hotelplan Suisse-Chef Tim Bachmann in einer Mitteilung vom Donnerstag zitiert. Dies sei aktuell vor allem für Badeferien rund ums Mittelmeer etwa in Griechenland, Zypern oder Portugal zu sehen.

Hotelplan spüre die wachsende Nachfrage in den Reisebüros, in der telefonischen Beratung aber vor allem auch im Internet, ergänzte Sprecherin Bianca Gähweiler im Gespräch mit AWP. Das zeigten die zuletzt deutlich gestiegenen Click-Zahlen auf den Webseiten der verschiedenen Reisemarken der Gruppe.

Zur Gruppe zählen Reisemarken wie Globus Reisen, Travelhouse, Hotelplan oder Migros Ferien.

Lust auf Ferien am Meer

«Viele unserer Kunden möchten ihre Ferien gerne am Meer verbringen. Sei es im Sommer oder erst im Herbst», sagte die Hotelplan-Sprecherin weiter. Noch halten sich die Kunden aber zurück.

Die Buchungszahlen für Ferien im Ausland liegen laut Gähweiler auf tiefem Niveau. Die Corona-Krise hat die Konsumenten verunsichert. Kommt erschwerend hinzu, dass die Schweiz zwar per Mitte Juni ihre Grenzen zu EU-Staaten öffnet, verschiedene Badeferiendestinationen aber noch nicht angeflogen werden.

Steigende Buchungszahlen verzeichnet indes die Destination Deutschland. Das liegt laut Gähweiler in erster Linie am Europapark Rust. Dort können neben dem Parkeintritt auch Übernachtungen gebucht werden.

Trend zu Schweiz-Ferien bleibt

Eine erwachende Reiselust der Schweizer wären nicht unbedingt gute Nachrichten für die hiesige Tourismusbranche. In Zeiten von Corona wird die heimische Bevölkerung zum Hoffnungsträger, da aufgrund der Reisebeschränkengen sowohl im Sommer aber auch später im Jahr weniger Touristen aus dem Ausland anreisen werden.

Deshalb setzen Schweizer Tourismusregionen, Hotels und Campingplätze vermehrt auf inländische Gäste. Um diese für sich gewinnen zu können, hat Schweiz Tourismus kürzlich eine Kampagne mit dem Slogan «Ich brauch Ferien, ich brauch Schweiz» lanciert.

Dies scheint zu verfangen. So meldeten Anfang Monat beispielsweise der grösste Schweizer Campingplatzbetreiber TCS, dass die Plätze in den Sommermonaten bereits fast ausgebucht sind. Dabei wurde der Wegfall der ausländischen Gäste beinahe vollständig durch Schweizer Kunden kompensiert.

Das zeigt sich auch bei dem zur Hotelplan-Gruppe gehörenden Ferienhaus-Anbieter Interhome. Insbesondere mit Blick auf die Sommerferien seien die Wohnungen von Interhome in der Schweiz bereits gut gebucht worden, sagte Sprecherin Gähweiler. Ein Trend hin zum Binnentourismus sei bei Interhome auch in Deutschland oder Frankreich zu beobachten.

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