Mitarbeitende der Swiss bei den Corona-Vorbereitungen. (Bild: Keystone)
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Sind Ferienflieger Virenschleudern?

Viele Fluggesellschaften nehmen ihren Betrieb wieder auf. Dabei gelten auch Schutzbestimmungen – aber wie steht es um die Luft im Flugzeug?

Immer mehr Flugzeuge heben nach der Corona-Zwangspause wieder ab. Doch wie steht es um die Sicherheit der Passagiere? Die Airlines haben Schutzkonzepte mit Masken-Pflicht und reduzierten Bord-Service festgelegt. Oft sitzen die Passagiere aber trotzdem Ellbogen an Ellbogen.

Das mag für viele beunruhigend klingen. Sobald aber die Triebwerke eines Flugzeugs laufen, ist auch die Lüftung aktiviert. Von der Flugzeugdecke her gelangt neue Luft ins Flugzeug, die nur wenige Momente später auf dem Boden wieder abgesaugt wird. Etwa die Hälfte davon wird nach aussen abgeleitet.

Wenn jemand hustet, kann es kritisch werden

Der Rest der Luft durchläuft einen Hochleistungsfilter. Gemäss dem Spiegel werden dabei 99,97 Prozent aller Partikel aus der Luft gefiltert – auch allfällige Viren. Alle drei Minuten ist die Luft in einem Flugzeug so vollständig erneuert.

Ganz ungefährlich ist die Situation aber trotzdem nicht. Wenn jemand an Bord hustet, wird die Luft nicht schnell genug abgesaugt. So können theoretisch die eigene Sitzreihe sowie die zwei Sitzreihen davor und dahinter kontaminiert werden. Wirklich nachgewiesen ist das nicht, aber es ist das, wovon die Europäische Luftsicherheitsbehörde EASA aufgrund der internationalen Studienlage derzeit ausgeht.

Die EASA empfiehlt, durchgehend eine Schutzmaske zu tragen und diese mindestens alle vier Stunden zu wechseln. Ausserdem sollen sich Passagiere regelmässig die Hände waschen. Das Personal solle ausserdem ein separates WC zur Verfügung haben.

1 Kommentar

  1. Die Luft in Flugzeugen war und ist die schlimmste. Ein völlig in sich geschlossener Raum. Viren sind da überall. Eine Maske hilft, wenn auch unangenehm. Aber spätestens beim Essen und Trinken ist der Schutz dahin…Report

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