(Bild: Keystone)
Schweiz

Über zehntausend Menschen demonstrieren in Genf gegen Rassismus

Über zehntausend Menschen haben am Dienstag in Genf gegen Gewalt und Rassismus gegenüber Schwarzen demonstriert.

Die Veranstaltung fand am Tag der Beerdigung des bei einem brutalen Polizeieinsatz in den USA getöteten Afroamerikaners George Floyd statt.

«Schweigen tötet», «Ich bin Schwarz, ich existiere» oder «Keine Gerechtigkeit, kein Frieden» stand etwa auf Plakaten an der «Black Lives Matter»-Kundgebung. Die meist jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten einem Demo-Aufruf, der nach dem Tod Floyds am 25. Mai in Minneapolis erfolgt war.

«Wir marschieren gemeinsam für eine bessere Welt, in der Rassenungleichheit keinen Platz hat», sagte einer der jungen Organisatoren. Diese prangerten «systemischen Rassismus in der Schweiz» sowie Polizeigewalt und ethnisches Profiling – auf Stereotypen und äusserlichen Merkmalen basierendes Handeln der Polizei – an.

In Gruppen und mit Desinfektionsmittel

Die Demonstration war die erste grosse Veranstaltung in Genf nach der Lockerung der Massnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie. Um die Anweisungen zu befolgen, wurden Gruppen von 300 Personen gebildet. Die meisten Demonstranten trugen Masken und führten Desinfektionsmittel für die Hände mit.

Der Demonstrationszug setzte sich gegen 18.50 Uhr in der Innenstadt in Bewegung. An der Spitze wurde ein Transparent mit der Aufschrift «Ich kann nicht atmen» mitgeführt. Ähnliche Veranstaltungen hatten am Samstag in Neuenburg, Bern, Basel und Zürich und am Sonntag in Lausanne stattgefunden.

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