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Der Telebasel News Beitrag vom 11. Juni 2020.
Baselland

JUSO verhüllt Denkmal von Sklavenhändler Sutter in Rünenberg

Für Sklavenhändler Johann Sutter steht in Rünenberg ein Denkmal. Es seit Zeit, das zu ändern, findet die Baselbieter JUSO.

Am Donnerstagmorgen haben Mitglieder der JUSO Baselland das Denkmal von Johann August Sutter, genannt «General Sutter», in dessen Heimatort Rünenberg verdeckt und ein klare Botschaft hinterlassen: «Keine Denkmale für Sklav*innenhalter!»

Der verschuldete Johann Sutter flüchtete 1834 in die USA, wo er nach weiteren wirtschaftlichen Misserfolgen mit Kinderhandel, Zwangsarbeit und Sklaverei zu Reichtum kam. Zeitzeugen schilderten laut Historikern glaubhaft Sutters Alkoholismus, seine Tätlichkeiten gegenüber seinen Arbeitern und Arbeiterinnen, sowie deren sexuellen Missbrauch. Weiter habe Sutter eine zentrale Rolle beim Genozid der lokalen indigenen Bevölkerung gespielt.

Gedenkstätte soll umgewidmet werden

Gerade angesichts der weltweiten Proteste gegen institutionalisierten Rassismus müsse auch das Baselbiet die eigene Geschichte aufarbeiten und kritisch hinterfragen, findet die JUSO. Obwohl die Verbrechen von Sutter von historischen Quellen belegt und aufgedeckt sind, werde am Bild des «Pioniers» festgehalten. Tourismus Baselland beschreibt den Sklavenhalter auf ihrer Webseite als «Abenteurer» und «schillernde Figur», während kein Wort über den Grund für seinen wirtschaftlichen Erfolg verloren wird.

Während anderswo reihenweise Statuen von Sklavenhändlern wortwörtlich vom Sockel gestossen werden, fordert die Baselbieter JUSO eine Umwidmung der Gedenkstätte in Rünenberg: «Der Gedenkstein muss in Erinnerung an die Menschen, die den Reichtum von Sutter mit ihrer Freiheit und ihrem Leben bezahlt haben, umgewidmet werden», lässt sich Präsidentin Anna Holm zitieren.

8 Kommentare

  1. Langsam wird es nur noch PEINLICH!!!
    Die Geschichte ist geschrieben und man kann nicht mehr zurück.
    Haben wir nicht genug andere Probleme?
    Es ist 5 vor 12!!!!
    Wir haben nur eine ErdeReport

  2. Dann müsste man auch den gesamten Kapitalismus verbieten und das gesammelte Gold an dem Blut klebt denen zurückgeben, die in Armut und Elend leben. Ein Teil der Erdbevölkweung hungert, hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und Medizin, wird versklavt ,getötet ,geschändet, gefoltert, wie Vieh verkauft und lebt in Armut und Kriegen.
    Nur damit es bei uns einigen wenigen noch besser geht und die Millionen und Milliarden Gewinne auf Kosten dieser Menschen und der Umwelt rauspressen!Report

  3. Das Denkmal muss unbedingt bleiben, dass ist sehr wichtig!
    Jedoch muss man es mit den entsprechenden Informationen ergänzen,
    bzw. die wahre Geschichte des „Generals“ erzählen… !
    Dies war vermutlich „Anno dazumal“ von den Stiftern des Denkmals und den entsprechenden „Offiziellen“ zu dieser Zeit noch nicht bekannt. Jedoch seit den 50iger/60iger Jahren wusste man, was Sache ist.
    Die Rampasse vom Land fanden es wohl zu jener Zeit schlicht und einfach nur „g..l“,
    und sie wollten sich damit brüsten ohne die wirklichen Hintergründe genau zu erkunden.
    Eigentlich finde ich die Frage viel spannender, wer damals eigentlich das Ganze initiiert und veranlass hat.
    Die dachten wohl:
    Läck, mir si scho e tolls Völkli. Mir wai emohl luege und e Dänkmohl mache…
    Viel schlauer haben es da schon gewisse Familien aus dem „Basler Daig“ gemacht.
    Diese haben nähmlich auch im grossen Stiele in diesem Business mitgemischt.
    Nämlich: Mir mache, verdiene und händs-, aber mir zaiges sicher nid… !

    Spannend würde ich auch finden, wie die damalige Parteigesinnung war…
    Ich kann es mir (in die heutige Zeit transferiert..) in etwa gut vorstellen.

    @ Baselbieter JUSO:
    Geht über euere Bücher und seit nicht 08:15 populistisch.
    Das Ganze ist schon sicherlich mehr als 60 Jahre bekannt.
    Insofern hätte eigentlich schon euere „Vorpartei“ tätig werden müssen…
    Ein Denkmal sollte ja zum Nachdenken anregen.
    Und dies sowohl im positiven Sinn-, wie aber auch im negativen.

    Und zum Schluss, lasst euch noch dies sagen:
    Ein I…. oder ein V….
    bleibt immer ein I…. und ein V…. !
    Egal wie die Hautfarbe ist oder was für einen Pass dieser hat.

    Punkt.Report

  4. Ich finde es Ok. Das denkmal soll da bleiben wo es jetzt ist. Man muss nicht jedesmal die Geschichte ändern wenn mal was passiert ist. Die JUSO übertreibt langsam.Report

  5. Dann müsste man die katholische Kirchen,als mörderische Verbrecher Organisation sofort weltweit verbieten,was die sich im Namen Gottes geleistet haben,geht auf keine kuhhaut….Report

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